Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 22 (16.2.1931)
- Date
- 1931-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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»ehrift. Dr. (.rund eitle» Imc ul» war auch der thri»tlithen Welt bekannt, bi» der Prager Professor August Rohling aus Eisenmenger mit Hilfe Brimans ein neues Zitatenwerk unter dem Titel ..Der Talmudjude“ zusammen- »tellte. Hier wurden Eisenmengers Fälschungen durch eine Fülle noch gröberer bereichert. Der Redakteur ds?r österreichischen jüdischen W ochen- J. S. Bloch, erklärte darauf auf \erdichtenden Beu ei»muteria!s Rohmeinen Falscher und Verleumder. Rohliut »trennte gegen ihn beim Wiener I.andesueiitht eine Beleidigungsklage-an. mußte aber -eine \nhl.ig. I» ch cor der Verhandlung zurück- /iec’en und stand ab gebrandmarkter Fälscher UU-. \ erleitgner cor dem Urteil der Kulturwelt I’.i' ceräinderte leider nicht, daß Theodor .'-i* in I eip/ig im ..Handbuch der Judenfrage“. -• mer /• itung ..De r Hammer" und in. zald- ■ ei'lien Veröffentlichungen das alte Zitaten- ■ r< •: I i-|enmengors und Brinian» von neuem .-inü-['"ti nd »II deren gehässige Fakchunprn : ii■ -iiem ll-ben erweckte. j . le -üdische > .eiehrte haben zur Recht '■ le» Judentums die gefälschten Talj.'Uute -iner strengem Kritik unterworfen. In i Blech 'Akten und Gutachten in dem d../"'»e Behling i.Ultra Blech. Wien 18901. David |. -i.,: „u IVr >cbnlehuu Vrtich. 3. Auf!.. Berlin S''4i. VI;■ hael t.uttmann 'Das Judentum und '■•ine .Umwelt. Berlin I9J-'. um nur einige zu -i> u'i -ii. haben den Nachweis dieser Fälschungen eib-.icht. I - i't eit; besondere' Verdienst des ■ iin.ee (.i ehrten Dr. Alexander Guttmann. der - .eben ' ine geschickte Vuswald aus diesen Wer ■-.eii, n ' weitcollen Ergänzungen unter dem I lei .1 ’i t h ü 1 11 e I a I m u d / i t a t e" (Philo- ■■ i ri ig. Berlin I950i ceröffentlieht hat. noch einii.d den gesamten Stoff einer kritischen Nachprnfmig unterworfen zu haben. Auf verhältnismäßig knappem Räume wird hier das gesamte einschlägige Material sachkundig zusammenc faßt. I ur eine hoffentlich bald notwendig werdende neue Auflage des Werkes ist zu wünschen. . .!- die hebräischen Texte zu den Uebertra- Ilgen liin/ugefiigt werden, zumal ein nicht un- ■esentiulu : Teil dieser Texte aus schwer zu- . 'riglicti' n -.dtenen Werken entnommen ist. Die V ,iii"et/.ung der talmudischen Finstelutig g> .eniiber der nichtjüdischen Umwelt ist le, (.i iid'.it/ der Gleichheit aller Menschen vor < .ott. Die \eußerilng des palästinensischen I ehre; - |i. iibi Jiichunan Jahrhundert,, daß die liehe außerhalb Palästinas nicht als Götzen dien«; riizii'ehen sind (( hullin I 5!>,. ist für "esc Vuff.cssiuu: ebenso bezeichnend w ie die Er- -.iar ing des P-almworte» «l'J. '»>: .1 feine Priester kt.-. vii ili in Gerecht! ifkc-jt llllll (lil Frommen In il.i» »inil dir Gerechten de r Heiden.;■ 'ii »ii„l Prit -tfr Gotte» in dieser Welt i,i: " Melle." um I der Au»nif de» Seder i in 1 ..Ich r uf»‘ Himmel „ml Flrden zu /.