Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 6 (16.6.1931)
- Date
- 1931-06-16
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- [Seite] (sequence 2)
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64 Königstraße 3 k\ 16.60/J : i: .iIilim-Iich von der 1 <-"t111 HIT. . , 'k1- 11*i heul, auch w irt'duiftlich zum whl* :liu leil /um l’mli'tjriut p-hiirt. i't i i .i ii.iiifl>.iii <lf- J11<I«-miimgrniclc'/u |.. Ipi 'L i .imm der klu"C'iil>c‘W ußlrn \l;i>-eii. Mi, >.,! \\ < ll.m'ili.:M!ii!L uclit \<>n tlc-r , i, t ::. i XI, u-clu-,, ■■ > ->n und dum i I/i .: i~ l. »t. lit einem (i d.-ii d.i'!rIfii-iit- - - , *itt:i.■: di.- frei.' li.ilm ullcn I iicli- > , , \-i«. r und d<T ll. r- >l„ lii : . -I, KmiiL in l'r.iel. war d. :*:::? i. I'iidrr liiI»t*l . ... i, \\ > - d. ' l'i,c--l.iti.il'. Dirliili- -!. .. iiü: 'i.imle-. '"iidiru mi.r :. ‘ . i. \ - l.i'!■ i.ihmii 't. ilild dfr Ilif'dniT Rildc-r- : IL I- I, ' M I' Miiilomi.i. II,ML Dre-'cle'ii jrt'- w : -..Mt,- d.i' Bil.i mr 'einer Glf'tcli.tliiii' .len. K.■ ■ iiiu \uirii't dum - 1111 i. H II..f. ll■ /.• ilI wt-rele-u. I in un- . / .s.ii w .. :t*• i '.!.cß I»d du'«-> c'C'lc n , i'i -Ili.ML d.,' liii.l in: |jil>d>>'< » >dinttfil h -l di-i! hi.iii'i"i l fiir die Maji-»tät i, : - - H-rir-- ■■ nfm-telIt war. Keiner ii Ki.iiiL '.iLi n. tl,i"■ er 'einen Pint/ dem i- - , '..Nie. damit da~ l.idit auf ela« Ii,ii Ii lu-'rkle de." K""1.- an dem ,ii.st. t. Nmei:eii »eine' lf.de». daß er auf- - : t-n , ainil da' Bild auf 'einen Pl.it' ,■ w u I >< i K.uiiL 'tand iah-auf und ' n:il Wa ten zurück: ..Pint/ fiir den >•!; P!>ll. i; ■!I!„;..|iv\a:i fehlt die I lirfurclit Mir hi . id. tu. die i' de: Kenntni' meiner d e --einer ■- .enankenweit naturnnt- El i '. ' I hl. /w . ifel'iidit. L iiL'laulien und \i - .' :-iL de> Itc-liuiösc-ii gehören zur /eit- ,ii Wienfand in diesen I airen der . e .eliLi.>n'|.'Mfmhi^i'ifie KnnjrreH :*t.; | eillIn nia war ilie P'ycholn^ie di ' L n?lauliens. Der sächsische Landesbisdiof Prof. Ihmels wollte die Quelle dieses neuzeitlichen l njrlaubens im Minderwertigkeitsgefühl, in dem verdrängten Empfinden des Selbstwertes, in der Anp't wuulcr eigenen Endlichkeit finden. Er hat den fiir lin-cre /eit kennzeichnenden Mangel an Ehrfurcht mr dem Grollen und Ewigen iiber- 'ehen. Die Jungen und Jüngsten sehen so viele Werte entwertet, so viele Könige entthront, daII ihnen die Ehrfurcht cor der wahren Grolle, die Di'tan/ von dein wahrhaft Ewigen abhanden gekommen. Statt des gedankenlosen Geredes vom ..Kleinen Judentum" muH da' Bekenntnis ehrhewullter Juden in der Erkenntni' der ewigen Würde de' Judentums lauten: 1 hi furcht cor dem grollen Judentum! Die Alten und die Jungen, getrennte Wege und gemeinsame Ziele. An zwei aufeinander folgenden Abenden, am Jh. und um 27. Mai. sprach auf Einladung der hiesigen Ortsgruppe' des Crntrah ereins I Ir. Alfred llirschbrrg. Berlin, der stell- M-rtretenele Syndikus des Vereins, über die gegenwärtige Lage der deutschen jüdischen Jugend com Standpunkt der Gedankenwelt des ( entrulv ercui'. Die beiden Abende, die einander glücklich ergänzten, bewiesen erneut, dal! der GA. und insbesondere seine hiesige Ortsgruppe diesem Problem stets ernste Aufmerksamkeit gewidmet und wertvolle Mitarbeit an ihm geleistet hat. Der erste Abend 'tand unter der Leitung des