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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-04-16 · 2 (16.4.1931) · p. Seite 20

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
2 (16.4.1931)
Date
1931-04-16
Page
Seite 20 (sequence 2)
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Qlass&IOels Stuttgart / Mittnachtbau I DAS HAUS FÜR DEN HERRN fcfilipo (»rif.iM-r <l.-r hänstitti.u Religiosität «hiirrn hikI uahn ir Schenkt, schafft euren Kin- ,1« in. eflrern Hause das jüdische Krlel>ni<! >HI>»t Hin Heister im UelipiiwsiiBterridit k.imi nur jSiiiitiiiuuir<-ii »»adirufen. Ii«- -i«h stblicfliith *<-rliiitJltifreii: > r k.imi im Im-K-ii Kalle I rstlliitteiini-rn %»eiken. <lu- -Miliel?lii)i «I'hIi vi-r/iltern. ii<iii»'ni<ht «lic I hr-<»rie ile> Unterrichte* durch die Praxis il<- HaiiM* pvsUllerl wird Das aktive liml ifcivi*«' W.ildinlit /ri di r (.< im iud«->tid>e in rjiri-n! \fcni k.uin /»ieirrlei Meinungen liepen. lirlleuld muh «Ii«' kel/erisAe. ■laß <•» in den (.<•- ipeitiilrMtilH-n ohne du- Kranen pehl. AImt in di ii Ha u se i ii peht es n i ih l <»Iiin• ihre BelätiiriiJii:. Di«' Krün liai sidi dieser Verpflichtimp iniiin r inelrr enllremdel und m> die katastn»- jbfiale I Ml indiinp dell.iu'x - IHM *ers«lllddi'l. Ks im .111 Mm. eine seliwere \ ei ~iiir»lip ii Iis wieder giit/uniadieii. Del l.ilmnd frafrt. »i«lnr«li >i«tl i-ipenllich l-i.i.l der KkIö«iiup au- .Aegypten würdig er- .»M-i-ii hui himI -'ilii daraal vielerlei Vntworten. >Uh«-i null! <lu- -<lil< elite-te ist: I in der Tilgend Ai■, (ildisthrn Kranen willen wurde l-rael erliist Dildenl-die Judeiiheil /eipt alle \ crfalls«-rs«h<-iijinjceii. niitei denen die ägyptische Judenheil iasaaiinenceliriMheii. Der Aufhau i-l nur tnög- - 20 - |,<h. wenn wir damals alle Keile. Männer und Krauen, die Uten und die Jtinpen an ihm mitwirken. Schöne Redensarten und wortreiche Deklamationen können heute M wenifr wie damals helfen. Soll da- Judentum siechen und sterben oder eesaaden und leben? Die krNis hat ihren Höhepunkt erreicht. Wir stehen \<>r einer Katastrophe. W e r e* <• Ii r I i eh mit seiner emeinschafl meint, der tue seine i: h reu pflitht! Kirchliche Kunst der Gegenwart. Von Architekt Dipl.-Ing. Fritz Landauer, München. Im Juni des vergangenen Jahres wurde in Stuttgart die Ausstellung ..Kirchliche Kunst der Gegenwart" eröffnet, über deren jüdische Abfeilung wir in Nr. 8 der „Gemeinde- /.eitiing" ausführlich berichtet haben. Der betreffende Artikel enthielt auch einige kritische Bemerkungen zu der Krage des modernen Synagogenbaus. Zu diesen Ausführungen erhalten wir von Dipl.-Ing. Fritz Landauer-München folgende beachtenswerte Erwiderung. Die Schriftleitung. Ks erscheint mir hocherfreulich. «lall der j ii - ,1 i seh r Kult Ii a u heute mit einer Anzahl von Beispielen in die Reihe neuzeitlicher selbständiger Gestaltungen Irrten kann. Hierbei ist die iatsuche /u bea(htj*n. «lall es vor dreillip Jahren noch kaum einen j ü d i - ch e n Architekten pefrelirn hat: der Kaupotaltillig hat sich <l«'r Jude er-i -eit einem Mi'ii-«henalter gewidmet. Zuvor sind die Jüdischen Gemeinde- und Kulthauten als recht schematische Abwandlungen von Kirdienbauten durch christliche Baumeister entworfen und ausgeführt worden, oder als kleinliche und verkünstelte Imitationsversuche alter, vom Orient kommender Stile. — Es ist also gewiß als Leistung zu werten, daß die erwähnten Beispiele jüdischer Bauanlagen als gleichwertig mit den besten Kulthauten der beiden anderen Konfessionen Deutschlands bezeichnet werden. Dieser wesentliche Umstand sollte meines Erachtens bei einer Kritik der Stuttgarter Ausstellung wohl gewürdigt werden. In den eigentlichen kritischen Bemerkungen des Verfassers wird begrfiBeBswerterweise versucht, das Wesentliche, die G r u n «1 b e d i n - g ii npen eine« jüdischen Kultraumes, zu prärisieren. Die bauenden Gemeinden können sidi nicht genug mit diesen Fragen befassen, um als Auftraggeber in jedem Falle die Einhaltung und richtige Lösung dieser Bedingungen schon im Bauproprumni zu fordern! Eine wirkliche K<mi - Zentrierung auf Schrein und Vorlesetisch in möpli«hst geschlossener und die ruhige Andacht begünstigender Form habe ich seit langem in Entwurf. Wort und Ausführungs-Bcispielen