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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-08-16 · 10 (16.8.1929) · p. Seite 134

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
10 (16.8.1929)
Date
1929-08-16
Page
Seite 134 (sequence 2)
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Verreisen Dann decken Sie Ihren Bedarf bei Offenbacher Lederwaren OSKAR BECKER Rotebühlatrass« 1B CHARLOTTENSTR. 2 direkt b'.d. KSnigstr. .'Nirfutrjfm'i! hiittrotcn muß. hätte ihn darüber tv!>r,» mimen, daß alle Leistung sei es rints; e>er fei es sittliche Tat ohne die Gnade -'•«titte* nertloie* Stüdteerf ist ‘Jiifht anders sieht es mit seiner Tarstelluiig c “Jlfciehttmtfl der Bergvredigtetbik durch das Jüdin::,». ..Tie Abfolurhert der Ethik der Berg er-igt mit ihrer Absage an alle relative mög ::(■». A^rhertiitii und Erfüllung ist für den Jit- . * ilderneigert »nd lebensiintüchtsg." Liegt n:- ein 3pit’i »tu Begriffen vor? Tie •. u '* de B.rgvredigt in die Ethik der lernen ' ■ , v>-, dem unintiteidaren Eintritt de? letzten i.lies Tis nein .'litte! wie jeder christliche i . ' >ge Tie;.- Ethik in also übetreiu, über >1 .; Cher »rin er behant’ten, daß die fror .. im dich dein rechte-:- Auge ärgert, so .. ..j jrs;) V-'N dir Matth. '-■> <r: ’i" - d.-'unoen ,a entch-ichen Lrdnung ver r?!.-!-V-Ivuiing her ..itnüberbrückdaren hie vtfef*' nfr.v gerade an dieser Steife :-1:e Tat ge:t."'ett, wenn Pros, »ijtel -kt-.'':'!,II da«: da-?!«egenwartsjudknl‘- P 'i'fittt .u'!» mit vollem Bewußtsein '-'-.-iß.-sget'chilt te Ariden tu ms einbezogen , d ------ Testament »als das behandelt. m LLt..'üchkeit in, als ein jüdisches ' - : chm.:l. Ta? in Prof. Mittel vollauf . . >fi ->r zitiert da:-' „Jüdische Leri ::: et gern eingehenden Aufsatz die 3tef .V»in vi 'titientum p. J38T> ff t mir n;r die Einstellung des Judentums 4- 7--°n das Sendschreiben (eakob'Em- ■i ’ 7." "i tu er fett Stifter, der christlichen iiiiittu'i. T.'tt >vird die Annäherung . . 1^1? an die Person Jcfu dargestellt. ch '* Äontefiore. von üonstaiuin tu ■ ■ ui Werke ..Unser Christus oder ..- -11 -ja '•ettte-? >!>?! ", von Joseph . .r in feinem hehräifd’en Leben Jesu ^e und von anderen führenden 3» .g.imart geradezu für das Judentum . ' fej-;: a:rd. T>ri in auch die Jdeenreche . s'iani. e.ßeilt. die oas Judentum vom Chri st-- 'chtun: unterscheidet. Es wäre ein Beweis vor- -nn. r 'Gerechtigkeit gewefen, aus diese leyte '.itf.tmn'-.iifaffnng einzugehen. Tenn was er als 134 - Gegensätzlichkeit darstellt, ist es tatsächlich nicht wenigstens nicht vom Standpunkt des Judenrums. Für dieses gilt noch immer die Auffassung des Riaimonides (Mischne-Thora. Melachim kl. 4-, der beiden Religionen die gemeinsame messianische Ausgabe zuweist, den Weg für den i Messias zu bereiten, und der in seinem 58.! Gutachten erklärt: „Tie Christen glauben und bekennen wie wir. daß die Bibel göttlichen Ur Ich bin 1860 in Budapest geboren, nahe der Sy nagoge, in der mich der Rabbi jüngst mit den streng sten Worten anklagte, weil ich eigentümlicherweise für die Juden mehr Chre und Freiheit, als sie gegen wärtig genießen, zu erlangen versuche. Aber an der .Vordertür des Hauses in der Tabakgasse, wo ich das Licht der Welt erblickte, ivird nach zwanzig Jahren ein Intel mit der Anzeige „Zu vermieten" zu lesen sein. (Herzl meint da mit. daß er dann in Palästina sein werde.) Ich kann nicht leugnen, daß ich in die Schule ging. Erst wurde ich in eine jüdische