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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-10-01 · 13 (1.10.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
13 (1.10.1931)
Date
1931-10-01
Page
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Leopold Liebmann. Hausvater von 184 r, Beidet.c-iiehr blichen /iinäeh-t unbeunt-; i: - dir I III, IUI,1112 der Mitglieder der ■ iii( , 11 ihoiilie liöi de- -r-t melire-re- Jahre- -pater •;..ipt, . Nur de * bi-lie-r ige < »be-ranit-i ichte-r in > •••, . > l c i n li a; d t . w iirelr. um -c-int- Go- .eziipeauf Joe::; 11. zu bringen. -chon am 4. •>. m;>.! i-p-i. zngle-iels-inil -einer I.i-iic nnnnp -...ihre,-ehr': ’ >i” -rkirclii nrato. /um \ orstand IEi«• -ni;» onmii--.:r der e-r-t noch /ii c I - ■ :ah-n l-inel. ( >|,e-r ki--.h nbe-hörde ernannt. - Brridiguiip tliTi-h den Minister v. Kapff i r l-ch -l am I'*. I;e-/e-inl>e-r I-'I. nach- . >>- übrigen Alitp!ie,|,-i der < »berkirchen- - :ii. ‘iii 1 wi!di waren. A . J-. Ne\: :nh - l-'H eineuelle ließ in einer 1 ii.:': id: ii ■ indie n den König -ein (,cw c! i eer durch eine einge-lionde- Dar- -na- -einebi-lt-igen Wirkenfiir die l-rar-!, de- I amle- -nil/le. I eber die AA ai-e-nve-r- - .-41111heißt i - da: ..Endlich glaube idi. meinen ■ f.-r fiir da- -irliehe Wold meiner (.laiiben-- . no—en f« ra r dadurch bewahrt /u hallen, dal! •: -in Augenmerk auf die hiilf-be-diirftigen - n-dien Wai-en und v erw ulirlo-ten Kinder iitet and mit-einer gewiß nicht kleinen Aliiliei -eit dem J~. N-pte-iiibe-r d. J-. in- I eben ge- :,e \ ■ i-,,i giing-.m-lalt fiir arme i-rac liti-che i-. and m-i w all r! >-re- Kinder ge-griindel. r: -nh -I. ludih di-Ieii :.nach- I w. Kpl. I ' ,!• 1 Ali -ui ifreiien halle, dal! Alle-r- ' "i- \i 'Ulli: l|i::!l-ler I llt-chlieüllnp Milli W Apn! d. J-. ein Iinblri iche- (.e-chenk miii :i . "e gn.idig-t bewilligten. wodurch dic'-e A t .' in den >ta:.d p.-ei/t ward, -chon fiir da- - -i< : :al acht, teil- \ erwui-te. teilaber gänzlich - er" :'■ * lo-te Kindei in \ c r-.upunp /II brinpen \ - piss -itriiehen I ntc-rgaiig /ii retten. Auch , ward vermöge hoher i.iit-chlic-Huug r iipre i liehen Wini-terinni de- Innern dd. _*•; \... iii'-i-r I--I da- W ddpefallen die-e-r hollen : ■ -iw: /ii c .kennen gegeben." c r> Intel. —e -iml die fidpellden. dem < ,1-liehe . nei., ic'pic-ii zwei Briefe an Fiel! noch Ull- 1. / g - ii'-r t r-ten W -jbearbeit. weil -ie klar e-r i-c -: i. ,1! II. e! der dleinipe Schöpfer des I. ne hme nw :r. | »er I .aiiplieimer Rab- '■! o W a - - e r m a ii n . der Vater i K:. In ie r -\ . W a—ernianil. schreibt : w . W ddpc borc n ■ or:;, nie .neu >ohu Jo-eph W a--er 1 er I t I w r ii I i..hhc-iin. an mich die An- : n. ob S,,- mich unter jenen l’er- - i. n dürfen, die fiir die in- Leben . .u.-iie An-lnlt fiir i-rael. Wai-en . iiii.in n p--hnic-n. Wenn enun -tc 11iin" -i- -.. i-tlicher -chon erfordert. ' ’■ w i.aliaiipen W erke nicht /II i/i ■ -o * ii nei h iic - doppelt perne. weil - ~ : ir : 1 -Ii rt. :. -chon -o \ iel fiir die n - inl'e -'i-i i|ii4 -einer C.lauben-- bno-' ' . n hat. -ich die-eedlen Wc-rkoi 1 in.