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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-10-01 · 13 (1.10.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
13 (1.10.1930)
Date
1930-10-01
Page
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wir die Jiiri'ii rin. Tinrn lcrror. wir rr bisher gegen uns niigew endet worden ist. lassen wir uns nicht weiter gefallen: wir halveii <iann auch <len Mut. die Republik in ein ( liaos zu \erwandil». ' Mir ist gesagt worden, 'chloß (.oebbels, die Juden haben jet/t nur noch « in Mittel gopen uns. und /war unsere Hihrrr einzeln abzuschießen. \v e II II a u «h II u r ein e i n / i p e r T ii h r«' r so fallt, werden wir mit e i II e ni I' o-- p r o in antworte i>. Die Richtigkeit die-e- Bi-richtes i-t bisher von imtion.iIso/iaIististher S<-it«■ nicht anpczvvcifclt worden: die den Nationalsozialisten nahe sti hende ..Di-nl'die Zeitung" pibt ebenfalls den He rieht wieder. Einbruch in eine Berliner Synagoge. I m schwerer Kinhriich w nrde in die S\ nagoge n lei Uten Schünhaii'cr Straße tu verübt. "Diebe sind in der Nacht einpedriinpcn und haben wertvolle (.egcii'täixlc entwi-ndet. unter ande- •em den >chmuck der Thora. einen wertvollen . h rouleuihter sowie zw ei sillxrne Hände. Sir i-raihen alle >ihräi>ke auf und diirchv« iihlten sie. ohne icdoih hier weitere Wertgegenstände zu finden Nur in dein Schrank des Synagogendic'iiei' fanden »ir einipe Lebensmittel vor. die sie Mitnahmen. Die Polizei hat die Krmittlungen - n.uh den I inbrechcTii uiifpenommcn. ohne jedoch 11:1 mlniie .''pur c 0,1 ihnen zu finden. v f Die neue Habimah-Prentiere. D.i' hebrai'ihe Theater llabiinah pal) am I">. >ept«-niber abend' im I hc ater am NccIIeudorfplatz zu Berlin die' erste öffentliche \ orstelluiip ton Shaki''|»-ares ..Wa> Ihr wollt” in der hebräischen Beat beilnii» ton S. I schernichow skt ,ii*cl iljiter der Regie ton Michael Tschechow l);|s Spiel des beriilnUten Tn-emMc1' rill die /uhciritr zu’ \ii'brliehen der Begeisterung hin: <■' pal) wiederholt spontanen Beifall auf offener Szene. / im Schild! winden die Mitplieder des T.nseiables. dei l!epi"«mr und der musikalische T.c ,i i beit« i I i ii'l loch' unz.ihlipe Male tor die Rampe pei u'feii. Die- Kritiker stellen in ihrem ., i sten Iw-iir. i i inuvn in den Morgenausgaben .Ic■ i /eil eiligen fi 't. cfatl das I labimnli-f.iisemhle in die-c in ''hake spe are-SUick. voll dem C.lanJ'- niffiih, eirc n Ib i linc'i ^Hiihnen noch in aller T r niiernii; sind, einen (>ipfel heiterer Dar'tel- I-iii_'kuii'T enei«ht und alles bisher Ge'elieiie id.ei'ihattet hat. I ritz Kugel schreibt im ..!{«■(•- ■ io i l.ip» le itt". ..Tin Abend toll 'troiiic-iulcr Ibtiiibu \\ ''hake speare hinpe/anbert. ejn! a-iii.cii '--Mel. w ircl pan/ in nait e. reiche I.ii'tif- ,1 e ,, i o De l- Beifall wai pan/ pfoll." Das jüdische Lexikon vollständig. i i In .'i i clipe Jüdische ( evikon. die er-je ' I. t Mop.idie in deutscher Sprache. die m. Inoin-, \ e-rlup. Berlin. nach mehr als zehn- ■ , i_. ' oereituup erscheint, liept mit dein . s libildi.iMe ..i.pe.ddossen tor. Dieses Handbuch Io« i'idi'i! ' ii W i—eil» pibt über alle Gebiete dis -1-ii-chc-n I el>..,is und der jüdischen Kultur in _ > .'