Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 13 (1.10.1931)
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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— 136 — n*' " EW Tf~ m rffrrrstLSLV i'i"^,"«" \ <r< £ ■* «M; jM '.' 7*1 ei S5 Ol" g “: .cr*^‘ der L.:-.. AsUlt B. Levi. Stuttgart Das frühere Waisenhaus in seiner ursprünglichen Erscheinung .m J.,lirr I —41 unterbreitc-tcder Vorstand des \ - *;-i nder obengenannte Dr. Samuel Dreifuß. der Allgemeinheit den Geddnken. die -<> \ i-i-diieilenen Händen anvert rauten und im I oi - /er>tr»-uten Pfleglinge in - i I, e m I leim . der kundigen; »jtung eine» Erzieher-» /II ' , ein. tiii Juhe.juhr der 2 »jähri|ren Rejriekoniu \\ iiil. ine I.. IIII 5o". t >ktober |S4». . ::i■ t■ n Jt k nder III -i--ui geinein-anien Hause :n! ooiiui ü Ihlen l.in/ui; halten. Das für diese / . r ‘«..rinne und liergeiichtete Gebäude o iIr Bau. i er sili .n im Jahre 171 ft aufw :rde. Freiherr». (.rafen und Herzoge ■•i i't ■!> in Hause aus- und ingc-gange». 7 kosten für Erwerbung. Iterrichtiing und Ein- ‘ tit‘.:.a li li f< ii sjdi a.il I4 si o t.uldl-n: hiervon -rr-i« n du;::. > .ninil:: ig h|x| (.ulilen aufge- I> d - lr.it/ dieses günstigen Samnielergebr: - ti.o di : \ erein den größten I eil der hinter ■! i; "egenden ( . - undstiiike um IÜOO Gul- ■« ■' - II..nde gegeben. Dr. Dreifuß blieb ois /Ulli Jahr, Ist", l-r hat erst kur/ ■ seinem I de Ii, I : itiing . °s »einen Ilanden - .e!- oi. -.-ine ,! ' . >o Beiidite reden di'Utee. -ein» i großen I iebe /II seinem Werk. - me:.; Im!. . und dem Mute, der nur dem un-fester \\ dien eigen, lind um seiner frohen / - : :-iit. da : a \o: recht edler Bestrebungen t-i. a '•|.. i'. a-il de» Hause' hängt sein Bild. ad -1it_ .'».raut er auf die Kinder an den I I a i.ad uln lt;;•» radliih. als würde er Io len über das Werk, das ihm gelungen.; i. : - -sie \ Us|.dtsi-*i‘‘o v\ a - von 1*42 1s73 - fe '-liier! foipnli. I. i e Ii m a u n. Er ge- ’ *.1 mit I in ii f . :: m m und I. p p > t e i n zu ■u f ten indi-ihen -eminaristeii in Eßlingen. . ' : <• t -27 wurde . -NI er erst kur/ vorher f .' ieten i-r . liti-chcii Konfessn-nssibule in .,.1 n an. so llt. |). r ewig junge und El i»che.!•;;; ~einem s,j. | eben»ja.hr lie h am Morgen;■ I d.-stages die Stuttgarter Höhen erstieg. 1 in kluger und ern»iger Arbeiter. Er erti i t, i ,;■ jüdischen Seminaristen den Ileligionsint, i i,tit.! ihn- ,i:e .ingehenden 1 i hrer in die Pr ,\e. delleligionsiiliterriihts ein und gründete den ,.\ e re i n Israel. Lehrer in W ii r t t e m b ■ r g". 43 Jahre war er dessen Vorsitzender. Auf den fi äivv illigen Konferenzen der israelitischen Lehrer hat er jahrelang anregende und belehrende Vortrüg»- gehalten. Noch als Greis von xx Jahren wohnte er den Versammlungen des Lelirervereins bei und erfreute die Anwesenden durch seine warmen und trefflichen Wort»-. Er durfte mit seiner /weiten Frau die Goldene Hochzeit feiern. Er konnte bei der l eier seiner 2üjährigen Dienstzeit, am 26. August lx”2. von sich sagen: ..Ja. ich bin mit der teuren Lebensgefährtin an meiner Seite buchstäblich zu zwei Lagern geworden, reich an Lieben und Getreuen hier und jenseits des Ozeans, an Helfen Kindern. Enkeln und Verwandten, an dankbaren, geachteten, mir in Liebe ergebenen Schülern und nunmehrigen Freunden." Er hat seine Hauptaufgabezunächst in dem Au-baii seiner Schule gesehen. Die Anstaltsschule wurde mit der israelitischen Schule in Eßlingen verbunden (letztere wurde 1873 aufgehoben!. und zu einer Mittelschule mit einer f remdsprache erweitert. Tüchtige, kenntnisreiche Schüler gingen aus dieser Schule hervor. Zn geordneter Arbeit, zu strammen Leistungen, zu geistiger Ausdauer wollteer seine Kinder erziehen. Das Mittel hierzu war ihm der Unterricht. East den ganzen Tag mußten die Zöglinge des Hauses im Schulsaal verbringen. Er wollte seine Kinder ebe n durch sichere Kenntnisse und 1 eitigkeiten für den Lebenskampf rüsten. Die Schule ist bis auf den heutigen lag eines der wirksamsten Erziehungsmittel der Anstalt geblieben. Dann hat Liebmann sich ernstlich bemüht. die Kinder zu erziehen, ihre Kräfte zu entfalten und ihnen eine warme Heimat zu bieten. Wenn die Erziehung entsprechend den Anschauungen der damaligen Zeit eine durchaus autoritative war! so fehlten doch nicht starke Ansätze.an moderne Erziehungsweisen, so im Strafen und in der Ausnützung. der knappen Freizeit. Im Jahre 1x33 hatte Hof rat Adolf Levi die Leitung de- \ereins übernommen. 