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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-03-16 · 24 (16.3.1931) · p. Seite 292

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
24 (16.3.1931)
Date
1931-03-16
Page
Seite 292 (sequence 8)
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- 292 - Bankcommandite Siegmund Weil IIBlill ■■■MW 1*1 fTili.....1i I / TeL 283 44 45 HECHINGEN / TÜBINGEN / SIGMARINGEN inu. ausl. Wertpapiere / Einlagen zn günst. Zinssätzen / Industrie-Kredite i Hypotheken .in» d<m Vereinslebei» durch Frau Lacie Beii u r i <> und Krau I i n d e > i r .i ii fi. Sic waren in ihren |>nicht\»Ilm \la>ken plän/ende Vcr- Iroteriisen der *th\»iihischen ..Sihwat/enieiere". Vlle« in allem ••- war ein in allen Teilen geiinf*eiiri >reiiiütlichir NaHimittac. der die YcreiiiMiiifjrfi<-<lei .null einmal gesellig /.usammentn!irt< und dein Vereiiif /u «reo vielen alten I hu tuten fahlreich«' neu.- ^e»vi»rbeii hat. Snnlgarl. Linen «-Im ii-o interessanten » ie »erteilen Alu uD liereitete tlet Ii e r t Ii •> I d A u e r - |,., K\\ - \ e i <" i n M-inen Mitglietlern tlurch einen \ >rtru| \ I nlii I )f. \ i I in a K. <> p p iiln-r ..I)e r \1 i t I t« l » I .t n >l im p..lili-dien M a Hl t - k ,1 III |l f". Mit «k'i In t ilii .uewolinten Sichlichkcit und Kl.iiti' il ri;ir die l!< din iin. w ie di r ße«its «le> V i.i kriej:-initii l-l.....I- L-leiili/eiiig die Ba»i» «eint i I < tit h-.jilM ii w.ir. wie dieser stamlesbeuiiHte MiHi'l-ltiml an d< i u.iiinn.ilcn \ cnni>gen«l)ildnni: i.iiki.ifti^ mii.irlicitctc nml in der Atmosphäre- . im .. .Av.ihlteiiifM i ii'rten l.clieiisgefühls" »i>rpl«>« .mkte. \i>udio"Oi \'>lk-firiipp»'. «<» fährte I um i >'. k ipp dam.....iilx-1 tlie krieg. Revolution. ■ii< laiitni nml Dellatiini Iiiiiwegl>ruii«ieu. fsl heute iiuiil mehr viel liln i_ 'jelilielii'n. Line ent«ihei- ■ li Ilde I ninhhhlim:.' und Nein» erlang, die von ■tleti Mittelschichten au-gelit. i-t heule in vollem (.ange- (iml nicht /ulei/i ( rsuihe der «ehwrren |xiliji»«!ieii .kri«en iiiim h i Zeit geworden. An- ■.telluup«-und \ul-liegnii>glidikeiten fehlen, dein MillelMalld i»t da- (.efiihl der u irt-thuftlichrn Sithetlieil genommen und -ein StaudesbowiiRt- -ein -ehwei erschüttert uordeii. Besonders die iiiitteUlandi-ilie Juuentl hat eine tun Grund auf geänderte Haltung /um Leben eingenoinmeii. Mit ihr wurden die mitteUtämiischen Schichten 'de- L i|teinehmertum-, die freien Berufe usw. in ilen wirtschaftlichen De«truktionspro/efi biueingei i~-<*n und hesoiuier* hei letzteren auch schwere «eoli»oho Krisen heraufbeschworen. Diese Entwicklung fand ihren hesonderen Ausdruck in der Diviiuienu** der alten Mittelstanclsparteien und in der Bildung neuer -I.indisch-politischer \erinHingen. Doch um ein feil der Mittelschichten wurde von den -täjidi-chen Parteien aufgenonjli. Du- 1 11 iIm i ufler und Vuge-lellten gingen \iilt.uh /ii S.P.D. und k.l'.l). über. Aber ehat jlen Vn-diein. ,iloli da» I liiiüber-trdmeu zu die-vn*'Parteien inbürgerlichen krei-en abge«tou|M ü.ire. Der Glaube der Jungen an die I ni< nerung-fahigkeil der S.P.D. i-l erschüttert. Die entschiedenen Weltanschauungen vermögen «iih nicht hi< In /u vereinen. So wurden viele Mittelst,mtlln politisch heimatlos