■.l im .iii.i \ erpunpenheit erschöpfende Au*- f' ■•;■■! ,, f’. ioccleiillnh reich illustriert. * Einstige Pogromfiihrer in Kiew . erschossen. I c.is,.w e i-eruhl in Kiew hai zwei B.iiiditepibiiirei. Doiizow und sdiwejko. zum lode durch T i schiede n trnrteilt: das | rtc-il wurde bereits toll/open. Wahrend der C .«-lichtst erliandlusg i lüde fc-'i-estellt. dal! die beiden Banditen in .b-i /eil di1 ukrainischen l’ogrcftnc I nterführer d.-s \tiain ui' klimeiiko waren und al' solche Io |iic|i'die Bevölkerung Panzer Städte1 aus .i iotli-i hatten. Mlein in 1 mau haben die Banden Doiizow s und .Schwejko' Voon judi'clic* Seelen iimpebradil. Nach dem Zusammenbruch der Petlliirn-Mach, pelanp es den beiden Banditen, e in llnHrc idle >ic-lleu unter der Sowjet-Macht zu erhalten. Doiizow hat als hoher Beamter im l.aiul- »t i: t'1 Iiafts-Konimi's.triat de r Ukraine dem jüdischen holiini.'atioii'Werk immer mehr Hindernisse in den Wep gelegt: Schwejko hat in der .1 poc.i, der ..Reinigung" des Sow jetapparat«1' für die I n'l.i'siinp hauptsächlich jiidischer Anpestelllei pewirkl. >«!iliel!lich wurden Doiizow und Sfhttejko wc-pen Xmt'iiiiRbraiich tor Gericht pe- 'lellt und w ährend der Untersuchung w nrde ihre \ ei panpeiiheit al' l’opromfiihrer enthüllt. Starker Rückgang der jüdischen Bevölkerung Prags. In der letzten Sit/nnp der Proper Jüdischen Gemeinde machte de* Präsident derselben Mit teiltinp ton dem be'orpiiiserrependen Rückgang innerhalb der jüdischen Bevölkerung Praps. der in «len /.ahlen für die Monate Mai. Juni und Juli zuttf Ausdruck kommt. In dieser /eit wurden bei einer Zahl ton *1 7>l Israeliten in Prag 2' Gehurten und >ö Todesfälle verzeichnet.— Tin noch prell eres Bild zc-ipt die allgemeine Statistik. Während Prag insgesamt einen Bevölkerungs/uw achs von 19 Prozent seit der letzten \olk'/ählung (1921. also innerhalb neun Jahren) aiif/uweis«1,! hat. differiert der Prozentsatz des Zuwachses in den einzelnen Vierteln sehr stark und ist in den von Juden stark Irewohnten Vierteln gleich Null. - 150 - Die jüdisch-medizinischen Handschriften im Vatikan. Rabbiner Markus Vorhand aus Nitrit. der bekanntlich durch längere Zeit Studien in der vatikanischen Bibliothek betrieb, um die medizinischen Handschriften der mittelalterlichen Juden zu erforschen, machte dem JTA.-Vertreter interessante Angaben über seine Forschungsarbeiten. Vorhand begann seine Studien im Vatikan im Jahre 192) und erhielt von dem damaligen Kardinalsekretär Gaspari die Bewilligung. clieHandscbriftensaniniliiiig der vatikanischen Bibliothek zu benützen. L uter diesen Handschriften fand er über 500 Manuskripte hebräischer Afrzte aus dem Mittelalter, von denen er die wertvollsten Seite für Seite photographiere» ließ, da eine Bearbeitung in der Bibliotliek selbst oder eine Entfernung aus derselben iiuinüglich war. Die Handschriften, die für das hohe* Niveau der Jüdischen Heilkunde des Mittelalters sprechen und interessante Zusammenhänge zwischen Ritus, Medizin und Hygiene aufdecken, /.erfüllen in drei Gruppen, in denen die Heilkräuter im allgemeinen. ihr Wesen und schließlich Anwendung und Namen der aus ihnen herzustellenden Medikamente behandelt werden. Bei vielen Manuskripten bestellt über die Autorschaft Unklarheit MÖBEL in allen Preislagen MÖBEL- FABRIK A. SCHIRM INHABER: J. SPEIDEL REUTLINGEN Schulstr. 33 (n. d. Oberamt) Tel. 3651/52 Unverblndl. Besichtigung erbet Willi. 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