Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 9 (1.8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4904101-5441863-5443145--2711-4906673- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seit 40 Jahren das Haut für gediegene Schuhe < Mr. iitliihkeit '.ui Inter«-»»«- »ein. /«i i-rfnhr.ii. ilul! .I.t «I» ri'it r im letzten krn-ge überhaupt (fff.iIl.'iir .-in Jmliwar. Meint- .i»fiiIiniiie«>fi fußen auf pcr»«‘»nli«h < -« '■ hein'in. and dienen /um IL-wei» folgende I in/el In Heil! Hei k ri^ir-ii w.n :>h aktiver I eltlv» find l.ei dei c|r«n/kiuiip.igni<- 2. l./iiu die mitder I ti-iiiohiliHieriing 1012 1" .in der »« i l>i»«h« n l.ren/e in Bo-ui« ,i im Orte Btaiijevo. v i» a V i» der »elbischen »iftnlt I ii/nien. ul» (.ii-n/»«hut/ uufgestellt ual. Ich li.die pci'önlicli die. krie^M'rkliiriiiij:»- Na«hri<hl. du da» I «•lephon »i«h in meinem /im mei befand. v..m tu. BI igad.-koiuiuaiid.« '»lainl- ■.tl I n/laj nacht» '.ml 2~. aufden 2» Juli lim '.-Id Ihr riitgc-geiigem mimen. Die (»reu/jägi-rkoinpu:: n n-n die»e in Stin ke v.m Bataillon«-!!. die /iigr in starke v.m Kompagnienwaren an» \er- »dii. denen, in Bn»ni«‘li. 1 ler/e^.>\\ ina und Dal' in.itjfII det.nhierli H ö»Ierr«-i>t«i»<h lineari»'h>-n Bataillonen /ll'amniellL'e»et/t. AI» 2. Offizier hei nn-erem 2. /tiLe. mit dem all all» »th.in um «Iwa 4 l In fnih de» 2». Juli ii der Diliia. v i» a-M» dem »erhi»ihen Kurorte k-.liilja« a-llaiij.i" ven-iuigl haben, war ein 1.entmint. Jude, riaiiien» ■»«huiid. vi.m Infantei ie-Ke-r Dineut -ti. Regiment»»!.mim T at unw. ein Batailhm hieivi.n iti l.jeljina in Bi.'iiien. Wir haben \ 11n alle! Frühe an alle» jt»11»*-it» der Drin.i I« - »eh.i'»en. wa» in» in» Ziel kam. Gegen '•-■tu l hr vormittag» er»t erwiderten di. Serben da» f euer, und Leutnant Schund i»t dnnh einen Bau<h»«huß ab l l-te! getutet Wurden. I.. R. OUiS fon Sluttuai t. G e <1 ä eh t n i s g o tl «■ sd i «- n s | auf «I e m alten II o |i p e n I a u f r i e d ti o I. Am Sonntag. den 5. Anglist. III l hr vormittags, wird aal dem ulten Friedhof eine Gedächtnisfeier für die dort bestatteten Glaulieiisbriider und -Schwestern veranstaltet werden. Die Gemeinde erneuert damit die schöne Sitte, um Fasttag der Zerstörung Jerusalems (Neunter Aw | die Gräber der \ erstorbenen anl/usuchen. Der allelirw iir- «lige Friedhof ist im letzten Jahre einer gründlichen läneiierniif unterzogen worden und bietel zurzeit im Soinmersihiiiiick einen In sonders ein drui-ksvollen Anblick. Die Gi'ineinde «-rwartet. dall un diesem Gottesdienste ein reiht großer feil der Gemeindegenossen teilnimmt und die s«höne Pflicht der Erinnerung an die Verstorbenen. «len Vätern und Müttern ans« rer ti« meiiide. erweist, die aut dem Ht>p|H-nlaiifriedli<»F ihnletzte Ruhestätte gelniid, n hallen. Stuttgart. Von der Verwaltung des „Dispositionsfonds" v, erden wir in* Aufnahm« folgender Notiz, ersucht: ..Der Hinweis auf unsere Organisation in Nr. 6 der „Gemeinde-Zeitung" brachte uns verschiedene Darlehens- und au» wärtige l nterstiitz.ungs-Gesuihe. Die ersten können leider mangels genügender Mittel keine Berücksichtigung finden. Auswärtigen Gesuchen - 93 - kann schon deshalb nicht willfahrt werden, weil sich unsere Tätigkeit nur auf Stuttgart erstreckt. von wo allein unsere Einnahmen herrühren." Der segensreichen Tätigkeit des Dispositionsfonds sind, wie vorstehende Mitteilung besagt, Grenzen gesetzt. Das Elend aber ist, wie Tatsachen beweisen, sehr' groß. Wir wissen aber auch, daß die jüdische Hilfsbereitschaft nicht versagen wird und sie darf besonders in diesen schweren Zeiten nicht erlahmen. Wir möchten «len führenden Persönlichkeiten des Landes nahelegen. nach dem Vorbilde des Stuttgarter Dispositionsfonds eine ähnliche Organisation für die