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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-01-01 · 19 (1.1.1930) · p. Seite 264

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
19 (1.1.1930)
Date
1930-01-01
Page
Seite 264 (sequence 2)
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- 264 - Heilt mit Elektrizität! Bestrahlung zu Hause nach Oallspacli durch Hoclifr«quMZ> (Violett- und Rotstrahlsn-) Apparat« „SANOM-l!isttfm Stuttgart, Panilnaulr.lC, Icidon Nr. 11625 Nur vorzOQltoti«, bostbewSTirM Apparat« mit allan Nauarungan Na. «ing.lihrt: Farfcllofctbaetrablaag durrli 6ynt gl«»-EI»lilrod,fi (M.u, rot, g«lb, Mit) Radlaaa-Elaktratlaa o. R. P. mamMai ■■■ Am besten, billigsten u. angenehmsten Ist die Bestrahlung zu Hause Hwyorragudt HiM»lr*olgi bai Rheumatismus, Hexan schuss, Ischias, Gicht, Asthma, Krampfadern, Himorrholden, Blut-Krankheiten, Herz-, Nerven-, Blasen-, Gallen- und vielen anderen Leiden. — Viele Zeugnisse und Referenzen. der gewirkt, Tie Gründung der „Akademie für die Wissenschaft des Judentums, die Geburt des „Jüdischen Lehrhauses^ in -Frankfurt, das seither da und dort Nachahmung geweckt, waren die starken Wirkungen dieses Weckrufes. Mitten im riegsgewitter entstand sein „Stern der Erlösung"' eine neue Prägung des Judentutns wie des Menschentums. Er selbst hat in meifter imster Kürze in seiner Abhandlung „Tas neue Denken" (abgedruckt in seinem Sammelbuche „Jweistromland"- den Gedankengang seines .Hauptwerkes dargestellt. Er geht in ihm von der Erfahrungswirklichkeit aus und erkennt in der Sprache die klarste Form der Beziehungen von 'Gott, Mensch und Welt. Eine Spiegel dieser Q ffenbarungskraft der spräche ist seine Bibelüber setzung und seine unvergleichliche Uebertragung Nr Hymnen des Tichters Jehuda Halevi gewesen. Franz Rosenzweig ist mitten aus vollem schaf-, ton von uns gegangen. Tas Wort aus demj Hohenlied« in der Deutung der Alten klingt durch die Seelen: „Mein Freund ging in den »Garten und hob die schönste Blume aus dem Erdreich, daß sie im Alltagsstaub nicht verdorre. . Tie Frommen heißen im Tode noch Lebende, Ordentliche Tagung der württembergischen 3sr. Landesversammlung. Jum letzten Maie vor Ablauf ihres Mandats trat Sonnrag. den 22. Tezember, die I > r a e l i t i i di f ri a n d e s v e r > a m m i u n g in l>«n Räumen ves Vürtl. Wirtichntsministeriums zu einer ordentlichen Tagung zu- 'a-nmen. Präsiden! u 1 u 4 Roth schi: d begrüßt: -?rc trtiai!.iicnm und falte mit, sah zwei Mitglieder 7-s Lberrates, l^ouis So i r '' dt - Stuttgart und M o t e» Herz- Hall, sowie ein Abgeordneter Stein 'ratlsaeim, entschuldigt sehnen. Er eröffnet« seine.-, Bericht mit einem Hinweis auf die Feier des 2">‘i. Geburtstages Mo>cs Mendeliohns, denen Bedeu tan., er kurz schilderte, und mit einer Trauertundgebung n> >,e b.kiaaenswerten Loser des Äraberaufstandes in Pnuiüina. Tr streifte dann die bisherigen erfolglosen '.!,rnd!un,i:'n zur Schaffung eines Reichsverbandes d.r ecui^e» Juden und schilderte demgegenüber die erfolge,'tü:-' Arbeit der Süddeutichen Arbeitsgemeinschaft, in der i'ich die Juden Baperns. Badens, Hessens und Württembergs ru ersprießlicher Arbeit zuiammengeschlcssen