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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-10-01 · 13 (1.10.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
13 (1.10.1931)
Date
1931-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
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— 135 — Ä RZTETAIFE L Zahnarzt Dr. Jacobsohn verzogen noch Rotebühlstr. 40 C (Drogerie Hahn/ Telephon jetzt/ 640SS Nach mehrjähriger Tätigkeit an der medizinischen Klinik zu Tübingen (Prof. Dt. Otfried Müller) habe idi midi hier, Kronprinzstr. 301. als praktischer Arzt niedergelassen. Dr. med. Fritz Duvemoy Sprechstunden ii—1 und 5—7 Uhr Samstags ii—i Uhr Telephon außerhalb der Telephon 298 39 Sprechstundenzeit 20872 Montag, 12. Oktober, nadimittags 3 Uhr, Wiederbeginn unserer NfthnadunUlaiic Hospitalstr. 36 •- Wir bitten alle arbeitsfreudigen Frauen, daran teilzunehmen Slaitiertand des Ifldlsdien Fraaenbondes Stuttgarter Jüdische Nothilfe» Viele unserer Gemeindegenossen, die bisher zu den Bessergestellten gehört haben, sind unverschuldet in schwere Notlage geraten. Es ist die religiöse Pflicht der jüdischen Gemeinde, ihnen in solcher Not zu helfen. Das Vorsteheramt hat deshalb in Gemeinschaft mit den hiesigen jüdischen Wohlfahrtsvereinen die Stuttgarter Jüdische Nothilfe ins Leben gerufen und in einem Aufruf alle Gemeindegenossen, die dazu in der Lage sind, aufgefordert, ein Notopfer für den schwer betroffenen Mittelstand zu bringen. Mit dem Gelde soll den Verarmten durch Mietebeihilfen und durch die Lieferung von Brennstoff und Lebensmitteln das Durchhalten erleichtert werden. Manche von den Betroffenen 'scheuen sich aber, aus einem an sich achtenswerten Stolz, Hilfe anzunehmen, ln der gegenwärtigen Wirtschaftskrise hat aber diese falsche Scham keine Berechtigung. Hier gilt das Wort des Talmuds: .Wer nicht ohne fremde Hilfe leben kann, wer zu schwach oder zu alt ist, sich selbst zu erhalten, wer eine zahlreiche Familie hat und hungert und sie hungern läßt, weil er zu stolz ist, Unterstützung anzunehmen, der lädt Blutschuld auf sich und versündigt sich durch sein Darben." Alle Gemeindegenossen werden deshalb gebeten, sich vertrauensvoll in ihrer Notlage an den Unterzeichneten bezw. an den Stadtrabbiner oder an eine ihnen sonst nahestehende Person zu wenden, damit ihnen nach Maßgabe der vorhandenen Mittel geholfen werden kann. Alle Gesuche werden gewissenhaft und streng verschwiegen behandelt. Die beiden Rabbiner und der Unterzeichnete sind jederzeit bereit, Notleidende aufzusuchen und mit ihnen das Nötige zu beraten. Die Stuttgarter Jüdische Nothilfe bittet aber alle Gemeindegenossen, ihr Notfälle tunlichst sofort mitzuteilen, damit geeignete Hilfe schnellstens gereicht werden kann. Der Geschäftsführer der Stuttgarter Jüdischen Nothilfe: Oberrechnungsrat Meyer. - Für die mir anläßlich meines 75. Geburtstages in fo reichem Maße erwiefenen Aufmerksamkeiten Spreche ich auf diefem Wege meinen herzlichften Dank aus. Frau Henriette Bloch geb. Friedberger Stuttgart Johannes/tr. 74 .muL Pfands ins Cafe cKoühohh Seidenstr. 6 Eck« Schio8«ir./Tel. 229 79 LuIuktM 1kl jiiisi Jiioioimie Mritklp. Bei unserem Stuttgarter Stellennachweis sind stets eine große Anzahl von fachmännisch geschulten kaufmännischen, technischen Angestellten und Handwerkern — auch Lehrlinge und Hausangestellte — (beiderlei Geschlechts) als steuungssuchend gemeldet. ln Ansehung der großen Berufsnot auch unter der jüdischen Jugend appellieren wir an die Herren Arbeitgeber sowie an alle Familien, sich bei Personalbedarf an unseren Stellennachweis zu wenden. Jede Anfrage wird prompt und individuell behandelt. Anschrift des Stellennachweises: Jlse Sommer, Stuttgart, SchloBstraBe 81 Telephon 60412 fQHnterfurforae In den nächsten Wochen wird das Ist. Fürsorgeamt wieder wie seither die Verseilung von Kartoffeln, Holz u. Kohlen vornehmen. Anmeldungen hierfür werden schriftlich oder mündl. (während der üdl. Sprechstunden) im Büro, Hospltalstr. 