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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-09-01 · 11 (1.9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
11 (1.9.1931)
Date
1931-09-01
Page
[Seite] (sequence 8)
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Durch die große Zahl ihrer Eheschließungen verinag sie darum augenblicklich noch die erschreckend geringe Kinder/ahl pro Ehe aus- /ugloichen und gedüngt so vorläufig noch zu einem Geburtenüberschuß. Anders steht es bei Deutschland- Juden. Da bei ihnen der Geburtenrückgang viel früher eingesetzt hat als bei den Nichtjmlen. haben sie die 1 nite augeburtenreicheren Zeiten längst schon .,ufc.ezc lirt. Da dadeutsche Judentum auch in den erstell Jahren dieses Jahrhunderts keine w -'entliehen Geburtenüberschüsse mehr zu verzeichnen batte, i-t -der jüdi'chc Altersaufbau beute schon sehr ungiin-tig. Es fehlt an jungen, heiratsfähigen I.eilten, ^las deutsche Judentum vergreist. Im hindesedter tbis zu >3 Jahren! -i-dien unter Deutschland' Juden heute nur mehr II, I l’fi.ze::: ge gen J'.J Prozent beim gesamtdeutschen \ --!kee in. I lcdrat-altcT i2i! bis VI Jahm sind - Prozent deutsche Juden gegen : -z, III ititer den anderen Deutschen, über ö«J ’t 'ind i4 Prozent aller deutschen Ju- V ■:nur p: Prozent aller Deutschen übereu I iihn das stärkere 1 lervortreten der älte- : i iganat zu einem steten Anwachsen der ... iscln-n '"Mt i U./iffcr. so bewirkt die so überaus ‘...•tu b.-eizung der jugendlichen, in den i;. ■ .'s,.,!i-eii 'tcdienden Altersklassen einen ge- i Hu.kg.ing’ der Zahl jüdischer Ehc'schlie- _“ii V.ii: nur. daß die Zahl der Geburten Muii'ii.c I he viel geringer i-t als die ent- Z ' i der Durdischnittsehe Gosumt- -!- 1.3 gegen 1.04 fe hlt dem detits, i: ii tnlolge seine s ungünstigen - ‘ ..ui' h die Möglichkeit jene ge- : ii-uii! pro Elle durch eine große u-.'s-hiicihnigen .uiszugleicheii oder zu i-iien. wie daübrige Deutschtum oi.!i vermag. e - a. den 1‘orthe'tand dedeutschen ii iii I rage stellenden pcipulutionisti-; i'iiii mnngeii gi -eilt -äh noch eine, deren oong nicht unterschätzt werden darf — die :.-christliche Mischehe. Ihre' Zahl ist in löa-ti-ihem Anwocfi-en. kamen vor ’» Jahle i rein jüdi-che Ellen nur >s jiidisch- : aäe Nli'chehen. -o I9js bereits 33! Das M windige i-t nun. daß diese Mischehen popu- .i'li' - gerade die entgegengesetzte \\ irk ig i.din-n. oc man unter biologi-chem Ge- 'o-;;;nkl erwarten sollte. >ie führen nämlich n weiteren bedeutsamen Geburtenrück- . >!, uu die Zahl de; pro Mi-chcdie ge zeugten oi-o ii igt nur ein Drittel der ohnedies so •-i .- aii iien kinderzahl rein jüdischer Ehen g. r nur e in \ iertcl der Geburtenziffer rein ■ lit; er I llen. Gewiß nicht allbiologischen i. linden, sondern oflenhar in Bewährung der \\ oi f-1 hen lehre con der neuen Sexualmoral — dei um. weil die zu einer Mischehe sich vereini-- geudeu lVt-ollen in der Kegel jenen kreisen . it--. ‘,iiii.-i. die. wie kalin -agt. ..den Extrakt . 11i'-: li-ti-ihen Zeitafter-'' dar-tc Ih n. k" ii'iuo; etwa auf ein* Ehe in Frankreich ils f .. i n. . if eine deut-che chri-tüche Ehe 1.94 liiio -Oii in. lein jüdische Ehe in Deutschland ' i.eioic’en. -o auf eine* jüdisch-christliche Mocoehe nur u.3! Ml oie geschilderten Umstände bringen es mit i..n. daß in Berlin heute kaum mehr als ho proll nt;!■ jüdischen Todesfälle durch jüdische Gell •.: t• 11 I r-atz finden. Und es muß immer schlim- ■ '■ . den. denn zur Erhaltung seiner gegenw.i’ngen Volk'/ahl müßte das deutsdie Judentum in jeder -einer Ehen sieben Kinder produzieren während es jetzt nur die Zahl von Iä> erieicht. Dazu kommt, daß der starke Zu- -G >m. den dadeut-che Judentum früher aus lern « >-tcn erhielt, gegenwärtig nicht mehr I i!