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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-06-16 · 6 (16.6.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
6 (16.6.1931)
Date
1931-06-16
Page
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BELEUCHTUNGS-ZENTRALE KARL RIST REUTLINGEN IcAfJZLEISTR. -I TELEFON 3595 BELEUCHTUNG/RADIO! ulkte der - er in mul .!„ " .1II' ii (.eehrte. \ .«r-tt leraiiit. f rauen- :!ii ein/eln. ii Gc'iiirimlrmitgliedc'r Jlir.li (In, iiil. ‘..('(henke ihrer .t/IIMu \il',l.l|(k. Die Juden in der deutschen ' Wirtschaft. Itn lleinebuml erschien vor kurzem eine von Kurt Zielen/iser bearbeitete Satnniiuns unter obisem Titel. Das Buch gibt in seiner Einleitung eine lebersiebt über die Entwicklung des jüdischen Kaufmanns vom Ghettohändler bis /um AA irlschaltsfiihrcr uns« rer /eit. Im ganzen werden die Lebensbilder von 21 Persönlichkeiten dargostcllt. darunter, um nur einige heratiszugrrilen: die Rothschilds. Ludwig Löwe. Karl Liirstenberp. Kduaril Arnhold. Tielz und aus unserer jüngsten Zeit Jakob (i/ildsibmidt. Diese Biographien sind sehr lesenswert. Das Schlußkapitel gibt über die Lage der Juden in unse rer Zeit Aufschluß. Wir verüffentlitben nachfolgend «las Kapitel, das die l’ebers«hrift ..Ausblickführt. Das Bu«b ist auch im Buchhandel erschienen, kann aber auch in der Serie des lleinebundes erworben werden. Die Schriftleitung. I > K:i,u ,1er eine AA "Itw ende" bedeutet. hat!.. v den grollen politischen auch wirtschaft-! .• t ii .d/iiiigeii von höchster Bedeutung ger jetzt, da in I - ut'chlaud die letzten ,'! (I, -!heiles gf'ullcn sind, da die völlige .|[ics«h> I nianzipation erreicht i't. und Juden '(■'..teste:; sj-rijssielien auf'teigeu können. I ■ (-, 1 iif. Wie ich die wirtschaftliche \ : ' ,l< , Jn in I ut .cd.ind gestalten soll. f : ti.'ile'iiiig'pro/eli. der schon vor dem o , , i-mos. t/t hat. wird durch die W.indii ,!,! 'S (ikt der deutschen Wirtschaft!,.-e. J. hr/ehnc ,ufäußersteverschärft. . v *!'(h.(filic:.e \"ini;lation der Juden ist -I- •::: gew ar.lcfi nt.cl damit auch ihre \ ,a, afiiing. Wenn Deutschland durch K - He I ( ii. seiucs Landes abgetreten . it h . Prozent '( liier Bevölkerung ein- : 1 * so •, erl ren di- Juden seitdem zvcölf : t ,1. iilieii'genos'en durch die Ali- ■i/i: ii-. W e-tpr, iillens. wichtiger J eil, 1 vo .drin il,er durch den \erlust Da' V i kleinerte Deutschland seufzt n I i'i. n du o. paration'Verpflichtungen. I!oiit'«hen. ganz gleich welchen (da>1i , i,; Binde worden. So kurz der Zeitiiti;■• . ■ uns von'deu> Lmsturz trennt, so VC a ( die vv irt'chaftlichen Strö-; : i . di; I . herrschten. Unmittelbar nach i.t11i.-’. er.,hallt der Ruf nach So/ialir _ in fuh;t d>, Inflation zur Euttbro-!'g XinieD'aiKe s Sic' trifft den jüdischen eihart. Dc-nn seine An- . - ... ,he Kapitalien besonders den Rückhalt des Landbesitzes, cn/niittci beraubt, die sie zur r Betriebe gebrauchen. Diese ■i-- e, ■; ige ri eng i n g ,f . oh n, I \i'i de, hat die Deflation noch fortgesetzt. St..ates herbeigerufen. je:.--: vc 'd di. Hilfe ( VieT schärfer als früher tritt die öffentliche Hand ul' l »I, - 'ehmer in die f rsdieinnng. Lin kapitalistis,|i,-r rkizi.dismn - entsteht. Auch Juden iiifen ih i -I' Schöpfe" groiier Ilc-ich'lic tric-lu ins I .ebc-’l. Der K. pM 'mengel. de: sich in der ganzen Wirt-chaft gepeinl macht, befördert den L mstelliingspro/elf. Die Periode ,;er Rationalisierung führt zur Px graading \ Riesennrgunisatinneii. \. ue -chiii",'. Kartelle und Konzerne bilden -i,tc. In d, nj, nig, n Wirtschaftszweigen, in denen der jluli-eh,- Einfluß besonders stark ist. greif1 die K ii/ernic ruiig weniger Platz als dort, wo Juden kaum in de- Ae-rwaltuug der I ntriiehiiiiingen zu Linden 'ind. So stehen dem 'tark konzerni, rt,-n Bergbau oder der Furbenm! i'tri. die weniger gb'inderic- I evtil- oder BefJeidiinLrsindii'trie oder der Grimcl-t uck'lu, ndc-l .<•geinibcT. Aber auch der jüdisch, I iiternehmer i-t kin Feind der Kartelle. Deutlich zeigen die W ar> nhauser. in denen Juden noch heute eine , i '-Be Rolles^ic-b-n. wie stark auf 'dem Gebiete If-cndc l' die /ii'ammenschbi ’i •. i't. L rifpersönlichung der W irt'ctiaft. durch die z Me Im c-tidc- Gründung von Gesellschaften etu- •"•t wird durch die starke Konzentrierung -er wirtschaftlichen Macht in wenigen Händen o:-'endet, der Einfluß des Privatunternehmers 'Lw indet. Aon diesem Geschick wird besonders <;< r judi-che Unternehmer betroffen. Die len- -!, nz -elf Ausschaltung des Handels setzt' sidi mit : hoii/nrnhildiing fort. Sie trifft vor allem rillig ge- Wilh. Kölle iatrtedet Inh.t Fr. Herdogen blthM 1865 fUnta KuUahaaAiii « Platu 1845 Neutorstr. 