Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 9 (1.8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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96 Stuttgarter Planetarium Vorfahrungen bis auf weiteres täglich abends 6 und 8 Uhr Samstags sowie Sonn- und Feiertags auch 4 Uhr Programme jeden Freitag i. d. Tageszeitungen — Eintritt M. 1.- — Kinder bis zu 14 Jahren 50 Pfg. Bei größeren Besuchergruppen Preisermäßigung u. Sonderführungen I)a< in dieser Weise organisierte Israel. Für- ->.r-., a,»t \ertritt gegenüber den staatlichen und «tiidtisihen Behörden die Wahrung der gemein- - imen Interessen der jüdischen freien Wohlr ihrt'pfle^.-. und diese Tätigkeit des Israel. Für- - .UNIS ist für die freie jüdische Wohlfahrtspflege \on aiilierordentliih segensreicher Bedeu- •uiiw geworden. Bekanntlich 'ind sc jt dem Krieg überaus viele \er-iiclmingen /tun Schutze der verarmten und vere ende teil Bevölkerung, sei es nun Kindertad Miershilfe, der gehobene Fürsorge. Tüberk-ihssen-Fürsorge ii'W. ti'W.. erlassen worden. Die Kermtnisse dieser Verordnungen. Gcfset/e w. e rfordern ein gründliche-. Stucliiiru-^JA ir eben für deren Handhabung in Stuttgart'die Fürsorgerin /ur \ erfiigung. die durch ihre Tätigkeit een \ ereilten und Anstalten fortgesetzt cci-rtcoiie I tieii'te leistet. t)as. \c .is Herr Soiitheimer aii'trebt. /. B. der .emein-.iti.e Fin/iig der S|H‘ndc-n und Beiträge, die Fühlungnahme der Vereine untereinander, -ewic deren Xii'ammcnarlteit liegt im wesent-! C'ü be: eits in der Hand des Fürsorgeamts. Ins- 1 -oiicli :.- i-t die- Behauptung von ..tingeltenrem * -rIn:tT" und von ..unzähligen Sitzungen" nicht . 'teil. „ I i - i r.in^t -ich. wenn iii.ni in dem bereitc*rw iiiit. :: I - rieht de- Herrn Ju-tizrat Dr.Straus. 'd i u. zur ..l’lanw irt-chaft und Wohlfahrt*- iv . : ■ s.itze itber freiwillige- Steuer. 1 er- . -i .! tj.. Spenden u-w. lie-t. ja geradezu die* ' . ii. auf. -iah ihm die t trgaiiisation un-vrer; ' t 11 freien Wohlfahrtspflege mij dem \ i: :t-. ::--ihiil! in, Fiirsorgeamt als Muster ge- : t .■!’■ selb-tvc-r-tändlich —dl nicht gesagt i. d..l* eine we itere Bationalisierung der Stuttrt■ r t ü gani'ationen überhaupt nicht möglich . '.der amt müßte die Groi’gc-nteinde Stutt- . i't c e 11 . größer sein, al-sie jetzt i-t. da sonst di' v.'b-Te Buttoiiali'ierung eine l eberorgani- - rfi<;b ■i uten würde. TI*-! : ■■ t\ 'sontheinier spricht zwar den langi i. n. ::i. Fürsorgedietisl ergrauten Yereins- ' ■ ■ulen e ine volle Anerkennung aus für ihre •' ’,■■:!. er glaubt aber sagen zu müssen, daß r lichgowordene. \creinsdienst ihnen so sehr i fre-rz gewachsen -ei. daß sie den Entschluß ■-tu' tifbriugen könnten, die 1 erc ine im Für- -cgiaftt aufgehen zu las-en. Wenn Herr Sonttii: r d.tnn wörtlich sagt ..Frschwcrt wird aber -ne des Fürsorgenntt-t Tätigkeit, durch die ■h.7ä °,ve Xc heuarbeit der Vereine und deren i-irichtuiigen" und damit das Erfordernis des Aufgehens der lereine im Fürsorgeamt begründen will, so muß diese Auffassung, die im Gegensatz zu den gemachten Erfahrungen steht, als c urchaus abwegig bezeichnet werden. Ein Aufgehen der Vereine im gemeinsamen istael. Fürsorgeamt würde nicht nur die Mittelaufbringung sehr nachteilig beeinflussen, sondern auch die herkömmliche religiöse Grundlage beeinträchtigen. auf der die jüdische freie Wohl- Xkt ^Besuch des Gottesdienstes ist heilige Pflicht! Wer sie erfüllt, wird nicht nur seine eigene Befriedigung finden, sondern zur Würde des Gottesdienstes beitragen. Wir bitten unsere Mitglieder und alle Gemeindemitglieder, mit ihren Angehörigen die Synagoge an Freitagabenden und Sabbathen wie auch an Festtagen zu besuchen. Jüdischen Angestellten möge, soweit es irgend möglich ist Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes geboten werden. Verein für jüd. Gemeinde-Angelegenheiten (Gemeinde - Verein) Stuttgart tätipkeit stets aufgebaut worden ist und auch atifgebaut bleiben muß. wenn sie die absolut notwendige Ergänzung zum staatlichen und städtischen Wohlfahrtsamt bilden soll. Diese Aemter können sich durch ihre festen gesetzlichen Vorschriften naturgemäß den