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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-01-01 · 19 (1.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
19 (1.1.1931)
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
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235 f 7)m TkuAmiUagsaJCaffee im ScMofigadeuaCafe, JJhee Einkäufe dann im SMofigadensHemkost, alles im SMofigaeteHsHlotel, Stuttgart, Hel.26351-54 QM hm ($*nunithm Stuttgart. Wer sidi mit der Statistik der Juden in Deutschland beschäftigt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sich die deutsche Judenheit in einem fortschreitenden Auflösungsprozeß befindet. Zum Nachlassen der religiösen Energie und zum wirtschaftlichen Verfall kommt der zahlenmäßige Rückgang. Hier helfen alle schöne Redensarten nicht: die Scheu vor der Ehe. die Geburtenbeschränkung. M i s ch e h e und Abfall zehren am Lebensmarke der Judenheit. Sein Bollwerk, der Mittelstand, ist ins Wanken geraten. Die wachsende Proletarisierung der jüdischen Massen raubt ihm die Festigkeit und Schlagkraft. Die folgenden Zusammenstellungen der statistischen Zahlen über das religiöse Leben der jüdischen Gemeinden in Württemberg aus dem Jahre 1929 und die Gegenüberstellung der Zahlen der letzten drei Jahre zeigen eine gewisse Konstanz der Entwicklung. Schlüsse für die Allgemeinheit können aus diesen Zahlen bei der relativen Kleinheit der Judensiedlung in Württemberg nicht gezogen werden. Nur die eine Tatsache steht leider fest, daß die Statistik insofern negativ ist, als den Geburtenzahlen 104 (1927), 83 (1928), 101 (1929) die Sterbezahlen 165, 149, 152 tu den entsprechenden Jahren gegenüberstehen. Der überall festgestellte zahlenmäßige Rückgang scheint unaufhaltsam zu sein — eine überaus ernste Tatsache! Die Mitteilungen zur Statistik des religiösen Lebens der Juden in Württemberg werden in bedeutsamer Weise durch die Bekanntmachung des Evangelischen Oberkirchenrates über das Ergebnis der Statistik des kirchlichen Lebens im Kalenderjahr 1929 ergänzt, die im Amtsblatt der Evangelischen Landeskirche veröffentlicht worden sind. Nach dieser Bekanntmachung sind im Jahre 1928 zehn Kinder aus evangelisch-jüdischen Mischehen geboren worden, von denen sechs evangelisch getauft wurden. Die Zahl dieser Kinder aus Mischehen betrug 1929 zwölf, von denen ebenfalls sechs getauft worden sind. Unter den evangelischen Konfirmanden waren 1928 sechs Kinder aus evangelisch-jüdischen Mischehen, wahrend sich diese Zahl 1929 auf zwölf gesteigert hat. 1928 sind in Württemberg elf evangelisch-jadisdie Paare, im Jahre 1929 15 solche Ehepaare standesamtlich getraut worden. Eine religiöse Trauung solcher Eheschließungen ist nach den Bestimmungen des Trauungsgesetzes in Württemberg kirchengesetzlich unzulässig. TJebertritte vom Judentume zur evangelischen Kirche wurden 1928 vier, 1929 sechs vollzogen. 1928 sind drei Evangelische, 1929 einer zum Judentum übergetreten. Leber die Zahl der jüdischen Kinder in israelitischen Volksschulen berichtet das Amtsblatt des Württembergischen Kultministeriums vom 18. September folgendes: In israelitischen Volksschulen werden zurzeit 33 Kinder (15 Knaben und 18 Mädchen) erzogen. In Privatschulen erhalten insgesamt 65 jüdische Kinder Unterricht, und zwar in Baisingen 12 Kinder (sechs Knaben und sechs Mädchen), in Buchau acht Kinder (vier Knaben und vier Mädchen), in Laupheim 15 Kinder (neun Knaben und sechs Mädchen) und im Eßlinger Waisenhaus 30 Kinder (16 Knaben und 14 Mädchen). 