Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 14 (16.10.1930)
- Date
- 1930-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 9)
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Leopold Sontheiiner hui sich durch sein liebenswürdiges Wesen, seine unentwegte Hilfsbereitschaft ein diinkbares Gedenken in unserer Gemeinde gesichert. O. Stuttgart. Am 25. Oktober darf Krau Eva Richnowsk> geh. Muier. Eberhardsfr. 25. bei bester Gesundheit ihren HO. Geburtstag feiern. Die Jubilarin, die den Ruf einer sehr religiösen Krau genießt. gebt noch heute mit bewunderungswürdiger körperlicher und geistiger Kraft ihrer häuslichen Arbeit nach. Drei Söhne. \ ier Töchter sowie* sieben Enkelkinder verschönern den Lebensabend der würdigen Greisin, die an ihrem Ehrentage sicherlich Mittelpunkt reicher Ehrungen werden wird. Wir wiinsclien ihr noch viele gesegnete Lebensjahre! Haigerloch. Die E i n w e i h u n g d e r r e n o - v i e r t e n S v n a go g e fand am 21. September statt. Seit Jahren hatte sich das Bethaus in schle chtem baulichen Zustand befunden, aber die \erarmung der Gemeinde machte eine Instandsetzung unmöglich. Nachdem nun der P r e u II is di e l.a ii il es ve r Im li (I mit einer Subvention und zahlreiche ehemalige lluigerlocher mit ihren Spenden den | kleinen Baufonds der Gemeinde verstärkt hatten, konnte um 10. Juni d. J. die Arbeit begonnen werden. Ein Architekt von llcchingcn und Handwerksmeister von Haigerloch und Umgebung haben sie in einer Weise uusgefiihrt. die allgemeine Zustimmung findet. Die Synagoge* hat von aulien und innen e in neues Gewand erhalte». Die Feuchtigkeit im .Mauerwerk ist durch Isolierungsarbeiten abgedännnt worden. Die Wände. De cken, die Kuppel und das llol/werk haben eine schlichte aber stimmungsvolle Bemalung bekommen. Ueber der Heiligen Lade erglänzen in wuchtigen Goldbuchstaben die zehn Sinaiworte. Besonders eindrucksvoll ist auch die neue Beleuchtung: Böhreiibeleuchtuug erhellt indirekt die im Goldton gehaltene Kuppel, von deren Mitte ein großer Leuchter in Form eines Mögen Dovid sein Licht in den Baum ergießt. Zur Einweihungsfeier waren ein Vertreter des I. u n d r a t s a in t s . die S t a d t r ä t e mit dem Bürgermeister, ein Vertreter des I Sr. Obcrrats aus Stuttgart, die Kirchcnvurstände und G e i s t 1 i ch e ii der beiden christlichen Gemeinden, sowie Vertreter der jüdischen N'achbargemeiuden Ilechingen. Möhringen und Horb erschienen. Ein vierstimmiger Chor von l.ewandowski c*röffnete die Leier, dann entzündete Rabbinutsverweser Spier nach dem Segensspruch die Ewige Lampe, deren Licht er deutete* als mahnendes Symbol für die Seele, uufzustrehe» zu Gott. Alfred Le v i begrüßte als Vorsitzender der Gemeinde die Gäste, dankte allen Mithelfern und Spendern und gedachte auch des Umstandes, daß die Siedlung im Haag gerade 150 Jahre ber steht. Leopojd L e v i - Stuttgart überbrachte die Wünsche des Oberrats der Isr. Religionsgemeinschaft Württembergs. Es zogen nun unter den Gesängen des Synagogenchors die Thorarolle» in den heiligen Raum Darauf erfolgten die üblichen Umzüge mit den heiligen Rollen, die dann unter dem Klung des ..Uwnuehau jaumar“ nach Monaten ihren alten Platz in der Heiligen l.ude erhielten. Der nun folgenden Weiherede legte Rubbiuatsverweser Spier den Vers des Ps. 24 zugrunde: ..Erhebt, ihr Tore*, eure Häupter, und öffnet euch, ihr ewigen Plorten. daß der König der Ehren einziehe." Er sprach von der Bedeutung, die das Gotteshaus fast 150 Jahre lang für die * Gemeinde gehabt habe und stellte* im Gebet das Haus unter Gottes Schutz. Die Rezitation eines Psalm es und ein stimmungsvoller Chor beendeten die würdige Leier. Hechingen. Am 5. Oktober verschieß nach längerer Krankheit Krau G c* r t r ii d c* Bernheim geh. Kuhn. Wer die leider viel zu früh Verstorbene gekannt, weiß den Verlust zu ermessen. den die Verwandten, die Gemeinde Hechingen sowie alle diejenigen, die* sie kannten. erlitten. Gertrnde Bernheim, in einem echt jüdischen Lelirerhause in Baisingen aufgewachsen. gleichgestimmt mit ihren Brüdern Seligm u ii ii K u h ii und dem verewigten Siegfried Kahn, hat zeitlebens ein wahrhaft jüdisches Leben geführt, ein, Leben, das aufging in frommem Tun, in Liebestaten gegen Kranke und Verstorbene, im Wohltun für Arme und Bedürftige. In der einst bedeutenden jüdischen Gemeinde Hechingen war die Verstorbene