Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 24 (16.3.1931)
- Date
- 1931-03-16
- Page
- Seite 294 (sequence 10)
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km. Pfrstrllen las.«*«. Den Verkauf der Tole- - crunrnlc- (I Mk •> haben r rl. R e ch a Frey. RlütfcJrstr.6. sowie Pruu Hdrnc Zürodorf e rjp lobest r. 8. übernommen. Da der Reinertrag dieser Telegramme den \\olilfahrlseinlictiatngc-n des Jüdischen Frauenbundes zugute!...M+iiit. i-t die Verwendung derselben sehr /u empfehlen. Stuttgart. Un machen unsere Leser auf einen Liederabend aufmerksam, der mit zu den bemerken»« ertesten \ eranstaltungen der Kon- /ertMison gerechnet werden darf: Die Soprani-tin Kelilh Hoc* ^'ibt am 24. Mär/ einen Lieilerabeiid. der unter dem Motto ..Lieder .iii- »ieben .Landet u" steht. Die Künstlerin singt in den Originalspracben auf itajieni-<ti. Französisch, englisch, chinesisch, japanisch. Nauiii-ih und deutsch. Edith lloeli wird von dem bekannten Pianisten Kapellmeister Martin II .i h ii begleitet. Den Mandoline- und Guitarre- [Hirl hat Liiere W e i n m a n n übernommen. Die Künstlerin hat auch bei der Pressehohe Anerkennung gefunden. Die Besprediungeii rühmen ihre über/eugende Gestaltung und durchgcisfigteii Vortrag *«>\»ie die MiKlulatitinsfähigkeil ihrer sorgfültig durchgebildeten Stimme, die alle Lagen sicher beherrscht Man darf dem I iederubeml Ldith Hochs mit um so gröllerein lntelres-e t iitgefretKehc ii. al> er einen intetessanlen Leberblick über die Liedformen fremder Völler L-ibt und gleichzeitig mit kultiviertester I iecfkoiniio-itioii in deutscher Sprache bekannt in.übt. Vt ii \ei wei-en auf die* Anzeige Seite .X> ilieM-i Vumiuei -und empfehlen unseren Lesern den I'k »nili dieses Abends \yiirin»ten». Stuttgart. Am H>. M.üz feiert I riiiilein Klara It ii «'in u ii n . TühingersttF.-0. ihren TO. Gebnrtst.i.. ' Die Jubilarin—er! reiii »ich wegen ihres I U-ilii"* und ihrer I IjTf-bei-eitschafi proter W'ertschät/uug. Mögl-n ihr noch viele ges-uude und L'lürkliehe Jahre hinschieden sein! Stnllanrt. \n der Lniversität Frankfurt a. VI. hal Di. meid, Cerhard Schmidt -die Lehrberechtigmjg fiir normale und pathologische Ph\- siolngii erhallen. Dei junge Gelehrte ist in St ji.t t gar I am Jf>. Dezember t'xn als Sohn von l'rof. Dr. J. Schmidt geboren, hat in Tübingen und Frankfurt studiert und beachtenswerte I \perimentalarbeiteii auf dem Fermentgebiet durdi geführt. Cannstatt. Vm 2h. Februar hielt Rabbiner Dr. I i ii / <• r in einer (. e m ein d e v e rs a m m - I ii n p einen Vortrag über das Thema ..V o m historischen Denken". Einleitend führte der Redner aus. dal! der Jncb" mit der \ergajnjeltheit in der denkbar engsten Weise verbunden i-t. Diese Verbundenheit wird besonders M-rtieft durch seine Religion mit ihrem durch die Jahrtausende sich gleich bleibenden FinfluR auf ihe Gegenwart. Durch die Feste- und Fasttage mit ihrem historischen Hintergrund, noch mehr aber durch die Thoravorlesnngen, die Jahr für Jahr seit einigen Jahrtausenden w iederholt werden, wird der Jude zum historischen Denken erzogen. Alles was de r Jude in den Kreis seiner Iletrachtungsweise zieht, alle Erfahrungen seiner unmittelbaren Gegenwart, aber auch dieder Gesefciehte. beurteilt er unter dem Gesichtspunkt der Vergangenheit. Die Vergangenheit ist für üifci die Quelle der Zukunft. Sonst hätten die Joden das scliiiu Jahrtausende währende Leid nicht überstanden. Für die anderen Völker und Menschen i»t so die Geschichte ein Wissen-- elenient. für die Juden ist sie ein Lebense 1 v in e Ii t. Ali einem Gang durch die Geschichte des jüdi- »»hen \ ulke» zeigte nun der Redner, wie für den Juden die Geschichte ein Bild der waltenden Gerechtigkeit i-t und wie durch dieselbe ein /ug lies Rechts und der Gerechtigkeit gehe. Dieses erhebende Bewußtsein hat zu allen Zeiten den Jii<h :i Vlut und Kr.ifl gegeben, auszuharren in den /.