Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 5 (1.6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 74 (sequence 8)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/4904101-5441819-5443080--2232-4906311- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
74 - d .. Je; o ü b. r a u. c n b u n 6 t i ifibrto Frauen aus Siufiiian »nd b«m ganzen Land» zu gtmkinl'amer Aucipratla zusammen. Uran Bergmann, die erste Bor sitzende der Perbandcr, begrüßte die Mitglieder, die Veiueic, der Vereine und Organisationen wwie die "' ne „nd wünickite, daß derartige Persammlungen in Zufunsr noch stärker oropagierk iverdrn. irrau Tr. Heilbronn gab den Tätigkeitsbericht des Berbander. Er kaun nun schon auf ein zweieinhalbjähriges Be sreden zurückblicken und hat gerade im letzten Jahre fcfior einig positive Eriolgc zu verzeichnen. Reben der kulturellen Arbeit der irrau, die der-Verband unterstützt, h,rt er durch die Erbolungssüriorgc.^durch die Srellenver mittlung und durch die Ausbildung von Haushalts l drlingcn in Eßlingen uiw. soziale Arbeit geleistet. Frau Rothschild Göppingen erstattete den gaiienbcricht. Mit einem Ueberschuß von 1l7,»7 Mark konnte der Verband in das neue »Geschäftsjahr eintreten. Ter «laniererin wurde Entlastung erteilt. Frau »ahn Stuttgart berichtete von der Arbeit de« Stuttgarter Stadtver banoes. Ter Ausschuß wurde erweitert, aber zur Grün sung einer ^rlsgruvve konnte man sich nicht entschließen. Ter Sladtverband hatstets in bestem Einvernehmen mit den intcrkdnseisionellen Verbänden.gearbeitet: bei den jüdischen Behörden blieb der Erfolg bis jetzt aus. Ter, Verlauf der Ablösungsielegrammc batte bis jetzt guten Eriolg, sollte aber in noch stärkerem Maße gefördert werden, lieber die Erholungssürsorge berichtet Fran Tr. SiraßburgerAklklT—Im letzten Jahre kann en -TS .«linder, auch einige Erwachsene, in Erholung ge ichitkt weiden. Auch sür das kommende Jahr liegen bereits'viele Anmeldungen vor. Tie Nähstubenzentrale in Lanpdeim arbeitet, wie Frau -«agsmann aussührte. mil gutem Eriolge. Im vergangenen Jahre konnten 1277 '.'ighsiütke verschickt werden. Tic Berichte der ein. lnen dem Verbände angeschlossenen Frauenvereine zeigten, »an überall in Stadl und Land Kulturarbeit »nd i'oriaie Arbeit geleistet wird. Frau Bergmann gab sodann Anregungen sür das kommende Arbeiisjahr. Um die geplante Erholung« iürwrge durchs«Kren zu können, soll auch in diesem Ja^re wieder eine Sammlung aus dem Lande statt- Jur Ausnahme erhol«ngsbedürniger »inder dürien uniere Beriraliensirauen-wur solche Familien nennen, iu. au>. Pflege der »inder bürgen. Auch ist es wünsch,nswcrl, daß sich Familien: iinden, die ohne Ber'Klung . .Kolungsbedürstige »ander bei sich aus ne-»«,:». Reben der Erholungsiüriorge, die iür Für ieroekinder gedacht ist, hat der Verband die Rciiesteuer Leben geruien, die berussläiigen erboluugsbc- > ..,ii.e,en Finnen z» gute kommen ' ,>s l>eh. reinkomm-n des jüdischen Frauenbundes mit i Vdönirveriicherung ist als eine soziale.Einrichtung zu fc.üdüiti r:. Ein großer Teil der Beriickierungsvroviiion n ßt in -lie »afie des jüdischen Frauenbundes, von .'ein oaiiu Fiir'orgekiiider^'unenlgclllich versichert wer ist 7s von großer sozialer Bedeutung, daß ..ic» Niiid versichert und somit eitz Fond für leine >»• •. uiq belegt wird Es wäre zu begrüßen, T-. .1'.,. 