Vorsitzenden des hiesigen Ortsgruppe. Itcchf'unw alt Dr. Sch w a r/. I)r. II i r < (h be r ge r begann mit einem Hinweis auf die zwiespältige Bedeutung des Wortes ..Lud", das trennende' und verbindende Bedeutung habe1, und untersuchte dementsprechend dasjenige. was alt und jung heute in Gegensatz bringe, und das. was sie eint. Als Voraussetzung fiir eine Zusammenarbeit der Alten und der Jungen forderteder Referent die Bese itigung de r schlagwortmällig erstarrten Krönten und die Aufteilung der gegenwärtig dem deutschen Judentum obliegenden Aufgaben auf die einzelnen Menschen gemäß ihren spezifisch jugendlichen oder ältlichen Eigenschaften. Die Notwendigkeit hierzu -c't tim so stärker, als die Entwicklung der politischen Verhältnisse' ein ab wartendes Abseitsstehen der jungen Generation picht zulasse, da angenommen werden müsse, daß die direkten und noch stärker die' indirekten Auswirkungen der nationalsozialistischen Staats- und Volkstheorien auch noch die kommende Generation stark beschäftigen und hemmen werden.Im politischen Kampfe muß Jugend und Alter eine geschlossene Einheit bilden. Die Möglichkeit einer schöpferischen Mitwirkung der Jugend am politischen Kampf bedeutet Erlösung vom Pessimismus und der Tatenlosigkeit. Hier öffnet sich ein Aufgabenfeld. auf dem die Kräfte zu erproben, zu messen und zu erweisen für junge Menschen eine aufrichtende Verpflichtung bedeutet. Die junge Generation muß dabei sein, wenn die Fundamente zu einer neuen Volksgemeinschaft gelegt werden. Der Redner schloß mit dem Hinweis, daß er auf seiner \ ortragsreise. die ihn durch die sdiönsten Gegenden Deutschlands geführt habe, auch in Neustadt a. d. H. und in Mannheim gesprochen habe*, ln Neustadt habe das Hambacher Schloß in ihm die Erinnerung an jenes großes Hambacher r c'st vor 100 Jahren wachgerufen, wo die großen, jetzt vernachlässigten Prinzipien der Demokratie und des Liberalismus Menschen aller Stände. Stämme und Konfessionen vereinigte, und in Mannheim habe er in der Inschrift des Gedenksteins fiir Ludwig Frank gelesen: „Einer muß die Eiindamente gesehen haben, die Fundamente des neue n Staates". Es handelt sich beim Leberblick über das er'te Jahrhundert unserer Emanzipation und beim Ausblick in die Zukunft uin den Willen, dabei zu sein, wenn Neues erbaut wird, damit unser Können und Mollen, unser Geist.und unser Herz in den Fundamenten des Neuen mitenthalten sind. Im Anschluß an Dr. Hirschbergs Referat beantwortete Rudi B a ch -Stuttgart die vier Fragen: Wie ist unsere jüdische Jugend? Was hat sie zu sagen? Was kann der CA. für die Jugend und was kann die Jugend für den C.V. tun?, Er forderte eine wehrhafte Jugend, die den Willen hat. sich zu verteidigen und sich zu behaupten, und die wirksam mitarbeitet an der Lösung des Problems des jüdischen Deutschen. Eine wertvolle Ergänzung des von ihm entworfenen Programms der Arbeit der Jugend im CA und der Arbeit des C.V. für die Jugend bot die Schilderung der bisherigen zehn Jugendnachmittage des C.V. durch ihren Leiter. Ministerialrat Dr. Hi r s ch. Die Tendenz dieser Nachmittage sei die Darstellung des Judentums als Lebensmgcht außerhalb der Schule und der Synagoge gewesen. Sie wollten der Jugend die innere Sicherheit geben, die sie mehr als je benötigt. In der Aussprache, an der sich die Studenten