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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-10-16 · 14 (16.10.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
14 (16.10.1930)
Date
1930-10-16
Page
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164 »it/c-iuh-n. ^Ju I i ii » II i> - <■ ii » f c i 11 /ii »c-inc-ni Stc-llvc-rtrc-ter und l.n n i * S 1 r .i ii 1? /um drillen \ ur~11■ licr fcu ülilt. CCM Amt WM M JUAmiitmi Frankfurter Synagoge ein Asyl für Stahlhelmen Am (». Oktoln-r war ein fustcinto mit c-twa *0 Slahlhelm-I.eilten midi Krauldurl gekommen. Die I eilte \erliel*en am Römcrbcrg das Vutoj um! uiiternnInnen einen Spa/ic-rpang durch diel \ft'ladt. Bald wurden sie von Kommunisten verfolgt und angc-griffc-t». In ihrer Not flüchteten sie gc-pc-n >s I hr in die Is> nugopr am Borne plat/. Hier war all' VillaII des Sukkoth-Lostt*» ■ri-rade C.otte'dienst. Die Gt-nirintlcglaubte zun.iiti'l. dal! die Stahlhelmer eine Störung l>e- .drsithtimten. VH man den Sachverhalt erfuhr, wurden die Stahlhelmer vom Portier der S\nauojre in einem Seitenraum der Garderobe verstockt. Inzwischen war das t ehe r fall kommaiiclo benachrichtigt worden, da» mit zwei Autos herbeteilte und die Stahlhelmer zu ihrem Lastauto nach dein Römirbc-rg geleitete. Die Kommunisten standen beim I intreffen de» l’eberfallkommandos noch vor der Sv nagoge. doch gewährte die Polizei den Stahlhelmern Schutz. Zum Inkrafttreten des Bayerischen Schacht* erbots. Det V,1 band Baver. Isr. Gemeinden erliel! folgende Bekanntmachung iilx-r Versorgung mit rituellem fleisch. . I bav i rische Gc-*ct/ über das Scfilachten vish I irren vom 17. VIai 10*0 tritt am I. Oktober lv*o in Kraft. Da» Gesetz schreibt die ausnahmslose Betäubung aller Schlachttiere vor. Da keine der bekannten Betänbnngsmcthoden als rttaell zulässig anerkannt i-t. kommt die gc setz liehe Bestimmung praktisch einem Verbot des ''thäehteus gleich. f* mul! darum ab I. Oktober das Schächten von V iehstüdeen in Bayern unter- Ideibmi. Der Bezug von rituellem fleisch ans de« Nachbarländern ist sichergestellt. Wir legen auch jetzt Verwahrung ein gegen die durch da' Gesetz bewirkte Beeinträchtigung der Gewissensfreiheit unserer religiösen Gemeinschaft. VV ir hoffen, dal! e» gelingen w ird, die fm-ie Religionsausübung künftig wieder zur Anerkennung /u Irringen, und haben da» Vertrauen. dal! bi» dahin unsere jüdische- Bevölkerung einmütig und treu zusammetistehen wird.“ Fine bedeutsame Erklärung des Bischofs von Main/. Der Bi-chof von Main/. Dr. Hugo, hat an die Geistlichen seiner Diözese folgende Anweisungen e rlassen: I. jedem Katholiken i-t e» verboten, eingeschriebene» Mitglied der Hitler-Partei zu »ein. ’. Mitgliedern der Hitler-Partei i»t es nicht gestattet, korporativ an katholischen Beerdigungen oder sonstigen kirchlichen Veranstaltungen ,teilziiiK-htnen. *. Solangeein Katholik ein geschriebenes Mitglied der Hitler-Partei ist. kann c-r nicht zu den .Sakramenten /ugela»sen worden. Da» General v ikariat der Mainzer Diözeseerklärt. dal! ein eingeschriebenes Mitglied einer Partei »elb»tv erstand lieh alle Programmpnnktcdic-'c-r Partei »ich zu eigen mache. Nun enthalte aber du* Programm der Partei Hitlers Leitsätze, die mit den Grundsätzen und den lehren der katholischen Kirche unvereinlrar