Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 6 (16.6.1930)
- Date
- 1930-06-16
- Page
- [Seite] (sequence 3)
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Der 2 ton Schnell-Lastwagen mit Zwillingsbaralfung mit Pritsche 280x200x50 cm RH. 4SZ5.- mit Pritsche 380x200x50 cm RH. 5710.« Fordern Sie Angebot und Probefahrtl voMpa STUTTGART KRONENSTRASSE 3 in it den Juden soll das deutsche Volk ain nationalen Wiederaufbau arbeiten. „W u r u m Abwehr?“ war die Frage, die hierauf Dr. Richard H o r I a ch e r-Berlin in überzeugenden Ausführungen beantwortete. Die antideutsche Propaganda während der Kriegszei! und der Haß gegen das Judentum sind nicht nu ■ ihrem Wesen nach homogen, sondern gleichet sich bis in den Wortlaut der einzelnen Anklagen. Den Kampf gegen die Kriegsschuldlüge kann nu - der mit gutem Gewissen führen, der gegen Jede Lüge zu kämpfen bereit ist. Gerechtigkeit vo der Welt kann Deutschland nur verlangen, wen es seinen eigenen jüdischen Volksgenossen gegeiir über zur Gerechtigkeit bereit ist. Auch mit dem deutschen Verstandesgewissen ist der Antisemitismus unvereinbar. Die Voraussetzungen dct Wissenschaft, ernste Suche nach Wahrheit, logische Geschlossenheit des Denkens und tiefste Durchdringung des Stoffes, erfüllt der Antisemitismus keineswegs. Ritualmordlegenden, Weltherrschaftsmärchen. „Weisen von Zion“-Gespensf, Kahal-„EnthUllüngen“ zerflattem vor der Wissenschaft ins Nichts. Der Universalität deutscher Bildung ist die eitle und beschränkte Selbstüberhebung des Judenhasses im tiefsten zuwidej*. Der „völkische“ Rassendogmatismus, eine Vergewaltigung der noch lange nicht zu sicheren Wissensbeständen herangereiften Rassenfo^- schung, ist eine einzige Beleidigung weniger der - 67 - Juden, als vielmehr aller, die nicht der Zugehörigkeit zur „alleinseligmachenden nordischen Edelrasse“ für würdig befunden werden, also vornehmlich aller Süddeutschen. Besonders gemütsroh wirkt solche Verleugnung des Wertungsprinzips nach der Persönlichkeit auf das unschuldige jüdische Kind. Synagogen- und Friedhofssdiündungeij aber gar, und noch mehr die bis zur Forderung der Rechtlosmachung ihrer Hinterbliebenen gesteigerte Schmähung der -12 (XX) jüdischen Frontopfer sind eine Todsünde wider das deutsche Gemüt! Wer immer daher für den Bürgerfriedcn wie dif Weltgeltung unserer Nation, für die kulturellen und sittlichen Werte unseres Volkes Verantwortung fühlt, muß den Mut aufbringen, in der Abwehrfront gegen Judenhaß und Judenhetze seinen Mann zu stellen. Reicher Beifall bezeugte den Rednern, daß ihre Worte ernsten und tiefen Widerhull in den Herzen des tausendköpfigen Auditoriums weckten. Einen nicht minder harmonischen Verlauf nahm auch die Mitgliederversammlung am 5. Juni. Die bisher geleistete Vereinsarbeit fand e inhellige Anerkennung. Eine interessierte Aussprache. an der sich Delegierte aus dem ganzen Reich beteiligten, bewies die einmütige Entschlossenheit zu weiterem zielbewußtem Wirken für die Huniunitütsideale der Abwehrbewegung. Neu zugevcühlt in den Ausschuß wurden: Puter Augustin J. Arund (Siegburg). Lundtagsabgeordneter Johannes Fischer (Stuttgart). Pastor K u n fl r t (Hamburg), Professor Alhrecht N otth u f f t Frlir. v. W eißenstein (Technische Hochschule München), Bau rat S ch i 11 e r, Rechtsanwalt Dr. W.u s s e r m u n n (München). Den!erfreulichen Abschluß der Tagung bildete die K d n s t i t u i e r u n g e i n e r O r t s g r u p p e M U n ch e n d es Abwehr v e r e i ii s. Die gi 5SNzer Limusine braucht |uf 100 km 9—10 Lit. Benzin u, kOtltl nur RH. 3AS0.