unter denen, die die Lahne* des überlieferten Judentums immer hochhielten. Von der Liebe* und Verehrung, die die Verstorbene genoß, zeugte das überaus große Trauergeleite*. Lehrer Schmalzbach, als Freund des Hauses, sprach tiefempfundene und zu Herzen gehende Worte des Abschieds, und auch der Neffe der Verstorbenen. Dr. H a sg a 11 - Stuttgart. gedachte ihrer im Namen der Familie. F'räti Gertrnde Bernheim hat einen Schern tow. einen guten Namen hinterlassen, der ihr bei allen Gutgesinnten ein treues, dankbares Gedenken sichern wird. Heilbronn. An seinem 63. Geburtstag, am Rüsttug des Jaum Kippur, wurde der Seniorchef der Hoilbronner Sdiürzenfabrik Ludwig Maier & Co., Fabrikant Ludwig Maier, durä einen Herzschlag plötzlich uns seinem arbeitsreichen Leben - 163 - gerissen. Mit ihm schied eine Persönlichkeit, eieren Bedeutung auch durch die von der Presse veröffentlichten Nachrufe zum Ausdruck kommt: in ihnen heißt es, daß Ludwig Muier ein mit hohen Gaben ansgestatteter Kaufmann war, der auch als Arbeitgeber durch seine vornehme Gesinnung hohe Wertschätzung genoß. Die israelitische Gemeinde, seine L'umilic und die Heilbrunner Industrie verlieren in ihm einen trefflichen Menschen, dessen Andenken nie verlöschen wird. Am Grube* sprachen Bezirksrabbiner Dr. Beer m a n » . Direktor K i r ch h e i m e r für die Herder-Loge* und Adolf St cckrl macher für den Arnien-Unterstiitzungsverein. in dem sich Ludwig Maier hingebungsvoll betätigte. Heilbronn. Vor kurzem wurde* in Frankfurt a. Main der in der ganzen Kran klarier Baukwelt hoch angese hene Dr. E ngni O p p c* n h c* i m e r zu Grabe getragen. Er war der Sohn unseres verstorbene» Gemeiiidcuiitglicds Adolf Oppen Iteiincr. Moltkestrußc. und steht auch hier als liebenswürdiger Menschenfreund in bestem An denken. Heilbronn. Privatier Gustav Weil. Buhnhofstraße 5'i. feierte in seltener geistiger und körperlicher F rische seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar, der sich in der hiesigen Gemeinde allseitiger Achtung erfreuen darf, wurde an seinem F.hrciitdg durch zahlreiche Glückwünsche seiner F reunde und Bekannten sowie eine interne Fe ier iin Familienkreise geehrt. Wir wünschen dem trefflichen Manne noch viele frohe und gesunde Jahre! Heilbronn. Krl. B o d e ii h e i in e r-Neckarsulm durfte dieser Tage ihr 25jähriges Berufsjubiläum bei der hiesigen F irma G e h r. S ch e u e r, F'ison- und wurde au diesem Tage handlang, feiern reich geehrt. Heilbronn. Dr s Israel. \ o r s t e h e r a m t hat auf die hohei F esttage sämtliche Fenster der Synagoge reparieren bezw. in geschmackvoller eil lassen. Damit dürfte auf Gotteshaus einen künstle risch ick. dank der soliden Ausfiihbesitzen. 14. September—d. Js. verstarb e K ii r ch Ii c* i in e r geh. Bosen i nahezu ^Jahren. Die Verjähre* Vorsitzende dehie- » v c* r c* i n s und hat sieh r Eigenschaft große Verdienste doch die* streng religiöse Frau. >n höchste* Wertschätzung geilerer Mitmenschen stets ein kurz vor ihrem- Tode konnte er körperlicher und geistiger Ihr Andenken wird nie er Weise neu erset Jahrzehnte unsei wertvollen Schm rang der beuuftr igte» F irma. Hohebarh. Am F rau E r ii e s t i n fehl im Alter vo storheiu* war lai ge sige-n I s r. K r a nicht nur in diese erworben. Hatte* die in allen Krc* uoß. für alle Nö offenes Herz. Bi sie sich noch grö Frische erfreue» löschen. * Massenbach. 7 schone, fand die F vierten S v ii ordentlich lates, des bürg* F reunde und de r (ilnubciisgeiiossei Sv nagoge wieder der wurde It ha ill Sabbath vor Banset i ii w e i h ii ii g unserer r e n o Igo ge Statt. Durch außer- Intc j-stülzimgc*» des Israel. Oberr liehen G&mciiideruts. vieler wenigen hier noch wohiii'nden war es uns möglich, unsere iistund/ii-totze». Für ehe Spenr wurde* am I.: lag Rauscjh ha schone, und am Jaum Kippur ein Daukgem-t gesprochen. Audi an diese r Stelle* d Ulke*» wir nochmals allen edlen Spender» für ihr * gütige* L nterstiiiz.ung. Ier Wahl zum Vorstehero li VI a ii n h e i in e r zum V or- Oedheim. Bei a m t w ii rde S i ui 9CeiUamti Nikolai-Drogerie Telefon 270 GUSTAV BRANDEL Sfllmerstr.70 Die Fachdrogerie für Ihren tüglichen Bedarf! Emst Dauer Möbelfabrik/ Kunst- und Antiquitiienhandlung Perserieppiche und Möbelstoffe Große Auswahl in modernen und antiken Möbeln und Einrichtungen W. Luft jr. 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