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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-01-01 · 19 (1.1.1930) · p. Seite 266

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
19 (1.1.1930)
Date
1930-01-01
Page
Seite 266 (sequence 4)
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■'•T Tage. Sir roiiitn Weiler, daß, wie „Ter kleine , »-tophft", t’u’if fugend religiöse Lebensformung i .langt und brauchen deshalb Jugendgemeinichaften, > kn erziebungsgemäß alles in sich bergen, was zur indische» Jugend gehört. Zwar wehren sich viele Eltern .'.gen Jugendgrudven in der Meinung, man dürfe .VH Zna.'ndiichen nicht aus'dem Ellernverband heraus- .'.»nie». Wie 'ehr sie sich damit gewissermaßen gegen * tii Äaiu'rge>etz auflehnen, zeigte der Redner an der > ia fchan.i» wie olastifchen Legende, oo« Ojährigen! P!,ar>a, d.-. eine ausländische Gesandtschaft «mpsanl 'eli und in seinen Festkleidern davonläuft, um ■ mit .men Kameraden sich an einer Papiermühle zu; »%-: tu».,<«. Man darr die Zugend ihren Gespielen in entziehen! -.-!»>» Niuee 07. i ch » t e » t l a s i e n e n Zugend macht! »nr,urbare Verlassenheit geltend. Weite »reis« j .!e: Z-..a.nd haben die bittere Erlenntnis, daß sie ' R > -e> i aus A rbeit mehr haben. Tie Zahl j v. tüdi'che» Arbeitsloien wächst von Tag zu , I it. Und di? große Gefahr besteht, daß dieie jüdische Zui.ud, der iich auabeim jüdii'chrn Arbeitgeber! ken:-- Äree'.temöglschkeil mehr bietet, radikalisiert und '-■> 'ii-u,? Laaer abgetrieben wird. Wenn auch der! „..v? :::? der siibischen Zugendaereine TeutsihlanSs"; ,,„r>!' >e>»e,l Stellennachweis nach dieser Richtung kein! Mp'li.lx'tes reriucht, io in es doch Pflicht des j L d i - i :> j, . ,! g e b e . s in erner Linie, »ich auf > ii> <>.an:u.oriung zu besinnen und iie auch zu betätigen.;;>! u»?!>» vauvtaufgabeii gehört es auch, die Menj; ':a, ii•■?. . Zugend aus die aus Sen Verhältnissen ,?i zwang-' auilg erge.-e:'de Kerufsumschichlung! :;::i?r 'Mi. An einem Beispiel aus der Arbeit»- ] ,- v-a Hamburger Zir. Zugendamies zeigte der KV'iui, :> i u-elcher Bernändnistoiigkeit viele Eltern mute ii? dieren brennenden Existenzfragen gegen« j i\ii UN» wie sehr t? daraus ankommt, die Zua.nd sur d.e Erkenntnis reif zu machen, daß cs jü- I? kg-? >i 'erratberiise beute nicht mehr geben kann. Ii. TN.::'*;,.'! ist aber auch c-.ne geistige Frage. Berus iiie ,:,"er.'ch' Berufung klaffe» heute vielfach weit i7i.idei. Sii müssen es zu verstehen suchen, wenn? 7 7 ii'. i di, Mechanisierung des Wirtschaftslebens ver» j t.i.p inie u»b moiorii'ierre Zugendliche in seiner Freizeit a? Hanen Entspannung sucht, an denen wir ihn lieber rt’! •' ii würde», .vier müssen »raste einieyen, die I :h. aklion' g.gen de» Zwang in die richtige Bahn! . ' n und den Zugendlichen für wertvollere Inhalte j > inest,,». Eig.nilich hätten unsere Gemeinden selbst I i es fehlt ihnen hierzu ab-n noch an i ,,-.nf> 77 Zussauer: di? Lrgaiiiialionen der Aclteren d.rlaiiae» da» fühlen wir von der Jugend > n 7,,'ac" lliiinagliche» »Nb können ihr deshalb ebenfalls i k. n> v. iiit'äile -ieien. Tie Zugend unserer Tage .;-,.u CniiiiU mehr für die Unterscheidung von I c-ld-dai und . heran ist will Religion „an sich". Menj irtwii edu. S'rgangeiihciis und Zukunitsdrillen, Mt»- i tchei-. S r Wirklichkeit. Tazu aber brauchen wir; in»ische Atmosphäre. Räume, in denen die Jugend! .eben lind sich betätigen kann jüdisch« Augend- :>??!,, 'Lj.