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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-06-01 · 5 (1.6.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
5 (1.6.1930)
Date
1930-06-01
Page
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56 peten Stoffe - Teppiche Innendekoration deren \ erw <indt«thaftliche Beziehungen mit «iiherfieil und ulme |ie«nndere Stilw iorigkcit fc-t-i -h llt wenlen können. I »t im «ie enthalten in nn-r .d!< IV:'<iii.ilmul I amilienunguhcn. und /.w i‘ n :■ n < .emein-iemitgliede« ohne Au-nalime. s, j„ .|i ■ Ilueinde irelmron oder erd «päler I - . :_-vo”! ii. •••dann >f' mth Angaben über ' . ii-w. 'on Eltern und Kindern, ö *\ ii«" .1 eilei eu. dg! i i iiliii,’ithe AiiMi.ihnie liilden hier jedoch n'i <! I, I .emeinden in w iintc-mlh-rg. Von e.o'.-u o i« ile < in «nlcbe« Eamilieüregi>ter. cla» II.,In '<■!-.-n Jahrhunderte "eit zu riickreidit. |i,••'<■. ,, -iii-ii d< ii (>elmrt«-. Ehe- und Sterbei, .i't'in vorhandenen f amilienregi«tcr "iirden - /iiii; Jahre I«!i" \ >n den < >r1«pfarrern g>- ■nf,rt. deren Pünktlichkeit vollste Anerkennung , -du nt. C.i-M-t/luii allerdintr« waren die Pfarrer ■h i herr-chenden ki>nfe««inn eine» württemberri-iiien Orte« er«t durch <iie Min.-V erfügung vom io. Juü l«Jo./ur Führung der jiidi«chon Eatnilienregi-lei ' erpflichtet worden, wahrend die anderen drei Regi-i-r an Orten mit Synagogen von den jiidi-dien C.enu-inde'ol-«tohern. an «oliiien i;i:ic Sv t,itgog.-n von den ()rt"or«tehern /u fiihn,-n. Doiii'haben die Pfarrer «chon lange % o; .-r die j,idi«chen Eamilic-nregi«ter geführt. , * ,iu Miii.-\ erf. vom IV. Oktober 1n67 jene vom iuiire I«Jo aiifhob. worauf dann die haniHientvgi«;n teih im Original, teil« in Abschrift in d.-n Bez der jiidi'then (.emeinden üliergingon. /„ den .dte'ten ununterbrochen be«tehenden rndi'iiu-n Gemeinden in Württemberg gehört die ■ ij.entümliiiierwei'e nur wegen ihre« Synagogenuitukieni' bekannte in Bmiuin am heder«ee wo Juden «eit I"7 wohnen und eine «laltliche. an- -e«ehene (-enu-inde bildeten. Diese be«itzt in -••Hi« Räuden -in I amilienregi'ter. da« bi« in die V-’te del«. Jahrhundert« zurückreicht und vor ziudidi geführt i«t. Idu n die«er L'm«tand hat e« möglicht. den väterlichen Stammbaum Prof \lLieft f in'teiii'. die«e« berühmtesten Sohne« der w ii rttembergi'-chen Judensdiaft. ebenso weit zifriukzufühieii. obwohl e« in Buchau von jeher «ehr \ieh- Familien Einstein mit häufig w jeder k--hr- ’uien Vornamen gegeben hat. In Budiau bezw. Kapitel lebten Prof. Einsteins V erfahren bi« zum Jahre l«ti«. worauf «ein Großvater nach Ihn zog. v in wo «ein X ater t«so nadi Xliinrhen ü': r.«iede!to. Le folgenden gelte ich die Ibiuptdaten der väterlichen \hnent-ifel Prof. Kiii'tein«. wie ich --> anden I niilienregi'tern in Budiau und f Im f<-«r«tellcn konnte: ru.fff-N fihmaschlnen ■wl ffVl I vorzügliches deutsches Fabrikat für Haushalt Gewerbe lndu,tr,a Wimpffff, Conradt & Cie. STUTTGART, Kronprinzstrasse 2 2 Auf Wonach erleichterte Zehlongebedingoitflenl 1 Naphtali Einstein Gattin: Helene, n. Steppe* in Buchau a. F. Unter deren Kindern: II. 2. Ruppert Einstein, Gattin: Rebekka Obeninner geb. 21. 7. 1759. geb. 20. 5. 1770. gest. 4. 4. 1834. gest. 24. 2. 