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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-09-01 · 11 (1.9.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
11 (1.9.1930)
Date
1930-09-01
Page
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..Zu wem ich Dich -ende. gehe. und was ich Dir gebiete. rede!" Schöpferische Kräfte in großer Fülle liegen tatbercit in dem jiinpen Jereniia und nun lautet der Auftrap nicht auf schrankenl»-e- Sjchan-Ieben der in ihm -ichlummermleu Kräfte. -.«Indern auf Gebiillden-ein an da» göttliche \\ < > r t. an den göttlichen W i I Ion - Fr -»II ■licht au- -ich leben, sondern er -»II -ein l.elien an ein unendlich größere-. wahrereleben verlieren. Seine männliche Reife bepinnt in dem \upenblich -einer hnt-elh-lmig. Der von -ich -elh't befreite, -ich hingehende. dienende, »(ifcrmle \len-ch i-t wiirdip. ein Prophet /u -ein. dapilt < bc II für den jungen I'r»|ihelc-I, C.i’' daamfi für die andere Jupenil. pleicbciel welche Berufung ihr geworden' (,rund-at/liih - und'' dafiir alle pelten. I-t daaber nicht Kr- >1 ruck tnu de- I igeiicu \ »■ gewaltigung deper- <11111di■-11 leben-' k.ewii! nicht. Seiner eigenen Wirklichkeit wird eine größere W irklichkeit gegenüber ge-tellt. I )ic -e größere Wirklichkeit -idf ei;; |? i-»nIich.- I.eben erwecken. Der groß» ■ ■bjc-kti'.e Wert, der im piittlichen W »rt eulhalle» i-' — e!: daipc lauterte '-elb-t lautern, über -icfi I in- -1»i g» r n. »rieiitierende- Prinzip deiniii - fi n. I eben» -ein. Die heutige Jugend planbt an -üh -■ Ib-I. i-t mit h»cfipi '|i.mntem Selb-tbew ulfl- -I II; a.^i.faltet, will mit \\ i—en und mit I ech- ] i- .ei,,milche und da- -»/iale l ebe n auf- I;.: . n |i;. i-j 11IIII» >-1 ich. \m li»cfi-len I eben w e . > ‘.:iiii: piittlichen Wart darpebnteu Ht. mu'-i;i wi;!f Iorientieren. mit—en wir \uf- -di! d -e.hefi über un- -cdb-t. uber Ge-etz uild ,-i je defa [n-u-. In nn-eier Religion i-t undie -‘uit;,■!• I.i-uiip de- I ebeu-|ii»bleiiiein! len.., \ 11 \upeii pe-tellt. Kraft lind Inhalt e. Unkeneuie.f iipi der junge Jeiemia ein ■ h-r i i»,11:ie, v im l eber/eitlichen -»II er wur/el|i. - -eine I ebeu-anfpabe im l icht einer ew ipen!!. -I f nfüiifip I \ »r.iii'w »rtuiig lietr.ichten. Dapi . »in;;e Kl. ft n i ner -chweren. iinhcij- tnpereii Zeit /ll -teilen, und .mit klaren f' te il di-- f b ilmittel fm Ii,-» Kri-en/eit bereit ifitee D.ß ei tauben (Ihlen pejiredipt hat. n h;,t -eine -ili'jld Die Jupend. die nur frei n ■! ii;.- keine C icdiundenlieit und keine ei-, i, r . nt. lauft < .»fahr. in ver-chw ,»ni-; : - C.er, , 11 d f.eiiie zu verfallen und am liU'li - ibjckt .lllp'e-lhmledet /u bleiben.' \ber •de j ll pendln".* epn lip i-t ja gerade eine Beweg»:»; ,., I, <!», lechnik /lim lebendipen Vb II -ent! I der Neben-.»ll» /um \\ »-entliehen. : Uc —■ i; /Hfl* I V ii. von der \iil!»nkultiir!: II > V II ,1 »r Selb-tln linuptiing zur il ■ Dl 1 )i»—»itig rii /um J»n-»itig»n. L ii-»i» ID . 1 tutig -»i ll. -i» hat ih n W illrn zur U 1 -! il in“ if. 1 )lc-«T w ill» -oll ihr bleiben, aber h ■ ll.lhl. I!i ,1! -i» /urr-t rc-ifc-n mul! in jI‘V njli f /nein. iii geistiger .-chulinig. durch D ■ ii du t 'f 1» Kr *ft (1 Denken- und ."schließen' I:: 1 f >It ' k ('? ' or all ein nicht, dal! -ich all da- 1 , 1 .‘Ti ll»!!. v\\ ii.' H -Hl », an der objektiven \\ fll i? Hlifri'! n null!. J»>!»- \,»lk hat »in» -*.