Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 17 (1.12.1929)
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 238 (sequence 6)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4904101-5441819-5443106--2408-4906480- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
>urch die Rückkehr nach Palästina, durch Rekonstruk [i 'ii »es alten Heimalsraales, verdrängen. Und beide RichHina.-!, ieblc». Tie erste verkennt, daß die ost riliene» Wurzeln des in den jeweiligen Volksverband .inze.ft eilten Juden deutsche und indische Lur rell ,'tigleii z. B. nur in den jeiveüigcn .Deutschen 7.7, i..,„löii>ck,en Erdtopf vervilanzt jind" und im iner u nur südlich.' Frücht, zeitigen können, deren >:. „Nd Färbung bestenfalls durch die Atmo iptl.Nr 'er L- /lisiumsbereichs bedingt ivcrdcu. Tie i-oilc, .-io nach Palästina strebt, die zionistische Rich lung.!en» oder nicht d i e Form der jüdischen Volk .VI, io:ii; diese ^orm ist viel zu Nein und eng. um ganze -chick'alkaitigkeit des jüdischen Volkes zv .r.-.c:i. .«kaum Im: der Zionismus die ersten Erfolge -eriniie' I, kaum lind in Palästina die ersten „Eigen IV. e.i arben und urbar gemacht ,cha schüt t.lt Jini.iei olöpuch den .Hopf" und die Siedlung wankt n :.,n srnaen. kann '.'in inneres tifeiey nicht .;,i. lliiC gäde min dem jüdischen Volke in i.ist'iia i 'Ue staalliche Lrganisalivn, denn ivärc es ttr 2,1'vftV.. I e stille!!, auf dem Lager Ser Zivilisation IU -vrci. A:>o ge'evmäßiaer Äolaus, aber „W» i „ > ä " ein" iiiltige Lösung dieicr letzten Frage ist a.i .. a, . ".rs, da» wir nicht lüften lönn-'n. < „.ich: bedeutet die Lösung Errichtung der mefsiani . u in!un>>sie>> er? Nein; die meifianifche Hoifnuna ernn: lv.'iter aeträumt iverken, um der Erfüllung zu und nn'.. jadiiches Lein schwingt zwischen 'ellinn- Te l und Begreifen seiner Gesetzmäßig ' -i. Z„. e iein :ft Veripicklichkung mi Sinne des ewigen L.oou'uügrwilie 'S. ist «räftererstärkung überall ist weist ... n daj mesiiani'che Reich nicht ein; r'Uii’mii'. Ki sderrir ist, sondern ein Reich po l i.ii ii i'' T'i.'.st.'S" ist Le: :»>oln ins Ungewisse, e ii P-'oer in seiner Unendlichkeit einige Brie . . .- Ni. ledr „i:zs Land der Verheißung n rin n.U'.d. a'.öi'ii rz lind schäneren ganaan". Liil J'i.-.'n re.tuch:. iorneit es bei der Gedankenfülle i V-.r»r.'gs mö.lir. .ar, .? großen Linien des aus gi-eschner.'n R>'c dies anirnzeigen. Auch "diesmal sei .ie'i. fi Ti. ü.rrl Lieblich einem großen Zubörer n . i .li i'te Z ierstui de streiket und sich wie .',N!N ..... ein Teilt.' . ewieit» dal, der lisegenwarts pre in .r Hmiickn originär gestaltet und fruchl Anregungen in selten gekörter Leise vern-..ii 7, rv..ig J-'rae.s Leg ’Ur viele auch anderen ii unterworfen iin als en Tatzungen einer erat : ituin lisciiichLiiliii-en Viogcneie, mag das d.'istifche ' u: u> :i ecs Vortrags in einem gcwi'sen tgegeniatz r.i. .'" iillich jndiiweu Auisas'ung von Ursache und tir: iliiia IN der Leu steben sicher ist, »nß ein B- 1117, Prinzioie: 7'i „glugdeil" mit den -.'.»run -'anen rer „Äeir '.'ir", die Tchau in die Welt u: er L-aterie mi! :-nr Blick in die Zusammen .,ir es Tlofilicheu in so ausgezeichneter Leise ver l,i" .mi feine Art miede, religiöse Inhalte ver mittii. umiom.tir. als der stete Hinioeis auf die bibti'ch' Quel >' nicht nur diu vorirügsiechniich.'S Per naiü'tgunasniillel. iondrrä was fstr uns gewiß ist r '/VH' -■ dafür darstelll, daß die Bibel auch im i'Ki-i - -7 m leinen 7' iluri nsienschasl ihren sestnmrii Ni . I!