Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 21 (1.2.1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- Seite 284 (sequence 2)
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284 Heilt mit Elektrizität! Bestrahlung zu Hause nach Oallspach durch HochfraqMMU* (Violett- und Rotstrahlen-) Apparate „SAMO'Miisfifiif Sfulttart, Panlincnstr.lC, Telefon Nr. 71625 Nur vorzOglioN*, bMttMwlhn* Apparats mit allsn Neuerungen N.a .l.f.llhrti Farbllehtbeetrehlaas dwrb B»„tgi»«-Ei«ktroS»i> (M.u, rat, galt, iraiS)! - Radiere-Elektreden 0. R. r. Am bhsten, billigsten u. angenehmsten Ist die Bestrahlung zu Hause HonrorragendAjlAll-BrfolgA bei Rheumatismus, Hexenschuss, Ischias, Gicht, Asthma, Krampfadern, Hlmorrhoiden, Blut-Krankheiten, Herz-, Nerven-, Biesen-, Gallen- und vielen enderen Leiden. — Viele Zeugnisse und Referenzen.! n ii i s H i r s ch eine Wiederwahl abgelehnt, nahm l)r. Ilavum Gelegenheit, ihm für seine grollen Dien-te aufrichtig zu danken, die er der Ri-ligiotr-ge-mrinschaft in vorbildlicher Weise seit Jahrzehnten geleistet, l.ouis Hirsih dankte mit -herzliche-» Worten für 'die ihm gespendete Anerkennung. wobei er erklärte, daß die Tätigkeit im > iberrate für ihn einen Höhepunkt seines Lebens bedeutet habe. An Stelle ton I)r.Gunzenliauser wurde infolge dessen Ablehnung nunmehr Amtsrichter l)r. K instein durch Zuruf /tun Mitglied des Oberrates gewählt und auf gleiche Weise Leopold l.oti zum Stellt er treter des Präsidenten. Den Beschwerdeausschufi werde» Ilavum. Lepmau. Siegfried Kahn. Dreyfus und l)r. Wolf bilden: ihre Stellvertreter sind Df. Guinbel. Leopold Kahn. Hermann Kahn und l)r. Würzburger. Der Rechnungspriifungsauss.hull wird ton Dr. Giimp. Steiner und David Stein gebildet: ihre \ertreter sind: Dreyfns. Hermann Kahn und Dr. W olf. Zum dritten Mitglied des Beset/ungsausschusses wurde Dr. Gum- Ik-I. zu einem Stellvertreter Dr. Würzburger l>estinimt. Mitglieder des Disziplinargerichtes für die Pohhincr sj„d Landgerichtsdirektor Stern. I > r. B e r I i n g e r . I) r. A u e r b a ch . Landgerichts,lirektor Dr. K a ii 11 a und Rothschild, fiir die Religionslehrer: Oberlehrer Adler. Dr. (, u tu bei. Landgerichtsdirektor Dr. Kaulla. 1 andgei ichtsdirektor Stern und R o t h s ch i I d. Den f inanzausschnll bilden Dr. G » in bei. Dr. Wolf. Dr. B e r I i n g e r . Siegfried Kahn. Dr, (, ii tu p . ()be lieh rer Adler und L d u a r d A\ e i I i in \utrag der Gemeind^ ftberdorf. betreffend de n Rabbinatsbcdtrag wurde als Material dem l iiiaiizausslhnl! üImtw iesen. D: ■ \ntrag des W iirtteinb.-Hohen/. Landest e-baIldes des JücL f ratienbtiiides auf \c*rleihnng des passjv,-,i Wahlrechtes iiir die \ orstehc'rämter an .die brauen wurdeauf Mit rag Dr. Berlin p e r s zurück gestellt, da die Landesvc-rsaniinliltig zurzeit nicht vollzählig war und eine so w ichtige Ae-nih-rung der \ erfass,,ng mir vor vollzähliger I andestersaminlung verhandelt werden sollte. I-rau R ose n b lisch nahm ihren \ orschlag. daß der \ntrag einem neu zu wählenden \ erfassungsaii'schuß zur Revision der \c*rfas- -iing libertragen werden sollte, zurück. Steiner- I .uplifim wies darauf hin. daß die Mitarbeit einer I ran au den Arbeiten des \orsteheramtes in I utipheim als danke nswert empfunden wurde. I in Antrag des Oberrates, die Dauer der Wirk- -umkrit des derzeitigen Obrrrates mit dem 5. Februar zu beenden, wird angenommen. Nachdem die drei neuen Mitglieder des Oberrates, Ministerialrat Dr. Hirsch.^ Amtsrichter Dr. Einstein und Konsul Straus in ifer herkömmlichen Weise vereidigt worden, schloß Dr. Hayum mit nochmaligen Dankesworten an den bisherigen Präsidenten der Landesversammlung die für die Isr. Religionsgemeinschaft Württembergs so bedeutsame Tagung. Zum Ausscheiden Regierungsrats Dr. Nördlinger. Obwohl es Eingeweihten bereits längere Zeit bekannt war. daß Regierungsrat Dr. Nördlinger eine Wiederwahl in das Präsidium des Israelitischen Oberrates aus Gesundheitsgründen ablehnen, würde, hat doch die endgültige Entscheidung hierüber in der Israelitischen Religionsgemeinschaft einmütig empfundenes Bedauern hervorgerufen. Scheidet doch mit ihm der erste nach der neuen Gemeinde Verfassung gewählte Präsident des Oberrates aus dieser für die Gemeinschaft der Israeliten des Landes so bedeutsamen Stelle. Dr. Nördlinger hat es verstanden. diesem Amte durch die innere \ornehmheit seiner Persönlichkeit und die strenge Gerechtigkeit seiner Amtsführung eine besondere Würdezu verleihen. Bei den Verhandlungen des Oberrates wie in den Sitzungen der l.andesversamntlung