16 jüdische Schülerinnen besuchen Stuttgarter Mittelschulen, eine jüdische Schülerin die Ulrner. Stuttgart. Der Stuttgarter Aktions-Ausschuß der Gesellschaft „O R T“ veranstaltete am 14. Dezember einen Vortragsabend, an dem Justizrat Statistische Übersicht über das religiöse Leben in den jüd. Gemeinden Württembergs. im jkhre 1927 1928 1929 Geburten insgesamt ..... 104 83 101 Eheschließungen:. 65 77 72 darunter Mischehen. 15 7 16 Religiöse Trauungen. 57 61 65 165 149 152 Religiöse Beerdigungen . . . 154 129 147 Austritte aus denjJudentum. 13 9 14 Obertritte zum Judentum . . 1 6 2 Dr. Julius E r o d u i t z - Berlin über ..Aktuelle jüdische Probleme“ und der Generalsekretär de r „ORT*‘-Gesellschaft, Abteilung Deutschland, Dr M i di a e 1 T r a u b-Berlin, über ..Berufs ii ms hichtung der Juden in Rußland uue Pol e-n“ sprachen. Ministerialrat Dr. Hirsch leitete den Abend mit freundlichen Begrüß» igsworten ein. Die folgenden Reden der beide n Herren zeichneten sich weniger durch das, was; ie sagten, als w ie sie cs sagten, aus. Nicht nur die glänzenden rhetorischen Leistungen und dafc hinreißende Temperament des jüngeren Rednc rs, Dr. T raub, und die ieine, abgeklärte, von Tlumor durchzogene Sprechweise von Justizrat B fangen; es wafr eigenen Lande ziehen, die den rodn itz namen die Hörer ge die innere Begeisterung aes einen, die vornehme, aus einer reichen Lebensarbeit schöpfeik e Erfahrung des anderen, welche Hörer empfänglich machten für die Mahnung, tiotz der unbestreitbaren Not im sich der Pflichten nicht zu ent- Juden in allen Ländern ihren in Vertrauenssache Im langiähr. Snezlalhaus werden Sie gewissenhaft beraten und für dauernd zufriedenstellend bedient Radio Zentrale Hugo Mezger KSnlgstr. 12 J$.9leutter euttiut, Xtcctut., Sri. 2SI lt t»lss» aad 6W»|»» ab» »Hm eartmitiat, CrBraSr ae» tote «Bantfets aal eagivtea. Soeemea» »et»te, »i % BLEYLE- Spfiltb and Verteadliaas SAUER STUTTGART 1 Nouo BrOcko 1 aftchat der K8alg*8t'«ii« Welche Annehmlichkeit für die rituelle Küche — fleischig und milchig ^u gebrauchen! Diese große Erleichterung bieten Ihnen TOMOR und DIE KOSCHEREN I PAIiMIN EN PFIA^ZENFETTE KOSCHER TOMORws PALMIN eAC/*UCB mseremen! H.frey AngmstenstrnBe «4 Sdwh-Reparatarea aad Färberei bet tadelluier | Ausführung und billigster Berechnung! Adler-Apotheke dt.?#« I Hl Stuttgart hfwr.lMSl Feinster Nci.«Lcbcrlrae. VliMle. Lcfecn riB - BHliln nPlacia“, Lehen rae-Ei late ln Pulvertonn. Reicher Veriand nach auiwSrti die Mandelmilch-Margarine, hergestellt unter Aufsicht seiner Ehrwörden des Herrn Rabbiner Dr. Wolf. Tomor hat den Vorteil, daß Sie es zu allen Speisen ohne Unterschied gebrauchen dürfen. Mit Tomor zubereitete Kuchen und Torten können unmittelbar nach jeder Mahlzeit gereicht werden. In Tomor haben Sie auch einen Brotclufstrich, den Sie unter Fleischbelag verwenden können. 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