und bievon profitierten in er-ter Linie die Nationalsozialisten: aber auch -ie sind kein rechter Krisralli- >ati'iii'«pniikl der Mittelschichten; Die t.riiinl-timmung der in nen Miiiel-tandsbevtegnu^ .i-i national und religio-: ihr Ideal ist nicht mehr die kl.i--eiil"-e Gesellschaft. Man er- »trebl einen neuen, gereihten Staat, der imstande i-t. da< wirtschaftliche Lehen in geordnete Bahnen zu lenken. Von hier aubeleuchtete die Üctlneriii die |>olitischen Möglichkeiten deneuen Mittelstaude-, dei dabürgerliche Weltbild überwindet!, dem pn.U'tari-chen aber nicht verfallen möch(e. Miel Hol/ aller weltanschaulichen (iegeBsiit/e sollii da- Proletariat mit dem Mittel- -t.'ind /u-ummenarlic ilcu und gemeinsam an der Zukunft arbeiten. - Die ausgezeichneten, mit gutem Zahlenmaterial belegten nml überzeugend vorgetragenen Vu-fohrungen Dr. \ilm.i Kopps fanden stürmischen Beifall nml h.-ien eine -ehr lempcramentrolle Debaiie au-. Stuttgart. Be i i h o 11! \ u e r b a ih - \ r e i .. Iii der /weiten Mar/h.iHte finden drei Vorträge -tatt. tlie starke« Intere— e bean-prucheii. Am I". MSrz »pricht I rau I r i d .1 Pe r I e n -Stuttgart, tlie bekannte \ m kampfel in für den Gedanken' tlc-i milila i i-ihen Abrii-tuup und des Friedens, iihei „P ,i / i I i - in n s". \m >4. MUr/ hiill G II »I Ii t Gotl.-chalk einen \ ortrag über ...M eine 1% ei « e n a ch > ii da m e r i k a". der mit Lichtbildern \erblinden -ein wird. (and. theol. karl Richter referiert am »I. März über ..Die- Angriffe gegen den Talm ii d". Wir machen auf diese Vorträge gan/ be- -onders aufmerksam, verweisen gleichzeitig auf die Anzeigen Seite 2H> die-er Nummer und auf die Aufforderung an die Vereinsmitglieder, sich zur Teilnahme.an dem vom B.A.V. am 2. Vpril veranstalteten Seder-Abeud rechtzeitig anzumelden. Stuttgart. Der .X a n d e - v e r b a nd der j ii d i s ch e ii J u g e n d v e r e i n e Württembergs" hielt am 3. März seine Delegiertentaguug ab: dieselbe nahm einen äußerst interessanten Verlauf. Obersekretär Julius Wißmann, der I. Vorsitzende des Landesverbands, begrüßte die Anwesenden _ und insbesondere Konsul Max St raus als Vertreter de- Israel. Oberrates. Oberrechnungsrat Max Mover als Vertreter de- Israel. Vorsteheramts Stuttgart, und Herrn S ch e u e r-Heilbronti, der für das tlortige Vorsteheramt erschienen war. Sodaun erstattete er den Tätigkeitsbericht, in dem er dem W iittt. kultministerium sowie dem Israel. Oberrat für die ideelle und materielle Förderung der Verbandsarbeit dankte. Der Beridit selbst /engte von einer im großen und ganzen erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Gesamt- M'iband und den ihm angeschlossenen württ. Jugendbünden. Inwieweit diese Arbeit noch intensiver und fruchtbringender gestaltet werden kann, das ging aus Obersekretär Wißmannanschließendem Referat über ..D i o Organisation der Vereins - und Lantleverbandsa rbe'H" hervor. Im Mittelpunkt dio-er Ausführungen standen wertvolle Anregungen bezüglich des Zusammenwirkens mit den einzelnen Bünden, der Bildung von Jungimd Aelterengruppen. der Ititeressierung tler Vorsteherämter für die Arbeit der Jugend und -ddießlich de- Führerproblem-. Mit vollem Hecht forderte der Vorsitzende auch eine S\-teinati-ierung der Programme