> Fordern Sie Angebot und Probefahrt! i bei ' voMpa STUTTGART KRONENSTRASSE 3 Stuttgart. Sitzung des Israel. Vorsteheramts am 21. Mai. In der Sitzung berichtete zuerst Eduard Weil im Auftrag der Friedhofsabteilang von der auf dem Hoppenlau-Friedhof vorgenommenen Revision, die Erneuerangsarbeiten in bescheidenem Umfang als notwendig erwiesen hat. Auch auf dem Pragfriedhof sind kleinere Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen. Für Unbemittelte empfiehlt die Abteilung, Grabsteine nach dem Vorbild der auf dem allgemeinen Fried- > hof gestellten ku setzen. Eine längere Anssprache I veranlafite det vorgeschlagene Kauf eines Familiengrabes im (Austausch gegen Synagogenplätze. Das Ergebnis |der Aussprache war, daß das Vorsteheramt grimdsätzlich mit einem solchen Austausch einverstanden ist, bei einem angemessenen Abschlag für nie Synagogenplätze, der von Fall zu Fall festznsetzen ist. Die Versammlung erteilte die Genehmigung, daß 240 Gräber durch die beißen Gärtner Treulieb und Pflz neu angepfianzt werden. Die Einzelheiten werden der rriedhofsabtejlung übertragen. An die Bepflanzung and Bebauung des neuen Friedhofs soll bald herangetreten werden. Ein Preisausschreiben für diese soll von der Friedhofsabteilung unter Zuziehung von Professor Wetzet vorbereitet werdfen. Im Auftragfder Finanzabteilung wird der Versammlung mitgeteilt, daß der Etat Ende Juni vorgelegt ■ wird. Für den Kleinen Rat berichtet Oskar Roi hschild, daß der hiesigen Isr. Religions Gesellschaft als Zuschuß zur Besoldung ih es Lehrers bis Ende Juni ein Monatsbeitrag v,n 150 Mk. bezahlt wird, und daß der Religion^ Gesellschaft auf ihren Jahresbeitrag Voranszahlim;rn gemacht werden. Er erstattet auch Bericht iber seine Eindrücke von der letzten Sitzung i er Unterrichtsabteilang. Bei dem Mangel an g ^eigneten Räumen im Gemeindehause wird wegen Ueberlassung von Räumen für die Zweck? des Unterrichtes an die Oberrealschule heran; «treten werden. Im Anschluß an diese Mitteili ng wird eine Anfrage über den Religionsunte -rieht im ersten Schuljahre gestellt, die der Stad rabbiner beantwortete. Er übermittelte bei d eser Gelegenheit den ihm erteilten isr. Lande»- Asyln- OnlcrsffUzonds- Vereln für Wflflembcri LT. Die filHUIcflcrvcwammlnnH findet am Sonntag, den 29. Juni 1930, vorm. 11 Uhr, im Gemeindehaus in Stuttgart statt. TAGESORDNUNG: 1. Verwaltungsi:. Kassenbericht, Entlastung. 2. Neuwahl eines Ausschußmitglieds.* 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen ist dringend erwünscht. Der Ausschuß.! Bekanntmachung Wir richten Spezialkuren zur gründlichen Regeneration des ganzen Organismus bei Abgearbeiteten und Erholungsbedürftigen zur Wiederherstellung gesunder Nerven und völliger Leistungsfähigkeit 'des Körpers ein. Die Spezialkuren dauern jeweils 2 Wochen und kosten: Bai tfgl. 1 Bestrahlung —» 12 Bestrahlungen * 25.— . . 2 — 24 „ M 48.- , . 3 - — 3« . M 70.- Einzelbehandlung mit flrztl. Untersuchung und dauernder flrztl. Aufsicht inbegriffen. EltRkum, nur Lange Straße 61 Wissensdiaftl. Radlum-Bestrahlungs-Instltut 2)iaÄeiUkec=2)i bietet jede Oewflhr für Zuverlässigkeit, da hach Vorschrift erst. med. Autoritäten a. d. Oeblete u. unter Ständiger chem. Kontrolle hergestellt. Die Erzeugnisse unserer Firma verstoBen In kslnar Weise gegen len Ritas. DR. THBINH ARDT’S NXHRHITTIL- GESELLSCHAFT A.G. STUTTOART-CANNSTATT Teppidie: Eberhard Perser. — Deutsche. — Nur Qualität. Könlgstr. 1 Stuttgart. Marstall. FLÜGEL PIANO« Charlottaastr. AB Farnruf Nr. 34330 RADIO JodDadTölz Mirarzf Br. Lcvt Und zum Wochenend... nach Bad Liebenzell! Herbert h. Jamnig Sla slad harallchat wlllkommaal vnramiot« wirt«ohattab«tri*b* I nad lai LMnnO