Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 15 (1.11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/4904101-5441863-5443157--2791-4906747- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
(.raf vcrk.t ftr drn Juclrn im Jahr# D46 ein | f. i i|s. eil- /nr >v n.igctgr ringrricbtrt »wild. Dir I .imlr-ordnung '<>n |V»(| Ix'-tiiiimtjr abrr aii'- <li [ichlith: Welcher Ju(Ir niwrir Unterteilten u, : ig •i(lci \ irl auf Pfund •><!, r ander"egleiht, de;.* -oll d, t ntert.oi um -oiihrt«••Id nicht** -• jldi;; -( in. der Jude aber im- - hu -»olden zur -träfe zahlen. \o<h " - it' toll:; .-raf Fitrlf ric'di i, der I )ri*te indem er I eil lief eh I ergehen ■I. “ .. W ii -Cizeii und urbinen mit allem Frn-t omi "ollen, da ' fiitohin l n-erer L nterlaiteti t , ' . Ilion Juden wvdei inner noch , aafiteudehne. kaufe oder 'er- (, I,. if Hot^ noch l»ar Geld und in i ..einem Jeden lo-fitzu ton halte Itei nu -einer I Iah und -»iitrr. I -agunzr : e .- .-.li'lmii eit h w ei::; \.:a den Juden, Fit. e; -le die I -lal-i.ai! zu einen: großen . i i i 11 kii. a- I laude!-' erltot in ul! \v •■_ . j \ii-v. 'i-i nc gehallt :; , J:.. ,.nd( ■: j :••!. \ufkiiii iii; liegann n;t dem i .•: ine -ifmt/hrirfe-. 1,11 W; I . ei I- - :”o| .edt-.ha- lt / I. . ' ( i auf zehn Jahre mit . . .. .; ii;i(;= ,,iin I amilie :-( ■ > i,! r!e. I >ie-e Bc- .. " .aHse. denn |7V . •, dl - eh didi'ihllnii'haltiintien - -; i. i, ii-..dt V-ei liehen 1 «ralt- I (-, .! I : - I h e f »I; liligell-; I. Il I. , -||, ■ Hamen alldem i '• j:; a : i.; de, I.: ■ iik die* etwa hnn- ■ |_. I-I I die .liundlilhe I elter- , .. i-i i• i ur-t halte den , iie; , a uii'-talt, liaten. : - (.ei-, i. (ia!i,lt da- Ho-e atl- •.'• i tie-e I r/ahlnne ,i-, : e ei, zahlten der Stadt; jährlichen /inv on . - |, : e riedhof• erweitert i .i. l’iiih den -(fuitzlirief '■ ■ it, II!!; vilt. den I riedltuf i, ■ / iii zu -diiitzen. lind, da i , i' ' _a' ,:-—eil " a: h . l*>t o tlie Be- , . .• i.-uf ii!■ 11 it. Sie feierten ein . .. - i : i, : re J-n-, - .ulden v ull- :e|j J: len Pr-nutzung der! - en v\ ,e nII e,-aui. die ihnen I7ni zn- - 172 - ge-tanden war. und irn folgenden Jahr das Wriderrtht -eiten-der Stadt aufgekiindigt. Noch I7<*h war keinem Judeh gestattet. Pferde auf die Meide zu treiben, aber 17‘X) durften sie Kind'ieh II,nd Pferde auftreiben, jedoeh nur Tiere des eigenen Haushalts, nicht Tiere, mit denen sie Handel trieben. Das Weidegeld, das sie zu zahlen hattet», war höher als das der Hintersällen. T itr-t Jbsef W ilhelm gab ihnen 17>4 einen n e u e ii S ch ti t z b r i e f. wonach zehn Familien in llethingen selbst, die übrigen mietweise in der Ka-erne in der Fried riehst raffe wohnen durften. jDort luniten -ie ITf>1 die im Jahre 1870 abgebrochen^* Sv nagoge. Im Jahre 17>8 zahlten 2\ I77>: '7. (sott: '<) Juden Steuer, j Das Jahr I77> brachte den Juden gegen hohe [Zahlung einen neuen S ch u t z b r i e f . auf <.rund dessen -ie noch eine S\nagoge in Ib'diinjgen -elb-t bauten. Aber als im Jahre 1704 die Ausgleichung um langjährigen Streitigkeiten izwi-dien der llcrr-diufl und der Stadt verhandelt wurde, erklärten die Bürgermeister Pfricnier und Stehle, die Herrschaft möge auch auf die Bc-chwertle der Stadt wegen zu starker Vervielfältigung der Juden lliick-icht nehmen. Der alte sYhutzbricf hatte bis l.nde I7N Gültigkeit. - Hier -(hon gleich nach seinem üegierungsnntritt jgab der neue I ii r-t Hermann Friedrich Otto i inen - dt u t z b r i e f. der vom ’d. November 1708 ‘in hralt trat, aber vom I. Januar isixt datiert [wurde und auf weitere 40 Jahre gelten sollte. I - i-t der einzige vtchntzbrief. der i in ( ) r i g i n a I erhalt e n i-t. Die erneuerte Aufnahme in den schütz ire-chah gegen eine an die fürstliche llentei nicht an die I ancieska—ei schon gezahlte Hekoguitiou. deren Höhe nicht angegeben wird. Der 8cltntz konnte vom Fiir-ten gekündigt werden. wenn -ich die Jtitlenschaft nicht ordnungsjgrmiil! betragen oder zu begründeten Klagen \nlal! geben