Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 7 (1.7.1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 95 (sequence 3)
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- 95 - Wohlfahrtsarbeit nicht missen. Aber sie muß in die beamtete Wohlsahrtsarbeit eingeordnet werden. Auch muß eine gewisse Schulung der ehren amtlichen Kräfte auf psychologischem und väda gogischem Gebiete verlangt werden. Bon dem Gedanken, jüdisches Leben zu ge statten und jüdisches wertvolles Lebe» zu er halten, ging Frl. Pros. Meyer in ihrem Vor trag über Bevölkerungspolitik aus. Tie Aus trilte aus dem Judentum, die Zunahme der Mischehen, die Beschränkung der Kinderzahl, die auch ohne wirtschaftliche Not zu beobachten ist, bedeuten große Gefahren für die jüdische Bevölkerung. Notwendig ist die Schassung von Wohnungen und der Ausbau aller Wohlfahrtspflege rischen Maßnahmen zu Gunsten der Fürsorge für Mutter und Kind. Tie jüdischen Gemeinden müßten mehr als bisher aftive Bevölkerungs Politik treiben Unter den Maßnahmen zur Förde rung der Bevülkerungspolitik nennt Prof. Meyer dte Propagierung der jüdischen Frühehe und die Sorge um die Oualihät des Nachwuchses. Wenn man auch mit Gesetzen zur Bevölke rungspolitik wenig beitragen kann, so kann, wie Tr. Margarete Behrendt aussührte, die Gesetz grbung wirtschaftliche Hindernisse wegschasse» und bi» zu einem gewissen Grade lindern. Frl. Tr. Behrendt ging dann aus den Gesetzentwurf über die Stellung des unehelichen Kindes ein Tiefer Entwurf ist für die jüdische Gemeinschaft von großer Bedeutung, da die Zahl der unehelichen Kinder bei den Juden in demselben Umsang wie bei der nichtjüdischen Bevölkerung im Wachsen begriffen ist. Ter neue Gesetzentwurf über das uneheliche Kind versucht die Stellung de» nnche lichen Kindes dem ehelichen anzugleichen Ter letzte Perhandlungstag war für die eigent liche interne Bundesarbeit und für die Wahlen bestimmt. Frl. Karminski gab in ihrem Geschäfts bericht einen Ueberblick über Entwicklung und über den gegenwärtigen Stand der verschiedenen Arbeitsgebiete des Bundes einschließlich der Bun desheime. Ter Kassenbericht von Frau Meyer ergab das Bild produktiver Verwendung der vor handelten nicht zu reichen Mittel. Frau Io hanya Meyer berichtete über ihre Arbeit aus Gruiid des Emvsehlungsvertrages der Lebensver ficherungsgesellschaft Phönix mit dem Buirdc. Tiese Versicherungen dienen direkt und indirekt bevöllerungspolitischen Zwecken. Besonders her vorzuheben ist, daß aus den Provisionen der bisher abgeschlossenen Kontrafte jeder Landrs- und Provinzialverband des Bundes in die Lage kam, ein unbemitteltes Kind zu versichern. Das Jubiläumsgeschenk des Phönix besteht aus sechs Kinderversicherungen zu je 1000 Mark für die jüdischen Säuglingsheime. lieber Isenburg berichtete das Mitglied der Heimtommission, Frau Katz Frankfurt a. M., über das Heim in Wyk Frau Charlotte Landau. Aus dem Bericht von Frau Samuel-Elberfeld, welche die Adoptions und Pslegrstellrnzentrale leitet, war die Zunahme jüdischer Pslegestellen er sreulich, die es ermöglicht, jüdische Kinder aus einer »ichtjüdischen