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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-07-16 · 8 (16.7.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
8 (16.7.1930)
Date
1930-07-16
Page
[Seite] (sequence 4)
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den Abmangel von 102 454 RM. Der Etat wurde hierauf in namentlicher Abstimmung einstimmig angenommen. Aus dem Bericht der Finanzabteilung. den wieder Karl Levi erstattete, ist hervorzuheben, daß die Abteilung dem „L.J.VV." die Zahlung eines Beitrages von 500 KM. für Bürozwecke zu erlassen v orseh lug. .Nach eingehender Besprechung schloß sich das Plenum diesem Vorschlag an. Dagegen wurde der Antrag des F ürsorgeamtes, den Beitrag zu den Kosten seines Büros zu erhöhen, abschlägig beschieden. Ein feesuch des „Reichsbandes jüdischer Frontsoldaten" um einen Beitrag für die Herausgabe des von ihm geplanten (iedenkbuches wurde zurückgestellt, bis die Entschließen! ren anderer Gemeinden vorliegen. 1 eher die Vorschläge der Friedhofsabteilung berichtete' Eduard Weil: Professor Wetzel ist bereit, den neuen Friedhof zu besichtigen und das Preisrichteramt für den geplanten Wettbewerb über die Ausgestaltung dieses Friedhofes zu übernehmeji. Von einer vorgeschlagenen Beschränkung der Zahl der Wettbewerber wurde Abstand genommen. Am kommenden 9. Ab sollen die W'iederherstellungsarbeiten auf dem alten floppenlaufriedhof besichtigt und diese Besichtigung mit einem Gottesdienst verbunden werden. Die Anschaffung eines Wagens, auf dem die Särge zur Grabstätte gefahren werden sollen, wird^mit der Maßnahme* beschlossen, daß der Sarg von Trägern auf einer besonderen Tragbahre aus der Halle herausgetragen und diese Tragbahre auf den Wagen gestellt werden soll, und daß etwa 50 Meter vor der Begräbnisstelle die Tragbahre mit dem Sarge von Trägern zum Grabe getragen wird. Die Friedhofsabteilung erhielt die Vollmacht, diesen’ Wagen zu beschaffen. Der Stadtrabbiner berichtete sodann über mehrere Vorschläge der Gottesdienstabteilung. Nach diesen soll auch für die Ferienzeit das Orgelspiel im Gotteshaus beibehalten werden und für die l rlaubszeit des Organisten ein Stellvertreter das Orgelspiel übernehmen. I m die Akustik der Svnagoge zu erproben, sollen am nächsten Freitagabend und Samstag die Gebete und Ansprache des Rabbiners von der Brüstung der Heiligen Lade aus gesprochen werden. Für die hohen Festtage wird beschlossen, daß unmittelbar vor den Vorsteherplätzen im Gotteshause 12 Knabenplätze für in diesem Jahre eingesegnett*"knaben eingerichtet werden. Eine ausgedehnte Aussprache veranlafite ein der Gottesdienstabteilung vorgelegter Antrag auf Aufhebung der zeitlichen Beschränkung des Tallistragens im Gotteshause. Die Kommission schlug vor. daß niemand gehindert werden solle, den Tallis auch nach dem Einheben der Thorah zu tragen, daß aber die bisherige Vorschrift nicht offiziell geändert wird. Ein Antrag Dr. Flegenheimers. Kiefes und Ludwig Sterns, die Angelegenheit von der Tagesordnung abzusetzen, wurde abgelehnt. Schließlich wurde der Antrag Essingers angenommen. daß die zeitliche Beschränkung des Tallistragens mit sofortiger W irkung aufgehoben »ei. Schließlich wurde beschlossen, dem Antrag der Gottesdienstabteilung zu folgen und von jetzt an in der Zeit von Pessach bis zum Neujahrsfest den Sabath- und Festtagsgottesdienst um 8la I hr zu beginnen, dagegen für das Winterhalbjahr den bisherigen Beginn des Gottesdienstes um 9 I hr beizubehalten. Die neue Regelung soll mit dem 