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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-10-01 · 13 (1.10.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
13 (1.10.1930)
Date
1930-10-01
Page
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Zum 50. Todestag des Rabbiners Maier Hilb in Haigerloch. V11, 24. <1111 /ut-ib'ii Ist): dt“' Nou- .11)• -fc-ic-. \olji'iiili tf der Inhalier >l> > 1^66 l>> griiii'loli’n I irm,i I . Hill) «X ( ie in l Int. 7> >> I >> - nt,! ii Hilli. in voller geistiger mul körperlicher I r i~« i <• -rin 'j. I cheti'j.ihr. I '< r Jnhilar. ein , <|c* \ er ex Dien R.ibbiiu "' Maier Hill) in Ile i u e r I «i ih . übi r'i udet UN' die folgende kleine I cbeii'hc'dtreihuiig M-ine- \ aters. ein »p:, itieii'ie' /eiigni' fnr die ungebrochene Rii'tig- -ki .| de> n l jiii luuiige.ichteleii Manne-: Mein, \ .: r. R.ibbiuer M a i e r Hill), war am _:4 Vni :nliei l>«i)7 />> Ihiigrrloch gehören, Pr be- 'H -'Ml 'einem I' reunde Be r I ho'lil X ii e r - fili I almnd'ihnie /n I Icdiiiiueji und '|>äter .1' i vzriiii /n k.irl'i nlie. Xiuh liier i Izteu llie i alt n I lemule ilne t.iltnndi'ihen Mndien flt'iHiJT -,i *, |)a heidi mitiello' waren, crjjjelten 'ie ..he'U.m*■" in einigen si-nnnn'i: K.ii Driilier f einiii. n D i' l nnIink " »Ille e'. daf* nt.in am f »I'tt ml iw /1 * i' * * > r n 111: Jeni'.i leni'. am ö. Aw. unter der l'.eil'lele liirllidd \uerb,uh' fri'ihe kir- |.|, Nil i n ii. Die Folge wai. dal! ihm 'eine U ,ih kii'Un^e uiT'.igten. '<> «lall er , ii.,.' i, Xiein X ater liimnte ihm Mir den kl I'III he /ii 11! hl—eil iij^d naih 'i i; . , neln n. Wenn amh die heiden ' e i":. - - ■ uetieniit lehten. '!> hlieh die; . M i:: ei * den Ii ''teilen. Iih ern i' meiii -i knahen/eit. daß liert- \ne ie:: X ater 'tel' lie'inhte. '<> : i ' \ i't tti .am. I.' i't mir nnii r- Lid-'i-k ■ ,, le iden XD:i.:iei 'iih hei -ie;t 11! hi! IeI XI) I'e Vi r X' . h. - . i e 'p. Ier die ’ llhei'ilat deii. :i-■ . iif>i;iir«-ii. N.ub Beendigung . , i'. itde Hidien/ollern- I . . .--"i: -mii; I! i h h : II a 1 ' \ e r - >4'i . : in I! e h 1) i n e r um llaiger-; I'e, XI' >”)l: i hlhell/ lllel 11-Siir- •n k lIII. hieb di ' Stellung X ■ ii ii) i : .di : i. I r w :I meine' X) i". - - - | , ■ r/iz‘ i »111 "Maate .tilg!'lellte Rab- ■ 1 X n I;;; J.d.:i't mein X ater d - 'im dem er 44 Jahr,• X IW d t : il. \ 11:: 'ille 'eit 'l'illelll : “n :.i:: n-e. :i;eii. lind 'ein x,,|,n denkt ii: " linier XXI Im,. I an den edlen lind h; Xe: -1--- I Xnll.ld llli: j Ml ll'ltCll Fördert das „Jüdische Lehrhaus Y‘ idi'iie I i!. .haii'! Xllehrw lirdiirer Name! i '!■ I ■’ nä 11 /i i -44 III) > -ei'Ie all 1111' WT- D I a . w i n i:,'e: . -ra all' liabvn II de: all<n Ihiinai. Iiaiii Pal.i'tina. Nelieinia er'dieint. ilii große ei H iiifin nein' judi'ihc' leben ■ e i: e.'ieilmten liiinimern. Die : - i.i-M'i/ i i X in: kommt /n ", -n XX i: wollen h'i n ii. w ir wolh'ii Xoik. I -dl: liaii'er werilmi pe- > n: Jaiui ne 'it/l einti.ithfi^ hei- ■ i 'i Ii * ilen >dirifli:ididirti'ii. den;• 'iidie 1 ln>ra aii'le^en. Ki't tun i' l,.: - 4ji: I,,, nii'i rer /«■ iin-thnniil'. Die ,.e ' - ' 'eilen weiter. Die Körner i. I e 4, koinmen. zwei jiiili'ihe Mäna-, : n: or: Ilii lei. ein Nadikomine k nu : / . id. nml S ili .: m in a i . heidi ' i; m niiniter >ilinlen. XX jr 'ihreihen etwa ,.. iiii'itit /i'itreihnnn^. hin i ,-• i lief Ji-rii'aleru” wird wm. den a, - i i-' ii. niemand kann die Stadt ier- - 144 - laven. Uahhi Jixhaiian ben Sakkai läHt sirh in einem Sarg von zwei seiner Jiinper aus der belagerten Stadt heraustrapen. er wird vor \espasian. den römischen Feldherrn, pefiihrt und bittet diesen.’in Jamnia ein l.ehrhaus gründen zu dürfen. XX ie klein ist diese Bitte! Der Feldherr gewährt sie gnädig. Das Lehrhaus