36, rntgegengenommen. Israelitisches Fürsoraeamt & 1 Jüdisches Lehrhaus Stuttgart ( | Arbeitsplan Oktober 1931 bis Januar 1932. Z 1. Arbeitskurs Ober Rosenzweigs „Stern der Erlösung“. Donnerstag, 20 Uhr Beginn: 8. Oktober. Stadtrabb. Dr. Rieger, Calwerstr. 33 Hhs. 2. Hebräisch, Psalmen Donnerstag, 21' /, Uhr Beginn: 8. Oktober Stadtrabb. Dr. Rieger, Hospitalstr. 36 3. Talmud, hebräisch und deutsch, Traktat Joma Sonntag, 10 Uhr Beginn: 11. Oktober 4. ArnosundHosea,hebräischu.deutsch Sonntag, 11 Uhr Beginn 11. Oktober Rabbiner Dr. Beermann, Hospitalstr. 36 5. Bibel 5. Buch Mose (Fortsetzung) Dienstag, 20 Uhr Beginn: 6. Oktober Lehrer Meyer, Hospitalstr. 36 6. Jüdische Geschichte; vom babylonischen Exil bis zum Abschluß des Talmuds Mittwoch, 20 Uhr Beginn: 7. Oktober Rabbiner Dr. Auerbach, Hospitalstr. 36 7. Neuhebräisch: a) für Anfänger u. Fortgeschritt. (Fortsetz.) Donnerstag, 20—22 Uhr Beginn: 8. Okt. b) für Fortgeschrittene (Fortsetzg., neuere Literatur) Samstag, 18 Uhr Beginn: 10. Oktober Dipl.-Ing. Plawner, Hospitalstr. 36 8. Die wirtschaftliche Struktur der Judenheit Mittwoch, 20 Uhr Beginn: 5. Oktober Dr. Martin Cohn, Hospitalstr. 36 Anmeldungen und Auskunft bei der Geschäftsstelle, Israelitische Gemeindepflege, Hospitalstr. 36, und in den zwei ersten Stunden jedes Lehrgangs, in denen auch gastweiser Besuch zulässig ist. Kursbeitrag (halbjährig): Für Erwachsene RM. 5 —, für Minderjährige RM. 3.—. Arbeitslose haben zu den Kursen und allen sonstigen Veranstaltungen des Lehrhauses freien Zutritt. Ermäßigung auf RM. 3 — für Erwachsene, RM. 2 — für Minderjährige: a) für Mitglieder, b) für den zweiten und jeden weiteren von demselben Hörer belegten Kurs und bei Besuch desselben Kurses durch mehrere Familienmitglieder; außerdem in besonderen Fällen auf Ansuchen, insbesondere für auswärtige Hörer. Mitgliedsbeitrag: RM. 6.— für Erwachsene, RM. 3.— für Minderjährige. Als Sondenraranstalftung werden die Vortragsreihen Ober „Das Judentum in den Ländern außerhalb Deutschlands“ und „Das Judentum und die Welt der Gegenwart“ fortgesetzt. Es sprechen: Rabbiner Dr. Dlaneasann, Offanbachi Frau Margareta SuBmann; Dr. L. Feechtwanger, München | Prof. Dr. Martin Baber. Ankündigungen: in der „Gemeinde-Ztg. für die Israel. Gemeinden Württembergs.' Berflioid Ancrbadi-Vcrcfn ■ — Diwmtag, d«n O. Okt., Stuttgart-Log*, CalwarstraBa 33 Hha., abanda 8>/< Uhr, sprecht Rabbiner Dr. Ober „Die ifltflM&e imeifl nd «e ge stallenden Kralle aer Znknnfl“ Freitag, «ton 9. OkL, Stuttgart-Logs, Cplwsrstrafto 33 Hha., abonds SV« Uhr Freitagabend-Feier Leitung: Rabbiner Dr. Auerbach Dian stag, «ton 13. Okt., Stuttgart «Loga, Calworstraft« 33 Hha., ahanfta S'.'i Uhr, apricht Stadtrabbiner Dr. Rieger Ober „Vom Helmalredri der denlsdien Jaden“ Wir bitte» um zahlreiches Erscheinen]! Gaste jederzeit willkommen! L»«ytlgea getotfVenO. nuitel bewandert in Hausarbeit. Kochu. Nähkenntniffe, vertraut mit jüdischer Küche, mssik., perfekte Stenotypistin, suche Stelle. Angebote erbeten unt. I. L. 799 an die Gemeindezeitung. ettuML ■(grtftr TBa#«nmm* ' cnngllngepgrgrrle mil (■!«■ 3e«rdfff« fa#t Cidi fof*rt *Wr Hai«», »ach |»r »»»Hilfe. — Gep. »ufrkrte m. 3Mr*. n»arUia«g, 9u. 94 D3^B

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