-iten der Not: auch jetzt kann es das jüdis(hi Selbstbewußtsein stärken. — An den ausgezeichneten \ ort rag schloß sich eine anregende Aussprache an. ( raitsheim. Am 7. Frbraar sprach anläßlich seinei I iirnusreise Rabbiner Dr. Cohn. Ulm. iil» i das Diema ..$in>d die Angriffe auf d e n I a 1 in ii d b e r e ch t i g t T. l>er Redner legte dar. daß der Talmud ein in Jahrhunderten erstandenes Werk ist und ans dem Ideenkreis seinei Lntstehungszeit \ erstanden werden muß. Er ist da- We rk von Generationen und spiegelt die Schicksale der Judenheit. Dr. Cohn behandelte im Verlauf seines Vortrags noch verschiedene Talmudstellen, welche die Grundlagen für die Anw ürfe der Judengegner bilden und erläuterte dieselben. Namens der Gemeinde dankte Bert hold Stein dem Redner für seine trefflichen Ausführungen. Crailsheim. Das |sr. Vorsteheramt lud die Mitglieder des '.Synagogenchors zu einem ..G e m ü 11 i ch e n Abend" ein. der am 28L Februar bei Frau Ida Heinsfurter stattfand. Berthold Stein begrüßte die Sänger und Sängerinnen und dankte ihnen für ihre im letzten Jahre geleistete Arbeit. Hierauf sprach Religionslehrer S i 1 b e r m a u n über die Bedeutung des Gesanges im Gottesdienst und richtete einen warmen Appell an die Mitglieder, auch weiter- - 294 - hin treu zusammenzustehen und den Gottesdienst durch Chorgesang zu verschönern. Insbesondere bat er den Chorleiter F r i e d m a n n. sich auch weiterhin in den Dienst der Sache zu stellen. Dr. M. Königsberger. Vorsteher Hermann Hilb und Li sei Schlesinger unterhielten die Anwesenden durch heitere Darbietungen. Ein gemeinsamer Gesang beschloß die Feier. # Creglingen. Man schreibt uns: Ein Fest, wie ein solches in den Großgemeinden nicht schöner veranstaltet und dunhgeführt hätte werden können, erlebte die hiesige israel. Gemeinde am P ii r i m a b e n d. Zeigte doch der Abend, welch gute, künstlerische Kräfte in unserer Gemeinde vorhanden sind. Eröffnet wurde der Abend durch einen Reigen, ausgeführt von acht Schulkindern. Jedes Kind trug ein auf die Purimgesch ichte bezugnehmendes Gedicht vor. Am Klavier zeichneten sich Else G n t ma n n. Ruth G Ü t h e l m a n n . M a i g o t R o s e n f e 1 d und Heinz Landauer aus. Mit theatralischen \ orlührungen erfreuten Herr und Frau Landauer sow ie Herr und Franken G r ii n f e I d. Lehrer Katzen st ein brachte Yiolinstiickr zu schönem Vortrag. Creglingen. \n- Anlaß der Anwesenheit des i'e/irksrabbineis |)r. Kuhn fand am Sumstag. den 7. Vlärz. im ..Hotel z. Lamm" eine gut besuchte G e m e i n d e v e r s a m in I u n g statt, in der Rabbiner Dr. Kahn über die geplante- Kalenderreform über deieti Viesen, deren etwaige Elektro- und Radiohaus OTTO LOCHMANN Seestr. 77, beim Hohenzoüemplatz / Telefon 3760 Alles für Radio and EleKlrUdi In arofter Auswahl BELEUCHTUNGS-ZENTRALE KARL RIST / REUTLINGEN KANZLEISTR. 1t TELEFON 3595 BELEUCHTUNG RADIO Folgen für das religiöse Leben und über die verschiedenen Pläne zur Abwendung der hieraus drohenden Gefahren Bericht erstattete. Die zahlreichen Zuhörer waren für die Ausführungen überaus dankbar, denn diese zeigten so recht die Gefahren, die durch eine Reform des seither üblichen Kalenders für die Feier der Sabbathe und Feiertageentstehen würden. Eingehend wurden auch die Aeiiderungen des Kalenders, mit denen die Judenheit sich einverstanden erklären kann und die dem Völkerbund vorgelegt werden sollen, behandelt. Gmünd. Auf Veranlassung des Israelitis <h e n F r a n i' n Vereins hielt Frau I d a Mar x -( annstatt einen Vortrug über „Jude nt ii m als Zustand und a I s Aufgab e". Trotzdem sie sidi eingangs ihres frei gehaltenen VoMrägS bescheiden als Laiiii bekannte, stand man doch unter dem Eindruck, daß die* Red neriin sich ihrer Aufgabe voll gewachsen zeigte, ganz besonders bei der sich anschließenden Diskussion, wo'bei sie wertvolle Aufschlüsse geben konnte. SeyboUi Bürobedarf Schreibmaschinen Balmbolstr. 37 b.m Franstet / Telefon 3550 2Umu. T>. Reparaturen: sämtl. 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