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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-12-16 · 18 (16.12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
18 (16.12.1930)
Date
1930-12-16
Page
[Seite] (sequence 8)
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— 222 BifflhandiDnä Kaufmann Stuttgart TeL 22905 5cklotz.tr. 57 empfiehlt du. ihrem grofcen Gesdienklager: Lemperter, Das Judentum geb. 7.- Prinz, Jüd. Geschichte „ 10.- Stem, Jud Lüh „ 9.- Gevchenkwerke aller Art In reicher Au.wähl Punkt der Tagesordnung: Verfassungs- fragen. Außer einem Antrag der Frau Ros e n n u s ch lauf Gewährung des passiven Wahlrechtes zur Gemeindeverwaltung an die Frauen lag ein Antgag Weil vor. einen Verfassungsaus'thuä vob sieben Mitgliedern zur Prüfung der Verfassung zu wählen, der bis zum I. Oktober 1931 seine Vorarbeiten erledigt haben sollte, so daß der Yerfassungsaussdiuß seine PevisionsVorschläge bereits der nächsten Landesversammlung vorlegen könnte. Nachdem Frau Rosenb lisch ihren Antrag in ausführlicher Rede begründet, erklärte Dr. Hirsch, daß der Oberrat zur Vorlage der Vorarbeiten einer Verfassungsrevision an einen Verfassungsausschufi bereit wäre. Leopold Levi empfahl aber, den Oberrat nicht an einen Termin dieser Revision zu binden, zumal gegenwärtig den Gemeinden die bei einer Revision unvermeidbaren Aufregungen erspart werden sollten. Oberlehrer R o t h s ch i 1 el erklärte sich gegen jede Verfassungsänderung, da zwingende Not Wendigkeiten zu einer solchen nicht vorlägen. Steiner wies darauf hin. daß die Mitarbeit einer Frau im Yorstoheranit Laupheim als dankenswert empfunden würde. Audi Dr. G u mbei hielt die Verfassungsrevision schon wegen der Neueinteilung der Rabbinatsbezirke 1$ Ts der \crfu<siingl für notwendig und im Interesse der Frauen für geboten. Dagegen hielt Rabbiner Dr. Kahn die Revision zurzeit für nicht nötig, da die Wahrung der politischen und sozialen Stellung des Judentums in Deutschland zurzeit die wichtigere Aufgabe wäre. Nach Empfehlung der Revision durch Dr. Gump und Dr. Fl egen - h e i m e r zog Frau Rosenbusch ihren Antrag zugunsten de- Weil'schen zurück. Die Schaffung einer Yerfus-ung-kommis«ion wurde sodann mit acht gegen sielten Stimmen abgelehnt. Damit war aucn der Antrag Weil gefallen. Die Beschlüsse der diesmaligen Landesversammlung wurden hierauf verlesen und nach einer Geschäftsordnungsdebatte, an der sich Dr. Flegenheimer. Dr. Gump und Dr. H i r - ch beteiligten, die Tagung geschlossen. 4)lnttten Dringen 9reu6e ins &au*( BLUMENFISCHER KÖNK38BAU TBL. «00 7S finden Sie «täte pwi»w«ft« Oeeotvenkel Die gute Jcisuc mit Dauer-, Wasseroc von V}. SCaussmatm Damenfriseur Königstraße 45 gegenüber Wilheimsbau - Tel. 237 79 FLOGEk PIANO« Wer uta GnrUtt Brfltt, blettl i esond! ... ne Seca-Waage ist hierfür ein zuverlässiges Instrument. Sie finden sie in jedem besseren LokaL Wiegen Sie sich nur auf •neltl Adler -Mergentheim sprach den Dank der Abgeordneten den Präsidenten der Versammlung und des Oberrates sowie Dr. G u m b e I als Vorsitzenden der Finanzkommission aus. Schluß 5% Uhr. In der Xachmittagsstunde zwischen 3 und 4 Uhr hielt Dr. Karl Schwarz- Berlin einen interessanten Lichtbildervortrag über ,.J ü d i - sehe Kunstdenkmäler und Altertümer. ihre Erhaltung und Samm- 1 u n g“. An dem Vortrag nahmen unter anderen Gästen Präsident Dr. v. Bälz und Ministerialdirektor M e i d i n g teil. 0Uf6 Ah* (JtWH#WlMt UM Stuttgart. Sitzung des Israel. Vorsteheramts am Mittwoch. 