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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-11-01 · 15 (1.11.1929) · p. Seite 206

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
15 (1.11.1929)
Date
1929-11-01
Page
Seite 206 (sequence 2)
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206 - Der Dy buk" II. Akt .Habima"-Szenen bild aus ii'ir brauche» ..uneigennützige" Gemeindesübrer Tn? bedeutet nichl die Selbstverständlichkeit, daß sie ihr Amt nicht;u selbstsüchtigen Zwecke» miß Krauchen, sondern daß sie über den Parteien suchen. Wir brauchen I ü b r e e p e r s S n l > ch k e i l e », E!' a r a f 11 r 1! Unsere Vecireler müssen die Bene» liniere-? Lande-? sein! Wenn dir Juden de? Lande? nach diesen Grundsätzen ihre Vertreter wählen, dann werden die Wahlen (um Wähle der Gesamtheit ausfallen. stelle sich jeder , gern und freudig in den Tienst der heiligen Sache, dann wird oie Au? wähl die Besten treffen, und diese werden, stolz auf da? in sie gcsepte Vertrauen, ihr Amt mit frommem Ernst zum Segen und Heil der Gesamt» heit au?üben. Ter 8. Tezember ist ein Schicksal?tag für die Juden de? Landes. Es steht bei ihnen, daß er ein Segenstag für sie wird! Metzgerei zu verpadüen. Besonderer Umstande halber verpachte ich für sofort meine seit nahezu 60 Jahren bestehende Odisenmetjgerei mit elektr. Betrieb. Das Geschäft ist eines der ältesten Geschäfte am Platze, ist die einzige jüdische Metjgerei und wurde stets mit bestem Erfolg betrieben. Der Pächter erhält auf Wunsch das Vorkaufsrecht auf das Anwesen, welches sich in bester Geschäftslage befindet. Nur rasch entschlossene Interessenten wollen sich direkt wenden an Notes OftenfeetaHCr, Metzgerei LndWltftfciri, S«e»tra6el5, Tel. SA. 3291. Einaktern. Tiefe Probevorstellung findet die größte Anerkennung der Moskauer Künstler, und die Gruppe beschließt, ihre Arbeit sortzusetzen. Mit der Zeit vergrößert sich ihre Zahl; die Anzahl der Lehrstunden wächst; regelmäßige Lektionen Stanislawskys werden eingelegt; es wird Unterricht in Theaterwissenschaft erteilt; Stunden für Stimmbildung, Rhythmik, Schminken usw. werden gegeben. Man beschließt, den „Tybuk" von An-Ski auszuführen. Aber die Verhältnisse werden immer schwieriger. Wachtangow erkrankt. Tie Proben werden unterbrochen. Aber die jungen Menschen können nicht ohne künstlerische Arbeit existieren. Sie bitten einen anderen Regisseur, ebenfalls einen Stanislawsky-Schüler, Mtschedelow, mit ihnen zu arbeiten. Er studiert mit der Häbima den „Ewigen Juden" von Pinsk ein Tiefe zweite Probe wird von den maßgebanden Moskauer Künstlern noch wesentlich ernster ausgenommen und begeistert auch die Kritik. Inzwischen ist Wachtangow, der zeitweilig seiner Krankheit Herr wird, wieder zur Habima zurückgekehrt. Mit seinen letzten Kräften gelingt es ihm, die Arbeit am „Tybuk" zu Ende zu führen. Tank dieser Aufführung erhält das Studio bereits den Namen eines Theaters. Plötzlich verlischt der Stern der Habima: Wachtangow stirbt Tie Habima bleibt dem von ihrem geliebten Lehrer vorgezeichneten Weg treu. Sie setzt ihre Arbeit fort. Tas schwerste Problem für die Habima war immer — und ist es bis heute — die Repertoiresrage. Tie Habima versuchte viele Stücke einzustudieren, sowohl spezifisch jüdische als universale, darunter auch klassische, so z. B. mit „Die Habima.