Provinz ins Leben zu rufen. Für Stuttgart, evtl, für ganz Württemberg aber erscheint die Gründung einer Israelitischen Darlehenskasse ein Gebot der Stunde. Geneigtheit, eine solche zu fördern, ist vorhanden. Es handelt sich vor allem darum, die Sache energisch in Angriff zu nehmen. Deshalb richten wir heute diesen Notruf an die, dazu berufenen Stellen und Persönlichkeiten. Wir erklären uns gerne bereit, die beiden von uns angeregten Wohlfahrtsorganisationen nach Kräften zu unterstützen. Verlag und Schriftleitung der „Gemeinde Zeitung . Stuttgart. Vom I.. J. W. werden wir um Veröffentlichung der folgenden Notiz gebeten: Wir machen auf «las von l)r. Max kreutzberger. Berlin, beiter der ..I luuptstelle für jüdische- VV anderfiirsorgi-". ve rfaßte- Büchlein ..VV nlilf a h r I » p I e g e und Sozialpolitik auf merksam, das für alle Nr. Gemeiiidevorsteheramter und Jiicl. VV ohlfahrtsvereine einen unentbehrlichen I «ihrer «Inreh di<- wichtigsten deutschen Gesetze zum Handgebrauch für die jüdische Wohlfahrtspflege durstellt. Bestellungen nimmt entgegen: Geschäftstelle des Wiirtt. Landc-sver band» für l»r. VV ohlfuhrtsbe»trebungen (I- J. W.) e. V .. Stuttgart. I lospitäl»! ralle Mt. Stuttgart, /.ii den Wahlen zur I » r. La n «!«■»- v e r » a m m lang am *. Dezember waren in VV ürttemberg 7>*>4 Personen wahlberechtigt. Von diesen haben 2*>45. «I. s. V.V/r. abgestimmt. Die Wahlbeteiligung war im einzelnen folgende: in .■Stuttgart tö.h'ö. in den Bezirksrabbinuten s t u t t g a r t. G <> p p i ii g e n. Oberdorf 467*. in den Bezirksrabbinaten I lm und Buchau -M.Vc. iin Bezirksrubbinat II «-i I b r o n n 4s.I'a. in den Bezirksrabbinaten Hall und VI e r ge n th e i m <>47 r/<. iin Bezirksrabbinat Horb >0.25 r/i. Stuttgart. Wie wir in letzter Nummer schon berichtet halte», fand am 20. Juni im Jugendhaus ein Sing ii ach niittug statt, der im Bahnten de» ..Jüdischen Jugendrings Stuttgart", von den ..Kamera de ii" und vom ..J ii n g j ü d i » ch e n VVanderbun d" veranstaltet wurde. Einleitend erklärte der Führer des J.J. W.B.". wieso eine Zusammenarbeit dieser zwei sonst so verschieden gearteten und gerichteten Bünden möglich w urde-: die Jugend habe erkannt, daß sie gemeinsam bestimmt »ei dur*h «len Willen zur Lösung — zur guten lat. Der erste Teil de» Programms brachte frohe Fuhrtenlieder. ein ..Erntelied" von Dehrn» I. ein Lied aus ..Kolonne Hund" und anderes mehr. Der zweite Teil bot tiefmelodisch«- jüdische Lieder, der drittefeil zeigte einen bestimmten Weg: zerdrückt«-, zu Maschinell verzerrt« Arlieiter. so wie«, sicder Dichter sieht. . Da» wollen wir ändern!" Zum Abschluß schloß »ich der Ring im gemeinsamen ..( hör der Jugend" und löst sich in der Freiheitshymne ..Brüder zur. Sonne, zur Freiheit!" Der ganze Nachmittag bot das Bild einer Jagend, die sowohl ihr eigenes. Leben frei und schön zu gestalten »ich bemüht, ul» auch eine ernste Schau nach außen hält. Stuttgart. Kegieriingsbaumc-ister ( ). Bloch hat bei dein Züricher Synagogen- Wettbewerb einen 4. Preis erhalten. Dieses Projekt ist zurzeit in der jüdischen Abteilung der Stuttgarter Ausstellung für kirchliche Kunst zu »ehc-n. Ebendaselbst sind Modell«- des gb-ichen Vrchilekteu für eine Synagoge in Horb, sowie für eine solche der Israelitischen Religionsgesellschaft in Stuttgart au»g« stellt, die sicher «las Imsondere Interesse unserer Leser finden w erden. Stuttgart. Wir werden um Aufnahme folgender Warnung ersucht: Brieflnigeu des Herrn Gemeinderabbiners Dr. Jakob HoITmann. Frankfurt a. Main, versehen mit einem-Stempel „Dr. J. Hoffmann" sind fälschlicherweise im Umlauf. Da Herr Rabbiner Dr. Hoffmann keine Empfehlungen an Einzelpersonen ausstellt, bitten wir. alle derartigen Schreiben einzuziehen und die Identität