19. Juli beginnen. Das Ende der Tagesordnung bildete der Bericht der Jugendabteilung durch Dr. Tänzer. Er vertrat das Ersuchen der Jugendabteilung, ihr 1004 Reichsmark für ihre Zwecke zur Verfügung zu stellen und die Kosten der Mietung einer Wohnung für den Jugendring zu bewilligen. An dieses Jugendheim sollen gegebenenfalls weitere Einrichtungen wie ein Kindergarten angeschlossen werden. Dr. Fiegenheimer war bei voller Anerkennung der Aufgaben des Jugendringes dagegen, einen Betrag von etwa 4000 RM. dem Jugendring gerade bei der gespannten wirtschaftlichen Lage zur Verfügung zu stellen, zumal der Jugendring eine noch nicht gesicherte Organisation sei. Der Stadtrabbiner meinte, daß es vorerst senüge. wenn dem Jugendring ein Lehrzimmer zur Verfügung gestellt werde und für dieses eine geeignete Einrichtung beschafft wird. Dr. Ilommel erinnerte an das Jugendheim in der Hauffstraße, das für die Zwecke des Jugendringes zur Verfügung stände. Schließlich wurde ein Antrag Rothschilds, 1000 RM. der Jugendabteilung der Gemeinde zu bewilligen und für ein evtl. Jugendheim für Miete und Herrichtung im Etatsjahr bis zu 5000 RM. einzustellen, angenommen. Mit der Mitteilung einiger eingegangener Schriftstücke schloß die letzte Sitzung vor den Sommerferien. Stuttgart. Der ..Verein zur Förderung des Handwerks und des Gartenbaus Gustav Tausch vorm. A. Eliiuer «ad Christian Schirr GOppUtgen / PomUtraSc 45 Spoziaigeachif! für Glas, Porzellan, Bestecke - 88 - unter den Israeliten in Württemberg“ hatte für den 21. Juni zu einer Besprechung in die Raume der Stuttgart-Loge eingeladen. Bei dieser Besprechung waren außer dem Vorstand des Vereins und den jüdischen Handwerkern Stuttgarts vertreten: der Oberrat der Israel. Religionsgemeinschaft Württembergs durch den stellvertretenden Präsidenten. Leopold Levi. das Vors’teheramt durch Ludwig Stern, die Stuttgart-Loge und der „Verein für jüdische Ge mc indea »gelegen hei teil“ durch Josef Sdiwarzschild. das Stadtrabhinat durch Stadtrabbiner Dr. Rieger und der .Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ durch Dr. med. Gustav F e I d m a u n. Für das Referat hatte man den Vorsitzenden des Centralverbands der jüdischen Handwerker Bankcommandlte SiegiauDd (Dell ' HBCHtNQEN / TÜBINGEN / 5JGMARINGEN inu. auaL Wertpapiere z Einlagen za gflmi Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken Deutschlands, Wilhelm Markus - Berlin, gewonnen. Dieser berichtete über die Arbeit seines Verbands. Er gab zunächst einen Ueberblick über die Geschichte der jüdischen Handwerksverbände und ging dann auf die gegenwärtigen Verhältnisseim Handwerk ein. Der Verband lege bei seiner Berufsberatung besonderen Wert darauf, nur tüchtige und geeignete Leute in den Handwerksberuf hineinzubringen. Der Verband habe auch durch seine Propaganda erreicht, daß meh- CANNSTATT Für die heißen Sommertage: Badezusätze / Hautfunktionsäte Sämtt. Artikel zur Körperpflege Mineralwässer / Fruchtsäfte Droitcrie E. Wettete, HOnhtstr. 48 Reparaturen GROSSE CANNSTATT Telephon Nr. 50482 Telephon 51577 Baaflaschnerel, Gas* and Wasserleitung*-Gesdilft Badstraßelt Telephon Nr. 514«0 Einzige rein ImmDopathlsilie flpatheke UKrtienlergs Homijopathisdie Zentralapotheke AUTO Ulodeme Optik! Diplom-Optiker Widmaier Bahnhofstrasse 11 Krankenkassen - Lieferant Unterstützen Sie das WICHERNHAUS bestatt UsiilnSttr. 145, TsMm SM 71 UHr liefern preiswert und gutt Korba0bslt Korfevaran, Elnfleditan von RohrstQhlen. 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