Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 5 (1.6.1931)
- Date
- 1931-06-01
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- [Seite] (sequence 2)
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54 and KÖNiaSTBASSM 42 Seit 40 Jahren das Haus für gediegene Schuhe HAVt \ -IIu. il.iH .•» .Imb I rul/ ib-n l.r natioi..tl">/;.ili'!i'iln ii!\n 'niii-'iilaru-rrn sovieb- :iitli'i!i<'! \ < II llll'lll! f teil {rillt. lind «Hki li' i:! i Ui i'i 'i-iiu- Aii'icbten. deren I i!■■ Ir■:« k. w •■■■II nJit ili-n de; Lanzi-n \ «»r-wmilliiu nli. i ii mpl.' •* ir-ui' katastrophal be- /iiiIiihm 1 ii"iii. Wir ii ml v i«-l<- ändert* halten \' ■■iiueii fiir im hikh-li II Grade jr ** - I ,!! : > 1 ,ii , || >11 rrrnr wir ihm Redner die il 'i.i krit >i iin : l .'luT/i imnti;; /ubilligen - f iii d e m a g •> .-i » <li. I >»',nasii{ri->h de»- kall. mi1 Bath Reliaiipllillgen auNtellte. die i. .ii sl'iii.-n Juden 'im tiefsten verlet/en ,i . ■: n <- i! a Ii ii i r I? «■ <1 ii <• r a ii dl nur j;' •' I : II g s , e 11. i II |1 «' r Lagt* {T iw e - <■ II ii. f ii i il i e R i >b t i g k e i 1 ■ * e i n e » i i n ► p ( i; ii I a t i \ in (i e il a n keng e Ii -i n- 1 - : 1 1 IX. «r i > a II / ll 1 1 <■ t I li. I - w a ii iir mit einer >att>.mi Iiekjinnlen M.-th-.ihk : . Ii: r ii fit« -1. die m.)i 11111 ilem ( triginal -.11 da.il!' h iint>"'»hii il. ilaf* Jinlen der i/lllritt M. -III.:! n:.[>! \ rib-ilen »ar. Mit liecht befiierkte .... a,; a... i. dl-, ei'te I )i»kii"iori»rrdner. I)r. . i . :! i n > ‘ in. ilai! der I indriick diese» .....; i. ■ •« ..Ii it r ii I > I ich" war. \mh n I : a di iil'ilii-n Juden eilen Schlimir? il n lia.it II: «Ii kennen auch die Lmp- , Ii - \ ja Ii-. ::- n Mütter und \ .iter. i, - i i. ii. ii-. .iiid gestorben und i:: /!■_.- ..>. a I ail .ni'geliefert 'inil - I--. . . i!...- nf jiidi'cher und > e '. rantwirtu ng»v oller Z.il- .... . - . . - W du heit ii ml Recht {rekümpft .. . ... n « -Ul i. dal! wir lii*tori»cii und i»ei: denken können, lim die / :;: u. .daiiiie /» 'i-lien und lim iilicr . : lii.idien I eii: i-theiiiuna den Blick für . . f .an/t nicht /n verliefen. Vuit-richter i , .- r. Mn>cheinend i III ii Clin derartigen \ iir- i.i.ht lieriilni. vielmehr {Tan/ dem .. (ii: l'iiiaeiai ii l iudiink -.iifjri—chlii'-en. I. ii'iiL. : :.l a' - 1 : i gründe »an/ - - i i 1.. ia■■ pii : i i\c a i . : : ut'chjinIi—c i i-n k.mflikte /ci er a I. aIi/u>tellen. da/II liraiicht man ■ n i » c - II de : Bea II d e I heit! ml!-'Ii-db j-t auch die l.nt- . _ 1 i'-enilarkter>- /u l>e{rriil!en. Ile: ■ . : ii leider gemacht, »ich?e;'i-n die -. »einer l!a"i eicrentiimliihkeilen-/n u d: ai'lati >i. >i lli»t in die llaml />> nehmen. - J. d. >uih'. >ein \ n d e i > > e i n" /u icrlc nxnen und kämpfte unter der Flagge der Konfession anstatt im /eichen der Hasse. Wenn dieser Almehrkampf auch, manches gebessert, so gemellt das Judentum doch nur wenig Liebe und Achtung, weil eben auf beiden Seiten der entscheidende \\ esc-nsgegensatz noch nicht erkannt wurde. Aus dieser L.'nklarheit resultiert der Juden hall, den der Redner als „triebhafte A b ii e i g ii n g g e g e n das j ii d i s ch e Wesen" be/eichnete. Auf diese Gründe ging die jüdische Abwehr aber nicht ein. weil sie fürchtete. etwas /ugeben /u müssen. Man ging im Gegenteil darauf aus. seine Wesensgleich- Ire i t zu beweisen. Und so wurde, weil eben der Deutsche das „jüdische Wesen" als etwas Gegen- »sät/liches empfindet, der Antisemitismus eine \ olksbew egung. Der „Bund für neues Judentum", der es sich /ur Aufgabe gemacht hat. das Bekenntnis /ur Rasse zu wecken und das Zusammenleben der Juden mit dein deutschen \olke u u f / u I o k - kern, ist daher zu begrüßen: wird doch seine Wirksamkeit die Zusammenarbeit ersprießlicher gestalten