'innie Männer und Frauen, sowie Vereine zu Gunsten bedüritigtr »Inder versichern würden, kuiiu,,! -.» Ausgaben es Verbandes lind mannig ia,''i. Tas Vortragswejen >ol! im kommenden Jahre . inv-'iilicher obganiiieri werden. Tsr iid'danke einer ' rk -listkek i'otl erwogen werten. In der Er lau'uug c's va> >u,n Wahlrechtes der jüd. Frau in der jud. iseii'-inse erdlrcki der Verband ckne Hauptaufgabe. . . :u-ie >achli>, e Aussprache über die einzelnen - T iskn-s-sn siebenden Punkte schloß iich den Anregun - in>. . :• - tomineude Arbeitsjahr an. * i.sndveriammlung des Wüm. Hobenz. Lan e l neu, linier re. Leitzing von Frau Berg islu, Laupt-eir.!. Umrahmt war der Vortragsabend von »-.»»'>.ljiche" und deklamatorischen Darbietungen. Frau .d'.s Weit ^an.t di Arie aus Mozarrs Jl r>- paftore uns Früülin zslieder von Rendelsiohij: Frau »ätde Stet tiner l in. B>,,leil»ng aus dem Uügel, Frau Emma i l Geigeu'ol: liebenswürdiger Wciie über »om-.l,n. Flänlei» Fischer brachte t-°:7ichre von Lskar »viiii, L.'-Sier Sckiüler »nd Werfel zum Vortrag. Alle T - ,!»neen standen aus kuust.erii'cher Höhe und . I.I Abend einen iestltchen Ejbarakier. Fie.nl!' Haunah »arminski BiFliinF Schriitiührerin aes Jüd. Fiauenduiides, ipracki über „Fragen der wcib l . ,'id's >en Jugend '. Ti, verstand es in ihrer ba>,>ionisch," Sprechweise, durch ihren »Gedankenreich, k,.'.' un" . o.rch das eigene Mlierleden des »öefagien die v>.Joliorer bis zuleyk zu icikeln und innerlich in erheben. Schon in normalen-Zeilen, um io mehr in CANNSTATT /C H IR M -MOSER CANNSTATT -KAnigsir. 4t / JtA. SIS1« e mpf i eäj eignen Fabrikate SpuierMdte / / Reparatur V««,» »»ww. m ■ftv<RMaanBe^anr»wwm ■ ■ ■wim Achtung!- Reparaturen iiiuiiiiiiiiiiiitffifflMMMNMnMnmiHMmmmniiiiHiiiiiiui von Kopfhörern und Lautsprechern billigst Aufmagnatisieran Mk. 0.60 - Neue SchnOra einziehen Mk. 1.60 H E hk m m Spezial-ReparaturwerkstStte ■ kCill%19116l Tel. 29421 - PoststraBe 7 der jetzigen problematischen Gegenwart, so führte die Redneriu aus, bring» die Frau der Heranwachsenden Jugcpd großes Interest« entgegen. Tic jüdische Frauen bewcgung, die nun aus ein Löjähriges Bestehen zurückblickt, schaut erwartungsvoll aus die heutige Jugend, die einst der Frauenbewegung Richtung und Ziel ge den wird. Gerade da« Jugendaller zwischen Kindheit .und Erwachseusein, diese Uebergangsepoche, ist überaus bedeutungsvotl und milbestimmend sür das spätere Leben. Tic Selbstmord und »riminalsratistslen besagen, daß gerade in dieiem Uebergangsalter die Jugendlichen stark gefährdet lind. Andererseits wissen Erzieher und Freunde der Jugend, daß die Uebergangsepoche neue »rast und neue starke Gedanken in den Jugendlichen reisen läßt. Es ist ganz natürlich, daß aus dem gesteigerten Interesse der Erwachsenen für den Jugendlichen Berufe entstanden sinh, die sich ausschließlich mit dem Jugendaltcr besagen (Jugendrichter und Berufsberater) und daß bedeutende Werke zur Jugendpsychologie geschasien weiden. Tos ieruclle Problem, die sexuelle Rot der Jugeiidlicken, werden beule