Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 6 (16.6.1931)
- Date
- 1931-06-16
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- [Seite] (sequence 1)
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Adelsheimer; Ludwig Auerbacher; Max Bamberger; Adolf Barudi; Lazarus Baum; Hugo Davidsohn; Samuel Ebstein; Ludwig Einstein; Vorsteher Arthur Essinger; Moritz Fleischmann; MaxFuld; Max Furchheimer (zweimal); Elias Gideon; Gustav Gottschalk; David Gutmann; Jakob Gutstein; Louis Heilbronner; Ludwig Heimann, Bayreuth; Heinrich Henoch (2mal); Adolf Hirschheimer; Sigmund _ Hirschheimer, Hannover: Rel.-Oberl. Jakob Jaffe; Oberlehrer Wilhelm Kahn, Lauoheim; Carl Kaufmann, Gaisburgstr.; Adolf Kops; Joseph Levi, Kanonenweg; Leopold Levi, stv. Präsident des Oberrats; Wilhelm Levi; Max Mayer, Tübingerstraße; Fritz Metzger, Frankfurt a. M.; Sally Müller; Simon Münzesheimer; Emil Nachmann; Max Osterberg; Jakob Plawner, Cannstatt; Georg Reichner; Leo Robert; Karl Rosenfeld; Julius Schmidt, Werfmershalde; Artur Sänger; Dr. med. Siegfried Sänger; Julius Simon; Vorsteher Ludwig Stern; Isidor Sternberg; Moritz Strauß; J. Thalheimer, Hannover; Nathan Weil; Dr. med. Ludwig Zürndorfer. Spenden, eingegangen bei den . Vereinen: Brautausstattungs-Verein: Marco u. Else Bergmann, Laupheim, anl. ihrer Silberhochzeit; Moritz Lieblich, anl. s. 70. Geburtstages; Legat des verst. Herrn David Nathan, Cannstatt. Israel. Frauenverein: Sigmund Kahn; Adolf Kops, anl. des Ablebens seines Bruders; Frau Lucie Levi, Werastr. 9. Isr. Männer-Verein für Krankenpflege und Le i che n b es t a 11 n n g : Adolf Kops, anl. des Ablebens seines Bruders; Sigmund Kahn, Klopslockstraße. Israel. Landes-Asyl- und Unterstützungs-Verein: Direktor Theodor C. Hirsch, an Stelle einer Kranzspende; Frau Rosa Krailsheimer, anl. ihres 75. Geburtstages; Familie Dr. Stössel, anl. Jahrzeit i. verst. Vaters, Herrn Bez.Rabb. Dr. Stössel. Israel. Ortsarmenverein: Leo Goldschmidt; Isr. Verlagsanstalt in Form von Kostennachlaß. Isr. Waisenu. Erziehungsanstalt „W ilhelmspfleg e“: Adolf Kops, anl. des Ablebens seines Bruders; N. N. durch Herrn Berthold Böttigheimer, Buße in einer Streitsache; Josef Ottenheimer, anl. der Goldenen Hochzeit seiner Eltern. Reisekasse des „Stadtverbands Stuttgart des Jüd. Frauenbünde s': Josef Brückel; Isi Gärtner; Dr. Arnold Hauser; Alfred Hayum; Artur Heidenheimer; Isidor Iieidenheimer; Heinrich Henoch: Paul Kahn; Dr. Martin Krön; Louis Landauer; Dr. med. Bernhard Rosenberg; Benjamin Rosenfeld; Vorsteher Rechtsanwalt Dr. Paul Tänzer; Dr. Ludwig Wolff. Bericht des Israelitischen Fflrsorgeamles Ober den Monat Mai 1931. Sprechstunden der Fürsorgerin: Sonntag, Montag, Diens-I tag, Donnerstag, Freitag! vorm. 9)4—11)4 Uhr Mittwoch nachm, von 3—5 Uhr Kleiderausgabe: nur Dienstag nachm, von 3—4 Uhr Das Israelitische Fürsorgeamt hat im Monat M a i 1931 unter Mitwirkung der angeschlossenen Wohltätigkeitsvereine für unten genannte Zwecke folgende Beträge zur Verteilung gebracht: Laufende Unterstützungen . . . . Einmalige Unterstützungen . . . Gesundh.