und dem Gegensatz die Feindlichkeit nehmen. L ud da> ist auch gut so! Denn eigentlich {lallt der Judenhaß gar nicht zu dem gutmütigen deutschen Menschen: er entspringt denn auch nicht zuletzt der Furcht, „deutsches Wesen" könne dem „jüdischen I influß" erliegen. Im übrigen i-t diese deutsche Furcht vor dem Juden ein Zeichen beschämender Schwäche: wird sie I laß. dann muß sich das deutsche \olk vor ihm II II teil. Worin sei fragte der Redner weiter, bestellt nun eigentlich der L n t e r s ch i e d d e ii t s ch e u ii n d j ii d i s ch e n W e s e n s. da es doch falsch ist. unter Tugenden und L ntiigc-nden Rasseeigentümlichkeiten zu verstehen, weil gerade Tüchtigkeit und L ntiiehtigkeit so verteilt sind, daß man in ihnen keine Russenmerkmale mehr erblicken kann? Der Rassenunterschied muß tiefer liegen: l.r ist der .'schliissel. nach dem die einzelnen I riebe-untereinander verbunden und abge'timmt sind. Aber och! Das Schlüsselwort ist mich nicht liek.iiint. doch wenn man es kennt, dann versteht man den Menschen. Soviel aber ist sicher: Recht und Pflicht des tüchtigen Menschen i't. -ich aus den Wurzeln seiner naturgegebenen Anlage zu entwickeln, sich frei- /mn,ichen vom wesensfremden Zwang seiner Umwelt aber in vollem Bewußtsein seiner Selbstbeherrschung»- und Selbster/iehungspflicht. Wie da» im ein/elnen gemacht wird!' Das wissen wir schon »elli't instinktiv! Dem .Bund für neues Judentum" erwuchsen von hier au» wiederum große Aufgaben. Will er doch da» „seelische Figenleben des jüdischen und deutschen \olkes". Man kann ihn deshalb nur loben. Denn deutscher und jüdischer Geist 'ind zu v e r » ch i e d e n . um in völliger Kulturgemeinsctiaft aufziigeheii. Das Judentum hat sich hierüber niebeklagt, aber gerade deshalb ist es ..verbogen" worden und auch der Deutsche wurdedurch da» Judentum gestört. . Ich verstehe das", so sagte Amtsrichter Bach freimütig. Denn: da» j ii d i s ch e W e ' e n ist V ei n g 1 e i ch - mäßiger zäher Geschmeidigkeit, während deutsches Wesen sprödef o r s ch' u n d letztendig — „w e i dl“ i s t. Und nun hält der Jude das eine für Roheit und das andere für Schwäche. Es heißt deshalb, ehrlich sein: So wenig dem Deutschen mehr das Bärenfell steht, so wenig passen dem Juden Kaftan und religiöse Formen. Da beides unwahr ist. müssen die Konflikte aus dem Geiste reiner Wahrhaftigkeit gelöst werden. Was das Verhältnis des russe-bewußten Juden zum Deutschtum anbelangt, so wird es nicht nötig sein, daß er sich ganz auf seinen rassischen Kreis zurückzieht. Chinesische Mauern braudien da nicht errichtet werden, denn schließlich ist der Mensch neben seiner geburtlichen Grundindiviclualität auch Produkt seiner Umwelt. Die rassischen Grund Verschiedenheiten sorgen schon ganz, automatisch für Distanz. So wird der Jude die Werke Richard Wagners durchaus bewundern können, sie in ihrem tiefsten zu verstehen wird ihm ja doch nicht möglich sein. Im übrigen wird man gute Nachbarschaft halten, man wird sich ab und zu einen Besuch machen und alles wird gut. Notwendig ist nur, daß die Juden heit sich besinnt. Mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß sie dies tut. schloß der Redner. Der Beifall galt der Ehrlichkeit seiner Ueberzeugung. Für Dr. Lieblich, der anschließend dein Referenten dankte-, war der Beifall aber mehr. Er verstieg sich zu der Behauptung, daß alle die nach diesem Referat für seine Sache nicht aufgeschlossen seien, in ilihc-n „Interessen“ verstrickt sein müßten. UndyfR muß man schon wieder sagen, daß Dr. Lieblich ein schlechter Psychologeist. wenn nicht anzumerken wäre, daß er t dem von ihm so stürmisch geforderten „Geist reiner W a h r h a f t i g k c* i t“. in den w ir auch den IlesiH-kt vor der Ueberzeugung des anderen einbe/iehen. einen schweren