und wendete sich dann <ler Tätigkeit de« Landesverbands im Sinne -einer \orangohondon Ausführungen zu: Führerkurse, tlie Organisation mui Treffahrten. die Bildung con ..Gilden". Stellung von Rednern n-w. gehören auch weiterhin /u den wichtigsten I nnfcttoacn dos Verbands. , Sodaun -pruch F r i ch A I t in a u u - \\ anne- Licket. der 2. Vorsitzende de- „Verbands der jüd. Jugendvereine DeMscblaadK*. über ..Wieerhalt e n w i r u n »er J u d e n t tt m In knappen, ahei eindrucksvollen Strichen zeichnete tler Rodner die wirtschaftliche, -o/iale und religiöse Situation dedeutschen Judentums, das .infrüherer wirtschaftlicher Sicherheit herausgerissen wurde und durch die innerjüdische und allgemeine Entwicklung dauernd schwere Einbußen erleidet. Von hier aus erhob Eridi Altmann die auch im Berthold Auerbach-Verein immer wieder zur Diskussion gestellte Forderung nach Schaffung eines jüdischen Milieus, aus dem der neue, jeder ausschließlich materiellen Wertung abholde jüdische Mensdi herauswadisen soll, ein Typus, der nicht mehr so lebt „als ob", sondern der die vollkommen veränderte Wirtschaftssituation begriffen hat und sidi in seiner ganzen geistigen und sozialen Haltung darnach einriditet. Nicht nur eine Vertiefung de r jüdischen Lehrinhalte, sondern auch ihre praktische Anwendung muß aus dieser Neuorientierung, die vor allem Angelegenheit der Jugend sein wird, hervorgehen. Die jüdische Hilfsbereitschaft muß aus der ..Raehmones"- Atmosphäre in eine Allgemoinvorpflichtung gewandelt und von hier aus an der Lösung der brennenden sozialen Probleme unserer Gemeinsdiaft gearbeitet worden. Auch nach außen muß -ich die Arbeit erstrecken. Zusammenwirken mit nichtiüclischen Bünden. Aufklärung und Abwehr. Schaffung von Wegen, auf denen sidi die Jugend aller Lager rinden kann — das alles wurde von Erich Aitmann mit Nachdrude und unter stürmischer Zustimmung -eines Auditoriums gefordert, -r- Nath dem gemeinsamen Mittagessen der Delogierten in der Kostauration Blodi wurde nachmittag- 2 I hr tlie Tagung fortgesetzt. Redakteur Hau- S t e r n Ii e i m erstattete den kussenbericht. Darnach besitzt der Landesverband zurzeit ein Vermögen von 475.66 Mk. Der Israel. Oberrat haben dem Vorband im vergangenen Jahre *><XI Mk.. das kultministerium IS"> Mk.. das \ orstehoramt Hcilbronn 50 Mk. zugewendet. Cannstatt ^mr^^rW W W Wr\^^F^^F^FW Zur Frühjahrsputzer ei: Sämtliche Putzartikel wie Terpentin- Ersatz, Lobülin, Stählspäne, Bodenwidise,Haushaltsei/e Drogerie L Wcöclc, Ktaigsfr. 46 /Wk Ulodeme Optik! Diplom-Optiker Widmaier Bahnhofstrasse 11 Krankenkassen - Lieferant Bauflaschnerei, Gasand Wasserleitungs - Geschäft Sanitäre Anlagen Hermann Dlridi Marienstraße 6 Telephon 51577 •^»•^»'»•^•^a ■% »■»• «^a^s ■»•■^•'»a <s»a t 1 j JJit die Same! iiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiHiHiiiiiiiiiiiiiiii J den vornehm gewählten Hut, J we 1 cher der Trägerin die per- * sönliche Note verleiht von f | Siatt--Oswa£d j \ Cannstattj { KÖNIGSTR. 39 - TELEF. 50064 | ♦ * Die kluge Hausfrau reinigt ihre Familienu. Farbwäscbe in der be kann 1. Wäscherei BROSS Bad$lr 42,Tel 51292 Kauft bei unseren Inserenten! Ualer- * PI Arbeiten Cail Weiler muT Tel. 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