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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-09-16 · 12 (16.9.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
12 (16.9.1930)
Date
1930-09-16
Page
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f,*fr w <*r<l< ii: *•»• -iiiil ziig>*bi»<*n im iiiii»-r«l«-nt- *.cht*n \erkc*lir. im \c*rkrhr mit Dun/ig. Diinc*- mirk. I iiinlanil. Jugo*>l<iv it*n. Le ttland. I.ilmic*». rinschlii-HlicIi Mrmc'lgcbiet. Luxemburg. ()c>torrrich. Pole». Rumänien. Scuirgebiet. I -»hecho- »lov.ikei. I »garn. Aegvpten. Palästina »ml Irak, ferne r mit «len V »'reinigten Staaten von Amerika nml mit kan.nla. Leber die Gebühren und alb* weiteren Beilingiinge» uebe» die lele^rcimmannahmc-tellen Vii'kuufl. Enthüll ii ngen über die Heim wehr. Der Prü-ülent .1,-- o'lerreichi-che» l.aniTbnnde' /uligl bat.im /u'>;n:nie»!wing mit der Aenclerimg in der Hiin<le>fiilmmg <ler ,'»terrcichi**chen Hcvurwebi. die unter der neuen Führung in Hitlers I allr» is., , /ii geraten drnlit. folgende interessante I rilliüllungeu gemacht: \or einiger /eit ver'iubten 1 leimu eli i füll rer liotli'diild' finan/iolle Lnterstiit/ung für einen antt'o/iali-tis,fn*n Pnlxh in Wien /II gewinnen. Hothsibild er widerte, chiß er niibts nnternelunen wolle, w.i' gegen die Regierung gerichtet sei. Der vor einiger /eit ansgew iesene StiibsleUCT d, r .»-lei r*’iiliis,|ien llcimwehren. Major Panst. bat ebenfalls olme Krfolg -einer/eit bei llothscfiild Intel\eniert. Die Leitung der lleiinwehr bat 'idi andi wiederholt an die Wiener Israeliti'die kult'i'gemeinde mit dem Fr**iichc*n tun hörderiing iluer Ziele gewandt, ging aber auch liier mit leeren I Linden aus. da sich die kultusgenieinde grnnd'at/liih ton österreichischer Partei,i-ditik fernhalt. I.' i't tiicht ausgeschlossen: cluH die Abfuhr, die der Heimwehrfiihrung in jüdischen kreisen zuteil wurde, mit eine l r-nche des neuen tcT'chärft antisemitischen kur'Os ist. Jc-deuf.i 11' wurde •durch Rothschilds Haltung ()es|.■!!■; I: , i einem Putsch bewahrt. Ein Zentnilkoniilee ungarischer Juden. tu i ,u, , ton prominenten \ertretern der ungaii-Hien Juden abgehaltenen \ ers.minilting w urde lies,blossen, die Beziehungen der ungarischen '■'Juden mit der Judcnhcit in de n anderen Ländern. die in der /eit seit dem kriege nicht aufrecht erhalten wurden, wieder /n pflegen und /u diesem /weck ein Zentralkomitee der Förderation ungarischer Juden zu bilden, in dem alle Organisationen der ungarische n judcnhcit vertreten s,.|;, -ollen. Baron kühner, der Präsident des l.andeskomite, s ungarischer jüdischer Gemeinden, führte in seiner V»spräche in der Gründetngscersanimbmg aii'. c» sei der /weck der neuen Organisation, die Beziehungen zu der Judcnhcit in andere,i I ändern zum Nutzen des Judentums im allgemeinen und zum Besten der kulturellen und sci/ialen jüdischen Institutionen Lngarns aus/uw erteil. In der \ < r-aninilung wurde beschlossen, daß Baron kohner. Dr. Joseph V c sc i (Mitglied des ungarische» Herrenhauses und ( hefredakteur des ..IVsier l.lo\d”i. die jüdischen Deputierten Paul Sando, und Ge/a Deszi und der Präsident der Budapi'ler jüdischen Cienieinde. Ilofrat •Stern, mit den \ ertretern der jüdischen Organisationen l.iiglanels. I rank reich» und Amerikas in \ erliindung' treten soHen. um sie über Leistungen und Intel, s-, n ,|er ungarischen judenheit aufzuklar, n. Milihandtung \on Juden durch Cuzisten. I eberfalle um ( u/i'ten auf jüdische- Fi**enbahnpa'sagiere in Rumänien dauern an. Auf der Strecke zwischen Bukarest und ( oii'tan/a wurde der tiojalirigc- Mar, ns Nudler, nachdem er blutig mißhandelt lind seiner Brieftasche beraubt worden war. aus dem fahrenden Zuge geworfen. Er wurde später schwerverletzt ntifgefiinden. Am gleichen lag,- überfielen Mitglieder der ..Eisernen Garde" auf dem Bnkare-ter Nordbahnhof den liablijuer von ( nimmt und schlugen ihn blutig. >000 Juden für die Done/.