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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-11-01 · 15 (1.11.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
15 (1.11.1930)
Date
1930-11-01
Page
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- 174 - HAU* und KÖNIQSTRASSM 42 Seit 40 Jahren das Haut für gediegene Schuhe Id. | ii ,| v, i m \\ n I f - Stuttgart Hu»' ziistiinnicnilr 1 i klm im.- ab uikI Unterzeichnete die rin- timmiu .iimcnominenr l’iotr-trc-oliitinn. Stuttgart. \m *». (tktober x eran-taltete der |, t i t I: 1 (1 A ii e r b a ch \ e r e i n einen A u-*- -;,i .1. iicabrlid libri da- 1 lii'Illa ..Bf ruf und i it Di1 i t". der von C )lif rlfhrt-1 \ il *• 1 - I) f i - in r i in (reiflicher W ci-r gelcirei wurde. Die An—>ira>f'e bewegte -uh mn dif f ragen. ob inan inii nnri ur-ihiihtlichcn l.ntu ickluug des --t reizrit”-t ■< danken-' -prrcheii kiimif. «ir fr durch <l!*nrl.rit>g( -rtzlichen Be-timmiiugen des 19. Jahrliiitid'it' -• :*!i finu ukeltr. welche Bf/ifliungcn -utiih-n ia:üf und lirizril be-lr|i«*n und wie 'ddn Hlic-fi! rri/.ii nn I*.-len xerweiiclrt und .■il—füllt v» f rdf. I i.ifIII IIIIM'II' Jugend be-ondrrhflitf so aKiuiüf I In-nia fand -ehr Markes Interesse, das Midi du r>h dfil dein Bf fe renti-n ge-pende tf l) i.<’11.111 /um Au-druck kam Stuttgart. 1 )f t Beil Ii n I d A u e r li a cti - \ e r- . i ii \ < i -i ’istultf if anl.illluh de- 'sinnlui' Thiiras ,-^i, - . üii-n .< - > in ii t 1 i >h e n Abend“ im kiiiti.ii,' ,iuf d< I llfid". di r aiillfnirilentliih gut Imu.ii I lief irnia k ii p f e r «V (.’o.. Garten- -Ii.iIm lall' in f:riindli<!)-trr Weis«* eine aus- ..-,.-nh ,-t< (.: am i::ii|ilu >nl.aut spreche ran lafie zur x In-nng -ftellt. die die I au/inii'ik lieferte **tiittgart.! inen ebeu-o lehrreichen u ie inter ,u yixTtil l>< •t i« -1 B ei I II o I d A ii c* r - Ai \ . I i ii /.»! hl i* ich« il 1 lorri il du ich einen \ *; , <!> - frnhrn •n kill' iilini-tri- Br r t li o 1 d I : \!! , .1 ii n uIm-i Dir C. r - t .1 1 t II n s il r r ~ <i. II! *■ ii .i tli «1 « r i if I - ch r n R«*ii ih - x r i , . 11 _■ Dti 1 Ii* ■ Inrl /rigte*. xx je -ich da- *.:f. 3 c-iir iiillut' li >1. i- Jahrhiindi •rlr hinin r-Mit-u i 'limmtcr krrisr xx ar. lang- - , klt-rik.d« -II I Ihfl "ß einanzipii iTtr und ,; ii Ttfl /:ir t! i Lern- und 1 ehrin-tif. Ti. .'fl . 1 nt. r lerer B«*rii'kichtigung .»• I ... :• « 5:»1»t * r u i th in \ rrhältni'-e -childerte ih-t u.;?.<• : in ,!»« iio kl. irrr u ir in*«* 1 rukti\ <*r Ut -1. U .1 oucli tili ozi.'l. »::Dtht*ii Ht*di iii*|i. : .mg-u-xx . zu dir-rr I ntxx ickluug a dig If ilrügen. f inen Markstein in der 11 > II I»g /im ,.1^.1111'di f Iiillf itlidleli Staat-- ■i, v S,| iji, dif W ■ j in a rer V erfass I, n £ Miiiis|i i Ilex in.um In-Ifnditete die /xxingenden Vorschriften der \erfassung in Sachen des Schulwesens von den verschiedensten Gesichtspunkten — Fragen der Lehrerbildung, der staatlichen Aufsicht, der Schulpflicht. der Berufs- und Fortbildungsschule usxx. und betrachtete* das moderne Schulxxesen auch unter den Gesichtspunkten der momentanen staatlichen Sparmaßnahmen. Sein Schlußxvort gipfelte in der Feststellung. daß die Schule einen immanenten Bestandteil unseres geistigen Lebens darstellt* und in der Forderung, daß die deutsche Schule im Sinne der \erfussung von Weimar aiisgebaut xx erden muß Der \ortrag. dem sich auch eine kurze Aussprache ansdilolf. fand stürmischen Beifall. Stuttgart. B e r t h o I d A ii e r h a ch - \ e r > i n. Das B.A.\.-Programm für die nächsten 14 Tuge sieht eine lieihe hochinteressanter Yeranstultung«*n vor. Sx ndikus Dr. \\ a i t / f e I d t* r xvird am 4. Noxc-inber über ..k a p i t a I i s m u s. Deutsch t u ui und J ii d e n t u in" sprechen and Stadt - rabliiner I )r. Biege r wird um 11. Noxeniber einen Ausspracheabend über das Thema ..Re- I i g i o ii ii u d W i s s e n s ch a f t* leiten. Am 14. Noxeniber findet xx jeder eine Freitagabend-Feier statt, für die sich Rabbiner Dr. Auerbach zur \erfiigung gestellt hat. Stuttgart. \ ortragsxe raust altung des ,.