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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-06-16 · 6 (16.6.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
6 (16.6.1931)
Date
1931-06-16
Page
[Seite] (sequence 5)
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jährige Generalversammlung in So n t h e i m ab. Dies sollte für viele Mitglieder eine gerne begrüßte Veranlassung sein, das Asyl zu besuchen und einige Stunden im Kreise der Pfleglinge zu verbringen. Opferwillig wird Jahr für Jahr für das Asyl gespendet. Mit trockenen Zahlen erfolgt der Bericht über die Verwendung der Gelder. Wie ganz anders aber ist es, wenn man sich augenscheinlich überzeugen kann, welch’ gottgefälligem Werke man seine Unterstützung zuteil werden läßt. Die sich an der Fahrt nach Sontheim beteiligenden Mitglieder werden sicher hocherfreuende Eindrücke bekommen. Die Abfuhrt in Stuttgart erfolgt am 28. Juni 13.30 Uhr. Ankunft in Heilbronn 15.21 Uhr; Rückfahrt Heilbronn 20.10 Uhr, Ankunft Stuttgart 21.26 Uhr. Sonntagskarten sind von jedem Teilnehmer selbst zu lösen. Es wäre der Verwaltung sehr erwünscht, wenn sich die Teilnehmer bis spätestens 22. Juni bei Herrn Th. Hirsch, Gühkopf 51. anmelden würden. Stuttgart. Der Isr. Braiitausstattungs- V' e r e i n hat durch das Hinscheiden von David Nathan, Cannstatt, einen langjährigen Gönner verloren. Sein Wohlwollen für den Verein hat der Verewigte noch dadurch bekundet, daß er demselben durch letztwillige Verfügung die reiche Spende von 1000 Mk. zukommen ließ. Stuttgart. Das Erholungsheim in Wolfratsha usen bei München schreibt uns: Das Israelitische Erholungsheim in Wolfratshausen bei München bietet bei sehr mäßigem Preis — 4 bis 5 Mk. Pension — eine willkommene Erholungsstätte bei streng ritueller Verpflegung. Wolfratshausen im Isartal. 580 Meter ü. d. M„ liegt eine knappe Bahnstunde von München am Fuße der bayrischen Alpen, an der Hauptautostraße in unmittelbarer Nähe der bayrischen Seen und Hochgebirgsorte. Das jüdische Erholungsheim ist eine Gründung des Jüdischen Frauenbundes. Geräumige Zimmer. Zentralheizung. Warmwasserversorgung, große Liegehullc und Terrasse machen das Heim zu einer besonders geeigneten Erholungsstätte für jüdische Kreise. Anmeldung bei Frau K a r o 1 a Neu. M ii n - eben, liohenzoller n platz 1, oder Telephon Nr. 18 Wolf ratshausen bei München. Stuttgart. Der „V e r e i n W i ch e r n h a u s Stuttgart e. V.“ dessen vorbildliches Heim sich in Cannstatt. Klieinlandstraße 145, befindet, übersendet uns seinen Jahresbericht für 1930, der wieder ein beredtes Zeugnis für die segensreiche Wirksamkeit des Vereins ablegt. Es dürfte unsere Gemeindemitglieder interessieren zu erfahren. daß der Verein im vergangenen Jahre auch sieben israelitische Zöglinge betreut hat. Ohne Unterschied der Konfession läßt also das Wichernhaus gefährdeten Jugendlichen eine ausgezeichnete Fürsorge zuteil werden. Im Jahresbericht wird an alle Freunde des Heims die Bitte gerichtet, doch auch zukünftig ihr Scherflein zur Erhaltung des Werks beizutragen. Auch unsere Leser sollten sich daran erinnern, daß man vom Wichernhaus hochwertige Korbwaren usw. beziehen kann. Auch jede andere finanzielle Unterstützung trifft beim Wichernhaus die richtige Stelle. Stuttgart. Die Gemeinnützige j ü d i - sehe Eh e a n b a h n ii n g s s t e 1 I e ,.EA", Frankfurt