- ankeren »onsessionen haben diese Forde i :>&%■ -.hsii lang, verwirklicht und wir dürfen nicht ü .ri langer zagern. Eine Theologie des „Heute" muß des „Es war einmal" oder „Es wird «ein" ab« ':». und iiiii ihr wird über eine optimistische Welt« -rnj'chauü.ig der Grund sür eine neue jüdische Wirk« - Z-! i -?> gi werden. - 266 — In großen Zügen haben wir das aufschlußreiche, bedeutsame Referat wiedergegeben. Aus dem stürmischen Beifall, der ihm gezollt wurde, darf geschlossen werden, daß Rabbiner Tr. Hahn mit seinen Forderungen zur Erkenntnis des „Heute" Anschauungen entwickelt hatte, die höchster Beachtung wert und wirk» liche Lcbcnssorderungen unserer Gemeinschaft darstcllen. Mit drei Walzern von Brahms, von Alice Schmucklcr-Heß mit hinreißendem künstlerischem Schwung gespielt, schloß die würdige Kundgebung. II.- Aus der in der Frühe des 8. Tczembers begonnen:» und nachmittags fortgesetzten Telegiertentagung war zu ersehen, wie sich die jüdischen Jugendvereine Württembergs in emsiger Arbeit sür ihre Ziele einsetzen. Tie Jugendverein« Stuttgart, Laupheim, Göppingen, Ulm, Eßlingen, Rottweil, Buchau, Heikbronn und Haigerloch hatten Vertreter entsandt, die über die Arbeit in den Bünden berichteten. Es war interessant, sestzustellen, daß überall da, wo der Jugend ein eigenes Heim zur Berfügung steht ode^IUnlerstützung voll. seiten der Borsteherämter zuteil wird, mit wirklichem Erfolg gearbeitet werden konnte. Tancben wurden auch in den anderen unter nicht s» günstigem Zeichen arbeitenden Bünden zum Te« sehr beachtliche Resultate erzielt, wenn auch, was aus der Aussprache hervorging, mit vielen Schwierigkeiten gerechnet werden mußte. Leider wurde von den Angeboten der Landesverbandsleitung, den einzelnen Bünden ohne jede finanzielle Belastung Redner zur Verfügung zu stellen, nur in geringem Maße Osebrauch gemacht. Ter Vorsitzende, Lbersekretär Julius Wißmann, zeigte aber im Tätigkeitsbericht des .Landesverbands", daß die Landesverbandsleitung sich nach Kräften bemüht hat, die Arbeit der einzelnen Vereine auch von sich aus zu fördern. So wurden, neben der Entsendung von Rednern, Tresssahrten veranstaltet, die sich eines sehr guten Zuspruchs erfreuten und auch in Zukunft wieder veranstaltet werden sollen. In Ludwigsburg wurde «in Jugendverein gegründet, in Rexmgcn und Lehringen sind Gründuiige» in Aussicht genommen. Ter Vorsitzende dankte dem Israel. L b e r r a t und dem Kultministers u m sür ihre finanzielle Unterstützung, ebenso den, Borstchcramt Heilbronn und den anderen Stellen, die den Bünden ihre Hilfe zuteil werden ließe». Er kam sodann auf das Verhältnis zum Verband zu sprechen, verbreitete sich über den Eintritt des Verbands in die Jewish Agenry und den „Jüdisrl»«» Friedensbund", beschäftigte sich mit der Berut'Snot un ierer Jugend und schloß-mit dem Ausdruck der Hofs» nung aus eine weitere ersprießliche Arbeit. Aus dem Kassenbericht, den Redakteur Hans 2 t e r n h e i m erstattete, ging hervor, daß der Landesverband mit Mitteln zwar nicht gesegnet, dank der Beihilfe des Jsr. LberratS und des Kultministc» riums aber in der Lage ist, allen Anforderungen gerecht zu werden. Ter Sassenbestand beträgt z. Z. .HM. 350.03; die Ausgaben setzen sich aus Beihilfen zu de» Tressahrtcn, Spesen der Redner und den Berwallungskosten . zusammen. Ter Kassier schloß seine» Bericht mit der Aufforderung, der Landesverbandsleitung mehr noch als bisher Gelegenheit zu geben, an der Arbeit in den Jugendverei.neu Württembergs mitzuwirken. Rach der allgemeinen Aussprache, zu der Rabbiner Seit 40 Jahren das Haus für gediegene Sdiuhe $ CHUHHAUS Tr. Hahn abschließend Stellung nahm, schritt man zu den Neuwahlen. Obersekretär Julius Wißmann wurde als Vorsitzender, Redakteur Hans Sternheim als Schriftführer »nd Kassier, und Rechtsanwalt Tr. Walter Einstein als Ausschußmitglied wiedergewählt; zu . Ausschußmitgliedern wurde» ferner Richard Maner- Heilbronn und Fanny Lahn-Laupheim bestimmt. An der Tagung nahmen Rechtsanwalt Tr. Tänzer als Vertreter des Jsr. Vorsteheramts und Reli-' gionsoberlehrer Adelsheimer als Vertreter des „Vereins jsr. Lehrer in Württemberg" teil. Ihne» sowie den um de» »Landesverband" ebenfalls hoch-, verdienten früheren Vorsitzenden, Oberlehrer Rothschild- Eßlingen und Rabbiner Tr. Lohn- Ulm, entbot der Leiter der Tagung besonderen Tank „nd Gruß. Am Abend trafen sich die Mitglieder des „B.A.V." »och zu einigen Stunden gemütlichen Beisammenseins im „Oberen Museum", und so nahm auch dieser der ernsten Arbeit und Aussprache gewidmete Tag einen frohen Ausgang. Stuttgart. Sitzung des Gemeindevorsteheramtcs, Tienstag, den 17. Tezember. Trr erste Teil der Sitzung war de» Angelegenheiten gewidmet, die in der Sitzung vom 20. November unerledigt geblieben. Oskar Rothschild berichtete vorerst über einzelne Vorschläge des Kleine» Rates. Im Zusammenhang mit dieftm Berichte wurde Tr. Flegenhei - mit damit beauftragt, seine Vorschläge über die Zuziehung von Frauen zu den Beratungen des Vorsteher« amtes niederzuschreiben und sie der nächsten Vollversammlung vorzulegcn. Im Auftrag der Friedhosabteilung erstattete Tr. Tänzer Bericht über die notwendige Nachsüllung und Wurzelentsernung von etwa 250 Grabstätten aus dem Pragfriedhos. Tiefe Arbeit wird dem Gärtner Treulieb übertragen. Soweit »ich Angehörige der in diesen Gräbern Bestatteten vorhanden sind, sollen diese zur Tragung der entstehende» K»- sten herangezogen werden. Für notwendige Herstcllungs» arbeiten auf dem alten Hoppenlaufriedhof werden 300 Mark bewilligt. Der Männerverein hatte, gegen den psalmodierenden Bortrag des .^Joschcb beseser" bei der Uebersührung der Särge auf dem Wege von der Kapelle zum Grabe Einsprucki erhoben. Ter Stadtrabbiner hatte in einem Gutachten den Nachweis erbracht, daß es sich bei diesem Vortrag um eine gute alte jüdische Sitte handelt und daß die Melodie des Psalms jahrhundertealt ist. Rabbiner Tr. Auerbach, Ober'rechnungsrat Meyer und Tr. Fkegenheimer treten sür die Beibehaltung des Vortrags des Psalms ein. Ter Antrag!WM>IllUlUNWItltMMMllllllIllilI!>I!i Pkotoapparafe Pbofobcdarf Photoarlicllei Filiale PrtetrlAsfeafea Konkursabwendung durch Vergleich FRITZ GRABERT Syndikat amd Traakladar JatrtiKI»ttatr.M*,T»I.MIOa HARDT STUlTi FL0GEL PIANOS iltltNDIT 18 5 5 PORSTSTÖASSE Ausführung sJmtlichsr Harmorarbeiten marnorw&rksiattn tir KuDSt$rairfee G. bi. k. H. Inh.: A. Greiner Telephon 63829 Militfirstraße 104 |y| ■PRetSWERT roWMBWCHflW W ■8RÖ88TES B TTuTTaÄRf iKnn5n»iüiu«« > nF RADIO waltu ranz Otgaatr.48 aumini Bringen Ar ende Inn Bonet BLUHENFISCHEB KÖNIGSBAU TEL. B007S Anden Sie eteta preiswerte Oeaohenkel

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