Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 6 (16.6.1929)
- Date
- 1929-06-16
- Page
- Seite 89 (sequence 9)
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gekannt, deren noch lebenden 7 Kinder Hermann Stern, Rochester (R.J.); Bertha Falk «we-, BraunSbach a. d. Kocher; Aarolina Frank, Reckarblschofsheim (Baden); Ida Gottlieb, KünzelSau a. d.'Kocher; Julchen David, Zwingenberg a. N. (Baden); Jakob Stern, Bochum (Westfalen); Emma H. Sänger, Heilbronn a.> N.; heute zusammen ein Alter von 618 Jahren haben. Noch manchem wird in Erinnerung sein, daß der »«< storbene Baruch Stern seinerzeit sein Haus zur Verfügung stellt«, um darin «ine Synagoge einzurichten, die die Familie Stern 10 Jahre lang der Gemeinde unentgeltlich überlies. Der damalige Ortspfarrer, Dekan Zierlen, unterhielt «in sehr sreundschafllichcs Verhältnis mit Baruch Stern, der in Bicringen in großer Achtung stand. Wenn Gemeinderatswahl oder KirchengemeinderatSwahl war, dann ging Dekan Zierlen nur zu Baruch Stern, um d e n Kandidaten durchzubringen, den er gern haben wollte. Tann war er seiner Sach« sicher.! Lreglin-e». Oberlehrer Preßburger, der nun in den wohlverdienten Ruhestand tritt, hielt vor kurzem seine Abschiedsrede im Gotteshaus. In beredten, rührenden Worten schilderte er sein Wirken in der hiesigen Israelitischen Gemeinde während nahezu 62 Jahren. Preßburger verließ das Eßlinger Seminar mit 18 Jahren und, nachdem er in den Gemeinden Laupheim und Freudental als Hilfslehrer tätig gewesen, wurde ihm die hiesige israelitisch« Schulstelle als Lehrer und Kantor zugeteilt. Mit 19 Jahren war es für ihn nicht leicht, den Anforderungen, die man an ihn stellte, gerecht zu werden. Der Redner sagte dann auch, daß er stets bemüht gtwestn sei, die Harmonie der Gemeinde zu pflegen. Bon allen bei seinem Amtsantritt lebenden verheirateten Männern und Frauen sind nur noch zwei Witwen am Leben. In beit 62 Jahren seines Wirkens hat er in Freud und Leid den Mitgliedern der Gemeinde sein« Teilnahme jederzeit bewiesen. ES war auch sein Bestrebe», seine Schüler in der langen Zeit seiner Tätigkeit zu tüchtigen Menschen heranzubildcn, di« in der Welt ihr Fortkckmmen finden konnten. Möge es dem Scheidenden vergönnt sein, in steter Rüstigkeit seinen Lebensabend froh im Kreise seiner Familie und Gemeinde zu verbringen! Lehrer Katzenstein aus Franksurt a. M. hat als Nachfolger PrcßburgerS sein Amt angetretc». HelltroU». Tie von Bezirksrabbiner Tr. Beerbt a n n herauSgcgebene und soeben im Verlag der „Abwehrblätter", Berlin W 35, Flottwellitr. 7, erschienene Broschüre „Beiträge zur Wesenserkenntnis des Judentums" erfährt unter dem Titel jüdische Apologetik" in der Beilage der Rcckarzeitung vom 6. Juni eine eingehende Würdigung. Tr. G., der Verfasser de» Artikels, urteilt: „Dieses Buch verdient ^weiteste Verbreitung Auch wer die Tempel der Weltrcligionen durchwandert hat und eben doch dadurch erst recht seinen seelischen Standort im Christentum bestimmt fand, ersährt durch BeermannS Darlegungen eine Art weihevoller Schau. Man glaubt durch eine reine, kühle Halle zu schreiten, in der alles Menschliche vor den Stimmen der Ewigkeit verstummt. Und auch wer e» nicht nötig hat, seine Achtung vor unserer Mutterreligio» bestätigt zu finden, wird es mit großem Gewinn lesen und sich eine Stunde der Erbauung schenken lassen." Wenn man auch mit den übrigen kritischen Bemerkungen des Tr. G. nicht einig geht, so zeigen doch die oben zitierten Wort«, daß Dr. Beermann dem Judentum in der breiten Oessrntlichkeit «inen großen Tienft mit seinem Werke erwiesen hat. UI». Sitzung de» VorsteheramtS vom 26. Mai. Das Kollegium hat seit seinem letzten Zusammrntreten durch den Tod seine» Mitglied» Julius Hilb einen schmerzlichen Brrlust erlitten. Ter Borsitzende widmete dem so früh Verschiedenen einen tief empfundenen Nachruf, in dem er nochmals dessen Verdienste um das Kollegium und die Gemeint» rühmte; zu seinem ehrenden Andenken erhoben sich di« Anwesenden von ihren Sitzen. Al» Termin für die Wahl eine» Nachfolgers wurde Sonntag, der 23. Juni, bestimmt. — Aus dem Friedhof sind an einigen Kindergräbern sowie am Grab« eines Erwachsenen von