Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 4 (16.5.1931)
- Date
- 1931-05-16
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- [Seite] (sequence 2)
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42 Qlass&Wels Stuttgart z Mittnachtbau 1 DAS HAUS F Ü R DEN HERRN [- u -1. i, ■ I irr l rlnr-iclil ul>c*r ,1.1' Merk dr> I ■, ,t- ,!>>> |), iii'«:ifii Juden begehen. über ■ : :iuiiir-or*. -> III 'ozial-liv gicnbclu*' >.■ ,; ■ <|i, I : ji“ i .1 ntt-nh■ Ift-. Dir letztere - i.. hr /, irlr.ilr >1, - I lilSv ereill' in ", , ’s;,. i: tli ihr '■ihiil/komilrc' in Hamburg | r . ,!i :: Raliiilinf'ilic ii't am Sciilesi'ilien n.i!mli"f Berlin mul \ rrlranrn-lriitr an >Irn i.r. ü-'t i! n;: Reiche an-^riilil. Durch >Iir l!.,i,;!,..!-(firii'tr _m Berlin. Stent'ih Neu-Bent- -t:ri! nif ( l'iialiruck wurden 2**(N)n I migranteii J.alrn :inl Nichtjiiden hrtrrut: Hamburg „i Hirinrn pa — irrten "mhi Aii>w anderer. Die \ii"chrt-iiiingrii?r:rn dir Judrn in Ii tinniiirn im >< »Hinter l‘>5<i v eraiilaßlon das Prä- -idiin» dr- I lilf-x rrrins. namens drr deut'cheu I;i!m rin Pmli't'ihreibeii an «Irn damaligen Mn,i'frr|>i.i'idrnlrn Manin /n richten. Dir Knll : t 11 hr it dr- I iilfs\rrriii' in Bumünieu uurdr i; I, erhöhter Energie fortgesetzt imtrr hi'Olirrri Beriiik'iehtigimg drr wichtigen Probleme I. : ihn iifsiirraliniu und Beriif'iini'ehuhtimg. Dir Ul»,-;* dr« llilf-xiTriii' drr Drut'dirn Juden in I '.:ürii und Polen galt der Kinclerfürsorge*. In n iiidi-ilirii letielw irt'ihuff liehen Siedlungen in ii : I sr *•<* und in drr Krim wurden Ambula- .■!>•■; rr, idih I. dm » V5 irk'arnkc il sjtj, auch auf n ii s i .lini'du' und dent'cfi,* Bevölkerung in den \ idiuf. i rr-lirckt. Der horiilimlr Rakli■■ n .i-r Ii. k. >i|>:r i drr ( bolera und Pr't in h :■! U a I d r in a r \V. M. Haff- , d i irn JV i ikliih'-r l'Chi dahinjrrsthietien; ii ■ i i Kapital liir > in, Stiftung in drr - ••,.•!/ ' -iir-: is-rii. drssrn Ertrügni'si* für kul-?■ /M--k. \i '»miliüiL finden sollen. Der 1 - ' ii ■ drr Auswahl drr Bildung<- d V> -teilt,ng der Enrägni"c> Renn! *-- -/ :> Kiufiiliriin^' deutschen Sprach- ': 's r I I'ihrn l.rlirail'laltrn in Balii- ::i I lilf-v r rein Mittel I» w illigt. ■ -; £•'•> «. w.ik Itir dir ukrainischen Waisen. :i : .I- . i m in prut'cliland erzogen und ri(’ ui'-rliildrt wurden sind, »nwie für not- -nlriid-- ndi'i ''tlidic-rrndr au« drin Ausland, i " c:.- \ i'laltrn hrsuchrn. uurdr auch itn nie : ‘*e »eeluhrt. Im f.ui/rn w urden im 11■ I 's j-s<khi \lk. auf den xrrschirdenrn V I.■ *,*!-■_■:•*■ '.ui de« I lilfsx rrrins anfgewandt. d v M W a r I) n r -1 l.imltiirjr machte Miti: ln!! rcMide Dr. J a in r » S i in uns. der ■| J.din ii ' :r (Irg.ini'ation mitbegriindete ■ t!