-Kohlenbergwerke. W je die in ( harkow erscheinende jiddische kommuni'ti-,he Zeitung ..Stern" meldet, wird gegenwärtigin der L kraine eine Aktion zur Anwerbung Min ><HHi jüdischen jungen Leuten zur \rb,-it in den kohlensihächten des Donez durchgefiihrt. Die Führer des ukrainischen ..Kom/et” erklärten sich gegen diesen Werbefeldzug und führten an. daß die jüdische Jugend in den ukrainischen Kleinstädten, die durch Entbehrungen und tragische Erlebnisse entkräftet und enerviert ist. sich für die schwere Arbeit in den Kohlenbergwerken nicht eigne. Diese Ansicht wurde als ..opportunistisch“ verworfen und es wurde beschlossen, die Werbung dnrchzufiihren. Tausend jüdische Mitglieder der jungkommunistisdu-n klubs haben sich bereits für die Arbeit im Donez zur Verfügung gestellt. Einigungsverhandlungen in der Klagemauerfrage. Die vor etwa einer Woche unter Mitwirkung der Palästinaregierung eröffneten Verhandlungen - 136 - zwischen Juden— und Araber» über eine Einigungsformcl im klagemauerkonflikt wurden nunmehr ergebnislos abgebrochen. Die starre Unnachgiebigkeit des Großmufti von Jerusalem macht eine Wiederaufnahme solcher \erhandlungen unwahrscheinlich. Der Präsident der Jerusalemer Jüdischen Gemeinde und Mitglied der Exec utivedes W aad-Leumi. hatte sich schon kurz nach der Aufnahme der > erliandliingen dem Vertreter der JTA. gegenüber dahin geäußert, daß er an die .Möglichkeit einer Verständigung im klagenfu»erstreit nicht glaube. Die Juden hätten die äußersten Zugeständnisse gemacht, die \raber aber seien jedem Argument unzugänglich. Zur Jugendnummer. Sehr geehrte Redaktion! Zu den Ausführungen der sehr geschätzten Damen und Herren in ihrer JugendnummcT vom I September gestatte ich mir. folgendes zu bemerken: Die besten Menschenkenner und Förderer der Jugend sind doch wohl die Erzieher und Lehrer, und als Ixratende Glieder die Mediziner. Das Ihre Firma für Sanitär u. Heizung Sfumpf & Mttllcr STUTTGART Paaliamutr. 16 / Tel. 70951/2 tägliche* Zusammensein besonders der ersteren mit den Jugendlichen versetzt sie in die Lage, diese* Jugend am treffendsten zu charakterisieren und von ihr ein Gesamtbild zu gewinnen. Bei der schulentwachsenen Jugend, die in Vereinen und Bünden ziisammengeschlossen ist. bietet sich den Führern erst recht Gelegenheit. Erfahrungen darüber zu sammeln, vvus unsere* heutige jüdische Jugend bewegt, was ihr Freude* bereitet und was sie schmerzt. Der gute Beobachter, der sich als väterlicher Freund zu geben weiß, wird denn auch Mittel und Wege finden, der geistigen und körperlichen Not unserer Jugend zu steuern. In den Kragen, die in Sachen ..Jugendbewegung“ aufgerollt wurden, pulsieren gewiß die besten Vor- und Ratschläge: eine m Problem aber, vielleicht einem der wichtigsten, ist man aus dem W ege gegangen, dem Sexuul-Problem. Daß hervorragende Jüdische Menschen unserer cKeiMtxuw Nikolai-Drogerie Telefon 270 GUSTAV BRANDEL Sülmerstr.70 Die Fachdrogerie iür Ihren täglichen Bedarf 1 Rudfsdie Spradiu. Handelssdiule „minerva" Heilbronn, innere Ro*enberg*tr. 4, Telefon 740 Jahre*' and Hslbjshretkarte fOrdat ge tarnte Du Abattungtweten I» Verbindung mit HandeJskunde, Kaofm. Red»neu. Stenografie u. MaodUDenMhreiben. Abendkarte ln Elabeltokurudirift, Matdiiaentdirctben. SdiOotchrelben o. DudrfQhrung. Deftno d.Karte am 0.Ok~ tob. 1930. Autkuafi u. Prospekte kotier»lot d.d. Direktion ■ ■ - - - - CarlBense ■ ■ Parfümerien/Tolletteartikel P Wasch- und Putzmittel ym H Kalserstr. 23 e«!>» S5im»r»tr. j GOTTL. SCHUSTER Bauscbrelnerei uod lüDbel-Fabrlk Holzstraße 5—7, Fernruf 412 lü. 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