Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 6 (16.6.1929)
- Date
- 1929-06-16
- Page
- Seite 86 (sequence 6)
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-86war ei» glücklicher Gedanke de« „Verein« zur Verbreilung der Handwerke und de« Gartenbau»« un t«J den Juden Württvnbergs", einmal nicht nur feine Ifteglingc. die lernenden Handwerker, sondern auch diij bereits im Berufe tätigen und erprobten Männer niäd Italien zu einer festlichen Gemeinschaft einzu lallen.^Jn diciem Jahre werden er ja 30 Jahre fein, iaildein dicier Verein seine stille, aber wahrhaft fegeUsreicbe Tätigkeit ausübt. Es war dem Verein vor feiger Jubelfeier ein ernste« Bedürfnis, iich einmal milt den indischen Handwerkern und Werkmeistern au«- znlvr.chen. Tie Üojit halte für dieien Jweck gern ihre 'ttjumlrdifi'iic ii bcracgcben. Neben dem Au«ichoß de« B-trein.-. der iast vollzählig enchienen war, iahe» die w£>'» CiurJüfciHtr, der Boriißcnde der Vorsteher anlies und andere in imsercr Gemeinde tätige V^liner. „in mn d>n Männern und Jrauen der Arbeit eitiinal ireundichaillia' zu'ammen zu 'ein und zu bc ivaiicn >r:< hocli iir die edoen, die i» ehrlicher Ar t>eii -il« Handwclkcr idr Br^l verdienen. L.:.IS aver dar Lctiönste an dem Jestadcnd war, dct ein Mittwoch, den 20. Mai, stallfand, war wohl Sit Ansivrqche. in Ser die Einzelnen von ihren Rämv;e^ und Eriah-„ii,ie»> narmio« vorvtanbcrie». E« ist ..-■..— "Sic halten gegen sondern auch von Lene z» kampien. In einem aber stimm alle znianiineii ihre nichljüdiichen Mili-nd ihre .stanietaden, die vorurteilsfrei den H.radir. r als igleickider,chligke» achten und allen »„IN leicht geworden, eoic Beintteile i;ics>i nur von christlicher, ioud lif I f; .1 li« i,•:> ein braves Junginädel ,» löstlichem Lchwapi'c!- von ihre» ersten und ernste» um >h-, Lebeu«reckil, bis es' ihr geglückt, Ums u: vir». von ihrem erste» Wochenlohn .-.i.r. ' ’ und von der Lorqe, mil die ein B-.. ^-enl:> aiisrulvinmen, bis sje endlich 20 Mk. oeid.i.,-- e.^ nicht wußie, was iic mit so viel G,-.> -oikie. Tort erzählte ein Werkmeister,!->ie dar! er ,v;cn Widerstände in seiner eigenen Ja aüv i.f.iinp’t. bis er ieiu Jiel erreichte. Aus allen .»:e!.-n 2->'en.-!nii>.-n aber klang der Stolz, sich tapfer lernngeu >i, baden. So mancher, der dir dahin -iil, k-c.i ,,idi>cue» Wrikarbeiler zweifelnd geblickt, wurde eaee, »:.,«« Beile reu belehrt. Ter -.hbend stand uiiier Ser.Leitung der Bereinsvor -Nienden. ->.e,in-anwall Tr. Heinrich Wolf, der die Ber- , auiiviii herrlich begrüstie nnd >ie zu iroher Oleinein ii ainiorderie. Arthur E>>inger hieß die Per ainn-e l.a! in, Aanik» de« Porstcheramtes willkommen, Mar, Lllerb.rg im Namen der „Gemeiiidezeltung , Tbeiieiiiei .!ia!!»ch,td als alter Jreund des Handoe:!-, i7:>e:>echnnngsrai Me »er und Bankier Stephan Sn!N>: in. Namen des Vereins. An der Ansiprache bei, - -a,:e» iicki fast alle erschienenen jndjiche» Werk du rusnahmssos dafür einlraie». sich bald Mied»! rn iiohcr Oienieuisamkeil ziiiammenzuiiiiden. Auto .i.tiei,, Spinaadel, Jlaichnermeifter üpatowskh und We.kuieiiier Landauer solle» die nächsten Juiaminen!>, : i-sihe>encn. : ■'■■■ '> j> riickie Tiictigevei ichlost die Mahlzeit ab. -t. bis in die inillernächiige Silinde hinei» bliebe» Veiianiinelien plaudernd beieinander, »nd dann io.!e INS aller Munde und sicher aus aller .Herze»: Aii> ,^>i baldiges Wiedersehen und frohes Juiammen -ei»' Ta- Jen de» i>id,'che» Arbeiter in Stultgarl ist iiö ' Jen i»i alle Tciliiehmer gewrie». * ,ii. vbigd» Veiiibl ichreibl ma» uns »och folgendes. Als Teilnehmer der wirklüii gelaiigciic» festliche» Velan^ailuiig des „Vereins ziir Jorderiiug des Hand i'-e-k! nnd de- Garlenbaus »liier den Jfratlitk»' mo.l:> ich mich »in einige»,Worlen z» einer 'wichtige» Jrage als Praktilcr äußern. Tei Verein hal mit ieiner lEinladung das ferlig g»-b>achl, il-as wir lins, al« jüdische Handiverkcr ichon langst gewünscht haben, nämlich daß mit UNS tei,nen i*ritten, nnd ich giandc im Sinne aller Teil inhitit-i z» spreche», wen» ich an dieser Stelle dem Ai'sichttst dafür linieren herzlichen Tank aiisivrcche Nun komnil die särage, die uns Handwerkern besonders am Herzen liegi: Was ift zu lun, um das Handwerk unter Inden zn fordern? Nach meiner Ansicht tonnte dieie äusterst ivichiige Frage nur dadurch gelöst werden, das, wir liniere» jüdiichen Mitbürgern zeigen, avas wie überhaupt leisten können und daß wir in der Lage find, es mil jeder anderen Konkurrenz aufziinehmen: dies ftiun am besten im Nahmen einer kleinen Aus stellniig über „ca-:- -jüdische Handwerk" geschehen. In birier Ausstellung wäre jedem Berufszweig Gelege», heil geboten, ein Stück aus feinem täglichen Arbeitsfeld zu zeige» und gleichzeitig für feinen Beruf zu werben. Als zweites ist unbedingt notwendig (war auch am e - --; Homüopathisdie Zenlralapotheke hofrat v. mayer CtaaiUU, Walblinfenir. 7 Einzige rein homüopatltMieflpatfcefce Ufliilenkergs Jeftadend mehrmals betont wurde), daß wir Handwerker jeden Monat einmal zusammenlommen, um unter un« wichtige TageSfrage» zu behandeln. Tie Aufgaben, die uns erwarten, müßten fein: Bc jchaffung und Ueberwachung von Lehrstellen, Nachweis von Ardeiisgelegenheil, Austausch von praklischcn Er iahrungen, planmäßige Fortbildung durch Vorträge. Auch hier wäre jedem einzeliien Gelegenheit geboten, in der Werbung mitznhelsen. Leo Kogan, Feinmechaniker. Stuttgart. Man spricht heute gern und viel über da« modern« „Frauenproblem", dirkulierl über weibliche Berusssragen, stameradschafleehr usw. und blickt nach- CANNSTATT -UUKWlfertc- AuloReparaturwcrkstölfc Einbau u. Regulierung v. 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