Umgebung in eine jüdische zu versetzen. Tie nachgchendc Fürsorge erhält nach dem Vorschlag von Frl. Bertha Pappenheim den Namen „Jugenddienst des Jüdischen Frauenbundes". Frau Paula Nassauer gibt Bericht und Ausblick, lieber ^Bahnhofshilse im engeren und weiteren llmsastjÄpricht Fra« Martha Ollendorss, über Hauswic/schast Frau Helene Meyer. Frau Schöne lvald Bochum berichtet über das Gemeinde.vahlrecht der Frauen in Deutschland, seine Erfüllung, seine Lücken und seine Schwierigkeiten. Ten letzten Teil der Tagung nimmt die Erörterung eingegangener Anregungen und der Anträge ein, von denen hervorzuheben sind: für die schulentlassene Jugend sollen hauswirtschastliche Kurse, für in der sozialen Arbeit stehende Frauen Fortschulungskurse eingerichtet lverden. Tie Wahlen für den engeren Vorstand ergaben folgende Namen: Frau Bettina Brenner Leipzig, Frau Paula Ollendorss Breslau, Frl. Hannah Kacminski Berlin, Frau Helene Meyer-Ber-' lin, Frau Ernestine Eschelbacher Berlin, Frau Martha Ollendorss Berlin, Frau Elementine Krä- ~ inet München, Frau Clara Samuel Elberfeld, Frl. Tr Marg. Behrendt Berlin, Frau Schönewald Bochum, Frau Jda Auerbach Köln, Frau Anna Lewy Stettin. Tie Jubiläumstagung des Jüdischen grauen bundes hinterließ das Gefühl der Befriedigung und der Tankbarkeit in allen Anwesenden, Dankbarkeit vor allem gegenüber der Berliner Ortsgruppe des I. F., die durch Festlichkeiten und Kundgebungen mannigfacher Art, durch Rund sahrten, Tees und Empfänge der Tagung einen wahren Fcstcharakter gegeben hat. Entzückend! ruft jederrrann unwillkürlich, wenn hm das neue HANOMAG- CABRIOLET begegnet. E:s ist der Reisewagen %des Geschäftsrr anns, wie der bequeme Wagen de Dame und kostet nur RM. 2800.- Wlr laden Sie zur Probefahrt ein Stuttgart / Königstrafte 3 i cn Tie Referate kussionen waren Sachlichkeit get seitigen Anregujt höhtem Maße nen können, des J.F. ist, Wahlen beweist, alter der neuen Ideal RealiSmu Stempel aufdrüick Jüdische Fraue: i schen Frauen hineinlauscken rellen Forderum Tatkraft und r fern und mila und die sich anschließenden TiS durchweg von Idealismus und lagen. Bereichert durch die vie. gen werden die Frauen in er Nöten der Gegenwart begeg Tie Einheit und die Neutralität wie ja auch das Et^ebniS der vollkommen gewahrt. Tas Zeit Sachlichkeit und des kommenden wird auch dem J.F. seinen en Soviel ist sicher, daß der bund, daß die führenden jüdi mft offenen Ohren in das Werden, was die Zeit an kultuen verlangt, und stets mit heiliger ctigiösem Optimismus helfen, des » bauen wollen. öl. ft. 1 ets ttyt'i ‘Wir mpoIImv nl\rv* i*v Wnld- Wir *»oti***' -vmjwftv *U/ Jtn -9mm'«ßtiHnr aw(1*¥ vstefisty»* s\k**v AVO ‘Stytpbv Wer feine Erlpdrnillr nütilldi dnlcgen Hill, driiii» diele zur Spdrkafle. Württ. Ldiiciesfpdrkdffe v7S /wt-igflellcn im Lande NEUZEITLICHE MÖBEL in - bester Qualität . zu sehr günstigen Preisen STUTTGAR T Senefelderstr. 72 JtQMft De« unfern* 3nf eeenten 1 1=1 |f*Mt Sermienin*». 3 DaktnaMm DfUW DtfaM* frei. td*rr Ml.MMnlt wt MwaUtoiiaf MpnnTi« IM* U, Xd.245» Aug. 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