Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 11 (1.9.1931)
- Date
- 1931-09-01
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- [Seite] (sequence 10)
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Iialxdinch ihre Krm-iiming zur Oberschwester und dann zur Oberin ihr seine besondere Anerkennung fiir all da-, was sie im kric*g und Frieden L’elei'tet. bekundet, und mit Freude ergreife er die (.elegenlieit. heute wieder warnt gefühlten Dank /um Ausdruck /u bringen. Du'Schw c-stt-rnlu im feiere 'toi/ diesen l ag mit. denn auch ihm geieiche es /irr Fhrc und Xii'/cichming. solch treuer Anhänglichkeit seiner Schwestern sich erfreuen /u dürfen. Der liedner richtete dann noch namens des ..\Iannerc ereins für krankenpllege und Leichenbc'-t.ittimc" Worte des besonderen Dankes an die Jubilarin. Nicht wie in früheren Jahren könne »ich heute der Mannerverein praktisch an der krunkcnpllcge beteiligen: um so höher ~cha!/c er die I ( ('taugen der Schwestern ein. die unsere kranken in »o aufopfernder Weise bell, neu. I). r \uffoiderung. die besten Wünsche für die Schwester (iberin durch Fin-timim n in ein dreifache' ..Hoch" zu bekräftigen, ward begei'teit folge' geleistet. In \ dler Schaffenskraft durfte die Schwester Oberin den Jubiläumstag begehen. Mögen ihr mH (tolles Hilfenoch viele Jahre tatkräftigen W iiketi' beschieden 'ein. auf dal! sie bis in die fernste Zukunft weiterwirke in dein edlen beinie. dem sie ihr Leben geweiht, ein Leben ei lullt von batinherzigkeit. M. O. Stuttgart. In der Nähe von Ilmenau in Ihüringen f ind com ”. (>. Augii't der >. II u II d e s > a g d e s blinde' der J u n g g r II p p e n im ..\ er b.iud der jüdi'cfien Jugencic ereine Deutschland'" statt. In ei'ter Linie war der blinde 'tag wegen -eine' erfreulich guten \ erlaufe' ein \ersprechen an du- Zn k Hilft. Die innere (,c-'chlossenheit des blind,' zeigte si,n in de einstimmigen Wahl des II, a n beuch sleiteis kurt I oildou. \ i, der I .igiing nahmen auch drei Mitglieder d,i dem II e r t li o I d V u e i b a dl - \ erri n U!,_»'» b '< '"Cllelt Jllllggl up|»'tl teil. . StIIIIgal i. I Irr .\ e r e i u z lt I \ I) c» e h r d e s \ ii t i ' , m i t i ' n u '' Cc idmet dem am 14 Juli äui/ a.oh \ o11e111diug 'eines '4. Lebensjahres c e, s 1.111„ n, u lieich'-\izekanzlers a. I). C.eheimr.it I riedlich um l’ncei in seinen Hliit-!i,u loL, iiden c liremlen Nachruf: De, \ erein zuI Abwehr des Vntisemitismus cerliert in dem V erstorbenen eine-' -einer ülte- -I, II Mitglieder, i riedrich INivrr gehörte zu dem kreise jener Männer, die anfangs der neunziger J.dite devergangenen Jahrhundertden Ab weh ierein in- Leben riefen ulein bollwerk ... geil die damals ansteigende Flut des Stöcke rl;,„kel- VIdw ardt'do-u Antisemitismus. I eher \ ,, r/ig Jahre hat f.riedridl l’acer die Leitung des \ ereintreulich niit bat und lat unterstützt und bizuletzt seinem Aii—chul! augehürt. Zu den vielen Veidien-ten. die 'ich der X er 'toi bene in-einer langjährigen politischen W irk- Ulkei! eint dadeutsche Volk und \aterland , rw erb.-ti hat. gehört auch dies, dal! er Zeit '.in.' I ebenin der vorder-len lleihe der k. ut ie! gegen II,, —enll.ilf und Judenhet/e gestanden f .i >, in Vmleriken vcircl dahe, in den I! ,■ 111. ■, ,1,- \!,w c i,: v eieiii' allezeit lebendig l'ieil» n btiettau. cm >. >,■piemlter dürfen die Zwilling --. äw, -lei ii I iau I a n ii v I cupcilil W eil aml! i .,1 11 a n a .h e ii klein in Nürnberg il.ei. ” (aburt-t.ig feiern. Wir entbieten den juiida , in:, ui un-eiea he, 'Ii,u-ien ( dihkw un-ch! I.li« 1Vig'blll g. \ni _!v \iig,i't feierte der \ or- -i and, ibt hie-igi ii beligiiuisgenieinile J c» ' e f 's. ( Mt, ., ii , im, r. utile, allgemeiner Xnlcil- ,ia [’m,■ ,iei (,eua nide -ein, u "o. ( ,ebni t'tag. Im \,. i I: ag ,! ■- < (bei I al, ' u!>e| bl a, fite M.idt rabbiner De L i i a . ch'-en ( ■ i ‘ii:- und (.! i.« k w ein -die. '.oll in -a ei', hieneii die XL!„! ,,-cl.