Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 13 (1.10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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jeden Untersdiied der Konfession geschieht, besorgen ehrenamtlich Frauen, die schon viele Jahre mit Geschick und warmem Her/en für jeden bedürftigen Bittsteller das Richtige aussudien und schon unendlich viel Not lindern konnten. ... . „ Ich möchte an die Angehörigen unserer Gemeinde die Bitte stellen, so viel ajs mög- 1 i di zu der kommenden Sammlung wieder beizutragen. Dus Israelitische Fürsorgea in t ist ja bekanntlich im Ausschuß des^,.Wohlfahrtsverein“ vertreten und bei seiner Fürsorge stets in der entgegenkommendsten Weise vom ..Wohlfahrtsverein“ bedacht worden. Berta Weil. Stuttgart. Das Israel. Gemeindevorsteheramt wandte sich vor kurzem mit folgendem Rundschreiben an die Mitglieder der Isr. Gemeinde Stuttgart: „Das Israelitische Vorsteheramt hat sich zur Vermeidung erheblicher Mißständc zu dem Beschluß genötigt gesehen, das Spenden (Schnödem) beim Aufrufen zur Thora aufzuheben. Angesichts der stetig wachsenden Bedürfnisse darf jedoch durch die Abschaffung der Thoraspenden keine Schädigung der freien Wohlfahrtspflege eintreten; vielmehr mufl in anderer Weise dafür gesorgt werden, daß die Wohltätigkeitsvereine auch weiterhin ihre segensreiche Tätigkeit im Dienste der Kranken. Armen und Notleidenden ausüben können. Fine Anzahl von Gemeindemitgliedern hat die Abschaffung des Schnoderns zum Anlaß genommen, die regelmäßigen Vereinsbeiträge zu erhöhen; wir wenden uns auch -an Sie mit der Bitte, sich diesem Beispiel anzuschließen. Weiter bitten wir Sie, gutem, alten Brauche gemäß, die Wohlfahrtsorganisationeu bei freudigen und ernste n Anlässen mit besonderen Zuwendungen wie seither zu bedenken und die Mittel der Vereine und Anstalten durch Ablösung von Glückwünschen, Beileidsbezeugungen und Kranzspenden zu stärken. Die Gemeindepflege ist bereit. Spenden entgegenzunehmen una an die Vereine und Anstalten weiterzuleiten. Beträge, die ohne Zweckbestimmung bei der Gemeindepflege eingehen. werden nach einem von den Vereinen und Anstalten aufgestellten Schlüssel verteilt. Die Vereine werden die Namen der Spender und den Anlaß der Spende bezw. der Ablösung ohne Nennung der Beträge künftighin allmonatlich in der Gemeindezeitung veröffentlichen. Auf Wunsch der Spender wird der Name bei der Veröffentlichung weggelassen. - 145 - Die wohltätigen Vereine und Anstalten, die eine so segensreiche Tätigkeit im Dienste der Armen und Kranken unserer Gemeinde entfalten, können der herrschenden Not nur dann wirksam begegnen, wenn sie in der Erfüllung ihrer edlen Aufgaben von allen Gemeindemitgliedern unterstützt werden. Darum richten wir an jedes einzelne Mitglied unserer Gemeinde die Bitte, den wohltätigen Organisationen erhöhte Beiträge zuzuwenden und jeden Anlaß zu benutzen, um niit/uwirken underUnterstützungunsererArmen und der Erhaltung unserer milden und wohltätigen Anstulte n.“ Um die eingegangenen Spenden regelmäßig veröffentlichen zu können, bitten wir die in Frage kommenden Stellen, die Spendenlisten r e ch t z e i t i g an die Isr. V e r 1 a g s a n s t a 11. Stuttgart. Kasernenstr.il. einzureichen. Stuttgart. B e r t h o I d Auer 1» a ch -Verein Nachdem am 9. September Dr. Fritz Bauer über die bevorstehenden Iteichstugswuhlen in einem Ausspracheabend referiert hatte, sprach am 16. September in einem zweiten Ausspracheabend Dr. Walter Strauß über dus gleiche Thema, diesmal aber vom Gesichtspunkt der durch die Wahlen geschaffenen » e u e n politischen Situation. Die Gründe des nationalsozialistischen Wahlerfolgs liegen nach