Oppenheimer und Kaufmann und Ernst Kann beteiligten, wurde insbesondere der Wunsch der Errichtung von Schulungskursen zur Abwehr lebhaft geäußert. In einem Schlußwort faßte nochmals Dr. Hirschberg die Leitgedanken des Abends wirkungsvoll zusammen. Er darf in allen seinen Teilen als wertvolle Anregung bezeichnet werden. Die Veranstaltung des C.V. um 27. Mai stand in innerem Zusammenhang mit der vom vorangehenden Abend. Die Ortsgruppe-Stuttgart des ( entral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hatte einen besonders gefährdeten Teil der jüdischen Jugend, die jüdischen Arbeitnehmer. zu einer Aussprache über die ..Sorgen und lsraeliiisdier Landes-Asyiand , Cntersfülzungsvcrcin für Württemberg E.V. Die Miftflicdcr>Ver$ammlunfi findet am Sonntag. 28. Juni 1931. nachmittags 4 l :i im Altersheim in Sontheim statt. Tagesordnung: 1. Verwaltung«- und Kassenbericht, Entlastung 2. Neuwahl eines Ausschußmitglieds 3. Verschiedenes Zahlreiche« Erscheinen ist dringenderwünscht. Der Ausschuß. Wir haben als Ort der Mitgliederversammlung Sontheim Rew&hlt, um unseren Mitgliedern und Freunden Gelegenen zu geben, sich von dem schönen Zustand unsere* Heims su Oberzeugen. Es ist beabsichtigt, von Stuttgart aus gemeinsame Fahrt nach Sontheim zu unternehmen, und zwar mit Sonntagsrückfahrkarten. Abfahrt Hauptbahnhof Stuttgart.13.50 Uhr Ankunft Heilbronn.15.21 Uhr Abfahrt Hellbronn.20.10 Uhr Ankunft Hauptbahnhof Stuttgart.21.26 Uhr Infolge einer uns zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Spende sind wir in der Lage, die Besucher mit Kaffee und Kuchen zu bewirten. Wir würden uns freuen, eine möglichst grolle Anzahl von Freunden und Mitgliedern begrüben zu können, u. bitten diejenigen, welche sich an der Fahrt und dem Besuch beteiligen, bis spätestens Montag, dom 22. Jaai 1(31, sich bei Herrn Theodor Hirsch, Stuttgart, Qthkopf 31, Telefon Nr. 22227, anzumelden. Nadi vieljähriger Beruf sä usübung hat sich''1 Dr. med. dent. Justus Bartlewski als Zahnarzt in Stuttgart, Marirnstr. 1B. II (WHhelmsbau), niedergel. u. die Praxis der Frau Zahnflrztin Stein übernommen Fernsprecher 26350 Sprechstunden: 9—1, 4 6 Uhr, Samstag 9 12 Uhr D— Levi / Jodbad Tölz Erholunasbebürftiae finden angenehmen Aufenthalt bei guter und preism. Verpflegung in schönster Gegend der Rauhen Alb. Herr!. Waldlage. Nähere» durch Frau Julie Levi / Dutteuhauseu Telephon Nr. 7 ISchl. OtgmmtJMb., M* ft«»|. n. <*|L keberrfekt, sacht ®tet* lang, necrt. sah aasktlfsiocifr. — Xagctete erster 9tt. 480 sz die GerneimdeFeitNNg. Arbeitsgemeinschaft der gesetzestrenen jfid. Jagend Stuttgarts Sonntag, den 21. Juni, abends 201/« Uhr, in der Stuttgart-Loge, Calwentr. 33 Aussprache- Abend: „Ortlioiloiici. Zionismus" Referent: Gustav Sedcbach Gälte willkommen! .16 s i Ihren Bedarf in Photo* Radio* «Md Schallplattan decken Sie am besten im Spezialhaue j Stuttgart Wllhalai ftJOring / MlllUrstr. 32 Das Haus der guten Bedienung und Beratung 6jagngHa9biterte»£iiBmec an ein oder zwei Herren zu oermieten. — Offerten erbeten unter I. S. 474 an die Demelndr-Zeltung. 8ar Beeaf>chtißeee ». acheleafG. (aach Sprachen), Uasea tSchUge Nr ist» ezcsfsßlez »erd«». — AaseSst« aa das IfzaeUt. ARzsargzaan, tzasstislftr. (6, lelefsa 228(6. r v. .. und xdettds ins Cafe Xaimatm Seklenstr. 6 Eck« Sehioüstr. /Tel. 229 79