wird gegründet. kurze Zeit darauf fällt Jerusalem, der Tempel wird zerstört, die Juden werden getötet: wer um Leiten bleibt, wird in die Gefangenschaft hinweggeführt. Das Judentum ist scheinbar vernichtet. Aber nur scheinbar, denn die Lehre ist gerettet. Rabbi Jochanun ben Sakkai hat die grolle Tat vollbracht, von seinem Lehrhaus in Jamnia. dessen Gründung der Römer großmütig gestattete, geht das neue Licht aus. — Weiter gehen die Jahrhunderte. Der Schwerpunkt des jüdischen Leltens vvird von Palästina nach Babylonien verlegt. Namen wie Xahardea. Sura. Piimbedita. alle drei berühmte Stätten jüdischer XX i i-heit. ziehen an uns vorüber. X olle sieben Jahrhunderte erstrahlt der Glanz der ehrwürdigen Hochschule von Sura. um das Jahr 2I‘> unserer Zeitrechnung wird sie von Rab gegründet. im Jahr 11140 midi sie ihre Tore für immer schließen. Denn inzwischen ist Spanien zum Mittelpunkt der Juden geworden. Das berühmteste I.ehrhaiL' stellt in C ordova: von überall her strömen die Jünger dorthin, um Weisheit zu schöpfen, ln Sevilla, in Granada, in Lueena entstehen bedeutende Lehrhäuser, bis dann später Toledo alle anderen überstrahlt. So zieht sich durch die Jahrhunderte eine große Kette von jüdischen Lehrhäusern: Name reiht sich an Name. Stätte an Stätte. Sie alle zusammen sind die I r ä g e r des J ii d e n I II III s. Griechenland ist vernichtet. Rom i't gefallen, das Judentum bestellt noch immer. XX je konnte dieses XX linder ■geschehen:' Den jüdischen l.ehrhüiiseru verdanken wir es. den Großen, die in ihnen wirkten. lind den Jüngern, die »ich zu ihren Hißen geschart haben. I s klingt vermessen, wenn wir hier das ..J ii - ul i ' ch e I e Ii r h a II s" in Stuttgart anreihen. Nicht kann es 'ich vergleichen mit all den erlauchten Namen, die soeben an unserem Geiste vorübeir/ogen. Aber eilt Glied, wenn auch ein bescheidene', in der. langen kette der Stätten, die jüdisches Wissen vermitteln und Weiterungen. soll es nach dem XXillcn seiner Gründer und seiner Lehrer sein. Mit Begeisterung wurde liier Gedanke, in Stuttgart ein jüdisches Lchrhaus ili' Leben zu rufen, überall aiifgenoiiimen und vor vier Jahren in die lat umgesetzt, mit Freuden 'teilten 'ich unsere Lehrer zur X erfiigung. ein reichhaltiger Stoß 'wird seit. Jahren aus den verschiedensten Gebieten jüdischer Lehre und jüdischer Problematik geboten. Hebräische Sprachkurse werden eingerichtet, die I hora wird erklärt, aus den ..Propheten" wird vorgetragen, jüdische Sagen werden berichtet, der Sinn der jüdischen Gebräuche wird erläutert, jüdische Geschichte wird gelehrt. Rcligionsphilosophie wird behandelt — es ist unmöglich, all die vielen Gebiete einzeln aufzuzählen, die im l aufe der Jahre im Lehrhans besprochen wurden. Daneben finden meh'rmals im Jahr öffentliche, die Allgemeinheit interessierende Veranstaltungen statt, wie z. B. vor zwei Jahren R e I i g i o n s g e s p r ii ch e zwischen Buber und hervorragenden Xertretern anderer Religionen. Die Hörer haben weitgehenden l'.iufluß auf die Gestaltung des Lehrplanes iinit die Art. wie dieser gchandhabt werden soll, an jeden X ortrag schließt sich eine Diskussion an. am Fnde des kurses können sie ihre XXiinsche für den neuen Lehrplan äußern, kurz, es ist im ..Jüdischen Lehrhaus" eine Linrichtung geschaffen worden, die in der Tat befähigt ist. jüdisches XX i'seii -zu vermitteln und zu vermehren. Das Haus i't dir. die Lehrer sind bereit, wo aber sind die S ch ü I e r? Sie fehl e n! Anfangs strömten sie in Scharen herbei und füllten die Hörsäle, aber bald war TAPETEN LINOLEUM VORHÄNGE HIENERWADEL BUCH SIN STRA S SB 3» die erste Begeisterung verschwunden, immer mehr fielen ab und nur ein kleiner Rest blieb übrig. Gegen v(H)0 jüdische Seelen zählt Stuttgart. ganze 77 Hörer haben