a. Main, teilt uns mit: Um ihre Arbeit wirksamer erfüllen zu können, hat die gemeinnützige jüdische Eheanbahnungsstelle „EA“ beschlossen, Zweigstellen in größeren Städten zu errichten. Diesbezügliche Verhandlungen sind bereits u.a. mit der Schwestern Vereinigung der Henry Jones- Loge in Hamburg angeknüpft. Damen und Herren, welchedie gemeinnützige jüdische Eheanbahnungsstelle ,.EA“ in Anspruch zu nehmen beabsichtigen, wollen ihre Anmeldungen jedoch ausschließlich nach Frankfurt a. M , Eschersheimerlandstraße 29 I, gelangen lassen. Göppingen. Die Hauptversammlung des Israelitischen Frauenvereins wurde bei guter Beteiligung im Hotel Dettelbacher abgehalten. Die rührige Vorsitzende, Frau Dr. Steiner, begrüßte die Erschienenen und gedachte vor Erstattung des Tätigkeitsberichtes des verstorbenen eifrigen Mitgliedes Frau Anna Dörzb a ch e r Wwe. Hierauf berichtete Frau Dr. Steiner. daß sich im abgelaufenen Vereinsjahre auch im Verein der Ernst und die Notlage der Zeit ausgewirkt haben. Die Einnahmen wurden ge- Qöpputqen Narana FRITZ bn Mrnkm I, Imfclai ui büi Baaptatr. M - Talefoa 4M i9le9tntxr»erfcftitte Weller * Spitalstrabe 8 Mm frtmbgcWft Sllhl» - 67 - ringer, die Ausgaben größer. Der Kassenbericht zeige, daß der Verein sejir viel leisten mußte und auch geleistet hat. Die Vorsitzende richtete an alle Anwesende den ernsten Appell, sich stets finden zu lassen, wo es gilt, anderen zu helfen. Weiterhin wurde ausgeführt, daß der Verein in diesem Jahre auf sein 50jähriges Bestehen zurückblickt. Er ging aus dem 1851 von F rau Rabbiner M a x Herz in Jebenhausen ins Leben gerufenen „Fr a u c n - A r m e n - V e r e i n“ hervor, der durch den Wegzug der meisten Mitglieder nach Göppingen der Auflösung verfiel und alsdann den jetzigen Verein im Jahre 1881 entstehen ließ. Das Jubiläum soll im Laufe dieses Jahres in bescheidenen Grenzen gefeiert werden. Mit dem Israelitischen Frauenbund, der den Zusammenhalt aller F rauen vereine fördert, blieb man immer in F'ühlung: es wurde betont, daß die jüdische Frau alles tun müsse, um sich Ansehen und Anerkennung zu schaffen. So haben sich auch aus dein Gönpinger Vereine viele" Frauen gefunden, die sien in der Nähstube betätigten. und außerdem haben sich viele Mitglieder bereit erklärt, sich an der Kinderspeisung zu beteiligen. Auch bei zwei freudigen Ereignissen zeigte der Verein seine Teilnahme: bei der Goldenen Hochzeit des Ehepaares Samuel Dörzbadicr und dem 60. Geburtstag von Rabbiner Dr. Tänzer. der sich als langjähriger Berater größte Verdienste um den F rauenve rein erworben hat. Weiterhin wurde die F’erienfiirsorge und Reisekasse unterstützt, so daß eine Frau und zwei Kinder zur Erholung fortgeschickt werden konnten. — Frau Dr. Steiner dankte zu in Schlüsse noch allen Vorstandsmitgliede rn und betonte, daß es auch im verflossenen Jahre das Zusammenarbeiten voller Harmonie gewesen sei. Alsdann wurde der Kassenbericht ausführlich erstattet und der bewährten Kassiererin. Frau llattv Rothschild. Entlastung erteilt. Die Schriftführerin. Frau Sigmund Gut mann, berichtete darauf über die einzelnen Vereinsabende. die auch im verflossenen Jahre genußreiche Vortrüge gebracht haben. Zum Schlüsse wurden noch Auszüge aus dem bei der Landesversammlung in Heilbronn von Frau Margarete Sufimann gehaltenen, vorzüglichen Referate: „Die Berufsproblematik der