befürwortet und, wie idi glaube, gefördert. Die Feststellung des Rezensenten ..Das Neue im Svnagogen-Bau isl die Klach«lecke" erscheint nur bedingt richtig. Ich habe eine solche (ich glaube als ersten \ ersuch) 1912 vorgeschlagen in meinem zweiten Katwurf für die Synagoge zu Augsburg, gegen meinen inneren Wunsch wurde damals von der Gemeinde «lie Ausführung des Kuppelbaues bevorzugt. Des weiteren ist die Klachdecke - allerdings meines Wissens zum ersten Male in Deutschland für einen größeren Synagogenball - von mir ausgeführt worden beim Bau des Kultraumes für Pluuen. Die Heranführung nach Osten, zu Schrein und Almemor. wurde gerade durch «lies«? Maßnahme besonders verstärkt, was mir im Sinne der heutigen Kultauffassung sehr wichtig erscheint. Zur «eichen Zeit hat man dagegen leider der neuen Synagoge in der Reichshauptstadt «'ine Kuppel (und /war ..die größte Kuppel Berlins") auf- Vereln zur Förderung des Handwerks and des Gartenbaus unter den Israeliten in Württemberg Die 32. Müöl.eder-Versammlung findet am Mittwoch, den 29. April, abends 8 ' i Uhr. im Logenlokal. CalwerstraOe 33 Uns., statt. TAGESORDNUNG: 1. Geschäftsbericht 2. Kassenbericht und Entlastung 3. Vortrag des Herrn Stadtrabbiner Dr. PAUL RIEGER über „Wert und Würdigung des Hand' wertes in Bibel und Talmud" Der Ausschuß Zahlreiche Beteiligung erbeten. Gaste willkommen. BUND FÜR NEUES JUDENTUM Donnerstag, den 23. April 1931. Haus des Deutschtums. Kleiner Saal im I Stock, abends 20 Uhr spricht Dr. Karl Lieblich über ..Was will cier Bund für neues Judentum?" Unkostenbeitrag RM —.50 (an der Abendkasse) Dr. med r Ludwig Sauer prakt. Arzt 1930/31 in Bad Wörishoiep ab 25. 3. 31 *\ in Stuttgart Paulinenstr. 1a Telefon 70293 Diätetisch hydrotherapeutische Behandlung Sprechstunden 12-3 Uhr (DL LeVi 7 Jodbad Tölz < > Nadi meiner Zainssang am Landand Ober Landesgeridit Stuttgart habe Idt midi als RECHTSANWALT niedergelassen and übe meine Praxis in Cannstatt» Königstrasse 55 Rechtsanwalt Dr. RICKER V__----' Israel. Kranken-Unlerslflfznngs-Verein E.V. (onon nfTOaX man). Sonntag, den 19. April 1931, HP/2 Uhr, im Gemeindehause, Hospitalstrasse 36 19.6eneralmsammlBiid Tagesordnung: Bericht des Vorstandes Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters Wahlen Verschiedenes Referat von Herrn Gemeindepfleger Dr. Cohn „Me soziale Struktur der faden" ans den Werken des Dr. Arthur Kuppln Wir laden unsere verehrl. Mitglieder und Freunde hoflichst ein und bitten um zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. r \ «Stnfje.rat in die ea)toeis roäre tüchtigem, inmpathnchein vyrrrt aus gutem viaute in prima ©efdjäft ber ®aroinen< u. Spigenbranehe geboten, mit junger Same. bie t'elbft alle Borjüge btfijjt 31id)tanont)me Offerten oon ©erren erbeten, bie jcöcr Auskunft ftanbhdten können unter O. K. 319 an bie ®emeinbejeitung BenHold Auerbadi-Verefn □ ■•natao. «ton 21. April, abends 8'.', Uhr, Stuttgart-Loge. Cahararstr. 33 Hh».. Aussprache - Abend „D«r Nationalsozialismus" Leitung: Alfred Levy * Freitag, den 24. April, abends «'/, Uhr, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hh».. Freitagabend-Feier Leitung: Rabbiner Dr. Auerbach * Dienstag. den 28. April, abends 8 ■/> Uhr, Stuttgart-Loge. CaIwerstr. 33 Hh«.. spricht Rechtsanwalt Dr. Heinz Hayum Tübingen über „Gesetz und Volksmeinung" Wir bitten um zahlreiche! Erscheinen! .....und xdeitds ins Cafe XaimaHK Seidenstr. 6 Ecke SchioHstr./Tel. 229 79 Aufwertung der Sparguthaben Wir haben den Rahmen für die Auszahlung der Aufwer» tungsguthaben wieder erweitert und zahlen vom 1. April an alle Guthaben bis zu 300 RM. (wozu noch die Zinsen kommen) ohne Abzug aus, desgleichen Vorschüsse an Einleger, die über 60 Jahre alt sind oder sich in einer Notlage befinden. Statt Barauszahlung kann Übertragung auf ein Reichsmark'Sparbuch erfolgen. Auch die Guthaben über 300 RM. können jederzeit in voller Höhe übertragen werden, wenn die Barabhebung vor Ende 1931 nicht beabsichtigt ist. In jedem Fall ist der Einlageschein vorzulegen. Wer über sein Guthaben ab 1. Januar 1932 — dem gesetzlichen Fälligkeitstermin — verfügen will, braucht nicht zu kündigen. WÜRTTEMBERGISCHE LANDESSPARKASSE

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