seien. .Moses Salomons 100. Geburtstag. Wahrend dejüdischen Neujahrsfestes vollendete der Berliner Bürger Vlosc-s Salomon (in der Guiio-f ischcr-Stralle l‘> zu ( harlotteuburg) sj-in 100. Leben-jahr. Aus diesem Vnlaf! fand am läge vorher im Heim des Jubilars eine offizielle Leier »tan. die Babbiuer Dr. äalomou. der Sohn de> Hundertjährigen, einleitete. Im Aufträge des Mini'terpräsiclenten Dr. Braun und gleichzeitig im Namen der preußischen Staatsregierung ül>c-rbrachte Polizeipräsident Zürgic-bet die Gliickwuii'che und iilx-rreichte eine Hundertjährigenta»»e der Berliner Porzc-Ilau-Maniifaktiir. Der Warschauer jüdische Friedhof lieschossen. Am Vorabend de» J->i» Kippur, während Lausende andächtig die (irälrer ihrer Angehörigen auf dem Warschauer jüdischen friedhof im Gen-za Viertel besuchten, wurdeder friedhof einige Minuten lang von clrnulh-n beschossen, fs entstand eine ungeheure Panik, die Andächtigen verbargen sich hinter den Grabsteinen, wodurch weiteres Unheil vermieden wurde. Zahlreiche- Grabsteine wurden durch die Gewehrkugeln beschädigt. Als die Schleiferei aufhörte, traf Polizei ein. konnte aber nicht mehr feststedien wer die Schützen waren. Wladimir Jabotinsky 50 Jahre. Wladimir Jabotinsky. der Schöpfer des zionistischen Revisionismus und Präsident der Weltunion der Zionisten-Revisionisten, vollendet am Oktober d. J. sein 50. Lebensjahr. Kleiner Zwischenfall an der Klagemauer. Der Jotn Kippur i-I in Jerusalem im allgemeinen in vollster Ruhe und Ordnung verlaufen. Nur an der Klagemauer kam es zu einem .unbedeutenden Zwischenfall, als ein junger Jude forderte, dal! Schofar gehlasen werde, und laut rief, die- Regierung habe kein Recht, religiöse Gebräuche zu verbieten. Hin jüdischer Polizeioffizier bemühte sich zunächst, (len jungen Mann durch den Hinweis, dal! Rabbi Kook mit der betreffenden Regiernngsverfügiing einverstanden sei. zu beruhigen, muffte aber schließlich seine Verhaftung anordnen. fine Stunde später wurde der junge Mann wieder freigelassen. Gegen die Kinderehen in Palästina. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt. Ihr Wag zur Vergüngung, das Paujmenbad (Höchst ff rtquanz) bereitet die Palästimiregierung einen fntwurf zur festsetznng dos heiratsfähigen Alters auf mindestens 14 Jahre vor. Der palästinensischjüdische Verband für Frauenrecnte hatte eine Altersgrenze* für fheschlieflung von 16 Jahren vorgc-schlagen. doch kann sich die Regierung aus furcht vor einem feindseligen Widerstand der £uduügshug fiite ui zeilieatte AililKklerulei lata-Vnnani aad -PflaM Spezialwerketitte Hermann Pink letthRbia* tt / TMa ist* Elektro« und Radiohaus OTTO LOCHMANN See»fr. 77. beim Hobenzoliemplatz z Telefon 3760 Alles Hr iaMt aad Uddrlsih ia <rs»er Aaswahl Grabmäler in jeder HusfObrung in allen Gesteinsarten Beratg. a. VoranschL inttrb. LSdMrer.LiIvfisk. ADliterelloDl SEYBOTH PERN8PBECHEB Nr. 3MI BÜROBEDARF SCHREIBMASCHINEN UNTERE MARKTSTRASSE Nr. 2 KUNSTHANDLUNG imiimill KIRCHSTRASSE » HMMIII Karl Hopf Seifensiederei Gegr. 1883, Tel. 3388 Efeerkirlilnke 24 kRfilim Bapnieniia JA VAdstondnts-»4 MAefdluBisiar-laatnl« Max Pink Mumm* II / TMtm ISti üleutiiagen MÖBEL in allen Preislagen MÖBEL- FABRIK A. SCHIRM INHABER: J. 8PEIDEL REUTLINGEN SchuIstr. 33 (n. d. 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