<■„ k« fl > . :l,lß »ov. der Heide wie der Jude. \Dt vx j, Weib. K nicht wie- Mdgcl. nach dem \D; v ihr«- > »ittliche » H.inclliinsc-n in c len Besitz u Geistes kommen können." i ' - , etc i,tum ging aber noch weiter. Fs hatte schon in! der biblischen Zeit den Weg gefunden, de '■■iph'ii. die nur politisch, nicht aber kulti'(!ei■ Ijgi >» dein jüdischen Maate angehörten, in -eiuiMi l.ebcii'kreis eit,zubeziehen. Fis \erj eiLje ihnen nur die l’inehaltiing derGrundsiüzr; der I tliik und de - allgemeinen Rechtes. Denn: ..Die Frommen der Nichtjuden, welche die sogenannten Gebote Noahs halten, haben Anteil am ewigen Leben 'Rabbi Josua. Finde des 1. nachchristlichen Jahrhunderts)“. Das Sabbathruhegebot »teilte den nichtjiidisdien Fremden dem Juden gleich ij. Mose 25. >2'. 5. Mose 25.55 forderte die UÜbertragung aller Menschlichkeitsgesetzej apf den nicht jüdischen Mitmenschen: ..Wenniltei dir dein Bruder verarmt und seine Kraft erlahmt, so stehe ihm bei. Fremdling wie Ei» iciMltr, triftiger Mut» ÖMaubtnsgtnoffe, 50 Jahre alt, mit guter Realschulbildung. txr fich auch als selbständiger Geschäftsmann betätigt«, stecht Stellung irgeatt* «elcher Art und unterzieht fich jeder Arbeit. Ta der Betreffende in großer Notlage (seine Frau ist schwer Krank), wird herzlichst um Berücksichtigung dieses Angebots gebeten. Ansr. unt. £>. 2. 124 an die Gemeinde-Zeitung. - 264 - Beisaß. daß er mit dir lebe“. Es galt der Grundsatz. daß den Kindern N’oahs. d. h. allen Menschen außer Israel, der Schittuf, der Glaube an vermittelnde Himmelswesen zwischen Gott und Menschen nicht verboten war. Verboten war nur der mit Menschenopfern und Unzucht verbundene Götzendienst, der alle Grundsätze der Moral aufhob. Die harten Aeußerung(*li g&gen den Götzendienst im Schulchan Aruch des Josef Karo treffen schon deshalb das Christentum nicht, weil sie ausdrücklich von Gegenständen der abgöttischen Verehrung sprechen, die auch im Christentum als heidnisch verpönt sind. Die Beziehung des Schulchan Aruch auf den babylonischen Talmud (Aboda Sarah 45 b) bezeugt, daß hier von christlichen Einrichtungen schon deshalb nicht die Rede sein kann, da der babylonische Talmud die Kirche und ihre Einrichtungen überhaupt nicht gekannt hat. Dr. Alexander Guttmann hat den gesamten Stoff der angeblich unsittlichen Gesetze in die Bankconmandite Slegmund tdell ■Mttarti WMr. 1» t IWW z TaL SSS 44/48 HECHINQEN , TÜBINGEN / SIGMARINQEN tan. ausL Wertpapiere z Einlagen an gfinst. Zinssätzen z Industrie-Kredite ^Hypotheken talmudischen Aeußerungen über den Gottesbegriff. über die Verbindlichkeit des Eides, über den Verkehr und Handel mit Nichtjuden. über deren Kult und Ritus, über das strenge Verbot des außerehelichen Verkehrs mit ihnen (Sanhedrin 8t b. F.'mek ha-melech 29), über die Blutbeschuldigung und sonstige Aeußerungen eingeteilt. In 109 Paragraphen ist das Gesamtmaterial in klarer Kürze allgemeinverständlich dargestellt. So ist ein Buch entstanden, das nicht nur für Abwehrzwecke den gesamten