- und Erholungsfürsorge . Jugendfürsorge. Wanderfürsorge. Mk. 1576.12 1139.40 455.45 310.70 293.66 -> Der Sprechstundenbesuch umfaßte |258 Beratungen: im Außendienst wurden 69 Besuche bei Familien und Behörden gemacht. Spenden erhielt das Fürsorgeamt voi): Herrn Rabbiner Dr. Auerbach; M. R.; Isr. Verlagsanstalt in Form von Kostennachlaß: Herrn Benedikt Kaufmann, Jahrzeitspende; Herrn Otto Kaufmann; Herrn Simon u. Frau Paula Krautkopf und Herrn Moritz u. Frau Else Strauß, statt Dankkarten anl. des Ablebens ihrer Mutter, Frau Doris Stein, Nürnberg; Herrn Leo Goldschmidt: Frau Lueie Levi; Frau Lina Löwenthal, Jahrzeitspende; Herrn u. Frau Max Osterberg, anl. des Ablebens ihrer Mutter, Frau Lina Loewi. Bamberg. ßß Das kleine Judentum. (( Das Wort, das die L’eberschrift dieses Aufsatzes bildet, stammt von einem jungen jüdischen Mädchen. Ein fremder Redner hatte mit ernster Begeisterung davon gesprochen, daß auch die werktätige jüdische Jugend die heilige Pflicht hübe, das Judentum mitzuerhalten, schon um dem eigenen Leben ein Ideal zu geben, das über den Alltag und die Alltäglichkeit hinaushebt. Die Aussprache über den Vortrag ward eröffnet, und mit einem mitleidigen Lächeln sprach das junge Mädchen von dem „kleinen Judentum“ das gegenüber den großen Bewegungen des Sozialismus und des Kommunismus nur einen kleinsten Kreis erfasse. „Wir wollen das Größere und können uns deshalb für das Kleine nicht begeistern.“ Es ist richtig, daß das Judentum nur einen zahlenmäßig geringen Bekennerkreis umschließt. Wer also die Zahl anbetet, wird in ihm nur eine Minderheitsbewegung sehen. Aber dieses kleine Judentum hat erst den Begriff der Menschheit geschaffen: es hat die Menschlichkeit in das soziale Programm der Menschheit eingeführt: sein Gott ist der Gott aller Zeiten und Welten: sein Reich ist kein Lündchen irgendwo auf der Erde, sondern umspannt die Welt: seine Idee ist keine Ideologie e ines einzelnen, sondern Weltanschauung. Dieses kleine Judentum ist die sittliche Triebkraft aller großen Menschheitsbewegungen gewesen, die Mutter der Weltreligionen des Christentumes und des Mohammedanismus. Alle eineil großen Menschbeitsideen sind aus seinejn Roden erwachsen. Ob es sich um das gleiche Reicht aller, die Brüderlichkeit und Gleichheit der Menschen handelt, um den ewigen Frieden oder di(* Bodenreform — es darf ohne Uebertreibung ausgesprochen werden, daß es keine weltumspannende Reformidee gibt, die nicht aus dem Mutterschoß dieses kleinen Judentums seinen Ursprung genommen hat. Aber vielleicht ist das Judentum ein Hemmnis im Bekenntnis zu den großen Men$rhhejitsbewegungen. so daß die Meinung der jungen Jüdin in dieser Anschauung ihre Begründung findet?’ Es gehört ja zu den herkömmlichen Behauptungen, daß das Judentum eine Gemeinschaft der Bourgeoisie ist. so daß es klassenbewussten Elementen nicht zugemutet werden kann, iji seinen Reihen zu kämpfen. Nun. das Judentum war niemals die Weltanschauung einer bestimmten Wirtschaftsschicht. Es hat neben einzelnen Vertretern des Kapitalismus und einer einstmals starken bürgerlichen Mittelschicht stets ein zahlenmäßig überragendes Proletariat umschlossen. Die Proletarisierung des jüdischen Mittelstände, hat in diesem Aufbau in den letzten fünf Jahren weitere“ Verschiebungen gezeitigt. Die bürgerlichen Existenzen der Judenheit sind im Absterben. Die größere Hälfte der deutschen Juden gehört heute schon zu den Angestellten — e ne Tatsache. die man bedauern, aber nicht w >gzudisputieren vermag. X Louis Thier & de. Stuttgart X Hauptkontor: Büdisenstr. 58, TeL 23432/33, 22401 — Lagerkontor: Ludwigstr. 35a, Telefon 602M — Gegr. 1865 liefern I» tute erstklassig. Qualitäten Unterhalb Srotz-StAttgart»: 3lfltB>otttlIt»Uo<Hro — Ruhr und Kohlscheider <3ffOfUaewOfOW| Körnung I u. H, f. geatralheiimegeM 3e<0ctl*4freiefoV*# Körnung m für Ofenheizung aroMrtoOlniOftlettü 4lniouM etuttaortcr AaifoW &Ol8, gesägt und gespalten Itrtar Mfw t Billigste Beiugszelt Juni