haben. Im Anschluß an diese Begrüßung erstanete der Präsident des Israelitischen Lberrates Regieriingsrat Tr. Hiörd,inger den Bericht über die e rtiskeit drs Lberrates im -tzten Jahr«. Er bezog sich Sahei auf Sen den Mitgliedern der Beri'ammlung überreichten gedruckten Jahresbericht. Entscheidend für die Religionsgemeinschaft Württembergs ist die Neufassung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an den Bolksichulen, den höheren Schulen und dem Heilbronner Lehrerseminar gewesen. In der Berichtszeit sind Fortbildungskurse für die Rabbiner und die Lehrer im April 19211 und im April 192!) mit bestem Erfolge veranstaltet worden. Tie Bibliothek des Lberrates sowie die Wandeckbibliothek für Rabbiner und Lehrer sind wesentlich bereichert worden. Für die Erhaltung der Friedhöfe der aufgelösten Gemeinden Hochberg, Pflaumloch und Laibach ist Sorge getragen worden. Aus Wunsch des Preußischen Landesverbandes hat Württemberg die Aufgabe übernommen, den Friedhof in Tettens« in Schutzaufsicht zu nehmen. Ti« Synagogen in Braunsbach, Buchau, Berlichingen und Mühringen find einer baulichen Erneuerung unterzogen worden. Tie Stelle eines Rabbiners in Stuttgart, d« im wesentlichen als akademischer Religionslehrer tätig sein soll, ist wieder besetzt worden. Auch in der Besetzung der Lehrerstellen in den Landgemeinden sind mannigfache Aende» rungen vorgekommen. Ti« Israelitisch« Religionsgemeind« Wietenbach ist aufgelöst und ihre Mitglieder sind der Gemeinde Michelbach zugeteilt worden. Ti« Neuwahlen für die Borsteherämter und für die neue Landesversammlung haben am 8. Tezemb« stattgefunden. Tie Arbeit des Lberrates hat sich im letzten Jahr« ohne Störung vollzogen. Für das neue Etatsjahr wird zur Teckung des Abmangels «ine Landesumlage von 4»o erforderlich sein. Bon einer Erhöhung des Betriebsfonds wird in diesem Jahre mit Rücksicht auf die angespannt« wirtschaftlich« Lage Abstand genommen. T« Bericht des Lberrates wurde mit dankbarem Beifall entgegengenommen. Tr. Würzburger - Heilbronn sprach diesen Tank besonders aus und stellte eine Anfrage über die Abhaltung von Jugendgottesdiensten anläßlich der Turnusreiien der Bezirksrabbiner. Hierauf erstattete Ministerialrat Tr. Hirsch de» Bericht des Finanzausschusses über den Haushaltplan, d« mit einem Abmangel von 232 000 Mark abschließt, die durch die Landesumlage zu decken sind. In kurzer Tarlegung der einzelnen Positionen schlug er die Bnnah-, me des vom Lberrat vorgelegten Haushaltplanes ohne Abänderung vor. Eine Aussprache veranlaßte der Posten Beiträge zu Ausbildungszwecken, der nach Aeußerungen der Abgeordn« «n Adler- Mergentheim, Leopold Xahn- Stuttgart, Lberlehrer P r eß b u r g e r-Ereglingen und Tr. W ü r z b u r g e r - Hrilbronn, schließlich unverändert angenommen wurde. Bei dieser Gelegenheit dankt« Tr. 