--. Wop. ■!_•-. hiiiitnli-ihc Vater uns — •inen 4, n -eileihen. damit die SacFie pecleiln. in-t meiin r - nnpliickliche Wai-en dm-cT An! - Ii riire plii-i-che und moralische Bildnnp erdankan. Ich meiner-eitwerde pewil! : : .. -chwa-.ln n Kräfteanfbieten. r*-»4it \ ic-l /IUI. niiLi-ti deedelsten l ntor- 1,.-Innenb> -1' 4 n /II können, lind mit dieser \ er-ichcruiip - irrt mit aller Hochachtung Iw. W ohlpc-bol c 11 erpeben-ter ''ahnin.i W 1—ermann. Itabbiner." Laiipheim. den 4'-. I ebr. t -Al. IJ. r /weite Brief i-t von nacFimalipen er-ten w ältlichen Witpliede der l-r. (»berkirchc id« hiirde M .1 r \ l’feiffer mit folpendc-ui Wortlaute: ..Herrn I. Hel! in Lllwanpc II. Stuttpart. d">. Mär/ ts>|. Ihre edlen Beniiiliiinpen 11111 das Wohl nn- -erer < daulienseenossen pc-hcirip wiirdipeud. habe ich die Khre. Ihnen auf Ihre Zuschrift \om 1. ds. Ms. zu erwidern, dal! ich /n der von Ihnen /u begründenden Versorgiinps- \n-talt fiir verwaiste und verwahrloste. Kinder israel. Konfession vorläufig auf ein Jahr einen Beitrag von fl. 12 bestimme, ohne je doch hierdurch eine Verbindlichkeit zur Annahme Leopold Stern, Hausvater von 1873—1899 (Nac «neralten L^tbikJ) irgend einer Funktion bei diesem Institut ein /upelieii. Sollte das L nternelimeii. w ie ich M>n ller/cn wünsche, einen glücklichen Erfolg habe n, -o werde ich nicht aiistehen. nach Ablauf die-e- Jahres weiteren Beitrag zu licwillipert. Mit aller I lochachtiing zeichne ich Marx Pfeiffer." Vbc-r auch die S|ietide des Königs ging Hel! zu. wie folgender l.rlal! zeigt: ..Die Kpl. Wiirtt. Regierung des Jaxt-Krei-e- ,111 da- K. Oberamt in Fdlwangen. Da Se im Kgl. Majestät auf die erhaltene Anze ige. > 0,1 der durch den Vorsteher einer i-rael. I.eliran-tall l-ack Hel! zu Ellwangen Qtass&Wels Stuttgart z Mittnachtbau DAS HAUS FÜR DEN HERRN unternommenen Versorgungs - Anstalt für israel. Waisen einen Beitrag von 30« fl. zu 'heser Anstalt aus Höchst Ihrer Privatkasse gnädigst verwilligt und zu dessen Ausbezahlimg die Kgl. llof-I)omaineii-Kaniiner angewiesen haben, so wird das Oberamt beauftragt. dem Isack Hell dieses zu eröffnen. Ellwangen. den 30. April 1831. Auf besonderen Befehl /.um Mitgliede der Oberkirchenbehörde wurde Hel! nicht ernannt, weil die Mitglieder derselben -ich für Dr. Weil aussprachen. Sic waren nämlich vom \ orstande Steinhardt für den 12. Dezember IH3I zu einer Besprechung bei ihm eingclndeii worden, weil er selbst, dem Hell und We il gleich würdig und fähig erschienen, nicht die Entscheidung treffen wollte, wer vorgcschlagc 11 werden solle. Und selbst eine Eingabe des 1 b l! mihi 10. Dezember 1831 um Ernennung zum korrespondierenden Mitgliede der Oberkirchenhchürdc wurde nach einer Aeullerung derselben vom 27. Januar 1832 abschlägig beschicken. Aber an dem voi» ihm ins Leben gerufenen Werke der Waisenversorgung konnte Hell noch fernerhin erfolgreich Mitwirken, da er 