\\ ii r t t. I. a n d e s a ii s s di ii s s e s für das Jüdische I* a I ä s t i ii a xv e r k“. Zar Einleitung einer Sammelaktion für das ..Jüdische P a I ii S t i n a XX c* r k" hatte der Wiirttembergi'die I andesau'schuß am Samstag, den IM. Oktober. eine W erbeversaiiimlung veranstaltet, in der Dr. F d u a r d St ra u ß -Frankfurt a. M. und Dr. Adolf I r i e «Lc* m a n ii - Amsterdam über ..Die deutschen Juden und der Palast i n a a u f b a ii" Re ferate hielten. Dr. Tanzes begrüßte* die gut besuchte Versammlung und xxies auf die bedeutsame Fntxx icklung der Jexxisli Vgenex »eit der letzten in Stuttgart stuttgefundeiien Versammlung hin. Fr betonte, daß das 1 hema des Abends für die Freunde xx ic* für die Gegner des Paliistinaaufbuus höchstes Interesse beanspruchen darf. Dr. F d u a r d Strauß begann seine Ausführungen mit der Frklärung. daß er ..gedankenlos“ über sein Thema sprechen xx■ dIlc*. nicht akademisch und nicht theoretisch, -ondc-rit aus dem Empfinden und Frleben eines liberalen nichtzionistischen Juden heraus. Die Tatsache des PalästinaXXerkes verlange eine Stellungnahme. seitdem es nicht mehr Problem, sondern Wirklichkeit darstellt*. Welche Stellung soll der deiit-che Jude* zu ihm einnehmen? Fs kann and muß -eine Mitarbeit von ihm gefordert werden. xx e ii ii anders er nicht die Pflicht der gemeinsamen V erantxxortlichkeit der Judenheit verletzen xxill. Vielleicht aber ist darüber hinaus das Palnstinawcrk. ein weltgeschichtliches Geschehen. an dem die Gesamtheit der Juden mitzuarbeiten berufen und verpflichtet ist. Dr. Adolf Frieden! :nn beantwortete zuerst die von ihm gestellte Krage, wie es käme, daß die Juden in England. Amerika. Holland usw. fast ausnahmslos für das l’ulästinawerk einträten. dahin, daß die dortigen Juden unbestritten ein Vaterland hätten. Tn Osteuropa hätten die Juden kein Vaterland, so daß sie nur Juden wären. Zwischen beiden ständen die deutschen Juden, die selbst von ihrem Deutschtum überzeugt xvären. während die anderen es bestritten. Deshalb wäre wohl das Palästinawerk bei einem großen Teil der deutschen Juden so unbeliebt. Palästina sei besonders für die Juden des Ostens, die in unbeschreiblicher materieller Not leben, das Land des Höffens auf die bessere Zukunft. Für die Gesamtheit der Juden biete das Palästinawerk über die ideelle Möglichkeit einer neuen großen kulturellen und religiösen Entwicklung. Auch vom Standpunkt der Araberfrage sei der Palästinaaufbau nur zu begrüßen. Der Redner schilderte die Vorteile, welche die verarmten palästinensischen Fellachen durch das. jüdische Palästinawerk erfahren, wobei er interessante Mitteilungen über die angebliche Herkunft der palästinensischen Araber machte. Er xxies schließlich auf die Sympathien hin, deren sich das jüdische Palästinawerk innerhalb der Mandatskommission zu erfreuen hat, und zeigte an diesem Finzelfall, wie der Palästinaaufbau in hohem Maße geeignet sei. die zahllosen Vorurteile über die Juden zu beseitigen oder mindestens zu mildern. (Die in diesen Tagen veröffentlichte englische Regierungserklärung läßt von dieser ..Sympathie“ wenig verspüren. Die .Schriftleitung.) Beiden Rednern dankte die Versammlung mit lebhaftem Beifall. Dr. Tänzer dankte Dinen besonders dafür, daß sie es in glänzender Weist* verstanden, die Freunde der Jewish Agency, in ihrer Hingabe an das Palästinawerk zu bestärken und die Gegner zum Nachdenken zu x er anlassen. Fine Ansprache über die beiden Referate fand nicht statt. Stuttgart. Am 26. Oktober sprach Dr. Hans k o h n . Jerusalem, dessen Persönlichkeit wir in letzter Nummer schon gewürdigt haben, auf Einladung des „Jüdischen Jugendrings Stuttgart" über „D as Judentum und die neue Religiosität" im kleinen Saal des Gustav Siegle-Hauses. Der Referent ging xon der historischen Gemeinschafts- und Lebensform des Judentums aus und schilderte, wie diese Formen nach dem mißlungenen Versuch des Subhatui Zewi. der ein unter mittelalterlichen Gegebenheiten stehendes jüdisches Sein mit mittelalterlichen Mitteln in eine neue Daseinsform überführen wollte, infolge Verlagerung der jüdischen Krlebnisschauplätze — vom Mittel meerbeckeii nach Nord Westeuropa — verändert wurden. Rationalismus der Haskala und weltfreudige Verbundenheit des Chassidismus mit allen Dingen stehen sich gegenüber; das Juden- Tapeten Stoffe - Teppiche Innendekorati o n LINDENSTRASSE 7 Ecke CalweretraBe Bet Schneidet des eleganten 9iettn! indlvtöoeH u. streng modern CARL FRITZ RoteetraSe 38, Tel. 289 so uirve 2. 4 21. Haltest AK. Postpl Die billigste und abwechslungsreichste Unterhaltung im Heim ist ein« von Anlage RADIOGRÜNER Marlenstrasse Nr. 1 Aslttstis Spizlil-Ciseklft u Platz« Kunstkitterei H. BürglO, vorm. Mall«, Spannaall'a Naohf. Tel. 724 06. 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