Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 11 (1.9.1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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m w »Pf ' T J. »■ l besonderen j li (I i >tii c n Gesichtspunkten behandeln: er betrachtet es als seine nächste und wichtigste Aufgabe, cor allem seine jungen Freunde, die aus allen Lagern kommen, in eine lebendige, verstehende, bejahende Berührung mit der wirren Gegenwart /u bringen. Daß /u einem Verständnis der Gegenwart weitgehend die Kenntnis der \ ergangenheit und die Rücksicht auf sie gehört, bedarf keiner besonderen Frwähnung. Diesem Ziel entsprechend hat der Merthold \ uerhuch- V erein vier Gruppen von Fragen gewählt, mit denen er sich beschäftigen wird: mit Fragen der W i r t s ch a f t : der Politik: der K ii n s t : der Religion. Eine scharfe Trennung dieser vier Gruppen ist nicht möglich und nicht beabsichtigt: die einzelnen Fragen -ollen nicht einseitig und schematisch, sondern \ iclgestultig. wie* sie sind, betrachtet werden. Bei der Grup|>e der \V i r t s ch a f t s fragen, die heute auch im Programm eines jüdischen Jugendvereins man mag-es bedauern oder nicht — im \ orde.rgrund /u sielten hat. sind folgende Themen vorgesehen: ..Arbeitgeber und Arbeitnehmer": ...Das Uesen des Kapitalismus und -eine Erscheinungsformen": ..Beruf und Freizeit"' ..Mechanisierung des Berufs": ..Die Arbeitslosigkeit“. lebcrall -,,11,-n die .jüdischen Besonderheiten durgc'tellt werden. Ein Vortrag wird sich mit I.assalle beschäftigen. Bei der Gruppe der Politik w ird allgemeine und jüdische Politik erörtert werden: ein \ ortrag wird dem Pazifismus gelten. ..Jugend und Bühne" und ..Jugend und Buch" sind die Fingen der Kunst, die behandelt werden: außerdem wird ein [ ichtbildervortrag über I lebermaun stattfinclcn. In der Gruppe der Rekigion werden-die F r.iLon bespiocheii werden, die he ilte »ehr oft den Grund fü: die Kritik und Ablehnung der Religion bilden. F- -,,H das \erhältnis der Religion einmal zur Wissenschaft und dann zum Ritus lU'iinandergesetzt werden. Ein Vortrag, der um imeigenthch /u dieser Gruppe gehört, wiid zu dem Problem jüdi-cher Zukunft sprechen. Zwei V ortrage, die -treng genommen zu keiner di i vier (.nippen gezählt werden können, werden -ich reit der Gestaltung der Schule1 nach der deutschen Reich'c erfassnng und der Seelenkiinde der Jugendlichen befas-en. Dem \\ misch, die Mitglieder noch zu tätigerer Mitarbeit ulbi'her heranzuziehen, und dem Inhalt der Veranstaltungen soll ihre Art entsprechen. Die Vorträge werden darum mehr noch al' bi'lrer dem Heim-, oder besser gesagt. V ii-.pi .ccheabenden Platz machen müssen. Es ist beabsichtigt, daneben für besondere Themen und Inteiessc-iiten Arbeitsgemeinschaften zu bilden. Von der Errichtung e ine - Jugendheims erhofft der R> rtliohl V uerbach-V erein in diesem Zusammenhang einen starken Auftrieb seiner Arbeit: es wird dann, vor allem für die auswärtigen Mitglieder. Gelegenheit gegeben sein, nicht nur alle acht läge Zuhörer zu -ein. sondern zu jeder Zeit mit anderen zusammen zu kommen und zu sprechen. Eine Chanukafeier wird auch in diesem Jahre abgehalten werden. Daneben sollen die Freitagabendfeiern, die liirn- und SjMirtveranstaltungen und die Wanderungen unverändert fortgesetzt werden. Vor allem aber will der Berthold Auerbach- Verein nächstdem einen längst gehegten Plan zur Vii'fiihrung bringen: die Bildung einer eigenem J ii n g g r u p p c. Denn erst neulich hat der Verbandstag in München gezeigt, daß ein Jugendbinicl o h ii e diesejungen und jüngsten Kräfte, die dem Nachwuchs bilden und sodann Verbindung mit Elternhaus und Schule hersteilen sollen, nicht lebendig erhalten werden kann. _ Dr. W. E. Aus der Arbeit der „Kameraden“. Jegliche Arbeit und bewußtes Tun muß bestimmt sein von der Aufgabe und von dem Ziel. Wir ..Kameraden" wollen jüdische Jungens und Mädels zu freien, zuchtvollen jungen Menschen erziehen, die sich stets ihrer Verantwortung für sich selbst und ihre Gemeinschaft bewußt sind. Viele Hindernisse stehen diesem Wollen entgegen, innere Hemmungen und solche von außen. Wir haben erkannt, daß wir als Jugend ein - 122 - Leben führen müssen, das unserer Art entspricht und das durch innere Wahrhaftigkeit bestimmt sein muß. Wir wissen, daß die natürlichen Formen junger Menschen nicht mit denjenigen Erwachsener übereinstimmen: und so ist unsere Fahrt ein Aiisdruck und Inhalt zugleich unseres Jugendlebens, das. wie unser ganzes Zusammenleben überhaupt, auf die Entwicklung und Entfaltung der Jungens und Mädels zu Menschen in unserem Sinne eingestellt ist. Deshalb können auch die verschiedenen Vtbeitsgebiete niemals als einzelne „Veranstaltungc-n“. sondern nur als ein ganzes Bild gewertet werden. Die Fahrt am Sonntag führt die einzelnen Gruppen aus der Stadt hinaus, wo wir allein sein und uns sammeln können. Hier auf der Fahrt werden all die kleinen Dinge der Woche im l eben des Einzelnen erzählt, hier sprechen wir von Menschen, die wir bewundern und hier reden und laufen wir uns heiß. Hier entfalten Keiißwfut KAUERST». IS ■ s FRITZ SEEL S feine Schreibwaren FBRNSFR. M7 ■ Elegante Lederwaren Kmnstgew. Gegenstände Sämtliche BOre-Artikel ■ Sldicrer’sdie Apotheke LUDWIG SÜNDER Heilbronn a. N. OESLEN'S 1 FEINKOST nur das FERNSPRECHER Nr. 185 ALLEE Nr. .19 Wasch und Putzmlttal HOLL NACHF, Möbelfabrik trienz Sonnengasse 4 CARL LEHMANN JUWELIER estecke Liederkranzhaus, Heilbronn Erstklassige Küche - Münchner und Heilbronner Biere - Regie-Weine - Saal für Festlichkeiten - Schöner Wirtschaftsgarten A. STIRN, Koch, ALLEE 70 Wilhelm Bauer Toilette - Artikel Kalserstr. 27 Telephon 510 Optiker Fischer FACHGESCHÄFT für moderne Optik 7Tmr' und Photo Kaiserstraße 16 / Telefon 480 &. 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