Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 15 (1.11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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Mit ungesundem Vieh oder Pferden, die einen der vier Hauptmängel hatten (nach altem Recht: krettig, ritzig. wurmig. Kolderer) durften die Juden nicht handeln. Aus der Met/ge in der Fried riehst ralle sollte hei 10 Taler Strafe k^iu Fleisch in die Stadt geführt werden. Zum Ausschenken koschern Weines wurde die fürstliche Genehmigung Vorbehalten. (Schlull folgt.) (XA6 Am* Stuttgart. Vom I» r. Fürsorgeamt Stuttg a r t werden wir um Aufnahme der folgenden beachtenswerten Aufrufe ersucht: Wie alljährlich wendet sich das Isr. Fürsorgeamt vor Beginn der kalten Jahreszeit mit der Bitte um Hilfe an alle Gemeindegenossen. Unsere Hilfsbedürftigen, denen es oft am Notwendigsten fehlt, leiden unter den Unbilden des Winters besonders schwer. Die Anforderungen, die infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage an uns gestellt werden, sind größer denn je. Vor allen Dingen gilt es, unsere Armen mit Brennmaterial und Kartoffeln zu versorgen, zu deren Beschaffung erhebliche Mittel erforderlich sind. Im Vertrauen auf die stete Hilfsbereitschaft unserer Gemeindegenossen richten wir an sie die Bitte, dem Fürsorgeamt für die Winterversorgung unserer Armen eine reich bemessene Spende zukommen zu lassen und es so in den Stand zu setzen, die Not der Hilfsbedürftigen zu lindern. Gaben bitten wir auf Postscheck Konto Israel. Fürsorgeamt Stuttgart Nr. 184 93 gütigst überweisen zu wollen. Unser herzlicher Dank und der Dank unserer Notleidenden ist Ihnen gewiß! Das Israel. Fürsorgeamt erinnert daran, daß ihm eine Bekleidungsstelle angeschlossen ist, die infolge der großen Notlage unserer Hilfsbedürftigen stark in Anspruch genommen wird. Leider können wir in vielen dringlichen Fällen nicht genügend eingreifen. Fs fehlt zurzeit besonders an Männerkleidung, warmer Frauenkleidung, Männerschuhen und Bettwäsche. Wir bitten die Mitglieder unserer Gemeinde herzlich, uns noch verwendbare Kleidungs- und Wäschestücke zukommen zu lassen. Auf schriftliche oder telephonische Mitteilung - 173 - (Fernsprecher 219 79) lassen wir die Sachen gern durch unseren Boten abholen. Stuttgart. Zu einem geselligen „Kumeradschaftsübend“, der itn Zeichen tiefen Yerhundeuheitsgefühls und erlesener künstlerischer Genüsse stund, butte die Stuttgarter Ortsgruppe des ,.R e i ch s b u n d s j ü d. F r ii ii t s c> I d u t e n“ für den 15. Oktober d. Js. in de» I lindeiiburgbuu eingeladen. Der I. Vorsitzende. Dr. S. Merzbuch er. hieft die Anwesenden init herzliche» Worten willkommen und betonte, wie notwendig es gerade heute sei. in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit der Gegenwart und Zukunft ins Gesicht zu blicken. Zu solchem Tun gehöre aber auch Optimismus, und von dieser Zukunftsfreudigkeit ausgehend, habe man auch heute die Rundesmitglieder zu einigein frohem Stunden gebeten. \ Nach diesen Begrüß»ngsworten begann das gut gewählte Programm, dessen einzelne Nummern von Dr. I. ii il w i g Wolf ungesagt wurden. Frl. F m m a Moritz-Köln brachte feinfühlig begleitet w>» Frl. R u t h Li n d a u e r — den 115. Psalm in der Vertonung von llulev y in vollendeter Weise zu Gehör und erntete auch mit ihren folgenden Darbietungen stürmischen Beifall. Wir erwähnen besonders die wundervolle Wiedergabe der Beethoven'schen Komposition ..Die Himmel rühmen ..." und der ..Zuneigung" von Richard Strauß, in denen die in allen l agen klare und herrlich Jimhrierte Sopra »stimme der Künstlerin vollendet zum Ausdruck kam Dr. Ludwig W olf erzählte hierauf geistreiche Anekdoten und weckte mit der vorzüglichen W iedergube des T eil-Monologs in Pullcubc-rg scher Manier große Heiterkeit. Frau Hilde K a h » erfreute dann durch den Vortrag der ..l.iebesfeier" von Weingartner sowie des ..Heimweh" von Hugo Wolf und wurde besonders nach einer mit tiefer künstlerischer Beseelung zu Gehör gebrachten Arie aus „Samson und Dalila" durch reichen Beifall ausgezeichnet, der auch ihrer Begleiterin Frau Helene /. i p p e r t — galt. \on einer den wenigstem zeigte sich das Fhrenmitglied Lundgerichtsdirektor Stern: Frziihliiugen aus dem Soldaten- und Juristenleben. dem Vortrag voll Soldatenliedern usw. zeigte er sich als ausgeze ichneter Unterhalter, dem dann auch verdienter Applaus gespendet wurde. Bern h a r d Kr ü i» e r von Kurt Krämer begleitet — sang hierauf mit sonorer Baßstimme ..Friderieus Rex“ von Löwe und ...Mut" von Schubert, zwei Darbietungen, die sich wiirbekanuteu Seite der Ortsgruppe. Mit humorvollen AK red Dreyfus wie er 1804 ch» Artlllerlehauptmann aussah. „Der Prosen des Hauptmana» Drejfus" lag Walter Rothschild.) (Aus: Dr. Bruno Wei V ’e la, dig an die vorbei igen anreihten upd großen Beifall fanden. erschienen die Damen Herta ’oltli Stern-Donath such i e s Je e von den Württemb. rl. Sch w a r/. brachte mit uni&rme C hunsotis aus neuesten inet) ein Walzerlied aus dem ■ film „Sous les toits de Paris“ sang dann mit Herbert Tickende Duette modernsten In später Stund S ch war/ und w ie Herbert Landestheatern, übertrefflicher ( Operetten, ii. u. französischen To zu Gehör und S ch i e s k e eilt Gen res. von Frtiu Poldi Stern-Donath meisterhaft hagle fall bew ies den itet. Nicht c ndei,wollende Bei- Kiinstlern. wie sehr ihre Darbietungen geschäl/t wurden. I >r. S. M e r z b den und fordert , ch e r dankte alten Mitw irken zum Schluß die' Anwesenden auf. nun noch g -lautlich zusammen zu bleiben und den Abend sollte - einem K üiter Stunde g mse. für einige spät I In i u dem zu machen, was er sein a m e r a d s eh a f t s a b e n d. ln »g man mit dem Gefühl nach /.eit die Sorgen und den Frust eles Alltags vc-rge sse-n unil auch Simchus Thora fröhlich beendet Stuttgart. In Sammlung setzte teinberg eles s ch e r Kriegs t e r b I i e b e n e Notverordnung / gart eles „R e i eh solelat e n" gnf> zu haben-, ■iner sehr gut besuchten \ ersieh der Landesverband Wärt eii I r a I v er b a ii d s deut- > es ch ä d i g t e r und - 11 i n - " gegen die Auswirkungen der r Wehr. Die Ortsgruppe Stutth ii n el s j ii d i s eh e r F r o n thei dieser Gelegenheit durch Dordi die VcrclnUhm* immer Werke / VillxttDllle DuteOmi ler Betriebe HMsfleismiei H Fora. Qialttlt i. 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