1853. Unter deren Kindern: III. 5. Abraham Ruppert Einstein, Gattin: Helene Moos *jeb. 16. 4 1808. geb. 3. 7. 1814. gest. 21. H. 186Q in Ulm gcst. 20. 8. 1887. Unter deren Kindern: IV'. b. Hermann Einstein, Gattin : Paniine Kodi geb. 30. August 1847. geb. 8. 2. 1858, gest. 1902 in Mailand Deren Sohn: V. Albert, geb. 14. 3. 1879 Die Juden in Palästina und im Orient. Am Samstag, den (7. Mai. hielt der hier als Redner wohlbekannte und beliebte l)r. hm st S i ni o ii in der Vortragsreihe des Jiidisdien Lclirhause« über ..Das Judentum in den Ländern antierhalb Deutschland" einen überaus fesselnden. nach Form und Inhalt gleich interessanten Vortrag über ..D i e Juden i ni Orient und in Palästina". Der Redner lebt seit zwei Jahren in Jerusalem und hat sich in dieser Zeit dort ul« Pädagoge betätigt. Er ist dadurch mit allen Kreisen der Bewohnerschaft der Heiligen Stadt in enge Berührung gekommen, so daß das Bild, das er seinen Zuhörern bot. überaus farbenprächtig und reich an Einzelheiten war. Nach einigen einleitenden Mitteilungen über die Juden im Vorderen Orient ging er ausführlicher auf die Juden in Palästina ein. die er in orientalische Juden, sephardische' und aschkenasische Juden schied. Kr ging dabei auf die interessanten inneren Wandlungen dieser tyjKilogisch verschiedenen Teile der Judenschaft Palästinas näher ein. Die,alten Einwanderer aus Spanien, die sogenannten Sephardim. waren einstmals nüchterne Systematiker und logische« Philosophen. Sie sind heute zu einem Teil Mvstiker, zum anderen Teil französisch-asimilierte Europäer geworden, ohmeigentliche Europäer zu sein. Die eigentliche jüdische Bewohnerschaft Palästinas teilt sich in Mitglieder der alten vorzionistischen Siedelung. in orientalische Juden, in die bürgerliche Mittelschicht und in die Arbeiterschaft ein. Diese vier Bevölkerungsteile sind parteiisch streng geschieden. Sie haben ihre eigene religiöse Kultur bzw. Einstellung zu den Fragen der Religion und zu den arabischen Mitmenschen. Die Mitglieder der alten Siedlung, des sog. alten Ji«chuw. wohnen zumeist in den vier heiligen Städten Jerusalem. Hebron. Safet und Tiberia«. Sie sind zumeist nach ihren Lrsprungsländern oder auch nach den Ländern, aus denen «i>- ihre Unterstützung erhalte n, in landschaftlich gegliederte Gemeinschaften. Kolclim. gegliedert. Sie erhalten an« \\ohltätigkeitsgeldern außer der freien Wohnung in ihren Landschaftshäusern etwa drei ägyptische Pfund zum Unterhalt für Anlage - —— Herrschaftsgarten A. TRIIIUIB - Gärtner der ler. Gemeindepflege - FriedhofstreBe 14 - Telephon 21607 jede Familie. Sie sind die tiefgiäubigen idealistischen (’haluzim der Thora und stellen den Typ des reinen Thorajuden dar. der jede fremde Kultur ublehnt. So ist es natürlich, daß auch ihre Einstellung zu der arabischen Umwelt fast an deren Nichtbeachtung grenzt. Sie wird von ihnen als etwas Gleichgültiges und Nebensächliches betrachtet. In gleichem Maße lehnen sie den jüdischen Nationalismus von vornherein ab. da für sie allein die Welt der Thora Bedeutung hat. Die orientalischen Juden, die mit den span io lisdien zumeist identisch sind, besitzen keine Widerstandskraft gegenüber der europäischen Kultur. Schon deshalb haben sie kein Verständnis für die Araber: zwischen zwei Kulturen auf