Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 11 (1.9.1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
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gedankeus zu erziehen. Daß er in diesem Streben Unterstützung und Anerkennung gefunden hat, soll dankbar anerkannt werden. Dringend notwendig ist es aber, daß diese Förderung ihm trotz der Schwere der Zeit erhalten bleibt, daß Gemeinde und Elternhaus den Berthold Auerbadi-Verein auch weiterhin als das betrachten, was er sicJi zu sein bemüht: als geistige Sammelstätte der ganzen jüdischen Jugend ohne Ansehung irgend welcher sozialen und sonstigen Unterschiede. ln diesem Sinne hat der B. A.-V. immer gearbeitet, mit dieser Losung wird er seine Arbeit fortsetzen. — II. Wer unter diesen Gesichtspunkten das neue Programm des B. A.-V., das am 15. September beginnt, betrachtet, muß feststellen, daß das. was ein Jugendverein hier an wertvollem allgemeinem Wissensstoff und nicht zuletzt auch an jüdischer Belehrung bietet als außerordentlich zu bezeichnen ist. Von der Voraussetzung ausgehend. daß die jüdische Jugend auf dem Boden des Berthold Auerbach-Vereins für alle Probleme, die sie mittelbar oder unmittelbar angehen. interessiert werden soll, hat der B. A.-V. ■wiederum eine Vielzahl von Themen aus allen Gebieten in sein Programm aufgenommen. Es ist ihm zudem gelungen, sich eine Reihe ausgezeichneter und sachkundiger Redner zu verpflichten. die teils in Vortragsform teils als Leiter der überaus beifällig aufgenommenen Ausspracheabende ihre Ansichten darlegen werden. Das Programm ist in drei llauptgruppen unterteilt: „Religion und Zei t“; „W i r t s di a f t und P o 1 i t i k“; „Kunst u n d. L i t e r a t u r “. ln der ersten Gruppe sprechen: Siegfried Mandelbrod über „Juden in der deutschen Wirtschaft“; Gemeindepfleger Dr. Martin Cohn über „D ie wirtschaftliche Krise der deutschen Juden“: Regierungs rat Dr. Klauser über „W irtschaftsformen der Zukunft“; Stadtrabbiner Dr. Rieger über „Vom Heimat rech t der deutschen Ju - d e n“: Leo Hirsch-Cannstatt über „W ermadit Geschichte, Führer oder Volk?“: Amtsrichter Dr. Fritz Bauer über „Politische J u s t i z“. Zum Thema „Religion und Zeit" sprechen: Gustav Seckbach über „Die Ideenwelt Samson Raphael Kirschs“; Rabbiner Dr. Grünewald-Mannheim über „Die j ü d i s ch e Jugend und die gestaltenden Kräfte der Zukunft“; Rechtsanwalt Dr. Walter Einstein über „Die j ü d i s di e Jugend und der Zeitgeist“: Rabbiner Dr. Bamberger über „Das gesetzestreue Judentum und seineBedeutungfUrdieGegenwart“: Jakob David über „Liberalismus oder Tradition?“; Rabbiner Dr. Auerbach über „Persönliche Religion oder G e - meinschaftsreligio n?‘‘: Friedrich Schicker über „Kann und darf die Schule auf den Beruf vorbereiten?“. An künstlerischen und schöngeistigen Veranstaltungen werden geboten: ein Rezitationsabend, an dem Mitglieder des B A.-V. mitwirken werden; ein Abend über „Jüdische Musik“ von Oberlehrer Krämer-Heilbronn: ein Vortrag über „Beethoven, der Me n s ch und Musiker“ von Lore Goldschmidt und ein Buchbesprechungsabend von Redakteur Hans Sternheim. Außerdem finden regelmäßig wieder Freitagabendfeiern statt; weiter sind der fröhlichen Geselligkeit vorbehaltene „Gemütliche Abende“ und eine Chanuka-Feier größeren Stils geplant Herren-Turnabende finden jeden Mittwoch statt Mit allen diesen Veranstaltungen wirbt der Berthold Auerbach- Verein um die jüdische Jugend Stuttgarts, um das Vertrauen der Gesamtgemeinde und des Elternhauses, um die Mitarbeit aller, die seinen Bestrebungen noch fernstehen. Möge heute, da die Notwendigkeit gegenseitigen Füreinandereinstehens immer zwingenderes Gebot der Stunde wird, dieser Ruf nirgends ungehört verhallen! H. St. — 115 — Aas den Qememdm Vfiuttem&ecQS. Stuttgart. Schwester Oberin Franziska Oppenheim brachte der Tag, an dem sich ihr Eintritt in das Jüdische Schwesternheim Stuttgart zum 25. Male führte, reiche und verdiente Ehren. Nicht möglich ist cs. die vielen Glückwünsche, Ehrengaben und Geschenke anzuführen. die der Jubilarin dargebracht wurden, sprechende Zeugnisse für die große Wertschätzung, die der Schwester Oberin von allen Seiten entgegengebracht wird. Unter den eingelaufenen Glückwunschschreiben befand sich ein besonders ehrendes des „Israelitischen Kranken- und Unterstützungsvereins“. Der Abend des Festtages sah die Gefeierte im Kreise von Verwandten. Mitgliederh des Verwaltnngsrates und der Schwestern bei einem gemütlichen Beisammensein. An Stelle! des leider durch Unwohlsein verhinderten Versetzenden des Verwaltungsrats, Dr. Gunzenhauser, sprach Max Osterberg der Jubilarin die Glückwünsche des Verwaltungsrats und der Mitglieder aus. Nicht die Schwester Obeiin zu rühmen. so führt der Redner aus. betrachte er als seine Aufgabe, er könne nur allgemein Bekanntes anführen: ihr zu danken gelte les für ihre bewährte Treue und Hingabe im Dienste der Armen und Kranken. Selbstlose Aufopferung erfordere der schwere Beruf der Krankenschwester, und Schwester Franziska habe sich in all diesen Jahren vorbildlich bewährt. Der Vemaltungsrat QSppiHQeti fiustai Sc&enlele Uhren / Goldwaren Optik / Reparaturen Göppingen Poststraße 42 Adolf Fischer & Sohn Ihn MarstaUstr. 28 aal 28 a, fampr. 788 Kohlen, Koks, Briketts Biichonu. Tannonholz Lieferung frei Ine Heus SchMesohl- AXepMMMVMWM Weller * Hofmmm epitalftcofce 8 Me Sllhle SS“ SCHWARZ / Göppingen am Bakafeaf A TELEPH Erstes 2580 Hatte SCeiC&coHH KRAFT / LICHT / RADIO REPARATUREN JEDER ART ELEKTRO-KAISER Ladaii SOlmerßtreÖe f. Telefon 820 Hauptgeeohftft: Wllhelnwtrefle 21, Telefon 807 kurzwaren ■eMtttt crem.amaaMi > Strample, «vm ■ M TrlkolwaMhc ■ M WaBwarca MitMActacidcr.. Adolf Blind, HeUbronna.N. 1 MALERMEISTER 1 ScWllaratrafla 41a / WerfcstStfte Kart «traft« 9a 1 . G. ROHRBACH Inh.; H. Hubar, Ing. 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