Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 11 (1.9.1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4904101-5441863-5443149--2736-4906696- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
121 wicklung erfaHt und sidi verantwortlich fühlt für deren Erhaltung: Eine alles überragende Sonderaufgabe jüdischer Jugend. Nicht lnur. weil 4000 Jahre Geschichte ihre würdige rortsetzung verlangen. Sondern hauptsächlich, weil das Judentum die einzige Religionslehre ist, welche neben dem Ideal der Vergangenheit auch ein solches in der Zukunft besitzt, im Menschheitsideal der Propheten, zu dessen dereinstiger Verwirklichung es dein Leben künftiger Tuge angeboren muH. Generaiionsbewu$ftsein. Von Dipl.-Ing. Julias Freund, Schorndorf. Die laute Betonung der Gegensätze zwischen den verschiedenen Lagern der Jugend, vor Allem auch zwischen hündischer und nichtbündischer Jugend, verdeckt bisweilen den E i n d r u ck und das Bewußtsein der Einheit. | Nun ist ganz gewiß die Betonung und Ausprägung der eigenen Besonderheit eine natürliche Folge des Selbstbewufltseins. und für die Entwicklung unentbehrlich. Gerade in der Unsicherheit unserer Zeit, dem Fehlen allgemeiner VVertmußstäbe, gibt nur das treue F,esthalten um eigenen Wege einige Sicherheit. Und wenn überdies in der vielfachen Spaltung der Jugend eine Möglichkeit liegt, dem ungeheueren Umfang der modernen Probleme gerecht zu werden und in dem schnellen Fluß der Entwicklungen jeweils eine Spitzengruppe herauszustellen, so trägt jeder, Teil dadurch am besten zum Gesamten bei! daß er seinen Einzelweg möglichst gründlich durchlebt und erprobt. Aber dabei sollte* das Bewußtsein, wielsehr diese Generation ein Ganzes bildet, immer wachbleiben! Es sind ja in allen Lager» fast die gleichen Nöte, welche die Jugend zum Kumpf und zum Aufbau getrieben haben. Jeder Jugendbewegung liegen geschichtlich wie erlebnismäßig der Zusammenbruch der ulten Werte und gewohnten \ erhältnisse, die ungelösten Fragen und Sorgen der Gegenwart, die vorauseilenden Schatten unübersehbarer Entwicklungen zugrunde. -| Verschieden ist die Art der Reaktion auf das Erlebnis dieser Lage: aller eindrucksvoll tritt immer wieder hervor, w je die Jugend aller Kreise* die gleichen Kräfte mobil macht: wie nahe sich die Gläubigen und die Weltlichen, die Konservativen und clie Revolutionären, die Sozialisten und die Nationalen stehen! ]_ Freilich nur. bis sie in das gegenwärtige * System hineingedrüngt werden, das überall zw ischen menschlich Zusammengehörigem willkürliche oder geschichtlich überholte*, unübersteigbare Grenzen errichtet. Dann verschwindet im .Augenblick, in dem clie eigene Richtung Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt, das jugendliche Verständnis und Kameradschaftsgefühl, das Bewußtsein der eigenen Unzulänglichkeit und der Ergänzung durch clie anderen. Wenn auch noch nicht das neue Wort, das die ganze Generation wieder einigt, gesprochen w erden kann: einmal wird alles, was d i e Einzelnen auf ihre » W c* g c* n g e - w o n n e n haben, z u s a m m e n g e t r a ge n werden. Denn cor allem ist gemeinsame Aufgalie der Zukunft: die Ordnung des staatlichen und wirtschaftlichen Lebens, clie Neiiverwegtung des Geistigen und Seelischen. Vieles von dieser Neuordnung wird schon von einigen Menschen der herrschenden Generation geleistet: manches schafft die Zeit von selbst. Das meiste wird die jetzt junge Generation schaffen müssen, clie keine Aussicht hat. über clie Kämpfe hinwegzusterbeii und sich derweil mit den Träumen früherer Güter zu behelfen. Diese Front kann gar nicht weit genug gespannt werden. Unmoderne, unbewegte Jugend gibt es schon nicht mehr: auch der Behäbigste fällt in irgend eine Not der Gegenwart, bringt in irgend einem Teil seiner Geisteshaltung und Lebensform einen Beitrag zu den kommenden Dingen. Bündische und unbündische Jugend haben — in die sem