50 Jahre lang durfte er das begonnene Werk weiterführen. Er betrachtete dies als die Hauptaufgabe seines Le bens und kannte den inneren Betrieb des Hauses aufs genaueste. Er wußte von jedem Kind Schicksal. Lebensführung. Anlagen und Kräfte und verfolgte sorgfältig die Entwicklung Verdiente Männer des Waisenhauses. Anläßlich der Hundertjahr-Feier ist eine von der Firma U. Levi in Stuttgart geschmackvoll hergestellte Festschrift erschienen, der wir folgende bemerkenswerte Einzelheiten entnehmen: Das Amt des Kassie- Herren: Heinrich Lahnstein R. Blumenfeld Hermann Koch Heinrich Lahnstein Bernhard Edenfeld Louis H. Wormser Samuel Herz s versahen folgende 1831—1837 1837—1863 1863—1875 1875—1887 1887—1907 1907—1923 1923—1931 Als Schriftführer betätigten sich: Assessor Dr. C. Weil Rechtskonsulent Jordan Rechtsanwalt Max Kaulla 1863—1905 Bez.-Rabbiner Dr. Stössel ' 1905—1908 Heinrich Löwenthal 1908—1916 Artur Sänger seit 1916 Von Auschußmitgliedern. welche jeweils während einer langen Reihe von Jahren tätig waren oder es heute noch sind, werden folgende Namen aus jüngster Zeit genannt: Adolf Gutmann Oberkirchenrat Dr. Kroner F. M. Kahn Bez.-Rabbiner Dr. Stössel Sanitätsrat Dr. Weil Louis Hirsch Konsul Max Straus Oberlehrer Jos. Preßburger * 1881—1908 1893—1923 1884—1915 1893—1919 1893—1924 seit 1904 seit 1908 seit 1908 Der Ausschuß ist zur Zeit wie folgt zusammengesetzt: Landgerichtsdirektor a. D. Ludwig Stern. 1. Vorstand, Konsul Max Straus, 2. Vorstand, James Nürnberg, Rechner, Dr. Gustav Löwenstein, Rechner, - Artur Sänger, Schriftführer, B. Böttigheimer, Dr. med. Otto Einstein, Rechtsanwalt Goldschmidt, Frau Luise Gutmann, Louis Hirsch, Frau Louis Landauer, Stadtrabbiner Dr. Rieger, Artur Rothschild, Leo Stern, Frau 8. Wolf, Komm.-Rats-Wwe. Leopold Marx, Cannstatt, Artur Augsburger, Rottweil, Rechtsanwalt Dr. R. Hirsch, Ulm, Norbert Kahn, Buchau, Ludwig Martin, Ulm, Max Ottenheimer, Göppingen, Oberlehrer Preßburger, Creglingen, Oberlehrer Rothschild, Eßlingen, Jonas Weil, Laupheim, Gerhard Wolf, Sontheim. Ehrenmitglied: Sanitätsrat Dr. Sigmund Weil. * •Soweit festgestellt werden konnte, haben von früheren Zöglingen des Waisenhauses während des Krieges 33 im Heere gedient. Von ihnen sind nicht weniger als sieben, also über ein Fünftel, gefallen. und den späteren Lebensgang jedes Zöglings. Oberlehrer Stern, der zweite Anstaltsleiter, sagte an seinem Grabe: „Die Tage deiner Jugend, die Jahre deiner Kraft, die Zeiten deiner Leiden, sie gehörten uns. Fast möchte uns im Anblick dieses jähen Todes ein Gefühl der Schuld beschleichen, daß wir zu willig das Opfer deiner Kraft dahingenommen, daß wir gar zu bereit am Marke deines Lebens mitgezehrt stets haben. Allein, dein Wille war’s, das ungestüme Drängen deines eigenen warmen Herzens. Hast du s vom Kranken- und Sterbelager doch uns zugerufen noch, daß du zu uns gehören willst, bis dein Auge bricht.“ BARBARI NO bringt In seinem großen Fehlfarben-Angebot eine Reihe außergewöhnlich billiger Fehlfarben, die vorwiegend mit Sandbiatt feiner Märks der besonders-guten 23 er Erhte gedeckt sind. Wegen kleiner Schönheitsfehler aus großen Partien heraussortiert, nicht künstlich gemacht also wirkliche Fehlfarben und darum so preiswert. Dieses Angebot überzeugt jeden sachverständigen Raucher von der besonderen Güte derBarbarlno ZIGARREN Stuttgart Königstraße 82 (Ecke Reutlingen Wilhelmstraße 44 Färnruf 30 66 TÜDingGn Ecke MQhl- und Neckarstraße - Fernruf 2819