werde“. Die llechinger Juden sollten [zur Friedrich-tralle ziehen, wo der Fürst ihnen einen neuen Bauplatz zum Kauf alt bot. Nur die .1 läu-erbe-itzer und einige zur Haltung der Synagoge hinlängliche Haushaltungen sollten in der i>tadt Zurückbleiben. Die (.emeintle durfte, w ie -cltolt früher, einen Rabbiner halten, der von [hert-chaftlichen Abgaben frei war. Kr übte die .ericht-barkett in Sachen, die dajüdische Gel-etz betrafen Ibis 1818). Im übrigen war für bür- LINOLEUM VORHÄNGE HIENERWADEL IUCNIINITMISI gerlithe Hechtsstreitigkciten und Strafsachen nicht das Stadtgericht, sondern die fürstliche Kanzlei zuständig, da die Juden der bürgerlichen Stadtgemeinde nicht angehörten. Die ändern Angelegenheiten der Judengemeinde. insbesondere auch die Anzeige* strafbarer Vorkommnisse an die fürstliche Kanzlei besorgten der Judenschultheill. der vom Fürsten ernannt, und ein 1 nterschultheiß. de r von der Jiiclensthaft präsentiert und vom Fürsten gewühlt wurde. Das jüdische Zeremoniell durfte in beiden Synagogen, in der Stadt und auf der FriodrichstraHe. ungestört ausgeiibt werden. An den christlichen Festtagen sollten die Untertanen mit Fintreibung der Schulden unangefochten gelassen werden. Während des Gottesdienstes an diesen Tagen sollte* kein Jude in der Stadt fahren oder reiten, die* äußerste Not ausgenommen. Der Schutzjude hatte das Hecht, das Nötige für seine Haushaltung auf dem llechinger W ochenmarkt einzukaitfen. aber der Verkauf war ihm verboten. Fr durfte wie bisher jährlich einen Stier oder ein Hind oder zwei Schafe oder zwei Kitzle* für die eigene Familie schlachten. Die Judenschaft durfte auch auf der Friedrichstrnfle eine Metzge errichten gegen Frlegitng von jährlich 16 Gulden oder nach Beziehung der neuen Wohnungen von jährlich 20 Gulden. Holz, aus den Herrschafts Waldungen zu entnehmen, war man nicht verpflichtet: nur mit dem Bauholz für tlie Friedrichstraße wurde eine Ausnahme gemacht. (Später soll auch tlie Verbindlichkeit, das Brennholz um 2 fl. 42 Kr. für das Klafter zu beziehen, ausgesprochen worden sein.) Kleiden durften die Juden -ich nach Gutbefinden. nur bei L’ebertnaß wurde obrigkeitlicher Zugriff Vorbehalten. Handel war ihnen erlaubt, nur Stahl. Fisen. Tabak und Salz waren ausgenommen. Fingefiihrtes Vieh und Pferde mußten von den Besthaiinieistern besichtigt werden, ehe man sie zum Brunnen führte. FL0GEL PIANOS M O ET 18 5 5 PH. KIMPEL 43R«6(nM 4$rlnu9taMg«tdrprr Jtimlt(«KrM. TRctaBarkcitea *. cUcac* a. ttrgrkciicii Entwirf ew — StciCt k. OTufUrUgcr Zdrfoa XS607, CagraRrat« 3 Weltmarken in BmUo, Grsmmoplioncn nd PUU«, conffltnlerlen Apparat« liefert Musik-Jacob jetzt^Cöiiigsfo33 lau EatUufe. EINX Im Mck« Gesund werden durch erweiterte Gallspadt-Kuren, gegen Herz- und Kreislaufstörungen, Nervenleiden, Stoffwechsel-Krankheiten, Rheumatismus, Gicht und Frauenkrankheiten. pro Bestrahlung statt Mark lljja ng: Geöffnet iM ueJUEIHUV-" 8'/i-12,2'.—6 Gallipach-Iaititat Stuttgart, Rotebflhlstraße 93, Telefon 60352 Haltestelle Feuerteeplatz der Linien 2 und 21 Seit crfttlalficjc n ortflop. ^RnfifOPtth nur bei ( £ I £ ittcaecftzafce 81 z Irl. 88088 Stuttgarter Planetarium Vorführungen bis auf weiteres täglich abends 6 und 8 Uhr Samstags sowie Sonn- und Feiertags auch 4 Uhr Programme jeden Freitag i. d. Tageszeitungen — Eintritt M. 1.- — Kinder bis zu 14 Jahren 50 Pfg. Bei größeren Besuchergruppen Preisermäßigung u. Sonderführungen Heinr. Goltermann Stuttgart, KönigstraBa 70 Parfümerie* u. L Ailer-Apoflickcxr.« IliiüuiliiM ISS Stuttgart hnor.ttMl artttts Later ta tarrtamwra. HaaptaMeHag« i. Bw. Ccatzalapotkeka-OSpplagea Lntcratnriia ftr Harn-Unttriidinifai ■S* Rai che r Versand nadi auiwlrti p.!>ten(tcr gtattgart, 9KmHä^ULt5ta »lag- «SS» SWIMM •»» »rt« CrBfaM mm» Mtt *«Mfra aa» BiCOC-UITRAZAHNMSTA dla rieMtgav ala macM <Ha Zlhna blandaatf walS a. baaafHgt ■Mtdffraeh, spritzt Hiebt, lat hochkonzantrlart, dabar so sparsam. Klalna Tuba 90 Pfg. Max erb A.-G. Dratdaa für Sie