-cjiland .sondern vor allem Frankreich zu-!i ii!Ö. '■o 'ind die Aussichten für die deutschen Juden leiht trübe, ln den letzten fünf Jahren ist ihre Zahl von 394 000 auf 337000 gesunken, und für l'i'i errechnet Kahn die Zahl deutscher Juden nur n >ch mit 2b4 0uo! Und die werden ein Volk von Greisen -ein: denn fast 40 Prozent gegen 14 Prozent der Gegenwart werden älter sein als t>3 Jahre. Nur da- V, under eines plötzlich übermächtig erstarkenden Willen« zum Kind könnte das deut-che Judentum retten, allein solche Umkehr i-t in ausschlaggebenden Mafien selbst bei den wohlhabenden Juden nicht zu erwarten. Die kommende Winierarbeii des B.A.V. i. Die ..Gemeindezeitung" hat e.« von jeher als ihre besondere Aufgabe betrachtet, an der Hebung des jüdischen Lebens in Stadt und Land Grabmäler in jeder Ausführung in allen Gesteinsarten Beratg. o. Voranschi, inverb. f. Scfeeerer. iitvitsb. AUTOfcwritir-femillle Iu|m Blank ItmeitMa, Tatet. 4354 Ecke Stuttgart.- u. Oerokxtr. Tukstefle - linfei — 114 — tatkräftig mitzuarbeiten. Sie glaubte, diese ihre Absicht u. a. am besten dadurch zu verwirklichen, daß sie den jüdischen Vereinen weitgehende redaktionelle Unterstützung zuteil werden ließ und immer wieder auf die Bedeutung unserer Organisationen für die Erhaltung und Entfaltung des Judentums aufmerksam machte. So wurde unser Organ mit der Zeit auch ein getreues Spiegelbild des jüdischen Ve r e i n s I c b e n s i ii Württemberg und zur eigenen Genugtuung durften wir gerade von auswärtigen Lesern der „Gemeindezeitung“ des öfteren hören, mit wieviel Interesse auch außerhalb der w ürttembergiseben Grenzen die enge Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der bodenständigen jüdischen Presse verfolgt wurde. Auch in den nun hinter uns liegenden ruhigen Sommermonaten konnten wir unseren Lesern von den verschiedensten Veranstaltungen. z. B. denen des Bert hold Auerbach-Vereins. berichten: wir konnten weiter von den vielseitigen Bemühungen des ..Landesverbands der jüdischen Jugendvereine Württemberg s“. der die Mehrzahl der schwäbischen Jugendbünde umschließt. fiAanngl wie der Flsdi im Wasser audi UvSIUlU ohne Sommerfrische durch werden Sie 17 W FBI A N» der neueste und wirksamste medizinische Apparat (RM.65.-) Verlangen Sie in Ihrem eigenen Interesse sofort unverbindlich Auskunft vom Hersteller P. KayBer, Ing., Stuttgart, BOheimatr. 9/11 Kenntnis geben und so unseren Leserkreis Uber die gerade heute so bedeutungsvolle jungjüdi- •sche Arbeit fortlaufend unterrichten. Wenn wir nun einen Blick über die B. A.-V -Arbeit der letzten Monate w erfen, so ist vor allem die außerordentliche Aktualität des Programms anzuerkennen. Der B. A.-V. hat in der Tat keine Mühe gescheut, um seine Mitglieder und Freunde auf seiner neutralen Plattform zur Aussprache und Zusammenarbeit zu einen, er hat an vielen Abenden die brennendsten Probleme unserer engeren und weiteren Gemeinschaft zur Diskussion gestellt und versucht, die jüdische Jugend zu aufrechten Kämpfern und zu verantwortungsbewußten Trägern des Gemeinschaft- Cxuuistcitt W 9 WrWW niiiiiiiiuiiiiiiuiiiiiuiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii StaikOswalcL Cannstatt' KÖNIGSTR. 39 - TELEF. 50064 NEU ERÖFFNET! Dieastaf» DoaaerstagB.Saautagaafi Instrlirw bringt Gewinn! Iisernlei! men Die kluge Hausfrau reinigt ihre Familien* u. Farbwäacbe in der betont. WJbttorel BROSS to*Str.42,Tel.M2«2 Saaititurtikel Dratei 0. Gbeiikalea Toiletteiartikel A. Sigrist Cannstatt Am Wilhelmsplatz Tel. SOS 16, KarlatraBe St Carl Wetter Mr Arbeiten eoB*sSoa|«s|U, 4» / Xd. 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