gewadisen. streben sie modern-europäischen G dankengängeii zu und verfallen gänzlich dieser Anähiielung. soweit sie nicht ihre Kinder den religiös-nationalen Schulen der Misradiim imvert rauen. Auch der zionistisch und zum Teil misradiistisch eingestellte bürgerliche Mittelstand hat nur ein geringes Verständnis für die Araberfrage. In ihren Kreisen ist der Nationalismus zum Chauvinismus ausgeartet. Diesem Mittelstand gehören die Orangenpflanzer, die Siedler in den Rothschild sehen und Hirsch-Kolonien, die Lehrer und die zionistischen Beamten an. Mit 15 ägyptischen Pfund Einkommen sind sie schon Kleinbürger, da man in Palästina infolge der Unmöglichkeit. Geld für europäische Bedürfnisse auszugeben, verhältnismäßig billig lebt. Der maßgebende Teil der jüdischen Bewohnerschaft ist die Arbeiterschaft, die überall den Uebergang zur bürgerlichen Schicht anstrebt. Die Arbeitergemeinschaft, die Kewuza, ist eine kommunistische Gruppe innerhalb der Arbeiterschaft. Der Moschab Olidim bildet den Mittelweg zwischen der Privatinitiative und dem Kommunismus. Von ihnen getrennt ist die kleinere Schicht, die bürgerlich-religiös eingestellt ist. In allen Teilen der Arbeiterschaft äußert sich ein starkes Streben nach geistiger Kultur. Ihre Zeitschrift ,.l)a bar“ ist vorzüglich geleitet: eine wissenschaftliche Monatsschrift der Arbeiterschaft wird demnächst zu erscheinen beginnen. Besonders das Interesse au alleil Schulfragen ist hoch entwickelt. Die Einstellung zum Arabertum ist dadurch gekennzeichnet, daß sie gegen die derzeitigen Eührer der Araber, die Effendis, im Abwehrkampf stehen. Dagegen erkennen sie den Araber als berechtigten Mitbewohner des Landes an. Die Arbeiterschaft ist sozial-patriotisch, also inehr national als sozial gestimmt. Religiös ist die Arbeiterschaft praktisch ablehnend eingestellt. ohne doch religiösen Stimmungen und Werten ganz abgewandt zu sein. Der Redner schloß seine Darbietungen mit der Schilderung eines Freitagabends, den er in einer Kewuza verlebt bat. Er antwortete sodann auf einige Fragen, die ihm Leopold Levi, Leopold Marx. D r. Feldmann und Landgerichtsdirektor Stern gestellt, und ergänzte seine Darbietungen durch eine Geschichte der Einwanderung der Juden in Palästina vom 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart. ’ Die Zuhörer dankten dem Redner mit lebhaftem Beifall. Sie erkannten dabei besonders an. PWgtgWEHT FORMENSCH&I U ■0RÖ88TES 0 BCHILDKHECHT A. G. »TUTTflAW Dampfwafdiaiilalf »Blfltcnwdft* SdiloBstraBe 71 — Telefoa ÜM3I übernimmt Famillenwüldie bei fachgemäßer Behandlung. i Jede Wische wird für ikh all eis gewaschea. — lllliililllillllllllllllllllllllltlllllllllllill KMrtt b«i aaiiraa ImrntM j i IIIUMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUlilllllll inujiiiiHiiiiiiiiiiiniMttiiHiiiiiiituniuiumutHni Phtfoapparafc Pbofotoedarf Pholoarbdlcn Fillal« FriairlAifeafsi IHllllUIIIIIIIIIIIUIIllllltllllUiaimillMWMM FL0GEL Pt AN OG .18 5 5 Revlsionsu. Treuhandbllro Gehr Käalyitr. 33, F*riispr«cft«r 24133/39 _flagrOndat 1913 _______ BansdiA Nadel | STUTTGART I CaiwerstraBe 30 I Das führende Haus für Ecfce aymaaalBBiitraße B » Teiepho. 22314 I Kindermoden i„ Knaben-, \ Mädchen-,Babykleidung

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