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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-01-01 · 19 (1.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
19 (1.1.1931)
Date
1931-01-01
Page
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Bankcommandile Siegmund Ueil MHHA wunr. IlICMrinl / TU 29344/43 HECHINGEN / TÜBINGEN / SIGMARINGEN lnn. ansl. Wertpapiere / Einlagen zu rfinit Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken träge, die Karl L i e b I i di auf Einladung des Rc-rthold Auerbach-Vereins hielt. -i>h ein ..B » n d für \ e n «• s J u d e n t u »> gebildet hat. ..der die Ernt-iii'riing de* jüdischen Volke* auf religiösem. politischem und ethischem Gebiet or- »trelil". Ni,- Ge»chäft»'te Ile de* Bunde* befindet ~iih in Siutfg.irt. Konigstr. lb. Stuttgart. \ >tn ..Jüdischen I e h r h a u s '. I )<•: ,.\ cn in J ü d i * dl es (.ehr Ii a u *" hat für Januar und heliruar zwei Ix <IeuI* >,»< Soii- len i r.in*taltuiipen vorgesehen. Professor Dr. Martin Buber wird, wie wir erfahren, am Januar über ..Da* J u <1 eil t u m und die ■ > I i ri * dl e II Triebkräfte der Gegen- -I a r I" sprechen. wahrend Dr. Ludwig Strauß Martin Ruber» >chw irger»ofin \orau*siditlidi atu Jl. Februar über ..Da* Judentum und da» S di r i f t t,u tu der G e g e n w a r t“ referieren wird. Df. Ludwig Strauß begleitet da* \mt eine»'' Do/nnteii für l.ileralurge*chichtc an der I edt-ti-diey lloch»chiile Aachen und ist. neben einer Ritihe wissenschaftlicher Abhandlungen zur d,Ut*dten Geislesgeschichle. durch -ei:t»■ Dichtungen außerordentlich bekannt gewofdeti. I eliet beide \ eruii'taltungen werden wir an!:r-er Stelle rechtzeitig berichten. Stuttgart. Am I. Januar begeht die Firma V d o I f K o h n. Killender- und Reklame Artikel. Ko||,*tr. 4e. ihr J5jälirige* Jubiläum. Der Inhaber. Adolf hohn, hat »ein Geschäft au* kleinen \nfangen durdt großen 1 leiß und Beellität zu dem Ansehen gebracht, da» e» heute genießt. Wir wüu'dii.ii de,tt rührigen Kaufmann, der sich auch wegen »eineunverwüstlichen Humors allgemeiner Beliebtheit erfreut, weiter reiche Frfolge. Stuttgart. I )ie ..S di w ä b i s ch e Tag w a ch t” veröffentlicht nachfolgenden Bericht über die Behandlung der S ch a ch t f r a g e durch den Verwaltung*- und W irtschaftsaii'-chuß de* W ii r 11. I a n <1 tag- : ' Der Berichterstatter. Abgeordneter Kllinger B.-Be. vertrat die Auffa-sung. daß eine Betäubung der sdilachttiere durch elektrischen Strom möglich »ei. ohne daß die Jüdischen Kitualvor- -diriften dabei verletzt wurden, hin Naziredner beantragte ein. Gesetz, da* da» Schächten ohne Betäubung grundsätzlich verbietet, da e* mit dein sittlichen Fmpfinden des deutschen Volkes im W ider»priidi »teile- und auf das sittliche- Empt.U'ien einer fremden Basse keine Rücksicht genommen zu werden brauche, hin Sozialde mokrat bemerkte, daß da» Schächten von /.eit zu Zeit immer wiedei Anlaß zu antisemitischen Hetzereien ob.- bn müs»e. Die Bedeutung der ganzen I rage »ei nicht »o groß, ul* vielfach angenommen weide, da die Zahl der Jüdischen Glauben»- , _■< no—eie die auf da* rituelle Schlachten Wert Ino n. Voll Jahr zu Jahr kleiner we rde. Dieser oi liier kleiner werdende Kreis von Orthodoxen w ard, .,lu r , >u \ erbot de- Schächtenals einen i iugrilf in die cliirill die Rei,h»verfa».*iing ge- -\ o ii *!- i-t* '» freie Religio,i»iibung Ix t rächten, .u btirLi-rp.ilteilivhe-r Redner erging »ich in die,!, i antisemitischen W itzeleien über jüdische ■lau!..',1-li md-iitze. \ tun Zentrum wurdeerst i rt. daß ein V erbot de» Schächten» gege n die R-'ich-verfa-'iiiig verstoßen würde, die die freie Relimoti-’ihung gewährleistet. In der Ab»tim-; .:ig w nt de nach der Ablehnung de* Nazi- 'ii-- da* Maut-ministerium er-ucfit. bei der " ■!' ‘ i : - -I ifiir c-inziitreten. daß \ erlianel- - U '.ul der Leitung bei Israelitischen Rc li- -pon-_, mein-ch.ift geführt wc-rcle-n. die die Bota de.im ih r zu -ih.uhtendii I iercmit clckni-,ii iit Strom ziim Zielehabe,,. Line himralio d- - V'u.