“ Zum Gastspiel des hebräischen Theaters im Stuttgarter Schauspielhaus. Bei Ausbruch der russischen. Revolution von r.M7 trat in Mo?kau eine kleine Gruvpe junger Bi,nid.cn zusammen, die den Traum eine? jüdi ich.» -lünnlerihcaler? verwirklichen wollten. Ti? o-ruppe war zu klein, um Bedeutende? beginnen;n kennen. Im damalrgen Mo?kau fand sie kei i.?rke, üelser Sie ließ darum Ausrufe erscheinen, sandle Brjesc an junge begabte freunde, von denen man wußte, daß sie schon im zaristischen Ruß! fand in dem jiddische? oder hebräische? Thea tcr A» ivieltsti verboten war stet? heimlich ge svtttl hatten. Und diese begeisterten jungen Menschen, die zur Zarenzeit in verschlossenen Häusern und in >i eitern unter Gefahr der Verschickung nach Sibirien hebräische Vorstellungen gegeben > halten, kamen trotz des Bürgerkrieges, wo schon da? Reisen eine Lebensgefahr bedeutete, nach Moskau. Es wird die erste Gruppe von 10 Leuten zufammengcstellt. Sie wenden sich an den berühmten Stanislawsky und bitten ihn um Rat. Stanislawsky läßt sich von ihrer Idee begeistern und gibt ihnen seinen geliebten und genialen Schüler Wachtangow als ständigen Lehrer. Mit dessen .Hilfe wird ein kleines Studio als Theaterschule eingerichtet. Unter den schwierigsten Bedingungen sangen sie an. Nach einem Jahr zähester Arbeit im Verein mit Wachtangow gibt das Studio im Jahre 1918 die erste Prüfungsvorstellung mit vier kleinen verein für jiid. Gemeinde*flngelegenlieiten fiimiitiififiHmiftiiitiiimmimmimifiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitHiitiiiiiHiMiiiiiiMiiitiiiiitiiiiiiiimiimiiiiiiiim Mitglieder^Versammlung Samstag, den 2. Novemb. 1929, 20 1 - Uhr, Bfirgermuseum Langestraße 4, 2. St., (Kleiner Saal) TAGESORDNUNG: 1. Bericht über die Tätigkeit der Landes-Versammlung: Herr Dr. fieinr. Wolf 2. Bericht über die Tätigkeit des Vorsteheramts: Herr Dr. P a u 1 Tänzer 3. Die kommenden Wahlen. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder. Männer und Frauen, wird erwartet. Der Ausschuß. Gesamtvorstands -Sitjung des Württ.-Hohenz. Landesverbandes des Jüdischen Frauenbundes Sonntag, den 10. Nov., 10 V* Uhr, im Hotel Dettelbadier Göppingen TAGESORDNUNG: 1. Berichte der Kommissionen. 2. Aussprache über die bevorstehende Wahl zur Landesversammlung. * Nachmittags 3 Uhr: öffentl. Versammlung im Hotel Dettelbadier. 1. Vortrag von Frl. Thekla Kaufmann-Stuttgart: .Unsere jungen Mädchen und die Berufsfrage*. 2. .Tagesfragen* (Frau Else Bergmann-Laupheim). 3. Musikalische Darbietungen. Mittagessen (Gedeck Mk. 2.-) im Hotel Dettelbadier. Zahnarzt Dr. Jacobsohn Stuttgart, Täbingerstr. 19 a, Telephon 702 64 hält während des lVinters Sprechstunden 10 bis 1 und 3 bis 7 Uhr Dr. med. von Liebenstein Facharzt f. Frauenleiden u. Geburtshilfe langj. Assistent d. Univers.-Frauenklinik Freibarg Zageiassen zu allen Ersatz - Krankenkassen MM> Sprechstunden 10-1 Uhr o 4-7 Uhr UHMI Stuttgart, den 1. November 1929 Königstr. 14 II (Eingang Stephanstr.) Tel. 23369 J Wir fachen für unser Herren-Konsektionsha«» einen Kaufmann. Lehrling mit guter Schulbildung auachtbarer Familie. Derselbe hat auch Gelegenheit, sich im Dekoriere» auSznbilden. — Offerten an P. W e i l, «u-steaer- und Modewarenbau«, Stuttgart.Antertürkheim. wm IIP? ■Münsa SCHIE Planotortatabrlk ETm ik U. j. u. p. a AYER ■ohMmaycr STUTTGART, Neokafstm88e 12, iokt uiriohMruM FLÜGEL / PIAN1NOS / HARMONIUM »MlMIIlW«!llll»I»WlIM!MWIltIIIIIlIl putHMHOMW MIKTE TAUSCH STIMMUNGEN BEQUEME TEILZAHLUNGEN F«m»pftoh»f aea 4i/«a

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