'Würzburger für die Verlegung d« Ausbildungsstätte der jüdischen Seminaristen nach Heilbronn, die'sich nach jeder Richtung hin bestens bewährt hat. Eine längere Aussprache »«anlaßt« die Frage der Beiträge der Bezirksgemeinden zu den Bezügen der Rabbiner. Tiere Frage wurde im Zusammenhang mit dem Etatspost en Unterstützung der Gemeinden behandelt. Hier lag ein Antrag der Gemeinden Mergentheim, Buchau und Am 5. Januar 1930 veranstaltet der auf geseßestreuer Grundlage stehende Ghewras^Baehurlm eine CHANUKKA~FEIER uiiwiiiiiiHiimiiiiiiiiiHHniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiimiitihiiiiiiHliHii Hierzu ist jedermann herzl.eingeladen. Die Feier findet im großen Saal des Oberen Museums (Kanzleistraße) abends 7 Uhr statt. * PROGRAMM 1. a) Marsch aus Athalia.Fetas b) Ouvertüre a. Zauberflöte ....Mozart 2. Prolog (Leo Kak) 3. Jottlieb Pieper. Humor. Solospiel, (M. Tanne) 4. a) Adagio cantabile aus Sonate Pathetique.Beethoven b) Eine kleine Nachtmusik.Mozart 5. Ansprache (Sr. Ehrw. H. Rabb. Dr.Bamberger) 6. Violin-Solo (Kapellmeister Schwarz) PAUSE - LOSVERKAUF 7. DAS SCHULEXAMEN Humoristisches Theaterstück in einem Akt 8. a) Largo.Handel b) Schuberts Skizzenbuch.Urbach 9. .DER GEFOPPTE PARNESS* Schwank in I Akt 10. a) Reve angelique.Rubinstein b) Krönungsmarsch a. Prophet... .Meyerbeer GEWINNVERTEILUNG Ith habe mein Anwalts bl ro von FrlgdrMMtr. 47 nadi Kronenstr. 24,m Ulrldisban beim Prledrldiiplits, (trlggl Telephon SA. 28185 I Postsaieckkanto 32213 | Mgrt Rechtsanwalt Dr. H. Carlabach Ctn hiesiger Bereit! sticht 9ran öfter Grüntet«, welche in Buchhaltung, Stenographie und Maschinenschreiben durchaus bewandert sein muß. Halbtägige Beschäftigung (nur nachm.) - Handgeschriebene Angebote, keine Origiaalzeugniffe, vermittelt die Bemeindezeitung unter Chiffre S. 303. Dcufsdijüdlsdier Wandcrlrand „Kameraden“ Ortstrappe Stallt«rt Morgenfeier j Sonntag, den 12. Januar 1930, morgens ,11 Uhr, Landesgewerbemuseum j (Schwab. Bilderbfihne) Lindenstraße, j spricht | Herr Ministerialrat! Dr. Otto Hirsch | Ober! „Die Aenllde ladend und Ihre Aufgaben“ Außerdem gelangt unser! Bundestagsfilm zur Vorführung. Zu dieser Veranstaltung laden wir alle ' Gemeindemitglieder herzlich ein. i Berfhold Auerbach-Verein Dienstag, den 7. Jan. 1930, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends 8 % Uhr, spricht Rechtsanwalt Dr. Gunzenhauser über „Die Idee der Gerechtigkeit im Judentum" * Dienstag, den 14. Januar 1930, Stuttgart- Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends 8 y4 Uhr «Jüd. Instrumentalmusik“ Ref.: Oberlehrer Lao Adlar Um zahlreichen Besuch wird gebeten Geschä^tseröHumtgruE^^ehlunH Wir übernehmen am 2. Januar 1930 dir von uns vollständig renovierte und nruringerichteie vorm. Löb'sche Metzgerei, Nadlerstr. 17. Unser Grundsatz ist, unsere werte Kundschaft mit nur erstklassigen Fleisch- und Wurstwaren zu bedienen. Als Spezialität empfehlen wir feinsten Aufschnitt sowie alle Sorten Wurftwaren in nur erster Qualität. Versand nach auswätts. Wir bitten um gütige Unterstützung unseres Unternehmens und zeichnen hochachtungsvoll Leopold Dreifuß, Metzgermeistrr, und Frau * Auf Obiges bezugnehmend danken wir unserer werten Kundschaft für das uns seither entgegengebrachte Vertrauen und bitten, auch dasselbe auf unseren Nachfolger, Herrn Dreifuß, zu Lbettragen. Hochachtungsvoll Lehmann Rothschild und Frau Ute beflen IVünfthe tarn neuen Jahre entbietet feinen werten Giften das Caf6 Mcftcnleiier Am alten Pofipleti V

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