im I. Trimester 1930 das ..Jüdische Lehrhaus“ besucht, ein beschämend kleiner Prozentsatz. XX o bliebst Du, Bruder, wo Du. Schwester und Du und Du. wo blieb vor allem unsere Jugend? Sind wir alle so reich an Kenntnissen, daß wir das jüdische Lehrhaus nicht brauchen? Ich denke, nein! Oder ist uns unser Glaube, den unsere Väter heilig gehalten und unsere Mütter verehrt haben, plötzlich gleichgültig geworden? Nein. Tag für Tag kämpfen und leiden wir als Juden, jeder neue Morgen bringt uns neue Zurücksetzungen, neue Beleidigungen, wir aber bleiben treu dem Glauben unserer Väter und unserer Mütter. XVollen wir uns nicht für den schweren Kampf, den uns unsere Neider aufgezwungen haben, daditrdt kräftigen, daß wir unser Judentum näher kennen lernen? Das „Jüdische Lehrhaus“ treibt keine Politik. Apologetik gehört nicht zu seinem Auf gabenkreis. aber eine Stätte j ii d i s ch e n XX i s - sens will es sein, zu guten Menschen und zu stolzen, aufrechten Juden will es uns erziehen. Nun öffnet das „Jüdische l.ehrhaus" für das Herbstsemester wieder seine Pforten, hs ruft F ii ch alle, c'in jeder ist w i I I k o in nt e n. Ihr jüdischen Männer und Frauen, folget seiner Finladung um Fiter selbst willen, bringet Faire Jugend mit um Fairer Zukunft willen, denn so lange wir jüdisches Wissen pflegen, so lange kann auch das Judentum nicht untergehen. Noblesse oblige. Adel verpflichtet. Jude sein verpflichtet doppelt, der Vergangenheit und der Zukunft gegenüber. Dr.S.S. 01&6 Am* Stuttgart. Der Vorstand der Israel. Gemeinde Frankfurt a. M. veröffentlicht im ..Gemeindeblatt“ folgenden beachtenswerten Aufruf: Die augenblickliche Lage veranlaßt uns zu der Bitte, an den bevorstehenden Feiertagen alles zu vermeiden, was Anlaß zu unliebsamen Vorfällen geben könnte. Insbesondere bitten wir, in bezug auf Kleidung Zurückhaltung zu wahren, darauf bedacht zu sein, daß der Verkehr nach und von den Synagogen sich möglichst rasch abwickelt, daß keinerlei Ansammlungen vor den Synagogen oder anderwärts stattfinden. Auch der notwendigen Kontrolle der Einlaßkarten zu den Synagogen bitten wir, sich willig zu unterwerfen. Wir hoffen, daß dieser Hinweis in allen Kreisen der Gemeinde Beachtung linden wird. Stuttgart. Mein schreibt uns: Der „Wohlfahrtsverei n" in Stuttgart, kutharinenstr. 20, veranstaltet vom 2. bis tl. Oktober seine 7. Sammlung getragener Kleider- und Wäschestücke. Im letzten Jahr konnten aus dieser Sammlung 3000 Familien und Einzelpersonen mit Kleidern und XX äschestücken versehen werden. Im. kommenden Winter mit den unzähligen Arbeitslosen wird die Not leider sehr bedeutend größer werden und es wird noch viel mehr Hilfe als in ilen vergangenen Jahren notwendig sein. Die Verteilung der gesammelten Stücke, die ohne <XG£z> Stuttgarter Planetarium Vorführungen bis auf weiteres täglich abends 6 und 8 Uhr Samstags sowie Sonn- und Feiertags auch 4 Uhr Programme jeden Freitag i. d. Tageszeitungen — Eintritt M. 1.-Kinder bis zu 14 Jahren 50 Pfg. Bei größeren Besuchergruppen Preisermäßigung u. Sonderführtingen Neuwascherei u. Waschanstalt KARIKOPPIE STUTTQART Blumenstraße 18 - Telephon 266 27 AdlCr'AD0fll€k€Dr.v*<k iTMrtiuitriti IS* Stattgart hng.UKI firMfcs Later ia fpezlalUUea, UO»HO». eBledic ■. Ar uehBll tel Haaptafederlaf« L Hon. CeDtralapotheke-GUppiafen Laboratorium flr Harn - U n t e r s a<haagei WM" Rasdier Versand nadi auswärts Ihren Bedarf in Photo- Radio- und Schallplattee decken Sie am besten Im Spezialhaus / Stuttgart Wilhelm UOllllB MillUretr.32 Das Haus der guten Bedienung und Beratung. BiCQC-ULTBA-ZAHNPASTA Z: dl« richtig«, st« macht dt« Zihn« bl«nd«nd w«W II. b«««ltlgt Mundgeruch, spritzt nicht, ist hochkonzentriert, daher sparsamer. 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