26. November. Die Sitzung eröffnete der Vorsitzende mit der Mitteilung, daß die Gemeindepflege dieBuchiind Kassenführung des Fürsorgeamts so. wie es in dessen Verfassung vorgesehen ist. von jetzt an übernehmen wird. Die Buchhalterin des Fürsorgeamts wird dadurch für dieses entbehrlich und wird in der Gemeindepflege anderweitig beschäftigt werden. Dafür ist die Einstellung einer Schreibkraft für die Bedürfnisse des Fürsorgeamts notwendig geworden. Der bisher von der Fürsorgerin benutzte Raum soll von jetzt an der Geineindepflege zur Verfügung stehen, da der Sprechraum der Fürsorgerin in das derzeitige Hauptbüro des Fürsorgeamtes nunmehr verlegt werden kann. Das Vorsteheramt stimmt diesen Anträgen zu. die sofort durchgeführt werden sollen. Der \ orsitz.ende schlägt vor. den Kustos der Kunstsammlung der Berliner Gemeinde, der am 7. Dezember anläßlich der Landesversammlung vor dieseß einen kirnst historischen Vortrag halten wird, zu veranlassen, auch vor den Mitgliedern des \ orsteheramtes und einem von diesem geladenen Gästekreis ein Referat über „Die Grundsätze der Gestaltung j üdischer F r i e d h ö f e“ mit Lichtbildern zu halten. Dr. Sch wa rz hat sich gerade mit dieser Frage seit Jahren befaßt und darf als Fachmann auf dem Gebiete der jüdischen Friedhofskunst gelten. Nach kurzer Besprechung über die durch den Vortrag entstehenden Kosten wird der Vorschlag des Vorsitzenden angenommen. Die Einführung des ursprünglich geplanten Sammelunterrichtes für die Barmizwahknaben ist in diesem Jahre infolge der geringen Anzahl der für diesen Unterricht in Betracht kommenden Schüler vorerst nicht durchgeführt worden. Es wird vielleicht auf diesen Plan zu rück gegriffen werden. Die Beschwerde der Lehrer gegen diesen Sammelunterricht ist damit vorerst gegenstandslos geworden. Architekt Mendelssohn, der zum Preisrichter für den Wettbewerb um die Anlage des neuen Friedhofes vorgesehen war. bittet von dieser Wahl Abstand zu nehmen, da er sich selbst mit einem Entwurf an dem Wettbewerb beteiligen will. Er schlägt an seiner Statt Prof. Peter Behrens vor. Es wird hierauf von Stiftungen der verewigten Frau Paula Ehrenbacher und des Herrn Max Levi zur Erinnerung an seine verstorbene Gattin Kenntnis gegeben. Ebenso wird mitgeteilt. daß der Vertrag mit der Gemeinde Gmünd wegen der Bestattung ihrer Toten auf dem Stuttgarter Gemeindefriedhof abgeschlossen worden ist In nicht öffentlicher Sitzung wurde sodann die Bitte des Gemeindepflegers Oberrechnungsrat Meyer um seine Versetzung in den Ruhestand mit 31. März 193t genehmigt. Die Versammlung besprach hierauf die Stellungnahme der Gemeinde zu den Vorlagen des Oberrates an die Landesversammlung. Endlich wurde beschlossen, daß die Gemeinde die Teilnehmer an dem wissenschaftlichen Fortbildungskurs für die Rabbiner der süddeutschen Landesverbände am Sonntag. 21. Dezember, zu einer kleinen Abendfestlichkeit einladen wird. Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramts am 10. Dezember. Im Auftrag der Finanzabteilung machte zunächst deren Vorsitzender Karl Levi Mitteilung Uber einige Vorschläge, die in der am 3. Dezember stattgefundenen Sitzung dieser Abteilung gemacht worden sind. Das Vorsteheramt schließt sich den Vorschlägen über eine verbesserte Lüftung der Synagogg und die Aufstellung von Wasserverdampfungsschalen zunächst im Männerraum an. Ebenso billigt sie mehrere Bewilligungen von Beiträgen für Wohlfahrtsvereinigungen. Nadi kurzer Aussprache wird die von der Kommission empfohlene Rückzahlung sämtlicher Aufwertungsschulden der Gemeinde gut geheißen. Hierauf wird in namentlicher Abstimmung einstimmig der Steuerbeschluß angenommen, wie im Vorjahre zur Deckung der Gemeindebedürfnisse als Zuschlag zu der von der Landesversammlung beschlossenen Landesumlage von 4%% noch 3 % Gemeindeumlage (und zwar aus dem einfachen Betrag der Reicnseinkommensteuer für das Kalenderjahr 1929 und aus dem dreifachen Betrag der auf den 1. Januar 1929 veranlagten Vermögensteuer) zu erheben. Der Bedarf der Zwei praktische WeihnachtsrGeschenke für Jeden Haushalt: Ein Gasherd mit Backofen; er sollte in keiner Küche fehlen. 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