Ansicht des Redners in der allgemeinen Not und den Fehlern der Regierung, in der Aktivierung der politisch Indifferenten, in der psychologischen Werbekruft des Wortes National-„Sozialismus“ und in der Tatsache, daß Jungwähler in einem Alter in dem sie noch nicht politisch reif sind, ihre Stimme abgeben können. Dr. Walter Strauß beschäftigte sich sodann mit den Forderungen der Nationalsozialisten, besprach die Möglichkeiten ^parteimäßiger Sammlungen und zitierte sehr interessante diesbezügliche Pressestimmen. Beiden Ausspracheabenden schloß sich eine sehr lebhafte Diskussion an. Stuttgart. Veranstaltungen im Berthold Auerbach-Verein. Der für den 3«. September vorgesehene Vortrag von Dr. Fritz Bauer über „A rbeitgeber und Arbeitnehmer“ mußte auf 28. Oktober verlegt werden. Am 9. Oktober findet ein Ausspracheabend über „Beruf und Freizeit“ statt. Die Leitung hat Oberlehrer Adelsheimer übernommen. Nachdem die bisherigen Veranstaltungen des B.A.V. außerordentlich gut besucht waren, darf auch besonders für dieses aktuelle Thema starkes Interesse vorausgesetzt werden. FLOOEL PIANO« I4MN CT 1 6 s i •4- Wie an dieses Stelle vor kurzem schon mitgeteilt. beabsi^itigt die Vereinsleitung eine Junggrupp^ ins Leben zu rufen. Erst neulich hat, wie Ip unserer Jugendnummer schon zum Ausdruck j gebracht der Verbandstag in München gezeigt, daß ein Jugendbund ohne diese jungen und jüngsten Kräfte, die den Nachwuchs bilden unjd sodann Verbindung mit Elternhaus und Schulp hersteilen sollen, -nicht lebendig e rhalten werdeq kann. Von dieser Voraussetzung ausgehend, findet am 12. Oktober d. Js. im Jägerhaus. Hasenber|gsteige 101. eine Junggrup, prnveranstjaltung statt, die über Weg und Ziel dieser neuen Gründung des B.A.V. Aufschluß geben wird. ' Die Junggruppe soll vorläufig jungen und Mädchen im Alter von 12—15 Jahren umschließen und ihnen Gelegenheit geben, gemeinsam zu wandern und ganz besonders in jugendlicher Gemeinschaftsafbeit auf denjenigen Gebieten, die von Schule)und Elternhaus naturnotwendig nicht erfaßt werden können, zu lernen und sich zu betätigen. Auf diese Weise soll von Jugend auf das Interesse für alle jüdischen Fragen geweckt und der (Boden für eine spätere jüdische verantwortungsvolle Arbeit bereitet werden. Wir empfehlen, nicht zuletzt auch den Eltern. cVn Besuch dieses Nachmittags aufs wärmste. Damit auch fröhlicher Geselligkeit Rechnung getragen wird, veranstaltet der B.A.V. am 15. Oktober einen «.Gie m U 11 i ch e n A b e n d“ im Kurhaus auf der Hpid. (Näheres siehe Inserat 8.142.) Stuttgart. Das .. J ü d i s di e L e h r h a u s“ veröffentlicht auf Seite 142 dieser Ausgabe seinen Arbeitsplan für die Zeit vom 16. Oktober 1930 bis Ende Januar li>3i. Wiederum wird durch die Kurse des „Jüdischen Lehrhauses“ wertvolles jüdisches Wissen in reichem Maße vermittelt. Auch diesmal hpben sich die bewährten früheren Kursleiter in (dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. IwawW vif er sein soll, fesch, tnodege* recht und öu&serst preiswert. aus der bezaubernd schönen Auswahl des Modehaus Frasdi Stuttgart Marienstrass« 36 das führende Spezialhaus für Damenu. KinderhOts Entzückend fasche Kappen schon zu M. 3.03 4.SO 0.75 12.- bis 10^- Aparte kleidsame FllzhQts schon zu M. 4.93 0.75 9.75 bis 18.S0 Elegants Samthüte.schon zu M. 1230 IS»— 24»— 35. — Haar- und VstourhOts . . . schon zu M. 14.30 10.50 24 — 20- Bitta bringen Sie Ihre alten Hüte, wir verändern diese nach dar neuasten Mode schnell und billigst Sia worden zuffri«d«n Mini / Durdi die VereinUtud) unserer Werke foUslInfile Umstehn! 4er Bediele Hidulleistiüei hi Fm, QuiHlii i. 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