21 - Tel. 2S23 Brennstoffe nur erster Qualitäten - 68 - den Großhandel. So vollzieht sich eine Verdrängung der Juden auf den verschiedenen Gebieten. Alfred Marcus macht in einer Studie über ..Die Juden im deutschen Metallhandel” (in der Zeitschrift ..Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik“. Heft 5 und 6. 1950) darauf aufmerksam, daß sich die Gesamtzahl der MctalHiandelsfirmen in Deutschland von 1915 bis iovo um 6.» Prozent vergrößert, die Anzahl der jüdischen Firmen in der gleichen /eit um |5.5 Prozent vermindert und daher die Anzahl der nicht jüdischen um 52.9 Prozent erj höht halte. Dasselbe Aerhältnis. wenn auch nicht in gleichem Umfange, konstatiert er für den >chrotthandel. Noch gravierender sind die Zahlen für das Bankwesen, die Marcus in einem Artikel uber . Die Juden im deutschen Bankwesen" la. a.O.. lieft 9.10) gibt. Die Anzahl der Privatbanken nichtjüdischcii Charakters ist danach vom I. April I92H bis zum t. April 1950 um >.(> Prozent, die der jüdischen Privatbanken um 19.7 Prozent zurückgcgangen. Wie wenig die Behauptung, .der Geldmarkt in Deutschland werde von Juden beherrscht, zutrifft, geht aus den Zahlen für die Bankdirektoren hervor. Am I. April 192s gab es unter den Vorstandsmitgliedern bei allen anonvmen Batiken 89.1 Prozent Nichtjtiden und 10.9 Prozent Juden, zwei Jahre* später 92.9 Prozent Nichtjtiden und 7.1 Prozent Juden. Marcus behauptet mit Hecht, daß der Abbari im Bankgewerbe bei den gehobenen Positionen lediglich das jüdische Element und dieses besonders stark betrifft. Wir sehen also eine Zurüdvdrängung der Juden aus Wirtschaftszweigen. die sie in Deutschland zur Blüte geführt haben. Die wenigen Krgebnisse, die bisher über die Berufsstatistik von 1925 in ihrer Beziehung zum deutschen Juden vorliegen, lassen keine endgültigen Schlüsse auf die starken sozialen Veränderungen, die auch die deutschen Juden in dem letzten Jahrzehnt erlebt haben, zu. Selbst wenn sie jetzt endlich veröffentlicht werden, sind sie durch die Entwicklung der letzten fünf Jahre längst überholt. Nach der Berufszählung von 1907 ist "or Anteil der Juden ant Handel beson- . groll. In Berlin gehörten damals von 85 574 jüdischen Erwerbstätigen allein 36 6% dem Hand«*1 an Die Zahlen für 1925 zeigen, daß von den jüdischen Erwerbstätigen in Hamburg 60 Prozent im Handel beschäftigt sind gegenüber 40 Prozent der Gesamtbevölkerung. Noch überwiegt liier der Handel als Hauptberuf. Aber die Verhältnisse. der großen Handelsstadt sind nicht maßgebend für ganz Deutschland. Die Umstellung der Betriebe führt auch zu ihrer Umorgunisieriing. Immer stärker wird die Ersetzung der menschlichen Kraft durch die Maschine*. Die Mechanisierung der geistigen Kruft wird begleitet durch die Vergeistigung der mechanischen Arbeit. Immer größer wird die Zahl der Arbeitnehmer, die der Selbständigen SCeU&cowt Nikolai-Drogerie Telefon 270 GUSTAV BRANDEL Sülmerstr.70 Die Fachdrogerie ffir Ihren täglichen Bedarf 1 9rlrad>ta«g«»n»(T m «o Wehr. Med)- m. getignn» etaaftfanger OtaMe-3lat»aratr, eaatfgmgrr 3teg-*erfi<( mm» «tatettetle Julius Rüdenauer, Kieselmarkt 1 täglich mit 5 */*° •, auf Kündigung bis 7 "/» Hellbronner Bankverein n.b.H. I Damenstrümpfe Damenwäsche mir bei Hugo J. Sänger SQIagntrglg Nr. 42 G Herren- Unterwäsdte jeder Ar t Herren-Sotken Sport-Strümpfe tu nur (Uten Qoaiülfa ru bllllgitcn PreUcn «nopl-Feadicl 3 film erstrebe 66 Optiker Fischer FACHGESCHÄFT für moderne Optik und Photo KaiserstraSe 16 / Telefon 480 ■0* je» Telefon 133 Ulm. a. 35. Zorn Erzeugerpreis aus eigenen Ollveahalnea und Oelatthle Lucca Olivenöl« per Uter Mk. 2^0 offen Mein OlivenOI Ist kaltgewonnen. Magen, Darm-, Leberu. Nierenleidende, verwendet dieser hochwertige Oel tQr Salate und zum Kochen I Reformhaus Schulz, uk,. vat. Freitag piatzgasse 19 / CROSS-WASCHEREI ULM /D n sucht Ulm« die rührige Geschäftsstadt in schönster Umgebung I Brot- und Feinbackerei IN. Hess Tel. 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