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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-05-16 · 4 (16.5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
4 (16.5.1931)
Date
1931-05-16
Page
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Ablebens ihrer Mutter, Frau Mina Loewi, Bamberg (ohne Zweckbestimmung). Anläßlich des Aufrufen* zur Thora: Rel.-Oberl. Leo Adler (2mal): Hermann Apt; Joseph Burgheimer: Dr. Martin Cohn; Hugo Davidsohn; Samuel Ebstein (2mal): Alfred Eppstein; Ludwig Epstein; Karl Ellenberg (2mai): Sally Goldschmidt; Gustav Guggenheim: Jakob Gutstein; Heinrich Henoch: Hans Jaffe; Rel.- Oberl. Jakob Jaffe; Albert Kahn, Johannesstr. 7?: Leopold Kahn (2mal); Carl Kauffmann, Gaisburgstr. 2B (2mal); Jacob Kaufmann; Albert Levi, Hermannstr. 16 (2mal): Josef Levi, Kanonenweg 2; Richard Levi; Wilhelm Levi, Hermann str&fie 16; Paul Lichter; Moritz Lieblich; Heinrich Löwenthal; Max Mayer, Tübingerstr. 70; Paul Mayer, Lindenspürstr. 30; Rechtsanwalt Dr. Hermann Merzbacher; Stadtrabbiner Dr.Paul Rieger: Subdirektor Artur Rothschild, Königstr. 5; Artur Sänger; Josef Schloff; Julius Schmidt, Werfmerslialde: Bernhard Sommer; Isidor Sternberg; Heinrich StrauB; Julius Uhlmann; Leo Weil, Zürich; Leopold Wild: Albert Wurm, Berlin. Für die Arthur Essinger-Stiftung: Hugo Davidsohn; Adolf Sichel. Spenden, eingegangen bei den Vereinen: Israel. Frauenverein; Frau Clementine Grünwald, Sonnenbergstr. 3, anl. der Verlobung ihres Sohnes; Dr. med. Edgar Heilbronner und Frau, anl. der Geburt ihres Sohnes; Senator Edgar Pick i. Fa. Bankhaus Pick h. Co-, Poststr. 6; Frau Lina Rothschild, Eduard Pfeifferstr. 3, anl. der Geburt ihres Enkels. Isr. Waisenu. Erziehungsanstalt „W ilhelms pfleg e4*: Albert u. Wilhelm Levi, anl. des Hinscheidens ihrer Mutter; Ungenannt durch Herrn Louis Hirsch. Bericht des Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat April 1931. Sprechstunden der Fürsorgerin: Sonntag, Montag, Diens-1 ,u tag, Donnerstag, Freitag) vorm- 11/4 uhr Mittwoch nachm, von 3—5 Uhr Kleiderausgabe: nur Dienstag nachm, von 3—4 Uhr Das Israel. Fürsorgeamt hat im Monat April 1931 unter Mitwirkung der angeschlossenen Wohltätigkeitsvereine für unten genannte Zwecke folgende Beträge zur Verteilung gebracht: Laufende Unterstützungen .... Mk. 1435.76 Einmalige Unterstützungen .... „ 710.03 Gesundh.- u. Erholungsfürsorge . . „ 351.70 Altersfürsorge ..„ 183.74 Jugendfürsorge. 230.80 Durchreisende. ,, 377.86 I MoM*Prasp«kta / Rtlsspiln« / | Schilt»-, Plug- und Auto Der Sprechstundenbesuch umfaßte 238 Beratungen; im Außendienst wurden 42 Besuche bei Familien und Behörden gemacht. Einmalige Spenden erhielt das Fürsorgeamt von: M. B.: Herrn Willi Elsas: Herrn Albert Flegenheimer, Herrn Dr. Eugen Flegenheimer, Herrn Josef Flegenheimer, zum Andenken an ihren verewigten Vater; Herrn Louis Hirsch, Jahrzeitspende: Israel. Verlagsanstalt, in Form von KostennachlaH; Herrn 8. Schwarzenberger, Jahrzeitspende; Frau Lina Sondheimer. Vom heiligen Sinn des Wodicnfesies. Die Proklamation der Grundrechte der Menschlichkeit. I nler den geschichtlichen Gedenktagen Israels nimmt das W o ch e n f e s t eine Sonderstellung ein. Alle anderen Feste haben ihre besondere nationale Symbolik, ihre volksgeschichtlichen Bräuche, ihre eigenen histoi ischen Erinnerungen und ihren Legenden kreis. Kam» verwehende Spuren von alledem zeigt das Wochenfest. Wenn man von der festlichen Schmückung der Gotteshäuser mit blühenden Pflanzen absieht — eine Erinnerung an den blumenumbiischten Sinaiberg — hat dieses f est nicht einmal eine eigene Erscheinungsform. Mit der feierlichen Verlesung der Offenburungsgeschichte im Gotteshause. zu der in manchen Gemeinden die Lesung des Büchleins Ruth und der Vortrag weniger besonderer Gebetstücke tritt, ist die traditionelle Gestalt des Festes umschrieben. W us dem Feste aber an Aeullerlichkeiten abgeht. wird überreich durch seine inneren E i ge n w e r t e ersetzt. Fs ist ja das Fest, durch das Israel zum Offeubarungsvolke. zum prophetischen Träger der Gottes Wahrheit, zum Vorkämpfer seiner eigentlichen Ideen und Ideale geworden, das Fest seiner Ritterweihe und seiner Priesterkrönung. Die Erlösung aus Aegypten machte uns Sklaven Freie, die Offenbarungsstnnde am Sinai machte aus Alltagsmenschen Gottgeweihte, aus Kindern der Welt Propheten. ..ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk“. Mit dieser Erwählung ist aber die Bedeutsamkeit des Festes noch nicht erschöpft. England feiert noch heute den Tag. an dem vor 700 Jahren in der Magna Charta libertutum die Grundrechte des englischen Menschen ausgesprochen worden sind. Wie klein erscheint dieser Tag. gemessen an der menschheituinspunnenden Bedeutung des Wochenfestes! Gewiß ist Israel das Volk der Offenbarung und ihr erster Träger gewesen. Aber der jüdische Dichter empfand richtig, als er in Keim und Rhythmus gekündet, daß das Zehnwort in den siebzig Weltsprachen allen Völkern der Erde verständlich offenbart worden ist. als er den Sinai eine Weltkanzel nannte, von der aus Mose der Menschheit die Grundr e ch t e der M e n s ch I i ch k e i t proklamiert hat. In der Wüste, in Niemandes Land, wird die Offenbarung, allen Menschen bestimmt, der Menschheit zu eigen. In diese Dichterworte kleidet sich letzte und höchste Erkenntnis. Pessuch ist das Fest der Volkswerdung Israels, das llüttenfest die Erinnerung an seine Wiistenvvanderzeit. das Wochenfest ist die alljährliche Jüdischer Frauenbund Stadtverband Stuttgart Mittwoch, den 27. Mai 1931, abends 8 Uhr, Logen-Lokal, Calwerstr. 33 Hths., sprechen Herr * Rabbiner Dr. Anerbaffl und Herr Dr. med. Feldmain fltwtr! ud Bf“ über „Der § 218 in IMisditr medizinischer Belendilmt Wir laden alle jüdischen Frauen dazu ein (jujige Mädchen im Schulpflicht. Alter nicht erwünscht). Feier der Verkündung der Grundrechte“ der Menschlichkeit. In ihm ist das Jüdisch-Völkische*, das Geschieht lieh-.Nationale überwunden. An ihm spricht die Gottheit nicht mehr zu Israel allein, sondern zur Menschheit, für alle \ölker bin lern! für alle Zeiten gültig. Der einzige'Gott, der Gott aller \ölkcr. verbietet den Irrwahn der Vielgötterei. verbietet, sein Wort und Wesen' auf Götzenbilder zu übertragen: er fordert den W eltensabbuth. sich zur Heiligung und der Menschheit zum Segen: er gebietet die Flternlicbe als das Fundament den Staati'ugliick selig- keil: er forciert, das l eben, die Flic, das fremde ^Eigentum, das gegebene Wort heilig und n iverbriichlich zu halfen: in dem zehnten Worte rreifl er an die W urzel alles Reisen, das Grundmntiv jeder Mensch hei tssünde. indem er das böse Gelüste verbietet. So unfaßbar es auf den > rsten Blick erscheint — in diesen zehn knappen Worten ist die Gesamtheit der Grundrechte der Menschlichkeit, sind die Grundlinien des Völkerrechtes. die Prinzipien der Menschheitssalzung umschrieben. Alle Gesetze und Recht Menschheit sind dem Wandel der Entwic unterworfen gewesen — das Gesetz vom ist unverbrüchlich geblieben, weil es Gottesloffeiibareuig ist. Das ist der heilige des Offenbar ü n g s f c* s t e s u njl e w i g e Größe: der klung Sinai “vinn eine Vom „Hilfsverein der Deut' sehen Juden M rsumm- Juden“ s]Hilfsekretär \or kurzem fand in Berlin unter dem Vorsitz von Dr. James Simon die Jahresversammlung des ..Hilfsvereins der Deutschen statt. Das Referat über die Tätigkeit des] Vereins im Jahre 1930 hielt der Generalsek_ Dr. W i s ch n i t z e r: der stellvertretende* Schatzmeister. Dr. S i g m imi d W u s s e r m a njn . erstattete den Finanzbericht. Max M. W a r h u r g- Ilamhnrg. Dr. Bernhard K n h n-Berlin und Justizrat Dr. B I a u - Frankfurt a. M. sprachen über das Werk des Hilfsvereins, der jetzt auf ein vOjühriges Bestehen zurückblickt, in dej gangen beit und die großen Aufgaben Gegenwart. Die Reden, die ein alisch« Bild großzügigen, sozialen und charitativc kens gaben, fanden lebhaftesten Beifall.! Auskünfte übnr Zugs-, -Vnrblndungnn durch ReisebOro Rominger,■

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