Frau im Ganzen“ yorgelesen und dabei betont, daß keine Frau in der heutigen Zeit untätig bleiben darf. Göppingen. Auf Einladung des J ü d i s ch e n Jugendbunds sprach am 31. Mai Redakteur HunsSternheim -Stuttgart über das Thema ..W a r u m j ü d i s ch e r J u g e n d b u n d?" Nachdem wir diesen mit Beifall aufgenommenen Vortrag schon hei anderer Gelegenheit besprochen haben, ist nur noch mitzuteilen, daß sich an das Referat eine sehr lebendige Aussprache anschloß. Von den Diskussionsrednern ging besonders Rabbiner Dr. Tänzer (auf die Ausführungen des Referenten ein. Laupheim. Gedenkblätter für Rabbiner Dr. T r e i t.e 1. „Dem ehrenden Gedächtnis des allverehrten Rabbiners Dr. Leopold Treitel ist", wie der Laupheimer Verkünder schreibt, „eine kleine Broschüre gewidmet, die in einfacher, aber würdiger und sehr gefälliger Form eine kurze Biographie, die Nachrufe bei der Beerdigung und ein gedrängtes Stimmungsbild der Bestattungsfeier enthält. Ein treffliches Lichtbild des tiefgründigen Forschers und Gelehrten ergänzt diese F.rinneriingsblätter in wirksamer Weise. Dem großen Kreis aufrichtiger Verehrer der ehrwürdigen Greisengestalt, mit den markanten Zügen, dem Blick voll Milde und Güte, dem Herzen voll jugendlichem Feuer dürfte dieses Werkchen. das in der Buchhandlung Klaiber. hier, erschienen ist. ein sehr willkorhmenes Andenken dankbarer Erinnernng sein.. W ir fügen noch hinzu, daß Herr Klailier aus eigener Initiative, unter dem Eindruck der stimmungsvollen Totenfeier, ergriffen von dein, was er gesehen und gehört hatte, den F.’ntschluil faßte, die Gedenkblätter auf eigene Kosten lierauszugebeii.“ Oberdorf-ßoptingen. Mit dem Wochenfest fiel in diesem Jahr noch ein anderes zusammen, das 25jährige Ortsjubiläum des Oberlehrers jFirleb a ch e r. Aus diesem Anlaß war der Jubilar Gegenstand herzlicher Ehrungen. Während des Hauptgottesdienstes hielt der Vorsitzende des Isr. Vorsteheramts, Salli Pappenheimer, eine herzliche Ansprache. Er würdigte diejgroßen Verdienste des Jubilars um die Gemeinde, um die Erhaltung ihrer Vereine und die Ausgestaltung der Wohltätigkeitseinrichtungen und des Friedhofs. Besonders aber dankte er für sein segensreiches .Wirken auf dem Gebiete der Jugenderziehung, die leider Leit Aufhebung der jüdischen Volksschule auf den Religionsunterricht beschränkt ist. Oberlehrer Erlebacheij sprach in seiner F'estpredigt über die-Grundsätze, die den Einzelnen und die Gemeinschaft leiten müssen. Eine besondere Weihe erhielt der (Gottesdienst noch durch den neuen S ynagige lieh o r. Die Schüler der Volks- und Realschule ehrten ihren Lehrer auf besonders innige] Weise. Nach dem Abendgottesdienste versammelten sie sich mit der Gemeinde vor dem Hause des Jubilars und brachten unter Leitung von F'rail II e i - mann ein Stündchen dar. Nach schönen Liedern trug llunsi Rabe ein Festgedicht vor und überreichte ein Geschenk. Sichtlich gerührt cKeiMcotw Karl Gertler Jmmmlitr SpnMUMt Bnickmann. Kaisers*. Silbar-Bastacka KUIIVAIEN ■>■■■« rrimi tUtflfifTIl > sirflmplc, um ■ M TrUMwasac 1 wnwarca Ä^®Ä^CÜClfltT a. FUliÖ."VmI Ml . .— - - ---- ■ Japetm - £Uto£eum Hermann Sddefercr MHtf i, FriedensstraBe 46 Telefon Nr. 24M Stark D Hartmann Heilbronn Klodergewe 1 -i- Fenraf dardi Nr. 1444 Spezialgeschäft für Zentralheizungen Hochu. 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