>eri7. i'. nd'II Plan einnimmt, i.; :aalreich'» Anw.'s.'ndrn bekundeten den Tank ii Redner ourch stürmisch.:: Beifall. Ter Abend i nie: einen äuernd ivcrlvollen Hinweis auf die - 238 - » Bedeutung des Judentums — nicht zuletzt für unsere Gemeinschaft selbst — und einen großen Erfolg für den veranstaltenden Berthold Auerbach Verein. H. St. Mitgliederversammlung der Stuttgarter Ortsgruppe des „ Lentral-Bereins". Eine erfreulich große Anzahl der Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe des Cenlralvereins hatte sich im großrn Saale des Bürgcrmuseums cingcfundcn, um den als Redner weithin bekannten Rechtsanwalt Tr. Erich »ehr aus Kaiserslautern, der auch Mitglied des Hauvtvorstandes des Verein» ist, über den Ra tionalsozialismus sprechen zu hören. Tic Versammlung sollte noch außerdem ein Referat des bewährten Bor sitzenden des württcmbcrgischen Landesverbandes Tr. Gustav Feldmann über die Stellung des Ecu tralvcreins zur Jewish Agency Frage entgegennchmen. Ta gerade diese - Frage die Gemüter der Gemeinde' genossen seil längerer Zeit erregte, dursten die Anwesenden auf eine nach jeder Richtung hin bedeutsame Veranstaltung rechnen. Ter Leiter der Versammlung, der neue Vorsitzende des Stuttgarter Ortsausschusses, Rechtsanwalt Tr. Lilly schwarz, leitete den Abend mir einer Begrüßung der beiden Redner ein. Er teilte gleichzeitig mit, daß der bisherige Vorsitzende des Ortsausschusses Tr. Viktor R o e n s e l d, dem er für seine treue Mitarbeit dankte, aus BerufSgründrn sein Amt niedergclegr, und daß der Ortsausschuß ihn zum Vorsitzenden und Tr. Manfred Sichel zu seinem Stellvertreter gewählt hat. In packenden Tartcgungcn. bie mit ebenso viel Temvcrament wie gesundem Hu mor oorgerragen wurden, bot der erste Redner des Abends, Tr. »ehr, eine ausgezeichnete Tarlcgung des scn, was der Nationalsozialismus nicht nur für die Juden, sondern für die gesamte deutsche Politik der Gegenwart bedeutet. Er ging von einem Worte des Reichstagsabgeordneten Bruhn aus, der bereits Istlt die steigende Loge der neuen Bewegung vorausge sagt, ohne den Glauben zu finden, den seine Voraussage verdient hal. Tic Wahlergebnisse zum Badischen Landkag, die Tatsache, daß bei den letzten Kommunalwahlen in Preußen über eine halbe Million nalionalsozialistische stimmen abgegeben worden sind, und daß achtzig Tagcszeilüngen das Gifl der nalionalsozia listischcn Propaganda überallhin verbreiten, osfendart die ganze Größe der Gefährdung des gegenwärtigen Tlaales durch die neue Partei. Ticsc Propaganda wird durch manche unerfreuliche Erscheinung im jetzigen Staat, die wiitichastUchc Gegcn'wartsnot und die unbefriedigende außenpolilijche Sachlage lebhaft gefördert. Umso bedenkticher ist das bisher geübte Totschweigen der neuen Bewegung durch die Parteien, die durch sic gefährdet werden. "Große Teile der Arbeiterschaft nähern sich der R.S.P.T., die Wählerschaft auf dem Lande ist ihr zum großen Teile verfallen. So ist die Bewegung eine deutsche Gefahr geworden, zumal sie weite Teile der deulichen "Jugend, vor allem der akademischen, ergritsen hat, wie die beschämenden »rawallc an der Berliner Universität beweisen. Tie Arbeit der Führer der neuen Bewegung offenbare eine skrupellose Hetze gegen die Juden. Ter sich weithin äußernde Boykott gegen den Anteil der Juden an Handel und Gewerbe Teppidie: Eberhard Perser. - Deutsche. - Nur Qualität. Könlgstr. 1 Stuttgart. Marstall. Brcicck'Dr«acrlc o. FarbeBlia« - Hans flclmgarfaer, Stuttgart WPMlraaeNI - TekpbN M485 Drogen, Seifen u Parfümerien. Sämtl. Artikel z. Krankenu. Kinderpflege. Wasdiu. Pultartikel, Pinsel u. Bürsten, sowie alle streichfertigen Oel-, Lack- und Künstlerfarfoen. 