Vorschule geschickt, wo ich ein gewisses Ansehen genoß, weil mein Vater ein wohlhabender Kaufmann war. -Meine früheste Erinnerung an diese Schule besteht in Prügeln, welche ich erhielt, weil ich j die Einzelheiten des Auszugs der Juden aus Aegypten nicht wußte. Gegenwärtig möchten mich viele Schulmeister prügeln, weil ich mich zuviel an jenen Auszug aus Aegypten erinnere. Im Alter von 10 Jahren kam ich aus die Realschule, wo man im Gegensatz zu dem Gymnasium, wel ches das Schwergewicht aus die alten klassischen Sprachen legt, mehr das moderne Wissen betont. | Lesseps 1 war damals der Held des Tages und! ich faßte den Plan, den anderen Isthmus, den! von Panama, >zu durchstechen. Bald aber verlor > ich meine bisherige Vorliebe für Logarithmen j und Trigonometrie, weil damals eine ausge j fvrochene antisemitische Richtung aus der Real! schule herrschte. Einer unserer Lehrer erklärte j die Bedeutung des Wortes „Heiden", indem er j sagte: „zu diesen gehören die Götzendiener, Moi hammedaner und Juden". Rach dieser merkwür! digen Erklärung hatte ich von der Realschule ge j nug und w.-llte eine klassische Anstalt besuchen.! Mein guter Vater zwängte mich für meine Studien nie in eine enge Bahn hinein und so wurde ich Schüler eine-? Gymnasiums. Trotzdem ' Wffcp« ift derTProjettanl de- Luezkanales der 1869 vollende! wurde. sprungs und durch unseren Lehrer Moses offenbart worden ist; nur in der Auslegung der Schrift unterscheiden sie sich". Das Judentum hat also von scher den gemeinsamen Mutterboden der beiden Religionen anerkannt und als die Grundlage der gegenseitigen Verständigung festge halten. Das durste in einer Darstellung des Verhältnisses des Judentums zum Christentum nicht verschwiegen werden. vr. R. war der Panamaplan für mich noch nicht ganz beseitigt. Viele Jahre später hatte ich als Pariser Korrespondent der „Reuen Freien Presse" (iu Wien) die Pflicht, über die berüchtigten Vor kommnisse bei dieser skandalösen Epoche der Geschichte Frankreichs zu schreiben. Im „Evangelischen Gymnasium" bildeten die Juden die Mehrzahl und deshalb hatten wir uns nicht über irgendwelche Judenhetze zu be flogen. In der Klasse VIln schrieb ich meinen ersten Zeitungsartikel, natürlich ohne Namen; sonst würde ich vom Lehrer eingesperrt worden sein. Während meines Aufenthalts in der obersten Klasse des Gymnasiums starb meine einzige Schwester, ein Mädchen von l8 Jahren; meine gute Mutter wurde vor Kummer so schwermütig, daß wir 1878 nach Wien verzogen. Während der Trauerwoche besuchte uns Rabbi Kohn.und fragte mich, was meine Pläne sür die Zukunft wären. Ich sagte ihm, daß ich ein Schriftsteller werden wollte, woraus der Rabbi seinen Kopf ebenso unzufrieden schüttelte, wie er später den Zionismus mißbilligte. Eine Schrislstellerlausbahn ist kein eigentlicher Berus, schloß der unzufriedene Rabbi. In Wien studierte ich die Rechte, nahm an allen Studententorheiten teil und trug die bunlc Mütze einer Verbindung, bis diese eines Tages den Beschluß faßte, daß fortan keine Juden mehr als Mitglieder ausgenommen werden sollten. Tie es schon waren, erhielten die freundliche Erlaubnis, in der Verbindung zu bleiben. Ich sagte den edlen jungen Leuten Lebewohl undfing nun an, mich ernstlich an die Arbeit zu setzen. 