-ttc mbergi-dien l’ier-chittzvereins geneii I.Ikurzen der Pferch’ichw ,!f. w urde de r Regie,;; nef iiberwii-»en. Cannstatt. \l» Rednc-riu ,,, d-t. zw-iten Vortragsabend de- „I - rar i. I tau* n v e r e i n s" war Frau M ■> - e s-Fllling. n ge wor n;! worden. Dieselbe sprach über das Tliein.i ..M e i n c- S t c- I- I ii n g zum Judentum'', in!- idit -,er-tändlicfien und von warmer Regelstörung g. -ia",-nen Ausführungen 'lichte die '■■..•-ragende die Zuhörer zuerst ein/ufuhreii in o \ or-t.iiidnis der grundlegenden Ideen und I ■ n;= de - Juclentiims und in das Wesen wahrer. : i. r Religiosität. An ReisjÄelen. die dem religiö-c-n I > j-.-a der Familie und dem Gebiet der Kinderer/iehting ent nominell waren, zeigte die Rednerin. wie man religiöses Gefühl wecken und »tärkea kann, wie namentlich das Beispiel der Mia-i-r den stärksten Einfluß ausübt auf da» empfängliche Gemüt der Kinder. Denn das Religiöse muß dem Kinde /nm Erlebnis werden, und die* wird erreicht, wenn das Kind inne wird, wie , nerseit* die größte Hingebung, auf der anderen Seite die innigste Fhrfurcht herrscht bei Verrichtung religiöser Gebräuche und bei der Erfüllung der Pflichten der Nächstenliebe. Den herzlichen Dank der Zuhörer sprach namen» derselben Frau Julie Adler der Vortragenden au*. - 23« - Buchau. Die letzte Hauptversammlung des Turnvereins Buchau, welcher der „Deutschen Turnersdiaft“ angehört, konnte zwei verdiente, über 40 Jahre dem Verein angehörende Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernennen. Es sind dies die Herren H e rin a n n Kahn und San.-Rat Dr. N ö r d I i n g e r^ Diese Ehrung ist ein schönes Zeichen des paritätischen Geistes im Verein und zeigt, daß der Verein auch die Verdienste seiner jüdischen Mitarbeiter voll zu würdigen weiß. Heilbronn. Am 15. Dezember fand im Rahmen des ..I s r. Frauenvereins“ ein Konzert der Stuttgarter Sängerin Frau Anne Fellheime r - H i r s ch statt. Das ausgezeichnet zusammengestellte Programm führte von Schubert über Brahms zu Strauß und zeigte das Können der Sängerin auf jedem Gebiet: eine tragfähige, ausgeglichene Stimme, deren strahlende Höhe besonders auffiel. und dramatische Begabung, die Dichter und Komponisten gleichmäßig gerecht zu werden versteht. Zum Höhepunkt des Abends wurde unbedingt das ..Befreit“ von Richard Strauß, das ein Prüfstein gleichermaßen für Musikalität und Gestaltungskraft ist. Frau Alice S ch m u ck I e r - H e ß bewies sich am Flügel nicht nur als feinfühlige Begleiterin mit. c-minenter Gabe, sich einzufiigen und unterzuordnen. sondern sie zeigte sich auch als Solistin mit den ..Consölations“ von Liszt und einigen Brahmswalzern mit nachschöpferischer Kraft begabt. der spielerisch leichte, auch vor dem Schwierigsten nicht versagende Technik die Wage hält. Das Publikum spendete begeisterten Beifall. FLOGEL PIANO« .19 5 5 Tübingen. Ara 50. November hielt Frau Dr. Hilde Sänger aus Stuttgart im „I s r a e 1. Frauenverein Tübingen-Reutlingen“ einen \ortrag über „Selbständigkeit als Ziel der Erziehun g“. Die Mitglieder und ihre Angehörigen hatten sich zahlreich eingefunden und nahmen die interessanten Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit entgegen. Die Rednerin ging von Adlers Individualpsychologie aus und schilderte die darauf fußenden modernen Schul- und Erziehiingsreformbestrebungen. welche die Jugend über den Weg der freiwilligen Unterwerfung unter eine Autorität und der Einordnung in die Gemeinschaft zur Selbständigkeit führen wollen. Jjeudwgm Willi. Hahn Tapeten / Linoleum / Wandbekleidung Reutlingen Katharinenstr. 10, Fernsprecher Nr. 3329 FRANZ KOLLMAR Eier-Import und Großhandlung Schulstraße 4 - Reutlingen - Telefon 2010 empfiehlt fortwihread alle Sortea Inu. Auslands-Eier, Fische, Wild und Geflügel, stets lebende Porallan gesucht Reutlingen die fleißige Industrie» und Handelsstadt Hotel Kronprinz/Reutlingen CHRL LERCH Fernsprecher 3247 50 Zimmer mit fließendem Wasser Zimmer. Telefon - geh. Garage r Architekt Richard Knecht Santen aller A r t ♦ Sartenftrafle 36, Telefon 3433 A UTOS ilmtl. Marken and (Smtl. 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