39lumeu Bringen Ar ende Inn Bons! B«l BLU9KENFI8CHEB KÖNIGSBAU TEL. 80078 finden Sin ntntn preiswart« Q*aeh«nk«l i Bankcommandite Sfegraund Uell SISittWt MlsUir lllltUM / TEL MS44/48 HECHINGEN / TÜBINGEN / SIGMARIN GEN Inu. aosL Wertpapiere / Einlagen an gflnst. Zinssätzen / Industrie-Kredite / Hypotheken und gegen die Mitarbeit jüdischer Angestellter kennzeichnet die unmittelbare Gefahr. Gewiß ist cs vorerst > die Ausgabe der angegrissenen Parteien, der Sozialj demokratie, der Demokratie und der Deutschen Bolksporlei, die Angriffe abzwvehren. Aber die Juden müs- , sen in diesen Parteien aufklärende Mitarbeit leisten j und die nichtjüdischen Sreisc über die Sinnlosigkeit der von der neuen Partei vorgebrachten Anklagen gegen die Juden unterrichten. Bor allem die sog. parteilose [ Presse muß durch jüdisch« Mitarbeit sachdienliche fort- ■' lausende Mitteilungen erhalten. Die deutschen Juden müssen im Kampfe gegen die neue Bewegung, der ein Rechtskamps und ein Kampf für die Wahrheit ist, sich aktiv betätigen. Die jüdische Jugend muß an diesem Abwehrkampse teilnehmen. Die führenden Persönlichkeiten müssen die höchste Mitarbeit leisten, «rin einziger Jude darf in diesem Kampfe zurückstehen, da es sich 1 um das Tasein und den Fortbestand der deutschen ' Judcnheit handelt. Alle Mann an Bord! das ist der Weckruf, den die deutschen Juden als ein« Gewissensmahnung in sich ausnehmen und durch die Tat bewahrheiten müssen. (Lang anhaltender Beifall.) Nachdem der Vorsitzende dem Redner sür seine Darlegungen gedankt, erstattete Tr. Feldmann seinen Bericht über die Stellung des C. B. zur Agency Frage. Er ging dabei von einer Kritik des Zionismus aus, dessen System und Theorie er vom Standpunkt des Centralvcreins ablchnte. Dabei fand er anerkennende Worte sür die in Palästina geleistete kolonisatorische Arbeit. Tie Stellung des C. B. zur Agency ist davon abhängig, wie weit diese neutral bleiben wird. Für ihre Bewertung vom deutschen Standpunkt aus ist nicht nur entscheidend, daß von hier aus sehr beträchtliche Mittel sür das Aufbauwerk gesammelt worden sind, sondern daß sich der Export von Deutschland nach Palästina stark gemehrt hat, sodaß der Palästinaaufbau auch im deutschen Interesse Förderung verdient. Ter Redner hielt mit seinem Tadel gegen die Agitation der Jewish Agency nicht zurück und trat schließlich für die Entschließung des Hauptvorstandes des C. B. ein, seinen Mitgliedern in der Beteiligung an der Agency volle Freiheit «inzuräumen. An der Aussprache über die mit großem Beifall aufgcnommenen und vom Geiste der Bersöhnlichkeit erfüllten Aeußerungen des Redners beteiligten sich Rechtsanwalt Tr. Hermann Merzbacher, Oberlehrer Adelsheimer, Rechtsanwalt Albert Mainzer und Dr. Siegfried Sänger. Die Vorhaltungen, die in der Aussprache den Ortsausschußmitgliedern des E. B. gemacht wurden, weil sic sich an der Aussprache in der letzten Abwehrvereinsveranstaltung nicht beteiligt, wurden als durchaus unbegründet und nicht sachgemäß zurückgewiesrn. Alle Redner traten schließlich für die Friedensrcsolution ein, die der Ortsausschuß vorbereitet hatte. Landgcrichtsdirektor Stern übte vorher noch Kritik am j Verhalten Englands dom Standpunkt des Rechtes. kinv gute Zigarre und Zigarette i kaufen Sie im ZIGARRENSPEZIALGESCHÄFT f Langestraße 41 [ Inn.: FMttUirsumu. Frau Unna! •Inat Mahlmann, lang], HuwMUMrtn 1 d»t verstarb. I tarrn Th«ophll Barok Wasch-u. Putzmittel SEIFEN- SPEZIA LG ESC HAFT KARL GERLACH Lange Strasse 11A Fernruf Nr. 22666 Hauptkontor: Büchsenstr. 58, Tel. 23432/33, 22401 — Lagerkontor: Lndwigstr. 35, Telefon 60290 — Gegr. 1865 Ltrtrni wir tw rrWIatHS«» Owolttatgs: 3tat&racttnn£fotHen — Ruhr und Kohlscheiver aeipen-CBntpradt-Btfonnßrtfetts 3«C&Ctt-3f OV#» Äönumg I u. II, f. Zentralheizungen 3*Cg)ett-3!lre<9foY0 Körnung III für Ofenheizung 49rauniotHenB»tfetttf „Llnlon" Gtsittgarter BaßVoW 4>Ol§, gut, trocken, gefügt «nd gespötten Bestellen sie retklzeilli v«r Eintritt «er Bille!