war er durch seine ruhig abwägende Sachlichkeit und durch seine immer gleichbleibende Liebenswürdigkeit der berufene Führer.Eine außergewöhnlicheSachkunde und ein vorzügliches Personengedächtnis, dazu große Herzensgüte gepaart mit innerer Festigkeit, unterstützten das Gewicht sc-iner Entschließungen. So hat er es verstanden, sich Aller Sympathien zu erwerben und weit über die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs hinaus in der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Landesverbände und überall dort, wo er als Vertreter der Isr. Religionsgemeinschaft Württembergs hervortrat, sich Ansehen und Gehör zu verschaffen. Der Wunsch, daß er noch viele Jahre das Haupt der Isr. Religionsgemeinschaft bleiben sollte, war daher ganz allgemein. Um so tiefer und aufrichtiger ist das Bedauern darüber, daß Dr. Nördlinger vorzeitig sein Amt niedergelegt hat. Der Wunsch, daß der ausgezeichnete Mann die ehrenvolle Muße eines geachteten Ruhestandes noch recht viele Jahre genießen möge, wird von allen denen geteilt, die mit ihm bisher zusammengearbeitet haben. Dieser Wunsch fand in der Landesversammlung am 26. Januar seinen beredten Ausdruck in der Ansprache, die dem Scheidenden im Namen des Oberrates und der Landesversammlung der bisherige Vizepräsident Louis H i r s ch widmete, und in der Ehrenurkunde. welche ihm beide Körperschaften gewidmet hatten. Max Wolfj 70 Jahre alt. Am 25. Januar hat in aller Stille, fern von Stuttgart, einer der edelsten Wohltäter unserer Stadt. Max Wolf, der Seniorchef der Firma W. Wolf & Söhne in Untertürkheim, seinen 70. Geburtstag gefeiert. Was Max Wolf in Gemeinschaft mit seinen verewigten Brüdern volkswirtschaftlich für unsere engere Heimat geleistet ist weithin bekannt und anerkannt. Weniger bekannt ist seine vorbildliche Wirksamkeit im Dienste der Nächstenliebe. Besonders als einer der tatkräftigen Mitbegründer des „Jüd. Sdiwesternheimes“ hat er sich ein bleibendes Anrecht auf die Dankbarkeit aller Menschenfreunde erworben. Er ist als der Bestand des Schwesternheimes in der Nachkriegszeit gefährdet war. opferfreudig an seine Spitze getreten und hat es verstanden, das bedrohte Heim zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Es darf aber ohne Lebertreibung ausgesprochen werden, daß es wohl kein Werk versöhnender Liebe in unserer Heimat gibt, an dessen Erhaltung und Ausbau nicht Max Wolf, zumeist gefördert von seiner herzensgütigen Gattin, mitgewirkt hat. So ist es kein Wunder, wenn er sich der einmütigen Wertschätzung aller derer erfreut, die den tief bescheidenen, aber großzügigen und tatbewußten Mann näher kennen. Mit außergewöhnlichem Scharfblick verbindet er feinsinniges Verständnis für Kunst und Wissenschaft und lebhafte Anteilnahme an allen Angelegenheiten des bürgerlichen Lebens. Aber alle diese Eigenschaften überstrahlt seine Nächstenliebe. Neben seiner greisen Schwester verehrt die Firma in ihm den Senior, der mit offenen Augen und jugendlichem Temperament an allen ihren Arbeiten teilnimmt. Mögen dem Jubilar und seiner edlen Gattin im Kreise ihrer Kinder noch Jahrzehnte in geistiger und körperlicher Frische vergönnt sein! Berthold fluerbadi-Verein Dienstag, den 11. Februar, Stuttgart-Loge, CalwerstraBe 33 Ilhs., abends 8' e Uhr, 1. Heimabend Redakteur Hans Sternhaim spricht über die neue „lud Süss“*Biographie von Dr. Selma Stern ★ Dienstag, den 18. Februar, Stuttgart-Loge, CalwerstraBe 33 Hhs., abends 8* « Uhr, spricht Konsul Max Straus über: „Modem«« französisch«« Judantum, lnsb«sondars das Werk Edmond Flags“ Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten! Junge 3(enDenina* Direktrice sucht in Stuttgart ober Württemberg passende Stellung. Gute Zeugnisse vorhanden. Gss. u- 2. M. a. b. Gemeinbe;tg. Versicherungen I allmr Art 1 1 Kottrnlotr fmdimännirehr Beratung durtk 1 I MAX LEHMANN, STUTTGANT 1 ■ MOLTKESTR. 93 - TEL 63682 1 Mitfliad dm EMdubmtim jiditdtm FmUtoldaim 1 Bessere abgelegte STIEFEL kauft zn reellen Preisen u. kommt ins Haus Teudisler, Torstr. 11 Telephon 25076 Zu Ostern suchen wir Stellen «Ir: 2 Midcben 18 M. mit HiBdelssdmJblliiml 1 Mldäen 17 .. n Kindern 1 Midien 15 .. In einen Hinsbalt Anträgen an den Israel Laadeswaisenierein, Bndual (Baden) . - - iS# w Restaurant Modi Calwerstr. 4 Mittag- und Abendtisch im Abornament Reichhaltige Speisekarte Uabernaitme v. Festllchkt. BiOX-ULTRA ZAHNPASTA S dl« rlch-lg«, »I» macht dl« ZSha« blendend w«IB a. beseitigt Mundgeruch, spritzt nicht. Ist hochkonzentriert, daher sparsamer. Klein« Tuba 90 Pfg. Max Elb A.-0. Dresden