1831 in die erste Leitung derselben berufen wurde. Aus der Geschichte des Waisenhauses. Von Oberlehrer Theodor Rothschild, Efjlingen. Mmich den langen Kriegsjahren am Anfang devorigen Jahrhunderts eine Zeit allgemeiner Not herr-chte. da entstanden an verschiedenen Orten uii-cre- \ aterlandes sogenannte ..Hettungsan-taltc-n". clie die-en Nöten auf dem Gebiete der Jugenderziehung, al-o an der Wurzel 1111- -ei e- \ olk-lebeu-. begegnen wollten. Zu diesen er-ten Gründungen in unserem Lande gehörte auch dal\ 1! I i 11 g e 1 W a i s e 11 h a 11 s. F.s war zugleich auch daviertiilteste derartige jüdische Heim in Deut-chland. Im Jahre 1830 trat der Buchliändlei l-aak Hel! aus Ellwangen mit dem Gedanken der \ ersorgung und Erziehung armer israel ii. Kinder an die Oeffentlichkeit. I)ie-er Vorkämpfer fiir die Gleichlierechtigung der Juden in Wiirttcm- Ix-rg erkannte mit sicherem Blick die Grundlagen hierfür in der liesleii Erziehung delieranwachsenden l.eschlechts. So trat er fiir die Errichtung jüdischer Volksschulen ein. in denen clie jüdische Jugend Württemberg' unterwiesen und erzogen werden sollte. Den Waisen. Halbwaisen und den zahlreichen verwahrlo-ten Kindern der armen jüdischen Bevölkerung aber wollte er eine besondere Heini- -tätte schaffen. Sejn Ruf wurde gehört. Aber von El Iw angen aus liel! sich das Werk nicht uusfiifireti. deshalb wandtp er sich nach Stuttgart. Er fand hier gleichgesinnte Männer mit dem Arzt l)r. Samuel Drei full an der Spitze und legte sei bst verleugnend sein begonnenes AAerk in ihre Hände. Sie konnten am Geburtstag König Wilhelms 1.. am 27. September 1831. acht AAaisen aufnehmen und sie israelitischen Lehrern des Landes zur Pflege und Erziehung übergeben. Das Vermögen des jungen Vereins bemig 3198 Gulden. Im ersten Jahre gingen an Beiträgen 5350 Gulden ein. Am 27. September 1832 konnten sieben Kinder Aufnahme finden. Die Armut der württenibergisdien Juden war aber groß. Sie trieben meist Hausierhandel und konnten so eine geordnete Aufsicht über die zahlreiche Kitulerschar nicht führen; und so war die Zahl der verwahrlosten Kinder stets im Wachsen begriffen. Von einem Kind heißt es: ..völlig verwahrlost an Kopf und Her z : von einem andern: ..s ch w a ch und kränklich": von einem dritten meinte der Pfarrer: ,.H u 11 g e r. U n r e i n 1 i ch k e i t. W inte r f r o s t. Strapazen und Elend haben z 11 mi in in c 11 c r w i r k t. das Kind an Leib und Seele zu gefährden“. Es wurden zwei Knaben zur Pflege übernommen, von denen es beißt: ..Geist und Körper waren beinahe in einem untätigen Zustand. In dem Grade waren sie an Entbehrungen gewöhnt, daß sie die Nächte am liebsten auf dem Boden zubrachten. Ihre Sprache waren unverständliche Töne ..." Für diese Kinder mußte die Allgemeinheit die Sorge Übernehmen. Zehn Jahre lang wurden so Kinder aufgenommen und geeigneten Pflegeeltern übergeben. Isaak Hess phot W. Mayer, Esslingen Das frOhere Waisenhaus nach denTUrhbau

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