1884 wurde ich Toktor juris und trat als unbesoldeter Beamter unter Leitung eines Richters in die Gerichtspraxis ein. Ich fand Verwendung am Gerichte in Wien und in Salzburg. In Salz bürg erschien mir die Arbeit anziehender; die Szenerie um die Stadt ist bekanntlich eine beson sonders schöne. Mein Amtszimmer war in einem alten Festungsturme gerade unter dem Glocken- Eine Selbstbiographie Theodor Herzls Tific inrtrtifante Seibstbiographir erschien erstmals im „Jewii'h Cbronicie" vom lt. Jan. 1898. Phofoapparafc BLEYLE- (Hdab and Versaadhaas SAUER STUTTGART 1 N«u« Brüek« 1 ■■«hat dar Klalg>Straaaa finale frleArtdiihafci 2Nüd«he« von 15 16 Jahren für Haushalt u. mr Mithilfe im Eefchän iotuic ,ur Beaufsichtigung eines Knaben per fofo» für ein Stuttgarter Haus gesucht. Offerten inner A. 696 an die Jsr. Gemeinde zeitung Für Hausdame in allen Fweigen des Hausivefens erfahren, wird Stelle b. einzelnem Herrn oder in kleinem Haushalt gesucht. Ferner suchen wir für 22 jähr. Mädchen stelle als Stühe, am liebsten zu Kindern. Angeb. erb. Württ. Landesverband für Isr. Wohlfahrtspflege e. V., Stuttgart, Hospitalstr 36 Pholobcdarl PhoioarbcUen nari«nst»‘r L NBUZBltllOh« Tapeten Stoffe / Teppiche Lienhardt Stuttgart, UiinstnB(7- EduCalmrstr. Bericht des Israelitischen Fürsorgeamtes über de» Monat Juli. Sprechstunden der Fürsorgerin: Mittwoch, Freitag nachm, von 3—5 Uhr Das Israelitische Fürsorgeamt hat im Monat Juli 1929 unter Mitwirkung der angefchloflenen Wohl-! tätigkeitsvereine folgende Tätigkeit entfaltet:! Laufende Unterstützungen.K 762.28 i Einmalige Unterstützungen. 652.68 I Gesundheit?- und Erholungsfürsorge . . „ 535.96 i Anstaltsfürsorge.. 174. i Durchreisende. 370.30 | An 11 Erwachsene und 7 Kinder wurden insgesamt 1 68 Kleidungs- und Wäschestück« abgegeben.! An Spenden erhielt das Fürsorgeamt Mk. 220.— - von: Familien Glaß u. Riese, Firma Gutmann & Marx, Cannstatt, Herrn und Frau A. Kops, anläßlich ihrer silbernen Hochzeit, Frau Berta Rosrnfeld. sowie durch Herrn Konsul Max Straus aus einer Sammlung bei der Hochzeit von Herrn Gerhard Straus mit Frl. Margaretta de Meglio. Qf-ff-NSh. P| fl II TOIlOgllC ■ ■■■■ flr Harnki nohinan Yorzflglichet deutsche« Fabrikat llt tXm (fflnpfl, CORradt&Qe^ Stuttgart, Kronprinzstraße 22 EMlIngen, Untere Metzgerbachstraße 9 » Aal Wunsch •rtolchtart« Zuhlungshsdlagungso I M r-> Nadt 5jähriger Ausbildung an der Med. Univ.-Poliklinik Würzburg (Chefarzt Professor Dr. Magnus- Alsleben), am Patholog. Institut der st&dt. Krankenanstalten Dortmund (Chef Professor Dr. Sdtridde), an der gyn&kol.-geburtshUfl. Abteilung des Krankenhauses Wieden in Wien (Chefarzt Hofrai Professor Dr. Halben) und zuletzt seit Oktober 1926 an der stÄdt. Frauenklinik Stuttgart (Chefarzt Professor Dr. Daisrh) Übe idi in den RSumen des verstorbenen Herrn Dr. med. E. Levy, Hirsrhstrafie 21, als facbarzl ffir FraneiikraBUiclIen md Geburtshilfe Praxis aus. or. med. Arnold Epplndhanscn imtttarl / nndutrstc >t , Feraraf 25*11 Sprecht.: 11-1 n. 4-6 Uhr, Samstags nur 11-1 Uhr l_ _ J $üt junge Frau sehr mufik.. suchen wir Rachmittagsstellung zu Kindern oder Halbtagsbeschästtgung sür Stenographie und Maschinenschretben. 'Angebote erbeten Isr. Fürsorgeamt Stuttgart, Hospitalstr. 36 PARIS 6 Tage Mk. 156.* mit Fahre,, Hotel, Vollverpneg., Führung. Abreise jed. Montag ■NIZZA 10voll.TageM.l85.' m. Pahrceld, Zlmm. prima Voll verpfleg. Abreisen jederzeit. I Venedig Florenz .Neapel ROH 12 Tage Mk. 294.— alles elngeschlossen 3 Abreisen: 25. August, 16. Sept.6. Okt EH Die guten Ferienreisen Wm. C. Huttenlauer St|t, LtiditBitr.33, TeLfllM

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