Stoff zusammenfaßt. sondern jedem, der unvoreingenommen belehrt sein will, es ermöglicht, sich selbst ein Urteil über die Berechtigung der Anklagen Bcrfliold Auerbach-Verein Freitag, 20. Febr. 1931, Stuttgart-Lose, Calwerstraße 33 Hhs., abends 8l/c Unr, Freitagabend-Feier Leitung: Rabbiner Dr. Auarbach * Dienstag, 24. Febr. 1931, Stuttgart-Loge, Calwerstr.33 Hhs., abds. 8'/« Unr, spricht Frau Dr. Vilma Kopp aber „Der NUielsfand Im pallflfdica Madtttampf“ * Dienstag, 3. März, Großer Festsaal des Hindeubnrgbaus, abends 81/« Uhr, PURIM-FEIER mit Tanz und Kabaratt Eintritt (Br unter« Mitglieder frei; Nlditaltglieder zahlen KM. —.80. Jeden Mittwoch, abenda 8 Uhr, finden unter der Leitung einet Tnrnlehrert in der Schloßturnhalle Tarnabanda atatt, aaf die wir besonders anfaierhaam machen. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. 25jö0r. Fräulein Vollwaise, perfekt im Haushalt, sucht Stellung bis I. ober 15. März b. 3- Zuschriften erbeten unter »4. S. 102 an die Gemeindezeitung. Landes-'Verband der jüd. Jugend "Vereine Württembergs Sonntag, den 1. März 1931, Kleiner Saal des Oberen Museums, vormittags 10 Uhr Delegierfen-Iagmig Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden. 2. Referat: .Die Organisation der Vereins- und Landesverbandsarbeit“. Aussprache. 3. 11 Uhr: Oeffentlidier Vortrag über „Wie erfüllen wir unser Judentum?“ Referent: Erich Altmann, Wanne-Eickel * Nach gemeinsamen Mittagessen: 4. Kassenbericht. 5. Tätigkeitsberichte der Vereine und Junggruppen. Aussprache. 6. Kurzreferat: .Die soziale Nothilfe d.Verbands* 7. Behandlung der Anträge. 8. Wahlen. 8 Uhr abends: »Gemütliches Beisammensein“. Zn dieser Veranstaltung laden wir die Mitglieder der Gemeinde Stuttgart und der Gemeinden des Landes herzlich ein. Verein jfldbflics iciurham Samstag, 28. Februar, Stuttgart-Loge, Calwerstr.33 Hhs., abends 20 Uhr, spricht Privatdozent Dr. Ludwig Strauß, Aachen aber „Das Judentum u. das Sdtrlfftum der Gegenwart“ * Eintritt: frei für unsere Mitglieder und Hörer. Die übrigen Besucherzahlen RM. 1.—, Jugendliche RM. —.50 an der Abendkasse. . .. Zum weiteren Ausbau unserer AotsleoeuVersoMtiersidienigC stellen wir sofort nodt einige Spezialbeamte an. Wir gewähren neben zeitgemäßen Provisionen feste Bezüge. Nichtfachleuie werden gründlidi eingearbeitet. Glcidizcitig haben wir eine General - Agentur mit größerem Bestand neu zu besetzen. Bewerbungen unter Beifügung von Zeugnisabschriften und Lebenslauf sind zu richten an Allianz und Stuttgarter Verein Vers. A. G. Landesdirektion für Württbg. u. Baden Abt.Groa-Stuttgart.Tagblatt-Turmhaus > ins Cafe <Kaittuum Seidenste 6 EckeSchioßstr./Tel.22979^ 2>ie caetneitiOepflegc hat tint Avresfiermafchime angeschafft. Tie Maschine steht den Vereinen gegen Erstattung der enfftehenden Kosten zur Verfügung. Tie Vereine, die von dieser Einrichtung ständig Gebrauch machen wollen, werden gebeten, dies bei der Gemeindepflege anzumeiden, damit di« erforderlichen Vorbereitungen getroffen werden können.