- ii Ir mir leitet, anläßlich seines Ml. Ge- 1 nt-: in >i |itrml>rr diese- Jahre» einen i . in - >; tu ii - I ii n d ' namentlich /ur Kiir- ii!. Schulen zu schaffen im licirriffc’ sind. Zur Geschichte der Juden in Heilbronn. Von Oberlehrer Kulb, Oehringen. \tn >. Mai dieses Jahres waren es 100 Jahre, dal! sich die erste jüdische Familie wieder in Ileillironn niederließ. In der /eit vor der ersten Judenverfolgung unter ..Rindfleisch von Rötlingen" (I’‘lxi und der dritten Austreibung (1529) wohnten die Juden in einer besonderen Gasse* zwi-chen dein I.ohtor und dem Hafenmarkt, welche bi' ix26 die Judengasse hieß, sodann aber die l.nhtorstraße genannt wird. (Der östliche feil der Lohtorstralh* war die Judengasse.) .Vach I itots kirehengesehichtliehen Beiträgen über Stadt und Oberamt stand die Synagoge bis 1548 da. wo die Apotheke ..Zuin Einkorn". Sülmerstfalle \r. 57. nachmalige und heutige Neubauer sche \|>otlieke (Eckhaus der I.ohtor- und Siilmerxtrdßei jetzt steht, nachher in Lohtorstraße Nr. 22 umgewandelt. Früher waren dort hebräische Inschriften zu le sen: ..Unverhofft geht manchmal ein glückliches Gestirn auf.“ Eine andere sagte: ..Fs hat Moses, der Sohn Eljakims aiigefangen. diesen Bau im Monat Adar des Jahres 5117 (1557) zu erstellen." Noch jetzt soll sich im Keller dieses Hauses eine hebräische Inschrift befinden. Das Eckhaus derselben Gasse und der Lammgasse ll chlorstr. Vr. 55) war das Judenbad mit einem Piiinpbrunnen davor. Das vormalige Bad. ein kleines Gewölbe unter der Freifläche, wird jetzt als Keller benützt. Beim Bau der Oheramtei 1590. das ist das östlich an das Rathaus stoßende Giebelgebäude, wurden mehrere* Grabsteine aus dem ..Juden kirchlich*" dort ansgehoben und zu Platten bei der Schießw ic*«c* verwendet, aber einer davon Ix5“. der andere bei Anlegung des großen Hafens im Jahre 1X55 Jranz gut erhalten wieder ausiregraben. Jener wurde im .Stadtarchiv (jetzt im Historischen' Museum), der andere auf dem ..Judenkirchhof" in Sontheim anfbewahrt. Der ersten* trägt die Inschrift: ..Zeuge* ist der Hügel und Zeugnis ist der Grabstein. ich habe ihn zu Häupten des Knaben Samuel. Sohn des Rabbi Meirs des Leviten, gesetzt. begraben am* 25. Schewat 168 (1408) nach der kleinen Zahl. Fs sei sein Sitz und sein Heim eingereiht in den Bund des Lebens mit den übrigen Frommen. Amen Selab.“ Der andere enthält ebenfalls in hebräischer <Juadratschrift nach deutscher L'ebersetzung die Worte*: ..Hier sind die beiden Söhne Rabbi Meirs begraben. Samuel wurde am Mittwoch, den Hanoch, dar erste Städtebauer Aas den Blbelbolzstfealttea voa Hermann Fedienbadi 7. Tischri begraben und Lipmann am Sonntag, den 18. desselben Monats im Jahre 180 (1419) - nach Frschaffung der Welt. Möge ihre Seele im Gurten Fden sein. Amen“ Der Rundbogen dieses Steins erhielt jedenfalls im Jahre 1856 die Inschrift in hebräischer Quadratschrift zu deutsch die Worte: ..In Heilbronn ums Jahr 616= 1856 gefunden.