der Vorzeiger fcstzustellc-n. Zweckdienliche Meldungen un die „Jüdische Wunderfürsorge-", Frankfurt a. Main. I.angestruße 50. Telefon '261 62. erbeten. Stuttgart. Die „S ch w a b i s eh e Tageszeitung" führt z. Z. gegen das Schächten einen heftigen Kampf. Das genannte Blatt veröffentlicht in einer seiner letzten Nummern auf einen früheren Artikel eine Zuschrift, in der gefordert wird, daß die Vertrauensmänner des Bauernbundes in ihren Bezirken eine Liste zirkulieren lassen. Hin die Namen derjenigen Bauern zu »ammeln. die für die Abschaltung des Schächten» eintreteii. Die Schächtfrage soll dann im Württ. Landtag zur Sprache gebracht werden. Baisingen. Vor kurzem meldeten wir den Heimgang des hochverdienten Oberlehrers Max Straßburger. Sein Kollege. Keligionsoberlehrer L h I m a n n , Gmünd, widmet dem verstorbenen Freunde die folgenden Zeilen: Zum ehrenden Andenken meines lieben Freundes und einstigen Studiengenossen möchte ich seinen Verehrern noch mitteilen. wie seine christlichen Kollegen über ihn sprechen: Zuerst war es Herr I’ o I I i ch , der vor 25 Jahren von Baisingen hierher versetzt wurde. Er rühmte Straßburger als «len trefflichen Schulmann, dessen Schulprüfungen er stets mit großem Interesse beigewohnt habe, da sie viel Fleiß und redliches Streben bekundeten. Bei Leichenbegängnissen bewunderte der jetzige Oberregierungsrat und Landtagsabgeordnete seinen Kollegen Straßburger als Redner, der es ganz vorzüglich verstand, zu Herzen zu sprechen. Dann war es Oberlehrer Müller, Vorstand der hiesigen katholischen Volksschule, der zusammen mit Straßburger in einer Stuttgarter Augenklinik verweilte. Beide hatten Schweres durchzumachen. „Ihr Straßburger ist ein hervorragender Mann“, sprach er mich an ..vor dem ich alle Hochachtung habe. ja. den ich bew undere wegen seiner Seelenruhe und seines Mutes, mit dem er sein hartes Geschick,trägt. Dieser Mann spricht mir noch Mut zu. Ich höre ihn im Nebenzimmer innig seine Gebete verrichten: c|as ist ein seltener Mann, den ich hochachte und verehre.“ Und noch in der letzten Woche ließ sich Herr Oberlehrer Rettenmaier aus Ergensingen hier als Pensionär nieder. Er begrüßte mich mit den Worten: „Ich bringe Ihnen herzliche Grüße von meinem besten Freund, von Ihrem Straßburger". Auch er rühmte das bescheidene Wesen Straßburgers, seinen lauteren ( harakter und seine Tüchtigkeit — Eigenschaften, die ihm die Lehrer des ganzen Bezirks zu Freunden machten. Mit Tränen in den Augen kam er wenige Wochen später und teilte mir unter Schluchzen mit: „Mein guter Freund Straßburger i»t gestorben!“ Talheil». Bei der am 6. Juli stattgefundenen Wahl zum Isr. Vorsteheramt wurden einstimmig gewählt: Siegfried I. e v i. Schloß Stettenfels. Julius Gustav M a ri a s s e. Ulm. Am 0. Juli sprach der Generalsekretär iles „< )rt". Dr. M i ch a e I Traub, Berlin, über das Thema „V o in Luftnienschrntuni zu produktive n Wirts chaftsforme n“. Es wurde anläßlich des gleichnamigen Vortrags in Stuttgart an dieser Stelle schon ausgiebig referiert. sodall sich die Ausführungen D/Traubs in Kürze zusummenfasseu lassen: Die Sowjet-Regierung arbeitet seit Jahren an der Ausschaltung jedes Zwischenhandels. Tausende von jüdischen Existenzen in den östlichen Ländern kommen »DRUCKEREI H. JAUCH ISTUTT6IRT I Hr. «17 tl «matt Spezial - Reparatur- WerkstStte und Ersatzteillager tor Ansaldo, Flat, Lancia uiw. Garage und Wagenpflege B M n U C n IlkrlaiiMtra»* SS DwKNBK| F*rHprMk«r 71ISQ Tapeten Stoffe - Teppiche Innendekoration Llenh LINOCN8TRAS8E 7 Eok« Calwar-traA« Mh Ui ■Orpemflctfc LDda Utalt OitNkiff-Kr. liaki CANNSTATT 3lti$eigeti stehe Sette 93 GÖPPINGEN KARL SEYBOLD, ,nÄ"' Iler«*. eu|t-, «MRa. etnwhudaani GÖPPINGEN/ &SSSSÄ3« Verk*ill|ii«kltti LANQEITIAStl 12