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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-01-16 · 20 (16.1.1930) · p. Seite 276

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
20 (16.1.1930)
Date
1930-01-16
Page
Seite 276 (sequence 4)
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- 276 - Bankcommandile Siegmund Weil ilMMn. IMtit. ItllSMM / TCL >8344/4« HECHINGEN / TÜBINGEN , SIGMARIN GEN In-u.ausl. Wertpapiere / Einlagen zu gfinst. Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken I ibrr-. ..hoi ft Rc-xi-il" (Kubbin Bauer) und die Ri x tu- <le> Ktiidf- June-" fördern dajiidi-ifie ) •dien. |)ügn .:(•■ Problc-m defian/ö-iMiien Judeniiiiiii-t die I in»anderunir andem Osten, die ju:!»«> Seelen gc-chüt/t «xiril. Ihnen gegeni;:. 'ti'hi-n etwa »>«»>>> haniilien aus der I.e\antc. I J \er-uiiit. 'tiif*-e Fingt-xx andi-r- /u f > an/ö-ieren. Die Xaturali-atinii i-t -n -i-hr <- li-ichlc rl. I Ixx.i sü Pro/ent der ()-tden -ind bereitnaturali-iert. Trotzdem fiih- , n »je ein eigene- I eben, dabesonderin der , Ilion inutiielle" in die Fr-«heinung tritt, i! r \ iiti-eiiiiti-iiiuin T rankri-ich i-t xerhült- .-:i, '.r -diw'.iiii. w eil der I ran/ose Jede Massenn^se-lion ablehnt. Sogar Leon Daudet wendet 1 in der \i tion franeai-e xom Anti-einiti-niu- ... den iii-iicrding-;-mh Barreablehnt, weil die :d<-n mi Weltkriege für I'rankreidi iingolieiic-r- . ,, < 'j.f. i -elnadit haben. In der Schlacht bei : -nee -ind x oii dein fri ixx illigc-n Regiment : i (»-ijiiilen tm»! gefallen' Trotzdem jribt e- . ii \:iti-e: liti-n.uin I rankreidi. de—en gci- ’ e i nhrei die beiden Bliider Ihareaud -ind. 1 : ileitend auti-einiti-die Organ sind die ..Le- - de I < Irilre".! -;e |..--ioideie (.r-tn|t zeigt der fran/ösi-die / -U'-inn-. der xon den fran/ö-i-dien Juden i >lf el u e-lint xxird. Ihre lo-urig heißt ..pour l! lest -an- /inm-ine". Be/eidinend ist. daß ■i \ie-ie-:i J ■■ -t i ri l »oclard der Herausgeber ii ■ /ioni-ti-ilu-n /.eit-dirift ..l’ale-tine" i-t. Sind i!i die idli/iellen Staat-niaiiner aupolitisdien Ii xx e-^. runden Freunde de- /ioni-mu-. Im so/.ia- .'i-ti-dien l.ager -ind die Meinungen über den /i-*11 'ii. i- -ehr geteilt. i ,, den l inflnl! der Juden auf dafran/ösi-die ( .ei'le-l'ele n /u keun/eiduien. -diilderte der Re-duei die drei grdRi-n jiidi-chen Schriftsteller de- (>, 2, nxxari. den größten l.xriker der fran- . -i-dieii ■spraihe Xndre Spire und die beiden! oii...n-dirift -teilet- Jean Bloeli lind Fgmond Flt-g. de .i xx.-i-eii in ilner I i 1-tellnn- /um Judentum i : I- 'dew.nti-lnn: de- Jüdi-tben Sell»t- I.exx ld<I-einand den le-ten Willen, die eigenen Wi:ti le-l/ dialti-n und /u entfalten, hin äugt .-eie neti - hei-piel für die-«- Auffa—ung vom i.:di fitiini bietet T leg- Skizze ..Ponrqiioi j<- -tii-!-ei:, -e-- .ment an den noib nicht gelxirer:‘-n l.nkei. V einen-;ip':i|ii-ti'iheti Au-bliik auf die Zu- .f' i e- Ir.in/ö-i-then Judeiitume- -«bloß der .hier -einen tnit lebhaftem Beifall anfgenoiii- ■n. ii \ortrai;. _ CUM) 'fiim Qfnmnmfiim Wäte-Uim&tmipS Stuttgart. I! ii ik t i i t t \ r t Ii n r h - - i n g,e r - ■ in \ i - i z de- I - r \ u r - t r Inr u m t iv xx i - le i ::: al!