zu oft zum Hauptproblem gemacht. Wer io einseitig urteilt, kennt die fugend nicht. Bei allen diesen Fragen sollle der weibliche Einfluß mehr als bisber richtunggebend sein. T^e Frau soll die modernen Zeitströmungen einordncn in die sittlichen und religiösen Werte, die von der Frau hochzuhalten sind. — Zur pädagogischen Frage des Jugendalters ist zu sagen, daß der Jugendliche in der Uebergangsepoche sich viel selbst überlassen sein soll. Tas bedeutet keine Entfremdung. Das Milieu des Elternhauses übt einen unbewußten tiefen Einfluß aus den Jugendlichen aus. Als ein Nachteil der Erziehungsanstalten muß es betrachtet werden, daß der Einfluß des Milieus dort, ganz nalürlicherweisc, nicht so stark aus den Jugendlichen wirken kann, wie im Elternhaus«. Bon großer Bedeutung ist die Berufssragc der jüdischen weiblichen Bevölkerung. Tie Bibel kennt noch nicht die brrusstätige, sie kennt nur den Typ der verheirateten Frau. Heule jedoch stehen 30 Prozent der jüdischen weiblichen Bevölkerung im Berufe. Eine einheitliche Antwort aus die Frage, ob Ehe und Berus veieint werden sollen, vereint werden können, gibt es nicht. Ter katholische Frauenbund hält die Bereinigung von Beruf und Ehe nicht sür wünschenswert, die interkonfessionellen Frauenverbändc liehen auf dem Standpunkt, daß diese Bereiwigung -wohl möglich sei. Tic Berufswahl fällt der weiblichen Jugend größtenteils noch schwerer als der männlichen. Feste Richtlinien sind schwer zu geben. Zu fordern ist, daß jede Frau eine hauswirtschastliche Ausbildung erhält und einen gelernten Berus ergreift. Bei der Berufswahl darf LUDWIGSBUreG WEINGART L KERNER HOLZ> UND KOHLENHANDLUNG Telef. SA. 4442 LudwigSbllTg AlleenstraBeJi Lieferung v. sämtl. erstkl. Brennmaterialien nOr«o«MtilKi DarMMd Eig. Reparatur-Werkstätfe La*wl*starter Mtfettwuaiin- Seertr. 2 lUMS 7-1.40« DasPhofohans f.LndwUsburg 1. Ploto-Sjtziallaaj an Platzt Dlumenapendeii'VennUtlung A. SCHELLE GARTENBAUBETRIE5 Rotcwfr.9 / Teleph.26 Blumenladen: Damena. Herren Friseur-GescbAfl Parttbnerlen A.BeincA-X'» JUbrechfRees Grüble Auswahl in Galanterieu. Spielwaren Kinderwagen LUDWIGSBOB« Telefon 5573 RATHAUS-DROGERIE OBERE MARKTSTR. 1 / TELEPHON 3113 Bei zuvorkommender, fachmännisch. Bedienung Sämtliche mediz. Drogen, Seifen, Parfüme, deutscher n. ausl. Firmen, Krankenpflege'Artikel Elektro« und Radiohaus OTTO LOCHMANN Seesfr. 77, beim Hohenzollemplaiz / Telefon 3760 Alles llr Bam« »4 Elcklrisdi la treier laswakl Berücksichtigt unsere Inserenten! Die Juwelier-Firma Wilh. Kiesel * Ludwigsburg KlrchstraBe 16 besteht seit 90 Jahren und bietet gröBte Auswahl bal bllllgan Praisan GÖPPINGEN dnlomobilhaas FrMz Krams Fernsprecher Nr. 1127 ReparafnrweriuiAtfe / Aulo-Zubehör Lager in allen einschlägigen Artikeln Opel - Setvc - Hcrcedcs-Bcnz-Amomobllc | <3nferate iu 5er | | <9emeitt5efteituu0 finden | | aufnterVfatne £efer! 1 HHiiHiNiHiHimn«mntttinHnmiHiiflnniiRiiHBfiniHiiHiinMiHiiiimiiimiiitiiiiiitiHiiiiiiiniHM <3f. Saiser FEINKOST HAUPTSTRASSE 30 / TELEPHON 175 j nhoio- ■ Apparate and Bedarf* - Artikel Amateur-Arbeiten billtgit bei Adolf Schlenker Bahnhofstrake Nr. 18 Condltorcl D.Caie SCHWARZ / Göppingen / TELEPHOP^80 erstes Bans ai