Stoß versetzt hat. Hat Dr. Lieblich denn nun wirklich kein Gefühl dafür, daß der Redner seines Abends eigentlich mit den Methoden und der Terminologie des Kultiirantisemitismus aufwartete, hat er nicht irgendwiedas Gefühl, daß. selbst wenn man von der Bedeutung seiner Ideenoch so überzeugt ist, man diese* seine Ansicht jener ungeschriebenen Hausordnung vor allein d a n n unterordnen muß. wenn das Haus, das doch auch das eigene ist, . vom Feinde bedrängt wird? Weiß er nicht, daß die jüdische Jugend auch um ein „neues“ Judentum. aber um ein schwereres ringt, weit davon entfernt, ihre Stammeszugehörigkeit zu leugnen? Wir fürchten: Dr. Lieblich fühlt und weiß es nicht. Er hat es jetzt in besonders peinlicher Weise dadurch bewiesen, daß er das Judentum nun auch von nicht jüdischer Seite analysieren ließ — aber mit Methoden, die sonderbar sind: Amtsrichter Bach hat behauptet und n i ch t s bewiesen, er wollte klären und hat vernebelt, er wollte versöhnen und hat verwundet. Welche Tragik, daß ein „Bund für neues Judentum“ hierzu den Rahmen leiht! Sechs Diskussionsredner setzten sich in gewandter Weise weniger mit Buch als mit Dr. Lieblich auseinander. Nur ihnen ist es zu dan- Berfltold Anerbadi-Verein Dienstag, dan 2. Juni. Stuttgart - Log«, CalwarstraO« 33 Hha.. abend* S :4 Uhr, Aussprache - Abend „Das neue jüdische Buch" Leitung: Redakteur Hans Starnheim * Dianstag, den 9. Juni. Höhenrestaurant „Schönblick“ (auf dem Weissenhof)* abends 8 Uhr, Schluijveranstaltung: Gemütlicher Abend mit Tanz Wir bitten um zahlreiches Erscheinen! Gäste willkommen! r , _ UJH<L ins Cafe 9Cawuuut Seidenstr. 6 Ec.eSo- ^'./'rel.22979 Offeriere: mm MulMfeseilleisdi, KilkileisA i«wii ö. Wmfvirei Unter. Aufsicht des Stadtrabbinats Edaari Liebermann Inhaber: MANNHEIMER Holzstraße 13 — Telefon Nr. 29622 In unserer Kleiderkammer, die, dank der Gebefreudigkeit unserer Gemeindemitgiiedtr. im allgemeinen recht gut mit allem Nötigen versehen ist, besteht aber trotzdem eia Maagel na Herren- und Iuageavaazügea, sowie aa S)erstaunt) Maderschahea. Nach diesen Sachen ist die stärkste Nachfrage. Wir »Uten 0eralti&, uns mit solchen Kleidungsstücken zu bedenken! Nach tei. Anruf unt. 22898 schicken wir unseren Boten z. 'Abholung d. Gegenstände. Israel. Mirsorgeamt Stuttgart Israel. Walsennad Erziehung*- Anslall „Wtlüelmspflegc'4!■ Esslingen ♦ Die Hjj|jlcdcr^Vcnanjmlan| findet am Sonntag, den 21. Juni 1931, vorm. 10 Uhr, pünktlich im Gemeindehaus, Stuttgart, Hospitalstr. 36, statt. Tagesordnung: 1. Vorlegung des Rechenschaftsberichts und Entlastung des Kassiers; 2. Neuwahlen für die im Turnus ansscheidenden Mitglieder; 3. Verschiedenes. & 's i/t mir leider nidit möglich, für die mir zu meinem 70. Geburtstag von allen Seiten zahlreich zugegangenen Glückwünfche jedem einzelnen zu danken. / Ich Jpredie deshalb für die mir zugefandten Aufmerkfamkeiten und Glückwünfche, die mir eine große Freude bereitet haben, hierdurch meinen herzlichften Dank aus. MORITZ LIEBLICH Vertreter. Für den Vertrieb Ia koscherer Margarine und Pflanzenfette, hergestellt unter Aufsicht der Groß. Jfld. Gemeinde Berlin u. der Isr.Religions-Ges.Frankfurt a.M., eingeführte Verkaufskräfte für die dortig. Bezirke gesucht Rührige Herren, die Beziehungen zur einschl. Kundschaft unterhalten, belieb. Angebote einzureichen bei: Erste HftcrfeMer NarturtsdaMrtK «efer. BllTH, Wappcrtal- 19 Jährig. Sttäöel, perfekt in Kleider, nähen, Klavierspielen u. Englisch, smcht Stellung za Kindern. Off. erb. unt. S. 444 an die Gemeindeztg. 3fiötf<he* 9vätslci«, i» nt ÄrMkomfltje nt sucht Ctrflmt I» eiuttg.n »der SBirtmrtof) »I, chtAtz« M itetm 5»tra, D»me ■ki t* fwnlsfra tznchult. 3n«trIIHI<< »»d klaktr« lick, Persönlichkeit. 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