> n kreisen der Gcmeinde i< ■ afte- R.•dauern lierxorrufen. daß der um die ' ikl ig der Stutlu.irt«*r Gemeinde -o hoth- - -1 £: n-i 11 < Mann nadi einer in jeder llin-irht crlilgieiihee W ii k-.itukeit all- C.riiiiden -eine- -; gi -ibrittetien Alter- -ein Amt als- \ or-itzeneer de- \ . r-teheramteniedergrlegt hat. Naib der I infiiln ung der neuen \ erfa—ung. welche die Wahl ile- X or itzenib n de- X or-tc heramtegewählten \ io-teherknllegiiim übertrug:, v -i: X i t h *■ r I - - i n tr «• r der er-te gexxiihlte Xor-itzende di r -Stuttgarter Religion-gemeinde. X libißlidr-eine- ~i> (,ebn rt-lagexxar er Mittelpunkt xielfadier l.hrungen. Datnalwurde au«b xoin X or-teheramt die Stiftung begründet, die seinen Namen kommenden Geschlechtern übermitteln -oll. XX as der nunmehr von seinem Amte Xuriukgetretene geleistet hat. ist in der ersten Sitzung deneugewühlten Vorsteheramtes von allen Seiten lebhaft anerkannt worden. Ein besonderes Verdienst hat er sieb um die Ausgestaltung des „I.andesxerbiludes für Jüdische XXohifahrt-pflege" erworben. Aber auch in allen Kommi—ioiien und Verbänden.' denen er angehörte, hat er sieb iii lierxorragendem Maße betätigt. Es wird deshalb allgemeine Genugtuung wecken, daß Arthur hs-inger -ich entschlossen hat. im X or-teheramte und in allen Verbänden weiter tätig zu bleiben, denen er bisher seine Arbeit gewidmet hat. Mögen dem ausgezeichneten Manne noch x iele Jahre ungetrübter Frische zur lreude seiner Angehörigen und zum Segen der (.emeinde Stuttgart be-chieden sein. Stuttgart. S i t / ii ii g d e s I s r. Vorsteherii in t e - a m *. J a n u a r. Die erste Sitzung, die daneugewählte Vorsteherkollegium abhielt. xxar xon bi -onderer Bedeutsamkeit. Nachdem die nengexxahltfii Xorsteher: Sanitätsrat DrHies. I udxxig Stern und Eduard Weil in der üblichen Wei-e durch Ilandschlag verpflichtet worden, erklärte der bi-herige X or-itzende Arthur Lssinger. daß er au- XIter-griinden sich veranlaßt sähe, da- Amt de- X or-it/enden des Vorsteheramtes iiieder/ulegen. In einem interessanten Bückblick über die /.eit -einer Amtsführung schilderte er die hntxxicklung der Gemeinde während dieser /eit. Er erinnerte daran, daß in diesen Jahren das X or-teheramt -ich eine neue Geschäftsotdnitng geschaffen. Er gedachte der beiden Xor-telier. die in die-er Zeit verstorben, kommer'ienrat Adolf XXolf und helix XX cd ff. in be- -ouderehrenden XXorten. Eine einschneidende lat-adie war in die-en Jahren der nach der Inflation ge-chaffene Schuldentilgungsfonds zur Deckung der aufgewerteten Darlehenschulden der Gemeinde. . Eine Beihe baulicher X'eründeruiigen erforderte die Neueinteilung der Biirorätitne. die 11« rrichtung des kleinen Bet-aals und di« Erschließung des letzten leils des Pragfriedhirf- Die Begründung der Essingerstiftung und ■ Neubildung der durch die Inflation vernicheii .stiftnug-fondbezeichtrete er als eine be- > ulererfreuliche Tatsache seiner Amtszeit. Er i— darauf hin. daß in diese r /eit ein neuer Itilhhiner. ein neuer Schächter und eine neue r-orgerin in den Dienst der Gemeinde geteii. Daxxichtigste Ereigniwar die Erwerng deneuen f ric’dliofauf dem Steinhaldende. Xlit (.eniigtuiing xx ies er auf die mannigfien Ent-ihlic-ßungen hin. durch welche das , iö-e heben in der (.emeinde Förderung und -ligmig gefunden. So zeigte der Rückblick, daß den Jahren -einer XX irk-amkeit die Einrichtungen der Gemeinde bereichert worden und wertvolle Förderung erfuhren. Er dankte seinen Kollegen für ihre treue Mitarbeit und schloß -einen Rückblick mit innigen XXünschen für die Gemeinde. Da er auf die wiederholte Bitte -einer Kollegen bei se iner Weigerung blieb, die Teilung de- Xor.-it/eweiter/uführen. wurde auf Antrag Karl l.ex i- ()-kar Rothschild für das Amt de- X or-it/enden xorgeschlagen und ohne Debatte durch Zuruf zum Vorsitzenden gewählt. In gleicher \Xei-e wurde- Dr. Flegenheimer zum -tpllxertretenden X or-it/enden berufen. Der neugexxählte X or-it/ende übernahm hierauf mit herzlichem Dank an «las bisherige- Kollegium und vor allem an den bi-herigen Vorsitzenden -«.‘in Amt mit der Bitte, um die Mitarbeit und Förderung durch da- Kollegium. Er entwarf ein kurze- Programm -einer Tätigkeit und gab zum Schluß eine Lc-ber-icht über das derzeitige Vermögen der Gemeinde. Auf besondere Anträge Dr. Flegniihcimer- und Dr. Tänzers wurde der Kleine Rat und die T riedhofsabteilung je um ein Mitglied xermcjirt. Eine lebhafte Aussprache xi-ranlaßte ein Antrag Dr. Flegenheimers. die Sitzung-protokolle nicht mehr zu verlesen, da durch clie-c- Xerle-ting ein zu großer Zeitverlust I tr In f. f. rili Ec entsteht. Dafür soll das Protokoll der le tzten Sitzung jeweils in der nächsten Sitzung zu eventueller Einsichtnahme aufgelegt werden. Dr. Riegel- und Arthur Essinger empfehlen, bei der bisherigen Hebung zu verbleiben. Das Plenum beschließt die Annahme des Antrags, von der Verlesung der Protokolle Abstand zu nehmen. Vor der Wahl der Mitglieder der einzelnen Abteilungen des Vorstehc-ramtes ersucht Rabbiner Dr. Auerbach um seine Zuwuhl zu der Unterrichts- und der Gottesdienstubtc-iliing. Er wird von dem Vorsitzenden darauf hinge««ic-sen. daß seiner Zuwuhl mit beratender Stimme durch «liebet reffenden Kommissionen nichts im XX ege steht. Den Kleinen Rat bilden von jetzt an Oskar Rothschild. Dr. Flegenheimer. Essinger. I.evi und Dr. Tänzer: die F i n a n z a b t e i Tu n g : Ebstein. Kiefe. I.evi. Stern und Dr. Tänzer: die Friedhof s u b t e i I u n g : Dr. llommel, Meyer. Stern. Dr. Tänzer und XX eil: die U n t e r r i ch t s übte i I ii n g : Dr. Rieger. Dr. llommel. Dr. Ries und Meyer; die G o 11 e s d i e n s t u l> t e i I u n g : Dr. Rieger. Ebstein. Essinger. Kiefe und Dr. Ries: die B ii ch e r e i a b t e i I u n g : Dr. llommel. Dr. Riege r und Dr. Ries: die XX'ohlfahrtsabtei- I ii n g : Ebstein (Stellvertreter Stern). Dr. Ries (Stellvertreter Dr. llommel). Kiefe (Stell«ertreter I.e«i). Meyer und Dr. Rieger: die J u ge n d - a b t e i I u n g : Ebstein. Mover und Dr. Tänzer. Eine lebhafte Aussprache entfesselte die- Frage, ob es Frauen gestattet sein sollte, bei Beerdigungen auf dem Friedhof Nachrufe zu halten. Der Stadtrabbiner äußerte sich gutachtlich dahin, daß es religionsgesetzlich verboten ist. daß Frauen bei Bestattungen sprechen. Dr. Ries erklärte sich grundsätzlich für die