Zusammenhang gesehen — keinen Grund, sich oder den anderen für minderwertig zu halten. So wie der Wert des hündischen Lebens für viele Bezirke über alle Zweifel steht, so gewiß werden viele Schritte, die für clie Gesamtheit wichtig sind, von den in keiner Gemeinschaft erfaßten Menschen gegangen. Oft ist gerade der Einzelne weneftfer im Ergreifen und Gestalten neuer Ideen, als die immer auf Selbsterhaltung bedachten und darum konservativen Gemeinschaften. Und sicher spürt er meist den Druck der Zeit, die Wendung des Augenblicks deutlicher als der in einem Kreise Geborgene er regt sich, schafft Hilfe und Fortschritt. Die Jugend kann keinen ihrer Teile entbehren. KARL SEYBOLD, ‘"Ä"' i- «. BHaoloalaara AApPIMAKM , Sauerbrunnenstr. 28 UUrnNUtW / Fernsprecher Nr.345 Verkant sgescfcafti LANOESTRASSE 12 Wann gelingt es Kreisen, die der ganzen Jugend dienen sollen — wie unser Jugendring —. auch die Einzel n e u . Eins« in c* n in die Front hineinzuziehen? Wann festigt sich der ganzen Jugend, der hündischen wie der nichtbündische». über alles Trennende hinweg das Bewußtsein vom Schicksal und den Aufgaben dieser Generali o n? Die könnende Winterarbeit des B. A.V. Der B e r t Ij o I d A u e r h a ch - \ c* r e i n w ill im kommenddn Winter diejenigen Gegenwartsfragen. auf clie es seiner Meinung nach ankoinniti unter a 1 1 g e m e i n e n und den £udwiqsAucg.\ RATHAUS-DROGERIE OBEHE MARKTSTR. 1 / TELEPHON 3113 Bei zuvorkommender, fachmännisch. Bedienung Sämtliche medix. Drogen, Seifen, Parfüme, deutscher n. ansL Firmen, Krankenpflege-Artikel Dle| Juwelier-Firma Wilh. KmmI * Ludwlgsburg 1 KlrohatraBe iS baateht aalt M Jahren und bietet ■rAEte AafwaM bei blMgaa Preisen Bern Schelle Frledhof-Gftrtnerel Elektro« und Radio^iLus OTTO LOCHMANN j Seestr. 77, beim Hohcnsoilernplsti z Telefon 3760 ucs fir lerne m* mddrteci in *rs#er umu! i- KARL 1 1 Heiss Bauflaaehnarsl, ans u. Wasaarlaltungsgaschlft SchlllarstrnBa 3 Telefon 38*1 Fernsprecher 3426 B—mImI. : IntwAitr. 45 Grabmäler in jeder Ausführung in allen Oesteinsarten Beralg. u. VorsnschL unv«rb. IsSdeerer.Lilvitsb. - ——> i > Kauft | bei unseren Inserenten! Jxeudenstadt WOLFGANG FEGER Straßburgerstraße Nr. 13 - Fernsprecher Nr. 168 Buch- und Kunsthandlung Modernste Literatur - Leihbibliothek Hans für gute Geschenke rlen - nur in Freudenstadt Bei unseren Inserenten sind Sie gut bedient 9Cei£&eottH KRAFT/LICHT/RADIO REPARATUREN JEDER ART ELEKTRO-KAISER Ladern SOImerstrsös I. Talafon 820 Hsuptgseahlfts Wllheiimtrsfi# 21, Tsiefon 807 Adolf Hörger IQUmair.ll - Telefon330 Sanitäre Anlagen Flaschncrei kuszwas^n LZ Sfrflmrtc, TrUMtWl VMvvei ehender U. Herrn. Tet SIS Rudt'sifie Spradiu. tlandelssdiule „minerva" Heilbronn, Innere Rosenbergstr. 4. Telefon 740 Jahresand Halbjahretkar*e für das gesamt« budbhaltungswesen ln V erbladung mtt Handelskunde. Kanin. Rechnen, Stenografie u. Maschinen schreiben. Abendkurse In ElnbettskurxsehriR. Maschinenschreiben. Schönschreiben k Budrffthrung. Beginn d. Korse um 6. Okiob. ISS«. Auanmft u. Prospekte kostenlos d. d. Direktion Wasser- Dauerwellen anale» re «. Pedleare im Damenu.Herrensalon H. Baamann SOImaratr. 37 - Talafon 1373 Moderne Menschen | trögen i moderne Uhren von | . Eugen Schweizer A Flcincntr. 44 / ferar.p27 MBbel-Transporte Stedt-Umaüge MAX B , Drxunling . Kaliarsträte 21, Tab 1EE Das Hans LsaöflcBhupn Buchdruckerei eüSTAVll riÖLBE Kals-rstrasaa 22 a Tal.477-6agr.iss4 Basta Anfartigung hd all. Druckarballan SCHIRME! iniuiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiunimiiiiiiii! JOHANNA GRESS Fabel»«® ln S—de Mr KAa^rRWee Kleider, Futter u. WSsche j •U.J»OSS, MfiMirMr. S4 Konelei-Spe*Ulge*hafi Brumt- ». HMttoc ■ei.Lotb- Mndon, «log. Paaafonn, wunderbar boqnem / Hyg. Wische porta, in Macco, Onnl, Bartl et a. maachantatt.S«lda,Daaeratr« mnfe, Kinder-~kad Bude Artikel m Frommer Tapctlcr m MwriRir TiMn 17tt/ IWdtHM 17