Fürsorgeaiigelegenheiten in ihren vielfachen sozialen Verästelungen weniger anpassen. als das Israel. Fürsorgeamt mit seiner vorerwähnten Organisation. Eben die persönliche Verknüpfung der ergrauten Vereinsvorstände mit den vielgestaltigen Aufgaben des einzelnen Vereins sowie mit den ihre Hilfe Suchenden hat sie befähigt, die freie Wohlfahrtspflege jeweilig den gegebenen Verhältnissen derart anzupassen, daß Stuttgart, wie wir oben gesehen haben, von Herrn Justizrat Dr. Sk raus, München, zu denjenigen Städten gezählt vefird. die für die heutigen Wohlfahrtsnotwendigkjeiten die richtige Organisation gefunden haben. Der älteste und unbestritten verdienstvollste Führer im hiesigen jüdischen freien Wohlfahrtswesen war seinerzeit der Anreger zur Gründung des Fürsorgeamts, dessen Ausbau seither von sämtlichen in der freien Wohlfahrtspflege Stehenden gefördert wurde, und so kann es auch gar keinem Zweifel unterliegen, daß je nach den künftigen Erfordernissen das Fürsorgeamt und die Vereine gemeinsam die Fürsorge-Organisation weiter fördern werden. Möglicherweise gibt die in Aussicht genommene Aufhebung der Thoraspenden und die dadurch vielleicht erforderliche Ersatzbeschaffung den Anstoß, der Frage der Mittelbeschaffung und Mittelverwendung erneut naher zu treten. Dies wird aber keinesfalls in dem Sinne geschehen können, daß die Vereine im Fürsorgeamt ihre Auflösung finden. Schließlich sei noch bemerkt, daß. wenn die freie Wohlfahrtspflege insgesamt nicht mehr als den von Herrn Sontheimer genannten Betrag aufbringen würde, den hiesigen Bedürftigen und Kranken bei weitem nicht in dem ausgiebigen Maße geholfen werden könnte, wie bisher. Diese Tatsache allein sollte genügen, die Diskussion über die vollständige Verschmelzung der Vereine mit dem Israel. Fürsorgeamt endgültig aufzugeben. Adolf Kops. Der Jugend ein Heim! Von Paula Ollendorff, Breslau. Wie wir in unserer letzten Ausgabe schon mitgeteilt haben, hat das Israel. Vorsteheramt der Jngendabteilnng der Gemeinde einen namhaften Betrag bewilligt, der für die Herrichtung und Mietnng eines jüdischen Jugerfdheims Verwendung finden soll. Dieses Heim nach den Vorschlägen von Paula Ollendorff, der 2. Vorsitzenden des „Jüdischen Frauenbundes*4, anszngestalten, sollte auch in Stuttgart versucht werden. Wir gehen dabei von der Voraussetzung ans, daß alle diejenigen, die von der Bedeutung der jüdisaien Jugendbewegung für die jüdische Gemeinschaft durchdrungen sind, an der Ausgestaltung dieses Heims unserer Jugend durch Rat und Tat Anteil nehmen. Die Schriftleitung. Plötzlich ist der Gedanke, daß wir Jugendheime brauchen, daß wir sie haben müssen, daß wir nicht mehr warten können, überall; es ist nicht, wie wenn ein neugeborener Gedanke zag angefaßt, vorsichtig weitergegeben, allmählich großgezogen wird, nein, er steht schon allein, er geht schon allein, nur das Haus fehlt ihm noch, darin er wohnen soll. In England und Amerika, woher wir den Gedanken mitgebracht haben, gab es für ihn keine Wohnungsnot. In jeder Stadt baute man ihm eine Stätte, jede Generation hat ihr Jugendheim, und wo neue Gemeinden entstehen, errichtet man mit dem Tempel das Heim Autofahrer Sportsleute brauchen gute Augen und allgemeine Frisch«. Dazu verhütt Ihnen Fochtenberger Kölnisch Wasser. Viele andere wissen das schon lange und verwenden es darum täglich. fSochienberq r Sanitätsrat Dr. Ries Kanzleistraße 1 von dar Reise zurück Habe mich in Stuttgart auZahnarzt niedergelassen n. übe meine Praxis ln der Sophiunstr. 30" (aSdist der Marleastr.) eas Sprechzeit: 9-1 n. 3-8 Uhr z TeL 26694 Dr. Adolf Jeutter prakt. Zahnarzt Pforzheim L B. / Untere An 6 (Neubau) Pension Hertz Ne« erSffaat! - Stree« kMdm - FM «di e. iifikkt VorxQgiicbe KDche - Mäßige Preise Frauenarzt Dr. Soergel Stuttgart Landhaus-Straße 96 parterre Tel. 42330 u. 40496 (Sdiad) zurück ab Ihfisg. Sprechstunden : -11-1230 Uhr t&glich 17-10°° Mo., DL, Do, Fr. somrie nach Voranmeldg. Uebernahme von Entbindungen in Klinik und Privathaus MVA. fDGAW u »er» wifwfn V in D»te» fttafe. 3« tcr.ictca, cett. Hel»« der fu|e Pcesla, («tdt tttaefl). r ■. B e» Mt Sfrert. Betalü»»» ttaaf.