Erlaubnis. Karl I.evi sprach sich gegen eine allgemeine Erlaubnis aus. empfahl aber die Gestattung von Ausnahmen. Meyer wies darauf hin. daß das Verbot der Ansprache von Frauen in München. Köln usw. besteht: er hielt es für durchaus ausreichend, daß bei der Bestattung xon Frauen, die sich um die Gemeinde verdient gemacht haben, der diensttuende Rabbiner im Aufträge der betreffenden Vereine diesen Frauen dankt. Für die Erlaubnis äußerten sich Dr.'Tänzer. Dr. Flegenheimer. XX eil und Kiefe-. Der Xörsit/ende erinnerte daran, daß das Vorstehernmt im Jahre 192” den Frauen da- Halten von Nachrufen untersagt, und daß. der Oberrat dieses Verbot bestätigt habe. Ein Antrag Meyers, ein weiteres Gutachten xon einem aus- «xärtigen Rabbinat ein/aholcn. wurde abgelehnt. Nachdem der Studtrnhbiner noch e inmal erklärt, daß er aus religiösen Gründen alles unternehmen x«erde, um ein X erbot der Ansprachen von Frauen auf dem Friedhofe herbeiziifüliron. xxird der Antrag mit 7 gegen b.Stimmen angenommen, daß Ansprachen von Frauen auf dem Friedhofe unter den üblichen Bedingungen erlaubt sein sollen.' In der Frage der Zuziehung von Frauen zu Sitzungen und Beratungen des Xörstc-hc-rumtes wird ein Antrag Flegenheimer angenommen, der folgende fünf Bestimmungen enthält: I. Das Vorsteheramt entscheidet in se inen Plenarsitzungen darüber, ob für einen bestimmten Gegenstand Frauen zu den Sitzungen des Plenums oder der Abteilungen zuzuziehen sind: 2. das Xörsteheramt ermächtigt die Abteilungen, für einen bestimmten Gegenstand Frauen zur Beratung zuzuziehen: «. die Abteilungen werden ermächtig!, bei L’eberxveisung der Sache an das Plenum zu beschließen, daß bei der entsprechenden Beratung auch im Plenum die von der Abteilung beige/.ogenen Frauen der Sitzung des Plenums beiwohnen: der Vorsitzende der Abteilung hat den Vorsitzenden des Xörsteheramtes hiervon bei der Ueberxveisung der Sache in Kenntnis zu setzen: 4. de n ztigezogenen Frauen ist zur Pflicht zu machen, über die beratenen Gegenstände in gleicher XX eise wie die- Xorsteher Stillschweigen zu bewahren: >. die- Zahl der für einen Beratungsgegenstand zuzuziehenden Frauen wird auf höchstens zwei beschränkt: die Zahl bestimmt im Einzelfall das Plenum oder die Abteilung. Auf Anfrage Dr. Tänzers xxird festgestellt, daß CHR. STATTMANN’S NACHF. Stuttgart Telefon 27734 Klülgtbau Beste Jn- und Ausländische Fabrikate Herrenhüte Sport- und Automützen Aparte Damenhüte für Straße - Reise - Sport HUGO BLESS Maßgeschäft feiner Herrenmoden vorm. JOSEF BLESS Fernsprecher g*gr. 1808 6ymnaslums^r. 235 SO STUTTGART Nr. 14 Bilanz, Revision Buchführung im Abonnement, Neuanlagen, Steuerberatung, Liquidation, Konkursverhütung K* Karrer, Bücherrevisor, Stuttgart Neckarstrasse 117 Fernsprecher Nr. 405 35 HARDT FLOGEL PIANO« ilGRONO CT 16 5 5 Staubsauger Kleinmotoren sivnU.Haaehalfmaschtnen repariert Spezial-Werkstatt J. E. Slrässer Gartenstrasse 37 (Bollwerk) / Telefon 62772 uf RADIO WALTUt Htm Otgastr.46 120,8 Mill. RM, für8084 Eigenheime in kaum 5 Jahren bereitgestellt durch die U teste. grMte and ertöt, re käste Bausparkasse Deutschlands. 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