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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-01-01 · 19 (1.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
19 (1.1.1931)
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
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237 erfreute die Anwesenden mit einem Lied aus .Viktoria und ihr Husar, das sie mit schönen Stimmitteln und packender Mimik zu Gehör brachte. Ilse Berlizheimer, die ihre vollendete Tanzkunst auch diesmal wieder dem B.A.V. zur Verfügung stellte, bot sodann eine Reihe von Tanzbildern, deren Gestaltung man als vollendet bezeichnen muß. Sie tanzte den 1. Satz eines „Ungarischen Tanzes“ ä la Wigman, parodierte die Gestik des Großen Balletts, wirbelte die täppig-humorige Travestie eines Volkstanzes über die Bühne usw. — und zeigte schließlich, alles auf dieselbe Melodie, ihre eigene Auffassung, die diese geistreiche Bewegungsrevue fabelhaft zum Abschluß brachte. Die Künstlerin wurde verdientermaßen stürmisch gefeiert. Das Programm wurde durch eine Darbietung geschlossen, die ebenfalls den Namen „Glanznummer“ verdient: den ..Do nkosaken- Cho r“, bei dem u. a. noch Hilde Jacobs, Margot Kahn. Lieselotte Weißbadier. Albrecht Gutstein. Kurt Lipper. David Riinpel. Fritz Sommerfeld und Hermann Stein mitwirkten. Dieser „Donkosaken-Chor“ war eine Truppe ganz eigener Art. Auf die schwermütigen Weisen des bekannten W olgas dilepper-Liedes sang er — Reklametexte, empfahl Wullc- Bicre, Joghurt, Odol, den Bezug der ..Gemeindezeitung“ (Besten Dank! Der Verlag.), den Gebrauch von Trilysin (Besten Dank! Der Berichterstatter.) usw. und verabschiedete sich schließlich sehr stimmungsvoll mit unserer schönen Chanuka-Weise „Moaus zur". Mit einem Wort: Dieses Programm war ein ganzer Erfolg und fand den ungeteilten Beifall der vielen Anwesenden, die sich ausgezeichnet unterhielten und an den spielfrohen jungen Künstlern ihre herzliche Freude hatten. HansTelsers Künstlerkapelle stimmte nun zum Tanze an und war in der Meisterung alles dessen, was zu einer modernen „Band“ gehört, unermüdlich: besonderes Lob verdient auch noch ihr Pianist, der die einzelnen Programmnummern routiniert begleitete. Auch die diesmal besonders reich beschickte Tombola fand viele Freunde und war in Kürze ausverkauft. So blieb man noch einige Stunden in wirklicher Frohluune zusammen, geeint in dem Bewußtsein, daß der B.A.V. nichts unterlassen hatte, um den Erfolg des Abends sicherzustellen. Wer nicht dabei war. hatte etwas versäumt — und so bleibt nur zu hoffen, daß das Versäumnis nachgeholt werden kann, wenn das nächste Chanuka-Fest in einer hoffentlich besseren und glücklicheren Zeit im B.A.V. wieder seinen Einzug hält. H. St. Stuttgart. Bert hold Auerbach -Verein. Die vom B.A.V. veranstalteten Ausspracheabende über künstlerische Fragen wurden durch einen Ausspracheabend beendet, in dem unter der Leitung von Redakteur HansSternh e i m das Verhältnis der Jugend zum Buch behandelt wurde. Nach einer kurzen, die historischen und soziologischen Zusammenhänge andeutenden Einleitung des Referenten, trat man in eine angeregte Aussprache ein. Stuttgart. Am Samstag, den 20. Dezember, vereinigten sich Verwaltungsrat und Schwestern des Jüdischen Sch westernheims zur traditionellen Chanukafcier. der man in Anbetracht der herrschenden allgemeinen Notlage einen bescheidenen Rahmen gab. Dies beeinträchtigte aber in keiner Weise die gehobene Stimmung, denn diese Feier bedeutet für die Schwestern mehr als fröhliches Zusammensein; es ist die Krönung ihrer so reichen Liebestätigkeit. Man zollte innen auch heuer wieder herzlichen Dank und warme Anerkennung für ihr hingebendes, selbstloses Wirken im Dienste unserer Kranken und Armen. Dies fand seinen Ausdruck in wurmherzigen Ansprachen des Vorsitzenden. Rechtsanwalt Dr. Gunzenhauser, von Rabbiner Dr. Auerbach. Max Osterberg. letzterer widmete seine Rede ganz besonders dem Vorsitzenden, dessen umsichtige geschäftliche Leitung, dessen väterliche Fürsorge für die Schwestern das Heim zu einer Statte wahrer Nächstenliebe gestaltet. Selbstverständlich wurden die Schwestern von allen Seiten reich mit Gaben, meistens praktischer Art. bedacht. als Zeichen tief empfundener Dankbarkeit. Den schönsten Lohn aber für ihre Hingabe finden sie wohl doch in der ihnen aus derselben erwachsenden inneren Befriedigung. Der Weiheabend war eingeleitet worden durch das von Rabbiner Dr. Auerbach vollzogene Entzünden der Kerzen und gemeinsamen Gesang des Chanuka-Liedes. Er wurde in seinem weiteren Verlaufe gewürzt durch künstlerische Liedervorträge von Frau Dr. Reif, durch heitere Darbietungen von Frau Louis Ullmann und der Schwestern Alice und Gertrud, die alle lebhaften Beifall fanden. Die schönen, witzigen Verse hatten Frau Zippe rt zur Verfasserin. In heiterer Unterhaltung verfloß die Zeit nur zu rasch, und als man sich trennte, geschah es mit dem Wunsche, daß der gute Geist, der in dem schönen Heime waltet, sich erhalten möge bis in fernste Zeiten. m. o. Stuttgart Wir werden ersucht, mitznteilen, daß sieh im Anschluß an die öffentlichen Vor- KAUEBSm 1« ■ FRITZ SEEL FBRNSPR. 447 ■ Kmmttgrw. Qegcnst, -Artikel Liederkranzhaus, Heilbronn Erstklassige Küche - Münchner und Heilbronner Bierd - Regie-Weine - Saal für Festlichkeiten - Schoner Wirtschaftsgarten A. STIRJV, Koch, ALLEE 70 JUWEL» estecke esuchen Sic bitte das Bahnhofstr. iO / Telefon 1666 CÜBl LEHMANN laiMStc>n« WUHISgUIMH Sonnengasse 4 Optiker Fischer r FACHGESCHÄFT Kaiserstraße 16/ Telefon * 80 inniiniiiiinniiniiiiiiiiiinitiiiiiiiitniiiHiniiiiniii BesudU Heilbronn, die Oetftldc Industrie, und Handdsstädl OESLE liefert rar _ fertttcfcc nar das Mai FERNSPRECHER Nr. tu ■ ALLEE Nr. 1P ■ Ottilie Saat HeiikrWMB StalftrfltoS» 54 {Mat für »ollkBBincBt JtorftUtlumft v. b. CiBic Sraft* bk* aattieraur, C'StakfB, 3*. $i)gtnw, eUa., btrBorrag»., kesatat, prrl». SkcfBt Misch«. BW*. atctklci*»s ». r. SBaBe, igWt. 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