■*• Hl kaiiii in lü—chichtliche- I rin* nicht 1- «•in«- 1 . u-V nl- » ihr Ketre hemmender All- '' 1 U w i ii' k * in II <11 )Nk HI f t-n. Dawäre e ine 1* lucht •.'»1 iU-m in -l«ii i-«(n'N Hin! (iirM-r F Imht «muh I" I2<* l II k 1 r.sf, und » int tiefe* Skep-izugrunde. Je <1 \. -lk und j»,l»!,i ■mem.'chafl hat ihre eigei * r j U,- gl* zu ihr»r -» ndiing in der Welt, und ln \\ ( - ll l»r aiulere II \ liker lind Gemein-ch.iffrll -nid DH ht ilir» \\ »gc *. Der Sinn der jiidi-chen Ju,- cikII, t'U * _ini” k«i im nur der -ein den Weg /II HM- - »II. -I \c i»d»rzufi mien. und clic-cr w eg i-t In- Jud Im( i» dul'.i hg iö-e. Sie mul! den jüdi- >t(n •n \l litt, rlpmikt vn i«*( lc■ r finden, e r muß dali-ch. /.< •ntrum in j<- dem einzelnen Men-chen m 2. September eröffne ich die seither von Herrn E. Leiter betriebene Metzgerei. Neben Ja FlcisdlWarCtl führe ich alle Sorten feinster Wurst- Und AufschnUtwaren, sowie Geflügel aller Art. Besonders empfehle ich noch la Dauerwaren und als Spezialität gefüllter Flanken. M. A. Marx, Inh. A. Friedmann Katharinensir. 33 / Fernsprecher 23209 Unter Aufsicht des Rabbinats der Isr. Reli- - 116 - -<dn bei all seiner Arbeit und bei all seinem pesellscha ft liehen Leben. Dann wird das Wort seine Geltunp haben, das auch Jeremfa Mut und Kraft pepeben hat fiir seine schwere Arbeit: ..Sie werden streiten wider Dich. al»er nichtvermögen wider Dich." Lr üHe an die jüdische Jugend. Wir haben uns an eine Reihe von Persönlichkeiten unserer engeren und weiteren Gemeinschaft gewandt und ihre Ansichten zur jüdischen Jugendbewegung erbeten. Aus allen diesen Beiträgen klingt die Bedeutung der jung jüdischen Arbeit für die Durchführung unserer gesamtjüdischen Aufgaben und die Aufforderung, dieser Jugend vollste Unterstützung zu verleihen. Wir freuen uns, daB auch in der I-r. Religionsgemeinschaft W ürttemberg unseren Jungen solch" warmherzige Freunde leben und sind überzeugt, daB unsere Jugendvereine solcher Freundschaft zu danken wissen. Die Schriftleitung. 3cau Qrete Adelsheimee, Stuttgart: jüdische Jupend. glaube an die Zukunft, behalte deinen Optimismus, map es am politischen und wirtschaftlichen Himmel noch so dii-ter au— chauen! Die dunklen Wolken verziehen -ich wieder. Jupend. lasse dich nicht durch -ie bedrücken! Zeitgei-t und Lebenslagen haben wechselnde Miene, die Kraft jedoch, zu bannen und zu bewältigen, iini/ugestalten und neu zu formen i-t a» keinen Zeitabschnitt gebunden. Jupend. lö-e in dir die* Werte, forme sie in \rbeit und .Selbsterziehung zu etwas Ganzem. I ebeii-w ille und Lebensfreude, tiefes W issen und X erstehen sind Kraft. I ,i— e. jupend. dir den Mut nicht nehmen, wenn es auch rundum in .Not und Krisen klagt und -löhnt: nicht bangen, der Weg muh frei werden. Schreibe* nur auf dein Banner ..Ich will!" Durch die Zahl habe n die* Juden nie* gesiegt, innere* Werte erhielten sie. Drum schaffe freudig weiter: nicht Form, sondern Inhalt ist Leben! ‘Rabbiner De. 3C. Auerbach, Stuttgart: Der jüdischen Jugend Stuttgarts und Württembergs herzlichen Grufl! Kill kräftiges: ..Zum Leben!“ Sic* hat sich auf ihr Judentum be-oiiiien. Sie wird darum erstarken. Gottesfurcht und Menschenliel>e sind der wesentliche Inhalt de- Judentums. Die jüdische Jugend schätzt diese unvergänglichen Werte und wird -ich bemühen, sie sich zu eigen zu machen. So darf sie guten Mutes sein. Ks w ird ihr leichter fallen, ihre seelischen Nöte zu überwinden. Sie wird glücklich sein, wie es un-ere frommen Väter und Mütter waren. Groll i-t die Sorge der ins Berufsleben tretenden jüdischen Jugend. Ihr Daseinskampf wird durch grimme Judenfeindschaft erschwert. An de r Abwehr dieser wird sie sich mitbeteiligen, wenn sie sich auch hüten wird, darin ihre Kräfte zu erschöpfen. Größer als ihr Zorn gegen den Judenhaß wird ihre Liebe zum Judentum sein. \ »rbedingung für dies alles ist. daß sie das Judentum, das sich in einem bewunderungswürdigen Schrifttum und einer erhabenen Ge- -chichte offenbart, besser kennen lernt. Darin wie in vielem anderen werden ihr die Rabbiner und Lehrer behilflich sein. Sie wird ein- -elien. daß sie keine aufrichtigeren Freunde hat. Noch einmal von ganzem Herzen: ..Zum leben'" Rabbiner De. OSeermann, 3Ceiibeo*ui: Gern komme ich der freundlichen Anregung nach, un-erer jüdischen Jugend einen Gruß zu entbieten. Der Ideale reiche Fülle bietet däs Judentum: Heilige Lebensordnung sorgt für stets er- Dr. MC. Adolf Brcnnindcr homöop. Arzt hat sein« Sprechstunde MdI Sdüttldr. 81 (neben Ufapalast) und auf 11—1 und 4—7 Uhr , tcrlcSt , Pforzheim L B. / Untere Au 6 (Neubau) Pension Hertz Streag^NM^ FMwk aatar Aafsfcfct •wr W Vorrü gliche KQdve - Mäßige Prelle Bcaanoi Sc itc tieietfaftdf f -f&nwW- Lnwa-Crcni'Sdiokoladc FBr Jede G ei* mack s rieh ta ag 1 Tafel i IN ( B Pfg., 4 Tafeln UN i H Ptg. nur »ei SctioKo- Schwaben Calwentraße 44, Neae Brßcke 2 (Ecke Hlrwfiitraße) sowie Ecke Holzuad Rozeaztrate neute Gottverbundenheit. der Glaube an das Koni men des Gottesreichs fordert Hingebung an die Leitgedanken der sozialen Gerechtigkeit. der Menschen Verbrüderung und Völkerverständigung. Die Jugend mit ihrem Sinn für weltanschauliche Ausblicke verlangt zusammenhängende* Darstellung dieser Belange. Begeisterung muß geweckt werden durch Darbietung jüdischer Geschichtsbilder mit deip großen Leid, von dem sie künden, mit den gewaltigen Leistungen, von denen sie berichten. Begeisterung wird entzündet au der Herrlichkeit des Bibelworts, an der Gemütsinnigkeit der Aguda, au der Gedankenklarheit der Halacha. an der Gottessehnsndit der Kabala. am zähen Zueiidedenken der jüdischen Religionsphilosophie. Für Gegenwartsarbeit muß die Jugend mit ihrem Betätigungsdrang gewonnen werden. Das Mitschaffen an der Vertiefung und Verinnerlichung unseres religiösen Gemeinschaftslebens, die immer e dlere Ausgestaltung unserer Wohltätigkeit, die Pflege und Hut des ..Lernens"', der geistig-religiösen .Fortbildung, soll zum wahren Aufbau unserer Gemeinde führen. Zu alledem soll das rechte Wort in diesen Spalten dargeboten werden. In diesem Sinne rufe ich der jüdischen Jugend das Wort zu. das einst Goethe einem ernst ringenden Jüngling ins Stammbuch schrieb: , „Willst Du Dich Deines Wertes erfreuen. Mußt der Welt Du Wert verleihen." De. Qustau üebdmaHtt, Stuttgart : An den Jungen ist es. den Wagen bergauf zu schieben: aber sie sollten es so tun. daß er nicht in denselben Graben hineinschlittert, aus den ihn die Alten mit gehöriger Kraft anwendung herausgez.ogen haben. Rabbiner De. Qrünewatd, Mannheim: Die jüdische Jugend hat die Mandlungen der Nachkriegszeit miterfahren. Sie hat die Weisheit der Frühzeit der Jugendbewegung überholt und an ihre Stelle das Wissen gesetzt, daß Jugend keine eigne W ertskala besitzt und für sich nichts ist. So schritt sie nach drei Seiten Uber die Position ihres Ursprungs hinaus: Sie lockerte den starren Gegensatz von Jugendbewegung und Jugendpflege auf Kosten der „reinen Jugendbewegung“, sie verharrte nicht im Protest gegen die vorangegangene Generation, und sdiließlich verließ r ' In einem in schönster Höhenlage inmitten von 2 Morgen Garten gelegenem Landhaus finden ca. 6 Personen (evtl. Rekonvaleszenten) liebevolle Aufnahme bei bester Verpflegung. Haltestelle Linie 1, 20 Minuten vom Zentrum. Anfragen erbeten an Gymnaslatobarlehrer a. D. Tott, Vaihingen % Landhaus Silvana, Tel. 167 \___)

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