“ Daß dieser Grabstein im Jahre 1856 dem Sontlieimer israelitischen Friedhof übergeben und an der südlich gelegenen Innenmauer in aufrechter Stellung gut erhalten, heute noch zu sehen ist. hat seinen Grund darin, daß eben in jener Zeit die Israel. Gemeinde in Heilbronn noch keinen eigenen Friedhof besaß und ihre Toten auf dem Sontheimer Friedhof beisetzte. Der alte Heilbrunner Friedhof im 15., 14. und 15. Jahrhundert war am Kieselmarkt und Archivgebäude gelegen. Nicht unerwähnt soll bleiben als Zeichen jener Zeit, daß sich in der Judengasse ein Haus zur Unterkunft von Elenden (Heimatlosen) laut Urkunden von 1595. 1421 und 1494 befand, welches von Zeiselof von Magenheim gestiftet worden war: die enge Judengasse mit ihren aneinander gebauten Häuschen und kleinen, düsteren und niedrigen Wohnungen war gut genug, die Kranken und Siechen aufzunehmen. Nach den letzten Austreibungen der Juden aus Heilbronn in den Jahren 1525. 1527 und 1529 wurde erst am 5. Mai 1851. also genau vor hundert Jahren, der erste Israelite als Bürger aufgenoinmen. und zwar Isidor Neith, Tuchmacher aus Sontheim. Im Jahre 1862 waren Verein Jüdisches Lehr haus Montag, den 18. Mai, Logenhaus, Calwer» straBe 33 Hhs. pünktlich 20Uhr, spricht i Dr. Arthur Biram Schuldirektor in Haifa über „Die pädagogischen Probleme unserer Zell und das Schulwesen I ln Palästina M Eintritt: für Mitglieder und Hörer frei, die übrigen Besucher zahlen RM. 1.—, Jugendliche ' RM. —.50 an der Abendkasse.! Total-Ausverkauf Juwalan, Gold- und Silbarwaran wegen Geschäftsaufgabe BdbO/ PraU-Krmätlgung bis DU '0 FRANZ RUTHLING Königstraße 38 Berfliold Aucrbadi-Vcreln Dienstag, den 19. Mai, Stuttgart-Logs, CalcwsrstraBe 33 Hhs., abends 8'/« Uhr, Aussprache - Abend „Der Kommunismus und vir" Leitung: Lao Hirsch 4° Dienstag, den 26. Mai, Stuttgart - Loge, Calwer* strafte 33 Hb«., abends 61/« Uhr, Aussprache - Abend „Jüdische Tagesfragen" Leitung: Rechnungsrat Julius Wissmann Der Bsrthold A,erbrich-Verein veranstaltet Ober die Pfingsttage eine Wanderung nach dem Bodeasee. In Meersborg soll 1» der Jegeedberberee »bermaditet werden. Am zweiten Tag (ladet elae Dampferfahrt mach der laset Malaaa statt. Meldaagea amgebead bei Sigbert Wertheimer, Stattgart, RotestraBe 7II. Jede weitere Aaskaaft dortselbzt. .und jätend* ins Cafe XaimaHH Soidenstr. 6 Ecke Sehtofletr.zTel. 22979 Biologische - Homöopathische HEILPRAXIS Heilung schwerer Rheuma' u. IsdüasUUle Nerrenpunktmassagen EDUARD GUMMI AlleenetraBe 81 Fernsprecher Nr Sprechzeit: 9—13 und 15—18 Uhr in Bad Würislnlen ab 28. X 31 In Stuttgart PaullMnstr. 1a Telefea 78283 DittetizchhydrotherapeatlBcfce Behaadlaag Spredtataadea 12-3 Uhr 2. Oeffentlicher Abend Mittwoch, den 20. Mai 1931, Haus des Deutschtums, Großer Saal, abends 8'/« Uhr, spricht Amtsrichter Bernhard Bach Ober: „Jüdische Selbstbesinnung als Weg zu deutsch-jüdischer Freundschaft“ Anschließend Aussprache Über beide Abende Unkostenbeitrag RM. —.50 (an der Abendkasse) BUND FÜR NEUES JUDENTUM