-- <!•• \ er- 'I, her .1:,ii. -. um ihren. \.dl-ulen' \ o,-ii/. nden i i, c e ela ii I,!> -1 X . leb eng und ili r, (iliicf v» ii u-d <• e u-/,i-p:,. Inn. Xj'.gen ile.a um die Lntwicklung ehe C.emia.ie I udw ig-L-urg ' hoch c e relienteii Mann, mich \ n I. g'liieklidie lind L'e -nnde Lebt 11 -1. die ui I reinie ehr -einigen und zum -egen i (. an. nide Ludwigsburg beschieden -ein ' Olnliau-eii. \m III. Augii't durfte Nathan hui in a ii i, . d. r -owold im Privatalauch im (.es(halt-!el„ n -ich höchster Vchtung erfreut, seinen “V (.eburt-t.ig feiern. \|s (.emeinderat und X OIstell, I hat sich der Jubilar sowohl um die polin-chc als auch Israel. Gemeinde grolle Xerdien-te erworben. XI- X orbeter versieht er opferfreudig am —abbatli und den I eiertagen seinen Dien-t. Gerne lauscht auch unsere immer kleiner werdende Gemeinde seinen Xorträgen. die er an f e-ttagen nach dem Gottesdienst zu halten pflegt. Wir wünschen Nathan Gutmaiin auch weiterhin v ic-lc J.dcre tatkräftigen XX irkens! Jüdische £egenden. Stärker als der Tod. Zu dem .Schriftworte ..Stärker alder Tod ist die Liebe“ erzählen sie im heiligen Lande die folgende Legende: ln Hebron lebte ein wunderschönes Mädchen mit ihrer Mutter. Die Mutter erkrankte und das .Mädchen pflegtesie. wie nur -In gute' Kind die Mutter hegen und pflegen — 116 — kann. Alter w as half die Liebeder Tochter? Das Schicksal hatte der Mutter den Tod bestimmt. Der Tod trat an das Bett der leidenden Fran. um sie ins Jenseits zu geleiten. Der Tod ist nicht, wie die Menschen des XX'estens glauben, ein klapperndes Gerippe, boshaft kichernd und grausam lieblos, die Totenhippe über der Schulter. Fr ist ein Fngel bei Gott, eine feine Jünglingsgestalt mit sanftem Antlitz und leuchtender Güte, totc-nblaff. tiefernst, die Träne des Krbarnic-ns in den Augen, ein Gottc-sbote wie Haphael. Gabriel und Michael. Der Tod trat an das Bett der sterbenden Mutter lind sprach leise: ..komm. Schwester!" und griff ihre Hand. Da blickte das Mädchen mit so viel kindlicher Liebe, jnit so viel wehmütiger Schönheit dem Tod in'die Augen, dall er seine Sendung vergäll. Fr starrte das Mädchen an. die Liebe hatte sein Merz gerührt, und. statt die Mutter heimzufiiliren. trat er weinend vor Gott: ..Laß mich Mensch sein, nimm mir die- Fwigkeit und den Fngelsglanz und gib mH dafür dies Mädchen zu eigen, dal! ich mit ihm lebe.“ Da sprach der Herr: „Wohl bin ich Herr über Leben und Tod. über Glück und Leid, nicht aber über die Liehe. Ein Erdetftohn liebt dieses Mädchen und es liebt ihn wieder. Soll ich dem braven Manne das ilerz brechen um deinetwillen? Willst du. der du dieses Mädchen liebst, daß ich ihm den Geliebten der Jugend raube? Trage dein Schicksal in stiller, frommer Geduld!“ Da schlieft sich der Tod weinend vom Gottesthron. Damals schrieb König Salomo in das Lied der Lieder, den Hymnus der siegenden Liebe, das weltentiefe Wort: „Stärker als der Tod ist die Lieb e.“ Auch die Trauer muß ihre Grenze haben. Einer Witwe starb das einzige Kind, ihr Sonnenschein. ihr Glück. Wochen und Monate war sie stumm vor Trauer, sprach mit keinem ein Wort, w ie erstarrt vor Herzweh. Auch nach dem Trauerjahre legte sie die dunklen Gewänder nicht ab. Stundenlang saß sie am Grabe des Sohnes und starrte in grenzenloser Verzweiflung cJCeiC&coHH U 3876 SA JA SiKS 112 3NH- EUG£N ZlCQLER Silber-Bestecke Möbelfabrik % trienz &. »fiel Bauschlosserei / Elsenkonstruktion flofVenVerfinVe Kassetten, Transporte, Reparaturen jcjjAMs Speiseaufzüge Ottilie loou letiinfrifr 94 Vollkommene Corseletkaaat lenlsch. Wftsche, Unterkleidung / Morgenkleider. Kleidsame Sportmoden Elegante Handschuhe Shberer’sdie Apotheke LUDWIG SÜNDER Hetlbroim a. N. snnetantttei z fcrMMUMIM / «aertailtstca Fritz Seel Feine Briefpapiere Büro-Artikel aller Art Büromaathinen - Büromöbel Spezialität, Füllhalter l aloostcn und Rolladen R. I. Dewald Tel. 2982. 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