den Angehörigen der Verstorbenen au» finanziellen Gründen Grabsteine nicht errichtet worden. Da» Borsteheramt erachtet es als ein: Pflicht der Pietät, die fehlenden Steine in einfacher Ausführung au- Gemeindemitteln anfertigen zu lassen. — Ein Mitglied der Gemeinde hat die Absicht, sein gut erhalten«!» Klavier um billigen Preis zu veräußern. Auf Anregüng des Organisten Kern, des bewährten Leiters de» SynagogenchorS, wird der Ankauf diese» Instrument» und seine Aufstellung im Gemeindezimmer beschlossen, damit der Ehor bei seinen Proben nicht mehr lediglich aus die Orgelbegleitung in der Synagoge — die für diese TEPPICHE LINOLEUM QARD NEN TAPETEN kauft man immer zweckmäßig und vorteilhaft im Fachhaus M. Sauter, Ulma.D. LangestraBo 1«, Femapreoher 2968 - 89 - Zwecke im Winter nicht, geheizt wurde — angewiesen ist Gleichzeitig wird durch diese Anschassung eine regere Beteiligung an den Chorproben erwartet. Or. 8. II. Ulm. (Aus dem Gemeinde - und Vereinsleben.) Rach dem Rücktritt der bisherigen Leitung des Jugendbundes ist Erich Moos zum Kassier, Hilde Bach zur Schriftführers ernannt worden. Das Amt de» 1. Vorsitzenden, das vorläufig unbesetzt geblieben ist, wird bi» auf weiterer von dem Ehrenmitglied des Ausschusses, Rabbiner Tr. Cohn, versehen. Die von ihm geleiteten Heimabende erfteuen sich eine» immer regeren Zuspruch». Gegenstand der Abende sind Fragen der jüdischen Ethik und Apologetik. Tie Heimabende finden in einem schöne»! Raum statt, der von Rechtsanwalt Dr. Moos I der Jugend als Heim unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden ist. Besonderen Beifall fand auch ein kürzlich von stud. rer. pol. Richards Strauß vor den Jugendlichen gehaltener inhaltsreicher Vortrag über die „Grundzüge des Marxismus". — Für die Fortbildungszwrcke unserer Jugend dürfte unsere neu geschasene Gemeindebibliothek besondere Bedeutung gewinnen. Eid setzt sich zum großen Teil aus Beständen der Bücherei de» verstorbenen Rabbiner» Tr. Straßburger zusammen. Bon Neuerwerbungen sind als besonder» wertvoll zu erwähnen, die drei ersten Bände der Tncyclopaedia Judaica. Den ersten Band hat Fritz Essinger anläßlich der Goldenen j ' 1 p3 . ■nSCHLOSSCAl SCHLOSBQ IRTCN-HOTEL STUTTGART Hochzeit seiner CI: eine Borstistung Gemeinde gestiftet, dar Borsteheramt Um die GrsangSP namentlich im letzten Tagen ein hat sich zu eine, > schlossen. Vorsitzen! de» Ausschusses Erich Moos, sow Frau P. Neuman chor wird künftig sonderen Anlässen namentlich an s stattfindet, mitrvirje Die Ersatzwahl Borsteheramts d ir Wi ui sii d : ern gestiftet. Der zweite Band stellt Ter dritte Band wurde von der — Auch dem Synagogenchor läßt seine besonder« Fürsorge angedeihen. oben auch außerhalb der Synagoge, ter zu ermöglichen, wurden in den! lavier angekaust. Ter Synagogenchor Synagogenchorverein zusommengeer ist Rabb. Dr. Cohn; Mitglieder : Oberlehrer Adler, Tr. med. Ury, di« Damen Frau Tr. Hirsch II, und Frl. Robert. Ter Synagogennicht nur an Feiertagen und bei besonder» auch an Freitagabenden, denen JugendgotteSdienst c eben, In! ius für da» verstorbene Mitglied des Hilb findet am 23. Juni statt. ULM ¥JL7ESHALB PHOTOGRAPHIERENI ™ SIE NOCH NICHT? SIE KNIPSEN - ICH MACHE ALLES WEITEREI ULMER-PHOTOHAUS O o o o o o o o o o °o, MOHREN-APOTHEKE AUGUST HEISS ALLOPATHIE UND HOMÖOPATHIE GROSSES SPEZIALITATEN'LAGER FERNSPRECHER Nr. 2298 2 Blinaaalatfoa Hermann Uietzen IHaa / Prauaastrata 91 raten d. Stadtpost (Tramtehn-Haltastslle) empfiehlt BltUttCtt für Jede Gelegenheit passend BUte beete tra Sic die Steaofeaaier Hans Maier/Ulm a. D. Elektr. Inst« illatlonsgeschHft u. Radio Fernsprecher 2 540 nur Kornhausplatz 8 A jsführung elektr. Licht-, Kraft- Klingelu. Telefon Anlagen sowie alle sinachläglgen Reparaturen 50 Bq In m f)oi. Bulum’i ui. todbwdteitnd» 1» HE NRICH WALCHER UL)| a. D. - Telephon Nr. 3051 Wasch« und Togette «Artikel alL Art Restaurant und Cali I1UILI i|faUI Tel. 2718,3 Min. v. Bahnhof tten, fließendes Wasser len Zimmern Bad — a I Unt Restaurani 5 Minuten v. Bahnhof — Tel. 2187 r % I Oldies Leltonf: und Ca/6 Wilhelmshöhe SalonWalt Damen- und Herrenfriseur In. 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