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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-03-16 · 24 (16.3.1931) · p. Seite 293

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
24 (16.3.1931)
Date
1931-03-16
Page
Seite 293 (sequence 9)
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Stark® Hartmann. Heilbronn KMtrgaw i Termrmi dirck. Nr. 1404 Spezialgeschäft für Zentralheizungen Hochu. Nlederdru<k-Warmwa»»er«nlagen, sowie Heis-Anlagen für Gewächshäuser Im Mittelpunkt der sich anschließenden Aussprache über das Referat brich Altmanns stand die Wertung des „Proletarisierungsprozesses“ und die Debatte über seine individuelle Bedeutung. Das Wort hierzu ergriffen: Siegfried R o h r b a ch c r-Göppingen, Theodor Carleb a ch -Berlin, Hans Stern heim, Siegbert W e r t h e i m e r . Dr. Walter Einstein, Josef Läufer, Hermann Hirsch-Ulm, Dr. Lutz Rosengurt -Heilbronn. Das Schlußwort sprach E r i ch A 11 m a n n. Den größten Teil des Nachmittags füllten dann die Tätigkeitsberichte der einzelnen Bünde aus. Eiir Gradsheim sprach Hauptlehrer Sa 11 i Silbe r m a n n , für Eßlingen I s i Rath, für Göppingen Jakob Srodck: für llaigcrloch Käthe Levi: für .Rottweil Max Roths ch i I d; für Stuttgart Dr. WaltcrEinstein: für Ulm Hermann Hirsch. Für die Heilbrunner Junggruppen berichtete Hans Kirchhoimer: für die Junggruppen des B.A.V. Herbert S ch i f t a n und Trude Jacobs. Sämtliche Berichte zeugten von einem intensiven Arbeitswillen und einer durchaus geordneten und zielstrebigen Tätigkeit, wie die ganze Tagung überhaupt auf ein lebendiges Jungjüdisches Schaffen schließen ließ. Sehr beachtliche Ausfüli rungen machte anschließend Hans Abraha m- Kreiburg als Bundesleiter der Junggruppen. Ein Antrag des Jüdischen Jugendbundes Göppingen, l'iihrerkurse einzurichten und eine Gilde zu bilden, wurde dem Ausschuß zur Weiterbehandlung übergeben. Aus den darauffolgenden Wahlen gingen hervor: Obersekretär Julius W i ß m a n n als I. Vorsitzender: Redakteur HansSternhcim als 2. Vorsitzender und Kassier; Ilse Sommer als Schriftführerin und Dezernentin für die „Soziale Nothilfe“. Dem Ausschuß gehören an: Rechtsanwalt Dr. Walter Einstein, Lehrer Spier- Haigerloch, Jakob Srodck - Göppingen als Wanderwart, Hans Kirchheimer- Ileilbronn als Junggruppen-Gauleiter. Zum Schluß hielt Redakteur Hans Sternh e i in ein Referat Uber „Aufgaben u n d Organisation der Sozialen Nothilfe“, in dem er die Bedeutung und Auswertung dieser neuen charitativen Verbandsinstitution für die jüdische Jugend Württembergs aufzeigte. Damit fand die gut besuchte und wegweisende Tagung, die im Oberen Museum abgehalten wurde, ihr Ende. H. St. Stuttgart. Wie freudig man bei jung und alt einige Stunden harmlosen Frohsinns gerade in der heutigen schweren Zeit begrüßt, das bewies der außerordentliche Zuspruch, den die am 3. Mürz veranstaltete Purim-Feier des Berthold Auerbach -Vereins aus allen Kreisen unserer Gemeinde gefunden hatte. Der schöne Große Festsaal des Hindenburgsbaus war dicht besetzt, als Redakteur Hans Sternheim im Namen des B.A.V. die Anwesenden begrüßte und gleichzeitig denjenigen Mitgliedern dankte, die sich unter Regie Siegbert Wertheimers zu verschiedenen künstlerischen Darbietungen zusammengetan hatten. Alexa Ebstein tanzte mit viel Anmut nach den Melodien einer „Serenade“ und eines Walzers von Strauß: als außerordentlich gewandte, mit einem modulationsfähigen Anschlag begabte Pianistin erwies sich Susi Strauß, die ein ..Rondo" von Mendelssohn zu Gehör brachte; Else Aron -Cannstatt erfreute mit modernen Operettenu. Tonfilmschlagern: Meta St rau ß- Cannstatt rezitierte ein humoriges Märchen von Kyber und Alfred Dreifus brachte mit viel Komik eine Anekdote zum Vortrag. Zwischen den einzelnen Darbietungen und anschließend huldigte man ausgiebig dem Tanze. Stuttgart. Der Deutsch jüdische Wanderbund „Kamera d e u“ veranstaltet am 29. März einen Elternabend, wozu er alle Eltern und Gemeindemitglieder durch eine Anzeige auf Seite 286 dieser Nummer herzlich einlädt. Es ist zu erwarten, daß diese Veranstaltung starken Zuspruch erhält, um so mehr, als die jüdische Oeffentlidikeit wieder einmal Gelegenheit hat. in die von jugendlichem Geist getragene Arbeit der ..Kameraden“ Einblick zu nehmen. Wir machen auf diesen Abend nochmals besonders aufmerksam. Stuttgart. Am 26. Februar sprach Redakteur Moses W a 1 d m u n n-Berlin im Rahmen der i o n i s t i s ch e n Ortsgruppe Stuttgart“ über ..J U d i s ch e Jahres bilun z“. Der Redner gab eine im Grunde pessimistische Betrachtung der allgemeinen Lage des Weltjudentums, kam jedoch bezüglich der Entwicklung Palästinas zu günstigeren Ausblicken. Infolge zahlreicher politischer Versammlungen am Abend der Veranstaltung war der Besuch des Vortrags gering, jedoch nahmen die Anwesenden *ehr starke Eindrücke mit nach Hause. Wir kom- - 293 - men auf die Veranstaltung nochmals in nächster Nummer zurück. Stuttgart. Die auf den 10. März angesetzte Ordentliche Mitgliederversammlung des „Vereins zur Abwehr des Antisemitismus“ mußte auf den 17. Mürz verschoben werden. Wir werden über die Versammlung. in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Studtpfarrer E d u u r d Lainpurter über „Lessing, Antisemitismus und Nationalsozialismus" steht, in nächster Nummer ausführlich berichten. Ort: Hotel Banzhaf. Gäste willkommen. Stuttgart. Wie die „Ferienkolonie der S t u 11 g a r t - L o g c“ in einem Inserat auf Seite 286 dieser Nummer bekannt gibt, wird auch in diesem Jahre wieder eine Anzahl von erholungsbedürftigen Kindern in jüdischen Ferienheimen untergebracht. Wir machen auch von uns aus nochmals besonders darauf aufmerksam, daß die Anträge hierzu frühzeitig, d. h. möglichst vor dem 1. Mat d. Js„ erfolgen müssen. Stuttgart. Jüdisdies Sch westernheim. Die ordentliche .Mitjjliederversammmung findet am Sonntag, den 2V. März. ds. Js.. vormittags II Uhr im Schwesteinheihi statt. Die Gelegenheit. Wünsche zu äußern. Anregungen zu geben und sich über solch« auszusprechen, sollte von den Mitgliedern mch^ als bisher benützt werden. Dies entspräche gani besonders den Wünschen des Verw.altungsrutei der großen Wert auf rege Verbindung mit den] Mitgliedern legt, und um zahlreichen Besuch Iler Versammlung ersucht. (Siehe Inserat Seite 286.) Stuttgart. Der ..sjjt a d t v e r b a ml Stuttgart des J ü d. Frau e nbunde s“ hat geschmackvolle A b I ö s]ii ngstelegrumine. die an Stelle von Posttelegrammen bei freudigen und traurigen Anlässen Verwendung finden sol- (JCeit&COtlM 3UU* vor Orts ffnoett etc vn Fleinerstratze 35/37 Walch« KUNSTHAUS BLECH FRÜHER KUNSTH. 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